Eine ältere Kundin steht mit ihrem gefüllten Einkaufswagen im Laden, guckt sich um und spricht mich auf einmal an: "Ich habe mein Portemonnaie vergessen. Meine Bekannte holt das gerade. Im Alter vergißt man manchmal etwas..."
Ich bot ihr an, doch einfach einen Gang weiter nach vorne zu gehen. Dann könnte sie zum Zeitvertreib etwas in den ausliegenden Zeitschriften blättern - was sie erstaunlicherweise ausdrücklich ablehnte. Schließlich könne sie sich da nicht einfach hinstellen und lesen.
Und andere? Lesen geradezu und völlig ungeniert die Buchstaben von den Heftseiten.
Eine Frau rief gestern an und erkundigte sich, ob ich ihr ein 2kg-Jubiläumsglas "Nutella" besorgen könnte. Auf den Gläsern sei der Text "40 Jahre Nutella" aufgedruckt und sie würde gerne einer Bekannten zu deren 40. Geburtstag im kommenden Monat schenken. Wäre ja schließlich ein witziges Geschenk. Ich habe ihr versichert, mich darum zu kümmern und ihr spätestens am Freitag bescheid zu sagen.
Leider wird ihr meine Antwort nicht gefallen: Die Gläser werden schon seit einiger Zeit gar nicht mehr produziert und die im Handel erhältlichen hatten als Haltbarkeitsdatum "Juni 2005" aufgedruckt. Die Chance, so einen 2kg-Pott zu bekommen, dürfte gegen Null tendieren. Und selbst wenn - wer würde so ein Glas ernsthaft verschenken wollen, wenn das MHD schon um drei Monate überschritten ist?
Ich habe kein Problem damit, Plakate an der Tür kleben zu haben. Wenn vorher gefragt wird. Damit nicht sämtlichte Scheiben vollgeklebt werden und man unbedingt noch in Augenhöhe in den Markt blicken können soll, gebe ich stets folgenden Plazierungshinweis mit auf den Weg: "Aber nur an eine der beiden Türen in den unteren Bereich!"
Das scheint für viele Plakatkleber nur sehr schwer umzusetzen zu sein...
Ob wir Spekulatius hätten, wollte ein Kunde wissen.
Weihnachtssüßwaren Herbstgebäck wird heutztage gewöhnlich ab Ende August / Anfang September angeboten und auch tatsächlich gekauft. (Macht ja eigentlich niemand, aber bei McDonalds ißt ja auch bekanntlich kein Mensch...)
Aber daß die Leute noch vor Saisonstart selber danach fragen, habe ich noch nie erlebt.
Es ist immer wieder lustig, von Kunden auf Themen angesprochen zu werden, die ich ausschließlich hier im Blog kommunizieren.
Man staunt mitunter wirklich, wer sich alles als Leser outet...
Sehr motivierend: Alle Kunden, mit denen wir hier sprechen, äußern sich positiv über den in der vegangenen Woche vollzogenen Umbau.
Natürlich ist es durch die komplette Umplazierung für viele Kunden erst einmal nötig, sich neu zu orientieren, aber leider ließ sich das beim besten Willen nicht vermeiden.
Ich habe keine Ahnung, wie lange diese Fahrkarte der Bremer Straßenbahn AG hier lag. Ich weiß nur, daß heutzutage eine "Kurzstrecke" 80 Cent kostet. Die Karte dürfte als schon ein paar Jahre älter sein.
Sowas findet man, wenn man alte Kühltruhen abbaut...
Eine Kundin fragte mich, ob wir eine bestimmte Zeitschrift vorrätig hätten. Dem war leider nicht so und darum bot ich an, mich bei unserem Pressegroßhändler danach zu erkundigen und ggf. ein Exemplar zu bestellen. Da normalerweise kein Kunde dieses Angebot abweist, habe ich kurzentschlossen das Telefon aus der Tasche gezogen und die Nummer gewählt.
Während sich die freundliche Mitarbeiterin gerade am anderen Ende der Leitung meldete, bedankte sich die Kundin freundlich und beschloß, das Heft doch nicht haben zu wollen, denn es sollte sich dabei eigentlich nur um ein spontanes Mitbringsel handeln.
Schade. Ich hätte ihr gerne gezeigt, wie schnell und umkompliziert solche Sonderbestellungen bearbeitet werden können...
Das waren die Schuhe von Karstadt, die hier eben Alarm auslösten, als eine Kundin den Laden betrat. Offenbar hat dort jemand an der Kasse nicht bemerkt, daß die Sicherungsetiketten in den Schuhen nicht deaktiviert wurden.
Wir haben in den letzten Wochen Gratisflaschen einer Biermarke verteilt. Es handelte sich dabei um nicht gekennzeichnete, reguläre Pfandflaschen. Jeder Kunde hatte also die Chance, außer dem Inhalt auch noch die 8 Cent Pfand zusätzlich zu bekommen.
Ein Kunde stand eben an der Leergutkasse und hat sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, für diese Flasche den Pfandwert ausgezahlt zu bekommen: "Die habe ich geschenkt bekommen und darum möchte ich die Flasche auch so wieder abgeben."