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Ich und mein Tesla Model Y (7)

Schneechaos, alle Straßen dicht, gestern wurde hier in Bremen sogar der Betrieb des ÖPNV zu großen Teilen eingestellt. Wer kann, lässt das Auto zu Hause stehen.

Ein Kollege war gestern Vormittag schon in Sorge, dass er den Weg mit seinem Auto nicht wieder zurück schaffen würde, und war daher ein paar Stunden früher in den Feierabend gegangen und ist heute sogar gleich ganz zu Hause geblieben.

Und dann gibt es da mich: Schnee und Eis haben mich im Grunde noch nie davon abgehalten, mit dem Auto zu fahren. Je schlimmer, desto herausfordernder und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich keine Angst habe, bei solchen Witterungsverhältnissen zu fahren. Mit meiner E-Klasse habe ich stellenweise den Hinterradantrieb mit abgeschaltetem ESP dazu genutzt, hier in den engen Seitenstraßen zwischen den geparkten Autos um die engen Kurven zu schlittern. Das war für mich oft einfacher als eine gewöhnliche Kurvenfahrt und da ich eben auch nie Berührungsängste mit solchem Wetter hatte, kann ich auch auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückblicken. Oder, um es mit den Worten eines gewissen Sledge Hammer zu sagen: "Vertrauen Sie mir – ich weiß, was ich tue!"

Und jetzt der Tesla: Allradantrieb mit elektronischer Traktionskontrolle, die permanent die Drehung der Räder überwacht und durch gezielte Anpassungen und Kraftverteilungen das Durchdrehen der Räder minimiert. Das setzt allem echt die Krone auf! Während hier sich eben auf dem Weg zur Firma Autos nur mühsam durch den hohen Schnee in den Seitenstraßen geschoben haben, bin ich einfach an denen vorbeigezogen. Während andere gestern das Auto stehengelassen haben, sind wir noch mal eben 35 km zum nächsten Ikea gefahren, um ein paar Regale zu kaufen. Dieses Auto fährt so unfassbar stabil auf rutschigen Straßen, es ist kaum zu glauben.
Eine Wunderwaffe gegen Glätte ist aber auch dieses Fahrzeug nicht. Wenn die Räder den Grip verlieren, weil man aufgrund nicht angepasster Fahrweise zu schnell in den Kurven ist oder zu stark bremst, dann rutscht auch ein Model Y unkontrolliert durch die Gegend. Physik bleibt Physik, da hilft die beste Technik nichts.

Aber das reine Fahren bei solchem Schneematsch wird, haltet mich ruhig für leicht gestört, damit schon regelrecht zum Vergnügen. :-)

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Kommentare

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Chris_aus_B am :

Mir haben die Warnmeldungen diesmal das ganze Wochenende vermiest. Warnmeldungen vom DWD in Gelb, Orange, zeitweise auch Rot für Schneefall, Schneeverwehungen, böigem Wind und Frost - und das einzige was kam, war Frost wie an den Tagen zuvor und vielleicht eine Handvoll frischer Schneeflocken in 48 Stunden.
Ich bin ja froh, dass hier kein Unwetter vorbei kam, im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten, aber ich hätte das lieber ohne Warnungen in Orange oder Rot (oder Gelb) erlebt, denn dann hätte ich nicht meinen komplette Zeitplanung für Freitag bis Sonntag über den Haufen geworfen. Über einige, wenige Zentimeter zusätzlichen Schnee hätte ich mich sogar gefreut.

Private Joker am :

Klar kann das nerven. Aber ist es nicht besser als vom Wetter komplett überrascht zu werden und in einem Schneechaos festzusitzen? In Kanada kann einem so ein Blizzard mehr als nur den Tag verderben, aber gut wir haben nicht die allgemeinen Bedingungen wie in Nordamerika hier.


Autofahren im Schnee: Am Ende kommt es immer darauf an verantwortungsvoll mit der Wetterlage umzugehen. Jegliche elektronischen Assistenzsysteme haben ihre Grenzen und kein Auto fährt aus einer meterhohen Schneeverwehung wieder heraus (ein Panzer vielleicht, aber kein PKW). Es ist also richtig, dass du Spaß am Model Y hast und trotzdem die Grenzen der Physik respektierst.

Ich schon wieder am :

Bei Eis und Schnee auf der Fahrbahn häufen sich leider die Situationen, in denen man Glück haben muss, dassn nicht ein anderer Verkehrsteilnehmer ins Rutschen kommt und einen abschießt, obwohl man selber absolut sicher unterwegs war.
Deshalb ist es sinnvoller, nicht nötige Fahrten zu unterlassen.

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