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Gut aufgelegt

Anruf einer alten Frau, die sich von uns mit Ware beliefern lässt.

SPAR-Markt Harste, guten Tag.

Hier ist Frau Noergler. Ich warte auf meine Ware. Ihr Bote wollte um 15 Uhr hier sein.

Er wird sicherlich gleich kommen. Er ist ein sehr gewissenhafter Mitarbeiter, der Sie sicherlich nicht mutwillig warten lässt.

Genau. Warten lässt er mich. Ich sitze hier und warte seit 15 Uhr auf meine Ware!

Naja, es ist ja auch gerade 15 Uhr durch. Ich denke, er wird jeden Moment bei Ihnen sein.

[Ohoh, böser Fehler. Ich habe "gerade 15 Uhr durch" gesagt, ohne mir der Uhrzeit nicht wirklich bewusst zu sein. Ich hatte gefühlt "kurz vorher" auf die Uhr gesehen und da war es ziemlich genau 15 Uhr.]

Bei Ihnen ist es also gerade 15 Uhr durch? Bei mir ist es viertel nach. Eine Viertelstunde warte ich schon.

Während ich gerade Luft holte, um meinen Fauxpas zu erklären und zu entschuldigen:

[Klick!]

...legte sie doch einfach auf. Blöde Kuh.

Ball für Sport

Zwei Polizisten betraten eben den Laden und wollten einen Ball kaufen. Leider konnte ich nicht mit dem gewünschten Objekt dienen und verwies unter Vorbehalt auf diverse Tankstellen in Flughafennähe.

Aus dem Gespräch ergab sich, dass sie den Ball dringend für spontane Sportübungen benötigen würden. "Morgens um drei?!?", fragte ich. Die beiden grinsten nur: "Ja, hat sich spontan ergeben."

Ach. :-O

Wow!

Auch wir verkaufen hier Getränke unserer Eigenmarke in Discounter-Aufmachung: 1,5l-PET-Flaschen, jeweils zu Sechserträgern in Folie eingeschweißt. Mineralwasser, Apfelschorle, Cola, Bitter Lemon. Das Standardsortiment eben.

Was mich bei diesen Artikeln schon seit jeher stört, ist die Tatsache, dass man sie einfach nicht vernünftig platzieren kann. Naja, es sei denn, man hat den Platz, den Aufbau gleich wie beim Harddiscount zu gestalten und die Ware palettenweise im Markt unterzubringen. So stehen die Sechserträger bei uns in der untersten Ebene des Getränkeregals und ständig liegen die blöden Folien dazwischen oder sogar auf dem Fußboden. Man kann nicht hinter jedem Kunden herräumen und manche Leute werfen die Verpackungen einfach nur achtlos ins Regal oder eben sogar auf den Boden.

Gerade eben hat ein Kunde die Folie, aus der er Sekunden zuvor die Flaschen gepult hat, genommen und zum rund zehn Meter entfernten Müllsack beim Leergutautomaten gebracht.

Dass ich das nochmal erleben durfte. :-)

Mit der USt-IdNr. das Handy laden

Ein Mann bezahlte eine Handy-Guthabenkarte. Nachdem der Bezahlvorgang abgeschlossen und der Kassenbon überreicht war, rief mich mein Mitarbeiter von der Kasse aus und bat darum, dass ich ihm eine Karte nach vorne bringe. Das tat ich.

10 Minuten später klingelte wieder das interne Telefon. "Der Kunde weg.", sagte mein Kassierer. "Und zwar ohne die Karte. Ich dachte erst, der wäre vielleicht nochmal kurz in den Laden gegangen, aber ich sehe den nirgends und die Karte hat er hier auch noch nicht abgeholt."

Er sollte sie erstmal sicher aufbewahren, denn ich konnte mir vorstellen, dass der Kunde noch merken wird, dass er zwar 15 Euro bezahlt hat, aber immer noch nicht telefonieren konnte.

Eine knappe halbe Stunde später kam er tatsächlich zurück. Aber nicht, um ausdrücklich die Karte abzuholen, sondern um die auf dem Bon aufgedruckte Nummer zu reklamieren. Das mit der Aufladung würde nicht funktionieren, er bekäme ständig die Ansage, dass die Aufladenummer ungültig sei.

Nun – er hat die ganze Zeit versucht, mit der auf meinen Kassenbons stehenden Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sein Handy zu "füttern". Geht natürlich nicht. :-)

Eisfrage

Kundin, nachdem sie das rote A3-Preisschild an der Tür des Tiefkühlschrankes entdeckt hat: "Welches Langnese-Eis ist denn nun gerade im Angebot?"


Nikolauslied

Kinder scheinen besonders empfänglich für Melodien aus der (Vor-)Weihnachtszeit zu sein. Erinnert sich noch jemand an den hier?

Nun hat ein anderes Kind "Lasst uns froh und munter sein..." für sich entdeckt und das Lied mit einer sehr individuellen Note garniert...

...die sich nicht vorteilhaft für die Darbietung auswirkte. :-O

Bananenkarton

Eine Kundin wollte Bananenkartons haben. Für ihren Umzug.

"Iiiieh, die stinken ja."

"Naja, die riechen nunmal so, wie Bananenkartons immer irgendwie riechen. Das ist normal."

"Dann will ich die nicht."

Flaschensammlung auf dem Fußboden

All diese Flaschen haben kein Pfand. Und was macht man damit, wenn man merkt, dass der Automat die Annahme verweigert?

Tipp: Die richtige Antwort lautet nicht: "Auf den Fußboden vor den Automaten stellen." :-|


Geduldig

Eine Kundin brüllte ins Lager: "Hallo!?!"

Kollegin: "Kleinen Moment eben."

Kundin: "Hallo!!!"

Kollegin: "Einen Moment, bitte. Ich bin sofort bei Ihnen."

Kundin: "Ich habe keine Zeit. Ich habe es eilig."

Kollegin: "Was kann ich denn nun für Sie tun?"

Kundin: "Ich brauche Kaffee aus der Vitrine. Ich habe da jetzt schon zehn Minuten vorgestanden und da kam niemand."

Kollegin: "Hatten Sie denn jemandem, also einem meiner Kollegen, Bescheid gesagt, dass sie gerne Kaffe haben möchten?"

Kundin: "Natürlich nicht. Bei gutem Kundenservice erwarte ich, dass jemand kommt, wenn ich vor dem Regal stehe. Und ich habe da jetzt zehn Minuten gestanden und dabei habe ich es sehr eilig!"

Was glauben die Leute eigentlich? Natürlich helfen wir hier, wenn wir sehen, dass jemand hilflos vor einem Regal steht oder sich offensichtlich suchend durch den Laden bewegt. Aber wir durchkämmen doch nicht systematisch alle Gänge nach Leuten, die da herumstehen und darauf warten, dass sie jemand anspricht...

Wertstoffsäcke

Kunde: Entschuldigung, haben Sie einen "gelben Sack"?

Na, mit meiner Erkältung bin ich doch schon gestraft genug, oder?

Abel sichel. Wäle schlimm, wenn el andele Falbe hätte.

Ich verbitte mir diese indeskrete Frage!

Ja, seit mein Arzt gesagt hat, dass mein Cholesterinspiegel zu hoch sei und ich die Eier streichen soll.

Haben wir da. Haben Sie einen Wertcoupon dabei?


Das alte Spiel...

Kundin: "Der blöde Automat will mein Leergut nicht annehmen. Immer ist was mit den ollen Dingern."

Ich: "Gurkengläser haben aber gar kein Pfand.

Kundin:

Dicker, glibberiger Tropfen

Stell dir vor, du bedienst einen Kunden. Der Mann hält seinen roten Korb vor seinen Bauch und während du ihm dabei hilfst, ihm ein paar Teile aus den Regalen zu nehmen und in seinem Korb zu sortieren, platscht dir aus seiner Nase ein dicker Schnottentropfen auf die Hand.
Naja, so erging's mir eben jedenfalls.

Zwei Körbe

Mal wieder ein Kunde, der weiß, was er will: Gleich zwei gut gefüllte rote Einkaufskörbe wuchtete der Kunde durch den Laden. Als ich das entdeckte und ihm anbieten wollte, doch lieber einen Einkaufswagen zu verwenden, bedankte er sich nur mit den Worten, dass er sowieso gleich zur Kasse gehen wollte, da seine Arme bereits lahm werden würden.

Höhö. 8-)

Telefonkartenkäuferin

Nichts Böses ahnend saß ich in meinem Büro und arbeitete am Onlineshop, als plötzlich eine junge Frau hier hereinschneite. Die Tür stand offen und so betrat sie den Raum einfach. Ohne zu Klopfen oder sich verbal bemerkbar zu machen stand sie plötzlich vor meinem Schreibtisch und wedelte mit einem Kassenbon.

In dem Moment klingelte ihr Handy und während sie telefonierte und ich noch nicht wusste, was sie von mir wollte, hatte ich etwas Zeit, sie zu mustern. Sie war höchstens Mitte zwanzig, sah trotzdem irgendwie "verlebt" aus, hatte ein mit Akne-Narben übersähtes Gesicht und sprach eine mir unbekannte Sprache, die ich irgendwo in Osteuropa ansiedeln würde. Ich vermutete, dass sie in einem der nahegelegenen, "einschlägigen Etablissements mit wechselnder Belegschaft" beschäftigt ist, zumindest passte ihre Kleidung dazu.

In der Zwischenzeit reichte sie mir wortlos den Kassenbon. Aha, sie hatte eine Guthabenkarte für ihr Handy bezahlt und der Kollege von der Kasse hat sie dann zu mir ins Büro geschickt. Aber hier so reinzutigern... Dabei bin ich heute sowieso schon so schreckhaft. :-O

Der Anfang der 3. KW 2009 – Teil 1

Moin, moin.

Wirklich ein prickelndes Erlebnis, von einem der vor der Tür wartenden Kunden beim Aufschließen angeranzt zu werden, weil man ein paar Minuten nach null Uhr dran ist.

Hätte der noch ein Wort mehr gesagt, hätte ich ihn gar nicht erst reingelassen und zur Konkurrenz geschickt. Und die hätte er um diese Zeit lange suchen können.