Skip to content

Besuch im Büro

Normalerweise habe ich ja kein Problem damit, wenn Leute ungefragt ins Lager kommen und plötzlich in meiner Bürotür stehen. Solange es sich dabei um Lieferanten, Vertreter, Mitarbeiter oder private Bekannte von mir handelt.

Wenn's ein angetrunkener Kunde ist, der mich unbedingt daran erinnern muß, seinen vor dem Laden angebundenen Flohtransporter Hund zu bewundern, sieht die Sache wiederum ganz anders aus.

Manche Leute bilden sich wirklich ein, daß sie sich als "guter Kunde" alles erlauben können...

Nachtrag: Um in mein Büro zu kommen, muß man eine Treppe hoch gehen. Es gibt sogar Lieferanten und Vertreter, die erst Mitarbeiter an der Lagertür nach mir fragen, bevor sie in meine relativ private Sphäre einbrechen. Auch ein Besuch im Pausenraum ist für Kunden ja nicht selbstverständlich. Schließlich bin ich oft genug im Laden, um mich direkt anzusprechen.

Kundengespräch

Moin, Herr Harste!

Moin.

Na, wieder fleißig?

Ja, wie immer...

Das ist aber auch ein naßkaltes Wetter draußen.

Oh, ja, fürchterlich.

...to be continued...

Ich weiß, daß ich etwas in der Art schon einmal geschrieben habe. Ja, und? Ich muß mir sowas fast täglich anhören. :-|

"Dankeschön."

Ich habe gerade einem kleinen Jungen gezeigt, wo die frische Hefe ist. Er sprach nicht gut Deutsch und hatte einen Zettel mit: "Hefe für Teig."
Womit ich nicht gerechnet hatte: Als er zur Kasse ging, lächelte er mich an und sagte "Dankeschön."

Das war wirklich diesen Eintrag wert!

Rettet dem Dativ

Kundin zu einer Bekannten: "Ich bin hier! Bei die Flaschen."

Autsch. :wall:

Annoying customer

Moin, Herr Harste!

Moin!

(...Mist, er hat mich gesehen...)

Glück gehabt, daß mich ein Kollege gerufen hat. Manche kommunikationswütigen älteren Menschen wird man einfach nicht wieder los, wenn sie sich einmal an einem festgequatscht haben.

Gekröntes Haupt

Ich bin noch ganz hin- und hergerissen von dieser bezaubernden Kundin, die gerade hier im Laden war.
Weiß der Geier, warum, aber sie hatte ein funkelndes Diadem auf dem Kopf. Aber auch ohne sah sie einfach unglaublich hübsch aus. Es gibt viele "schöne" Frauen, aber das war eine derjenigen, bei denen einem ganz warm ums Herz wird, wenn sie einen anlächeln.
Und dann dieser Kopfschmuck, bei dem wohl die Frage unbeantwortet bleiben wird, warum sie ihn überhaupt getragen hat...

Ich wollte sie erst fragen, ob ich ein Foto für's Blog machen darf. Und dann habe ich mich nicht getraut, sie anzusprechen... Seufz... :-(

Maler

Seit einigen Tagen kommt immer gegen Mittag ein Maler mit einem ausgedienten Farbeimer voller leerer Bierflaschen hier zur Leergutannahme. Regelmäßig lag der Eimer voller Kronkorken, Zigattenkippen und anderem Kleinzeugs, den ich immer - man ist ja aufmerksam - in den Müll gekippt habe. Der olle stieselige Maler hat das aber irgendwie gar nicht gepeilt. Oder vielleicht schon, aber dann hätte er ruhig mal wenigstens irgendetwas sagen können. Ich spare mir ab sofort die Mehrarbeit. Wetten, daß er das auch nicht merkt?

Aber die Idee mit dem Eimer ist witzig. Deckel zu und keiner schöpft Verdacht auf der Baustelle... 8-)

Kein Alkohol. Oder vielleicht doch?

Aus einem Gespräch mit einer Kundin:

Wir trinken ja gar keinen Alkohol. Mein Mann darf nicht, wegen seiner Krankheit. Und ich mag ja sowieso überhaupt keinen Alkohol.

Anerkennendes Kopfnicken meinerseits.

Kurze Pause.

Ich brauch noch eine Flasche Sekt. Ich hab' doch am Samstag Geburtstag.


Naa, ob sie den wirklich nur an ihre Gäste verfüttert? ;-)

Dampfnudeln

Eine Kundin hat sich gerade bei mir bedankt, daß ich mir (wenn auch erfolglos) so viel Mühe damit gemacht habe, für sie "Germknödel ohne Füllung" zu besorgen. Ich habe wirklich keine gefunden. Auch bei der METRO nicht.

Dann sagte sie mir, daß sich das jetzt erledigt hätte, wei sie welche bei der METRO gekauft habe. Eine Bekannte hätte einen Schein dafür und so haben sie die Germknödel selber gekauft.

Ich war einigermaßen irritiert, zumal ich einige METRO-Mitarbeiter befragt hatte, als ich die Germknödel suchte.

Des Rätsels Lösung: Sie sprach von Germknödeln, das Produkt bei der Metro heißt aber Dampfnudeln. Woher soll man als Nordlicht denn wissen, daß es sich dabei um ein und das selbe Produkt handelt. Das ist ja so, als wenn von einem Bayern statt Grützwurst Pinkel verlangen würde. ;-)

Auf meiner Suche bin ich auf einen kleinen Scherz gestoßen: (Link)

Was ist der Unterschied zwischen einem Elektroherd und einem Gasherd???

Ja, also nehmen wir mal an, man kocht die Milch für die Germknödel. Der Milch wird es angenehm warm, wärmer und schließlich heiß.
Da denkt sich die Milch: "Hier ist es so warm, da geh'n wir woanders hin!"
Man schaltet den Gasherd ab. Da denkt die Milch: "Eigentlich ist's ja doch ganz schön hier. Bleiben wir doch lieber hier!"
Man schaltet den Elektroherd ab. Da denkt die Milch: "Wenn wir schon unterwegs sind.... gehen wir weiter!"

5 Euro

Eine Stammkundin reklamierte gerade, daß sie wahrscheinlich 5 Euro zu wenig Wechselgeld an der Kasse bekommen habe. Das hat sie nur leider erst in dem Moment gemerkt, als sie mit der alten Dame abrechnete, für die sie die Waren eingeholt hat.

Fast zeitgleich hat eine Kassiererin in ihrer Kassenabrechnung fünf Euro zu viel gehabt.

Das nennt man Glück. Bei einer stimmigen Kasse hätte ich nämlich der Kundin leider mitteilen müssen, daß ich ihr das Geld nicht geben kann.

Darum steht ja auch bei so vielen Kassen ein Schild: "Wechselgeld sofort kontrollieren, spätere Reklamationen sind leider nicht möglich."

Kalenderwoche

Diskussion mit einem Kunden um Kaffee-Angebote.

Der Kaffee ist im Angebot. Da wurde mir zu viel abgerechnet.

Das war letzte Woche.

Da hing Samstag noch ein Plakat im Fenster mit dem Kaffee. Und da stand "7. Kalenderwoche".

Ja, letzte Woche war die siebte Kalenderwoche.

Nein, die ist jetzt.

Jetzt haben wir die achte. Ganz sicher.


Nach einigem weiteren Rummosern hat er den Kaffee dann zum Normalpreis gekauft. War wohl sauer, daß er sich vertan hat. So wie er aussah, wird er das aber niemals einsehen...

Tag der Muttersprache

"Gelber Sack, zweimal!"

Noch eine Interpretation der freundlichen Anfrage nach Wertstoffsäcken.

Verdächtiger Kunde

Zufällig auf dem Überwachungsmonitor gesehen: Ein Kunde, dunkel gekleidet, steht mit geöffnetem Rucksack vor dem Regal mit Körperpflegeprodukten und bedient sich großzügig: Deo, Duschgel, Shampoo etc. verschwinden im Rucksack.

Ich bleibe per Videoüberwachung an ihm dran. Er benimmt sich äußerst verdächtig, geht hierhin, dorthin, guckt und füllt noch einige weitere Artikel aus dem Rest des Geschäftes in seine Tasche, bis er schließlich Richtung Kasse geht. Ich hatte mir vorsorglich meine Lederjacke angezogen, um im Falle eines Falles unauffällig eingreifen zu können. ("Ich bin hier der Hausdetektiv!", ist ein ziemlich wirksamer Spruch.)

Er hat wider aller Erwartungen tatsächlich die Artikel aus dem Rucksack auf das Kassenband gelegt und brav darauf gewartet, seine Waren zu bezahlen.

Diese Wartezeit haben wir für ein kleines, freundliches Gespräch genutzt. Dabei kamen sehr interessante Dinge heraus. Nämlich, daß dies sein erster Einkauf bei uns ist und daß er gar nicht genau wußte, wie das mit den Einkaufswagen bei uns funktioniert ("Ich habe keinen Chip dafür." Braucht er ja auch nicht...), daß er doch bitte lieber einen der roten Körbe benutzten soll, statt der eigenen Tasche, um Mißverständnisse zu vermeiden und daß er, wenn er etwas sucht, sich einfach an uns wenden soll.

Und so wurde aus dem "Ladendieb" ein glücklicher Neukunde. ;-)

Na, Osterlamm, was bedrückt Dich?

"Ein gemeiner Kunde Schokoladenlammmeuchelmörder war am Werk."

Kopfschüttelnd... :doh:
Auch Weihnachtsmänner mit schlimmen Schädelfrakturen oder Toraxtraumen haben wir schon massenhaft gefunden. Warum machen Leute sowas? Reiner Mutwillen und Zerstörungswut? :-(


Bankfunktion

Wie würden wohl die Mitarbeiter "unserer" Sparkasse gucken, wenn man in deren Schalterhalle auftaucht und nach Brot und 'ner Kiste Cola fragen würde?

Das würde keiner machen? Das ist ja schließlich kein Supermarkt? Hmm...

Große Scheine wechseln, kleine Scheine wechseln, Rollengeld annehmen, Kleingeld tauschen, Geldrollen ausgeben... Bei uns fragen die Kunden wie selbstverständlich nach solchen Dingen. Was tut man nicht alles für seine Kunden.