Skip to content

Erfolgreich ignoriert

Ich führte eben ein längeres Telefongespräch mit einer guten Bekannten. Plötzlich klopfte es im bei uns in der Telefonleitung an. Normalerweise würge ich die meistens nicht so wichtigen privaten Gespräche dafür ab, denn der neue Anrufer könnte ja z.B. ein Kunde sein oder ein Lieferant, der eine Bestellung entgegennehmen möchte.

Diesmal blieb ich stur, da ich einfach nur in Ruhe telefonieren wollte. Wer auch immer da anrief – wenn es wichtig ist, wird er oder sie sich schon wieder melden. (Nanu, so kenne ich mich ja gar nicht..?)

Etwas später erfuhr ich, dass eine meiner Mitarbeiterinnen die beiden Anrufe entgegengenommen hatte.

Zu meiner Freude waren die beide Anrufe für mich weder wichtig noch auch nur annähernd interessant:

Nummer eins wollte uns mit vielen Bullshit-Buzzwords die Erstellung eines Internetauftritts anbieten.

Nummer zwei war ein Typ, der meine Telefonnummer angeblich von der Zentrale bekommen hatte – zusammen mit der Information, dass wir hier einen Ladendetektiv suchen würden und dass er sich deswegen unbedingt hier vorstellen soll. Keine Ahnung, was der für einen Auftrag hatte. Verflix nochmal, wer ist bloß bei der Bundesbehörde für Arbeit auf die glorreiche Idee gekommen, jedem schwer vermittelbaren Arbeitslosen den "§34A"-Schein aufzudrücken?!? :-O

Perfektes Timing

Da sagte ich gerade zu meinem Mitarbeiter: "Mal gucken, wann SPAR(*) heute kommt."

Just in dem Moment fuhr der LKW mit unserer Ware vor.

(*) Tradition. Der LKW ist natürlich mit blau-gelbem Aufdruck.

Birnenscherben

Im Vorbeigehen im Mülleimer beim Leergutautomaten eine ungeöffnete Packung Glühlampen entdeckt. Nanu..?

Ich griff danach und keine zwei Sekunden später lag die Packung wieder zwischen den alten Plastiktüten.

Die war wohl jemandem heruntergefallen...

Keine Wurstabbildung

Als ich am Wurstregal vorbeiging, fiel mir eine Packung sofort auf. Jetzt neu von Zimbo: Keine Wurst? Kann doch nicht sein. Was ist da denn passiert? Sieht echt aus, als hätte da gerade jemand einen Teller weggenommen:



Die Erklärung war aber ganz einfach: Die Produktabbildung mitsamt Text und Zusatzinformationen befindet sich auf einem Aufkleber, der einfach auf die Standardpackung geklebt wird. In diesem Fall ist die Packung in der Produktion einfach "durchgerutscht" oder der Aufkleber stand möglicherweise an einer Ecke hoch und ist schließlich am Umkarton oder einer anderen Packung haften geblieben.


Jever Ice

Ein Mitarbeiter wollte eben zwei 6er-Träger Jever Pilsener ins Tiefkühlhaus stellen. Damit der anrufende Kunde in einer Stunde kaltes Bier hat.
Der Kunde kam nicht, die Gedanken waren woanders. Voila.

Und ich habe den Schaden.


Einkaufswagengriffdesinfektionstuchspender

Und noch ein Fundstück aus einem meiner Mitbewerber. Ich kann ich mich nicht ganz entscheiden, ob ich so eine Einrichtung als sinnvoll oder überflüssig einstufen soll.

Ich finde, wer ernsthaft ein Problem mit den Griffen hat, sollte seine eigenen Tücher immer in der Tasche haben. Es gibt ja in öffentlichen Verkehrsmitteln auch keine Desinfektionstücher für die Haltegriffe. Und an den Eingangstüren von öffentlichen Gebäuden für die Türgriffe. Und spätestens wenn man dann an der Kasse das Geld anfasst, ist sowieso wieder alles dahin...


Fremder Leergutautomat

Gestern Nachmittag nochmal wieder in anderen Supermärkten nach Ideen für die eigene Renovierung gesucht. Dabei ist mir in einem kleinen Einkaufszentrum vor dem dortigen Verbrauchermarkt stand eine relativ lange Schlange vor dem t*mra-Leergutautomaten, ein Mitarbeiter flitzte mit hochrotem Kopf panisch hin und her, fummelte irgendwie im Gerät herum, das nur unmotiviert vor sich hin ratterte, und schaltete es schließlich ganz aus.

Ich hatte in dem Moment vor allem mit den wartenden Kunden Mitleid. In solchen Fällen sollte man eigentlich mal eben schnell die Schlange händisch abarbeiten und sich später um die Maschine kümmern. Machen wir hier ja normalerweise auch so.

S.T.E.M.

Dieses Foto hatte sich noch im Handy versteckt und ist vor ein paar Wochen in Las Vegas entstanden.

In einem Lebensmittelgeschäft am Strip hingen diese Schilder an fast jedem Regal. Ich fand den Hinweis darauf, dass die Allgemeinheit letztendlich die Kosten für Verluste durch Diebstahl aufbringen muss, gar nicht mal so schlecht.

Aber vermutlich interessiert das einen Dieb nicht weiter.


Mit Anzeige drohen

Das Telefon klingelte, die Anruferin stellte sich recht rüde mit dem Namen einer Rechtsanwaltskanzlei vor und schlug mir ziemlich direkt und nicht weniger freundlich um die Ohren, dass sie meine Adresse benötigen würde.

Warum?

Da wir Ihnen ein Schreiben zustellen wollen.

Ach, und um was geht es?

Um den Unterhalt für ein Kind.

Ähh..?

Sagen Sie mir jetzt Ihre Adresse? Ich bekomme die auch über das Einwohnermeldeamt heraus und dann werden wir Ihnen gleich eine Anzeige zustellen.

Gastfeldstraße 29...

Das ist ihre Firmenanschrift.

Genau, reicht doch auch.

Ihre Adresse werde ich trotzdem herausbekommen. Wir lassen uns doch nicht für dumm verkaufen.

Und um was geht es nun eigentlich genau?

Um Kindesunterhalt für ein Kind.

VERDAMMT NOCHMAL, ICH HABE KEIN KIND!!!

Die Anruferin wurde auf einmal wieder ruhiger und redete mit normaler Stimme und relativ freundlich mit mir weiter. Offenbar hat sie jetzt erst bemerkt, dass sie gar nicht mit mir, sondern mit mit einer anderen Person unter dieser Anschrift sprechen wollte.

Aber einen so anzugiften. Sie hätte mir auch ins Gesicht spucken können, hätte sich vermutlich ähnlich angefühlt. Ich sollte mir den Namen der Anwaltskanzlei merken, damit ich die nicht irgendwann mal versehentlich mit einen Mandat beglücke.