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Jede Woche - wenn nicht öfter...

Zwei ältere Kundinnen standen in der Getränkeabteilung und betrachteten die Platzierung der Mehrwegkisten. Im Vorbeigehen hörte ich eine der beiden bewusst laut und aufgebracht reden: "Jede Woche steht das hier anders..."

Ich hatte in dem Moment zugegebenermaßen absolut keine Lust, mich auf eine Diskussion mit der Frau einzulassen und ging weiter, obwohl ich schon neugierig war, was sie wohl gemeint haben könnte.

Einige Minuten später betrachtete ich die Kistenstapel ausführlich und stellte fest, dass absolut nichts anders stand, als es normalerweise auch stehen soll.

Gut, dass ich die Kundin nicht ansprach. Wenn ich ihr gesagt hätte, dass alles so wie immer steht und sie sich ganz gewiss nur täuscht, wäre sie mir bestimmt um an den Hals gefallen, weil ich sie der Lüge bezichtigen würde. :-)

Die Könige

Eine Kundin mittleren Alters sprach eine Kollegin an:

Haben Sie Burger King?

Was möchten Sie haben?

Burger King heißt das doch..?

Gibt es, aber das ist eine Fast-Food-Kette.

Nein, ich meinte doch das mit der geschnitten Wurst.

Mit der Aussage konnten wir etwas anfangen. Die Kundin suchte allerdings dennoch eine schnelle Mahlzeit.

Nämlich Curry King von Meica. :-)

Gummifrage

Von einem Kunden wurde ich gestern per E-Mail gefragt:
Warum sind bei Euch die Kondome in einer Vitrine an der Kasse??

Total blöd wenn jemand, mit ein wenig Hemmungen, an der Kasse steht und sich erst einmal umdrehen muss, die Vitrine öffnen muss
und dreißig Augen ihn anstarren und diese Aktion mit großem Grinsen verfolgt wird...

Geht das auch anders?

Viele Grüße von einem neuen Kunden und Du darfst dieses ruhig bloggen ;-)
Nun, die Antwort ist relativ leicht: Im normalen Regal wurden uns die Kondome ständig geklaut. Ob es nun daran lag, dass den Leuten der Kauf zu peinlich war oder ob ihnen die Gummis einfach zu teuer waren, kann ich nicht sagen. Fakt ist, dass auch die Warensicherung nicht helfen konnte, da einfach die Pappverpackung aufgerissen und einzelne Kondome entwendet wurden.

Also stehen die Verhüterlis bei mir in einer Vitrine in unmittelbarer Kassennähe, auch wenn diese Lösung für die etwas schüchternen Kunden nicht unbedingt optimal ist...

Klapprige Oma

Anruf einer sehr alten und ganz lieben Stammkundin, die sich zwar nicht mit ihrem Namen gemeldet hat, aber die ich sofort an ihrer Stimme erkannt habe:

SPAR-Markt Harste, Guten Tag.

Ja, hier ist eine Kundin von Ihnen. Diese klapprige Oma, die gestern einkaufen war. (Hat sie wirklich so gesagt. War natürlich scherzhaft gemeint...)

Oh, ja. Was kann ich für Sie tun?

Ich wollte mich nur noch einmal dafür bedanken, dass die Leute bei Ihnen alle so nett sind. So ein tolles Team hat man ja sonst nirgends. Ich erledige ja sowieso alle meine Einkäufe bei Ihnen. Und dann hat mir noch ihre nette Kassiererin an der Tür geholfen, weil ich doch meinen Stock vergessen hatte. Also... Ganz herrlich bei Ihnen.

Auf so viel Lob war ich am frühen Morgen gar nicht gefasst und wusste spontan überhaupt nicht, was ich der guten Frau nun antworten könnte. Glücklicherweise war sie gar nicht weiter auf Smalltalk aus und beendete das Gespräch selber relativ zügig.

Trotzdem... So ein Lob läuft runter wie Öl. :-)

Fußabdrücke

Sich auf den Stuhl vor dem Zeitschriftenregal in Ruhe eine der angebotenen Zeitungen durchzulesen dulde ich natürlich. Ansonsten würde der Stuhl dort schon längst nicht mehr stehen.

Dass die Kundin dabei beide Fußsohlen gegen den weiß gestrichenen Pfeiler drücken musste, empfand ich allerdings als weniger komisch. :-(

Lall und Lull

Ein junger Mann, ca. Anfang zwanzig, betrat eben den Laden, nachdem er zuvor rund zehn Minuten vor der Eingangstür herumlungerte stand. Er dünstete eine nicht unerhebliche Alkoholfahne aus und erkundigte sich bei einem Mitarbeiter, wo er denn Bier finden würde. Nachdem er die Getränkeabteilung gefunden hatte, stand er auch dort mindestens fünf bis zehn Minuten herum, und sah sah sich in der Abteilung aufwändig und langwierig um.

Er war zwar auffällig und sprach eine Menge sinnloses Zeugs mit sich selber, wirkte aber nicht so, als ob er etwas einstecken wollte.

Plötzlich stellte er fest, dass bei einer Biersorte das Preisschild fehlte. Er sprach erneut meinen Mitarbeiter an, der ihm daraufhin den Preis für die Flasche nannte. Da der Angetrunkene relativ laut sprach und auch nicht im Lager zu überhören war, bin ich inzwischen zu der Unterhaltung dazugekommen.

Die reine Preisinformation reichte dem Typen nicht. Er wollte schließlich noch wissen, warum das Schild nicht da sein würde. Er sprach in diesem typischen Tonfall voller Gefühl von Überlegenheit, den viele Leute nach dem Konsum von Alkohol an den Tag legen.
Ich antwortete ihm, dass das Schild wohl irgendwie abhanden gekommen sein muss und das sowas öfter mal passiert. Die Erklärung reichte ihm offenbar nicht und obwohl wir ihm längst den richtigen Preis und eine Antwort auf seine Frage genannt hatten, bohrte er noch weiter.
"Wahrscheinlich hat's irgendjemand aufgefressen.", platzte es irgendwann entnervt aus mir heraus. Ich bin mir nicht sicher, ob er es einfach nur falsch verstanden oder ob ihm sein benebelter Kopf einen Streich gespielt hat - auf jeden Fall fühlte er sich persönlich angesprochen, beleidigt und wurde von dem Moment an regelrecht aggressiv. Nicht körperlich, aber zumindest verbal: Er fing an, herumzupöbeln und uns leichte Drohungen ("Pass auf, sonst passiert was...") an den Kopf zu werfen.

Obwohl ich ihn in dem Moment recht rüde rauswerfen wollte, nahm er sich schließlich einen Sechserträger einer anderen Biermarke, torkelte mosernd zur Kasse, bezahlte und verschwand, nachdem er noch einige Minuten vor dem Laden stand.

Guten Morgen. :-)

In der Nähe

[Ding-deng-dong!]

Gut, dass der Kunde geklingelt hat, nachdem er mich Sekunden zuvor knapp 3 Meter vor der Leergutkasse begrüßt hatte. Ich wäre ja sonst nie darauf gekommen, ihm seine Flaschen abzunehmen.

Noch eine gute Stunde, dann starte ich in ein wohlverdientes Wochenende... :-)

Frisches Fladenbrot

Ein türkischer Kunde mittleren Alters kam betrat vorhin den Laden. Im Arm hielt er ein paar noch dampfende Fladenbrote, die in eine Zeitung eingewickelt waren. Der ganze Laden duftete verführerisch nach Brot und Schwarzkümmel.

An der Kasse kamen wir ins Gespräch, während er bei mir seinen Einkauf bezahlte. Plötzlich zog er eines der Brote aus dem Stapel und schenkte es mir.

Lecker Frühstück. :-)

Naschen und putzen

Gerade eben musste ich an der Kasse schmunzeln.

Kauft doch ein Kunde neben einigen Tafeln Kinderschokolade und anderen Süßwaren noch eine Tube Zahnpasta und eine Zahnbürste.

Naschen ohne Reue? :-)

Zufällig 0,00€

Ich saß heute Morgen ein paar Stunden selber an der ersten Kasse. Ein Kunde drückte mir einen Leergutbon in Höhe von 2,88€ in die Hand und hatte noch ein paar Kleinigkeiten auf das Förderband gelegt, die er kaufen wollte.

Etwas irritiert waren wir beide darüber, dass die Kasse 0,00€ anzeigte, als ich die Summentaste drückte. Sein kleiner Einkaufs hatte zufällig auch den Wert von 2,88€, so dass sich beide Beträge aufhoben.

Sowas hat man auch eher selten... :-)

Getrennt abrechnen

Eine Kundin kaufte zwei Teile und bat mich darum, diese getrennt abzuziehen.

Ich tat es, frage mich aber nach wie vor, warum ich der Kundin beide Artikel einzeln abrechnen sollte. Sie hat beide aus dem selben Portemonnaie bezahlt und für keinen der Artikel einen Kassenbon haben wollen...

Stur geradeaus

Manche Leute merken echt... nichts. :-(

Ich kniete gerade mit meinem Bestellgerät vor einem Regal. Eine Kundin fuhr mit ihrem halbvoll beladenen Einkaufswagen etwas zu dicht an mir vorbei und touchierte mich dabei recht unsanft an einem Fuß. Dies stoppte ihre Fahrt nicht, allerdings hat sie das Hindernis aber auch offensichtlich nicht bemerkt.

Ein 2-Zenter-Mann mit roter Weste und roten Haaren, der dazu noch ein piependes Gerät in der Hand hält, ist ja auch sowas von unauffällig... :-)

32 Prozent

Ich ging gerade mit einer Flasche Alkohol in der Hand durch den Laden, weil ich im Büro ein Regaletikett für den Artikel drucken wollte. Im Vorbeigehen sagte ein Kunde zu mir: "So früh schon?"

Ich freute mich: Endlich mal jemand, der Samstag Morgen vor acht Uhr schon halbwegs gute Laune und Sinn für ein paar lockere Sprüche hat. Meine Antwort fiel dementsprechend aus: "Klar, das ist mein Frühstück."

Er verzog keine Mine, lachte nicht und reagierte auch sonst nicht weiter darauf. Hat er meine scherzhaft gemeinte Antwort etwa tatsächlich geglaubt? Oder war seine Frage möglicherweise sogar wirklich ernst gemeint?

Darauf erstmal 'nen großen Schluck Bacardi Limón. :-)

Baguette

Eine Kundin hat bei einem Kollegen eine von ihr gekaufte Baguettstange reklamiert, weil sie zu hart und ungenießbar ist. Sowas wird natürlich ohne jegliche Diskussion umgetauscht.

Ich frage mich ja, wie das Baguette zwischen die anderen gekommen ist. Das Ding wirkte jedenfalls so, als ob es ein altes von gestern war. Zu lange gebacken hat es jedenfalls nicht. Die Farbe stimmte.

Bin ja nur froh, dass die Kundin meinen Angestellten nicht gleich mit dem Brot erschlagen hat. :-)

Wie die Großen

Morgens kommen relativ viele Kunden in den Laden, die nur ein oder ein paar Teile kaufen: Brötchen, Zeitung, Snacks, Zigaretten.

Nachdem ich heute mehrere Kunden bedient hatte, die jeweils nur eine Schachtel Zigaretten haben wollten, stelle sich ein kleines Mädchen an die Kasse und legte mir eine Schachtel Kaugummi-Zigaretten auf das Förderband.

Früh übt sich. :-)