Quizfrage: Was mache ich mit unseren alten Werbezündhölzern?
Den genauen Entwurf könnt ihr
in diesem Beitrag sehen. Sie als reguläre Werbung zu verteilen, hat keinen Sinn, denn in erster Linie sind wir kein SPAR-Markt mehr. (Was schade aber nicht zu ändern ist.) Ausnahmslos
nichts von den Einrichtungsgenständen, die auf dem Foto zu sehen sind, existiert noch, dazu sieht es hier inzwischen ganz anders aus. Die Auflistung der Besonderheiten ist auch nicht mehr ganz aktuell. Eine Faxnummer würde ich heute nicht mehr angeben, aber Dank der Fritz!Box können wir sie tatsächlich noch bekommen, wenngleich es sehr, sehr wenig geworden ist.
Diese Zündhölzer hatten wir damals zu defensiv verteilt, so dass uns irgendwann der Umbau und die Umflaggung auf Edeka überholt haben. Nun habe ich noch ein paar Kartons von den Hölzchen übrig, insgesamt mehrere hundert Packungen mit jeweils zehn Schächtelchen.
Ich werde sie wohl hier verschenken. Mit dem augenzwinkernden Hinweis "Gratis zum Mitnehmen: Echte Werbezündhölzer aus unserer SPAR-Zeit."
Wer also ein Stück meiner Unternehmensgeschichte mitnehmen möchte: Die Schachteln liegen kostenlos an der Kasse.

(Nein, ich verschicke sie nicht.)
Netterweise müssen wir uns nicht um die fachgerechte Entsorgung der alten Kassenhardware kümmern. Bildschirme, Scanner, PCs, Drucker, Kabel und Kleinkram sind mehr oder weniger ordentlich verpackt hier auf einem Rollbehälter im Lager zwischengeparkt und warten auf die Abholung.
"Früher" hätte ich die Teile vermutlich zum Basteln und Experimentieren behalten, vor allem natürlich die Laserscanner

– aber bevor die wieder jahrelang irgendwo herumstehen und dann von mir entsorgt werden, können sie auch direkt weg. Fühlt sich komisch an, ist aber die sinnvollere Entscheidung.
(Mindestens ein solcher Scanner steht nämlich aus unserem geschlossenen Markt in Findorff ebenfalls noch und mit dem selben Hintergedanken an Basteleien bei uns in der Halle herum – und verstaubt dort fröhlich seit sechs Jahren … )
Nach meiner Bitte um Entschuldigung für
später oder nie beantwortete Zusendungen fiel Martin ein, dass seine E-Mail mit SPAR-Markt-Bildern inzwischen volljährig sein dürfte und es die beiden Märkte nie hier ins Blog geschafft hatten.
Das möchte ich an dieser Stelle nachholen und bedanke mich brav für die Zusendung und die Geduld bis zur Veröffentlichung. Ich kann übrigens nicht sagen, ob die Mail mir einfach nur "durchgerutscht" war, oder ob sie mich einfach nur nie erreicht hat. Aber ist doch schön, wenn auch andere auf einen aufpassen.
Der erste Markt befindet sich in
Kirkenes, einem der westlichsten Orte Norwegens und nur 10 km von der russischen Grenze entfernt. Die Nähe zu Russland erkennt man daran ganz gut, dass vieles auch in kyrillischen Buchstaben beschriftet ist.
Wie man bei Google Street View sehen kann, befindet sich darin zwischen kein (EURO)SPAR-Markt mehr, sondern eine Filiale von
KIWI.
Den SPAR-Markt in
Bøstad gibt es dagegen noch, zumindest
auf den Street-View-Bildern ist noch ein SPAR zu erkennen. Auch wenn auf der linken Gebäudeseite inzwischen ein Stück angebaut wurde, sieht der Laden noch fast genauso aus wie zum Zeitpunkt des unten abgebildeten Fotos.
Vor ein paar Tagen online entdeckt in einem Artikel über den Wertverlust bei E-Autos:
Der niedrigste Wertverlust aller aktuellen E-Autos wird für das Tesla Model Y in der Ausführung Premium Maximale Reichweite Allradantrieb prognostiziert. Nach drei Jahren und 60.000 Kilometern sichert der mittelgroße E-SUV-Crossover 56 Prozent seines ursprünglichen Werts. […]
Da bei uns ein Model Y Premium maximale Reichweite auf dem Hof steht, würde ich sagen, dass wir in diesem Punkt alles richtig gemacht haben.
Andererseits wollen wir den gar nicht wieder verkaufen, also eigentlich auch egal.
Noch ein Foto, das während meiner
Leuchtstoffröhrenauspackaktion in der vergangenen Woche entstanden war. Die komplette obere Lage in unserer Papppresse bestand nur aus den schmalen Kartons, in denen die Leuchtstoffröhren einst steckten, insgesamt rund 100 Stück.
Diesen Anblick gibt es hier nie, nie, nie wieder:
Ob das da draußen noch mal ein ausgewachsener Sommer wird? Für den Fall, dass das passiert, haben wir ein paar Leerkisten gebunkert. Nimmt natürlich derzeit mehr Platz ein, als wir eigentlich haben, aber haben ist bekanntlich besser als brauchen und bevor wir die Bierflaschen wieder liegend in Gemüsekisten zwischenlagern müssen, wählen wir lieber diesen Weg.
Wenngleich man hier im Lager nun auf eine Wand aus Beck's-Kisten guckt …
Es gibt Dinge im Alltag, die sind eigentlich selbsterklärend. Zum Beispiel so ein Mülleimer / Papierkorb mit zwei speziell geformten Löchern am oberen Rand.
Man könnte vermuten, dass diese Löcher nicht aus dekorativen Gründen dort angebracht wurden, sondern einen gewissen praktischen Nutzen verfolgen. Etwa, dass man den Mülleimer nach dem Leeren wieder an die genau dafür vorgesehenen Schrauben oder Haken hängt.
Man könnte auch annehmen, dass es bei der Tätigkeit des Aufhängens eine gewisse Rolle spielt, in welcher Ausrichtung man es versucht.
Nun sind unsere beiden Exemplare in den Toiletten derzeit eher bodennah im Einsatz. Funktional ist das zweifellos – der Müll in Form von (überwiegend) benutzten Papierhandtüchern findet weiterhin zuverlässig seinen Weg hinein. Allerdings wurde das ursprüngliche Konzept des Herstellers in einer bemerkenswert kreativen Weise vollkommen neu interpretiert.
Ich möchte an dieser Stelle natürlich ausdrücklich und vollkommen emotionsfrei betonen, dass es sich hierbei nicht um einen Fehler handelt, sondern um einen alternativen Lösungsansatz.
Einen, der sich mit minimalem und kaum erwähnenswertem zusätzlichen Aufwand sogar noch leicht optimieren ließe. Aber jeder, wie er es für richtig hält …
Die
Umrüstung auf das neue Kassensystem wurde zwischendurch noch ein- oder sogar zweimal verschoben.
Gestern war es nun endlich so weit. Die neue Technik ist vor allem deutlich schlanker, als die alte mit einem ausgewachsenen PC als zentrale Einheit, die irgendwo im Kassentisch untergebracht und mit unterschiedlichen Arten von Datenkabeln mit den verschiedenen Peripheriegeräten verbunden waren. Nun haben wir einen All-In-One-PC, der sich kaum bemerkbar mit im Bildschirm versteckt. Alle Geräte sind über einen Hub sternförmig mit USB-Kabeln miteinander verbunden, so wie es aktuell der Stand der Technik ist.
Nur beim Umbau war etwas schiefgegangen. Wir brauchen selten mehr als drei Kassen und so hätte der Techniker bequem eine Kasse nach der anderen umrüsten können und alles wäre fein gewesen. Dummerweise war er zwischendurch hinsichtlich der Softwareinstallation an einer der Kassen zu optimistisch und hat bereits die nächste Kasse irreversibel (Kabel abgeschnitten …) demontiert, während die eine Kasse noch installierte. Dummerweise wollte die dritte Kasse auch nicht so und so standen wir rund eine Stunde mit nur einer Kasse da, an der sich die genervten und wütenden Kunden zu einer langen Schlange gestaut haben. Das wäre vermeidbar gewesen.
Die Software ist noch fast die selbe oder sieht zumindest noch fast genauso aus. Hätten wir keinem Mitarbeiter erzählt, dass wir neue Kassen haben, hätten es viele vermutlich gar nicht bemerkt.
Monitor, Scanner, Drucker, alles wieder da. Das spannendste Update sind wohl die neuen Scanner. Kein Laser mehr, der aufgefächert den Strichcode beleuchtet und dessen Reflexionen von einem Fotosensor erfasst werden, sondern ein modernes Gerät mit Bildsensor, der neben klassischen Strichcodes auch beispielsweise QR-Codes dekodieren und diese auch von reflektieren Oberflächen (Handydisplay) erkennen kann.
Vielen Dank an Blogleser Andreas, der mir dieses Foto eines "SPAR Gourmet"-Marktes geschickt hat, den er in der Hauptstraße in der Kleinstadt
Eisenstadt ganz im Osten von Österreich entdeckt hat.
(
Auch diesen Markt gibt es bei Google Street View zu sehen.)
Dass die Sonne mal direkt in unsere Kamera zum Hof scheint, ist wohl nicht zu vermeiden. Interessant aber, was da an Artefakten entsteht: Bunte Streifen in verschiedenen Farben, dazu noch ein typischer Linseneffekt, der sich irgendwie strahlenförmig ausbreitet.
Macht aber alles nichts, denn tagsüber hat die Kamera fast keine Relevanz. Nur bei Nacht wird es spannend, aber da blendet die Sonne ja meistens nicht.
Die Dracula-Actionfigur hätte man standesgemäß vor Sonnenlicht schützen sollen. Aber Gregor wusste es ja wieder besser und hat das Ding bei strahlendem Sonnenschein durch die Gegend getragen. Pech, dann bleiben eben nur ein Kronleuchter, der Sarg, ein Vampirumhang und jede Menge Staub übrig …
Welcher Kollege oder welche Kollegin auch immer dieses Schild hier neben der Tür zum Aufenthaltsraum angebracht hat, kann ich leider nicht sagen. Ein Name steht nicht dabei.
Nach eingehender Prüfung musste ich feststellen, dass das Schild weder sachlich falsch noch irreführend ist. Es wurde daher vorläufig nicht von mir entfernt.
In meiner Rolle als Betriebsleitung weise ich jedoch darauf hin, dass das Schild keine konkrete Personengruppe meint. Jeder Mitarbeiter ist frei, sich persönlich davon angesprochen oder beleidigt zu fühlen.
(Besucher werden gebeten, diese Warnung ernst zu nehmen! Insbesondere zwischen 6 und 22 Uhr ist jederzeit mit spontanen Diskussionen über Leergut, Bestellmengen, Lagerordnung, Pfandbons, Sonderangebot, Neuplatzierung und im Allgemeinen die korrekte Verräumung der Ware zu rechnen.)
Bei rund 200 Millionen Amazon-Prime-Kunden ist ein Schlag ins Blaue für Spammer vermutlich gar nicht so unprofitabel. Die Chance, irgendjemanden mit so einer Mail zu erwischen, der ein potentielles Opfer ist, ist daher wohl recht groß.
Besonders schnell enttarnt ist der Betrugsversuch, wenn die angeschriebene Person überhaupt kein Prime-Abo hat. Ich zum Beispiel.
Unser Laden ist fast vollständig videoüberwacht. Die Ladenfläche sowieso, aber auch einige Bereiche der Lager- und Nebenräume. Das ist alles rechtlich in Ordnung und völlig DSGVO-konform und wird einmal jährlich von unserem Datenschutzbeauftragten gecheckt. Dieser Datenschutzbeauftragte ist auch nicht irgendjemand, der einfach dazu benannt wurde, weil wir jemanden brauchen, sondern eine ausgebildete Fachkraft der Edeka.
Videoüberwachung am Arbeitsplatz: In den Aufzeichnungen ist zwangsläufig jeder mal irgendwie zu sehen. Während der Arbeit läuft man hier herum, das ist nicht zu vermeiden. Allerdings gibt es hier auch Tätigkeiten, die an einem sogenannten Dauerarbeitsplatz stattfinden. Das sind räumliche Bereiche, in denen man relativ beständig tätig ist und nicht hin und her läuft. Dazu gehört zum Beispiel die Kasse und da soll man eben nicht permanent im Fokus der Kamera sitzen oder stehen.
Da unsere Arbeitsplätze an der Kasse aber auf mehreren Kameras direkt oder indirekt zu sehen sind, haben wir nach Vorgabe mit unserem Datenschutzmenschen dafür gesorgt, dass diese Arbeitsplätze eben nicht mehr, bzw. nur noch eingeschränkt zu sehen sind. Wer bei uns in der Kasse arbeitet, ist im Normalfall auf den Aufzeichnungen nicht dauerhaft zu erkennen, dafür sorgen schwarze Maskierungen in den Einstellungen der Kameras.
In der Praxis sieht das Ergebnis manchmal etwas kurioser aus: Der Kopf mit dem Gesicht verschwindet hinter einem dicken schwarzen Balken, aber diese Beschneidung lenkt die Aufmerksamkeit genau dorthin, wo sie eigentlich garantiert nicht landen sollte. Der Kopf ist verschwunden, aber der Bildausschnitt betont deutlich mehr, als es geplant war. Dort, wo man unverfängliche Anonymität herstellen wollte, hat man einen Körperteil hervorgehoben, der nun wortwörtlich ein "herausragendes" Merkmal darstellt.