Nun habe ich im alten Büro doch schon angefangen, ein paar Dinge zu demontieren. Naja, Vliestapeten von den Gipskartonplatten abziehen ist nicht wirklich "demontieren", aber immerhin.
Mag auf den ersten Blick sinnlos erscheinen, aber so kann ich sehen, wo die Platten zusammenstoßen und wo sich die Schrauben befinden. Man kann das alles natürlich mit grober Gewalt demontieren, aber ein geordneter Rückbau ist mir deutlich lieber.
Zwei Jugendliche kauften ein paar Kleinigkeiten ein. Einer von beiden fand es ganz lustig, in der Gemüseabteilung die kleinen Aufkleber von den Äpfeln abzuziehen und diese irgendwo im Laden an die Regale zu pappen.
Dummerweise stand gerade eine meiner Mitarbeiterinnen in Zivilbekleidung genau daneben und hat dem Bengel mal 'ne Ansage gemacht.
Die restliche Zeit im Laden lief er wie ein begossener Pudel herum.
Dieses Fundstück stand vor dem Leergutautomaten herum: Ein Joghurtglas-Deckel auf einem (sauber ausgewaschenen!) Einweg-Konservenglas. Der Hintergrund erschließt sich mir überhaupt nicht, so dass ich nur spekulieren kann. Da das Glas sauber gewaschen ist, glaube ich nicht nicht, dass das ein spontaner Betrugsversuch war. Ich tippe eher darauf, dass irgendjemand in bestem Gewissen versehentlich den Deckel auf das falsche Glas geschraubt hat und schließlich vor dem Automaten einfach nur kapituliert hat.
Inzwischen ist das ganze Geraffel aus meinem alten Büro verschwunden. In den nächsten Schritten werden Gipskarton, Deckenverkleidung und das alte Laminat ausgebaut. Ich bin zwar nicht allzu optimistisch, das noch in diesem Jahr zu schaffen, das Jahresendgeschäft fordert meinen vollen Einsatz, aber letztendlich sind es nur noch ein paar kleine Schritte bis zum völlig entkernten alten Büro, aka altes Fleischkühlhaus:
Sie hatte einen Käse für etwas unter einem Euro gekauft. Das Produkt hat ihr allerdings nicht geschmeckt und soll viel zu trocken gewesen sein. Da sie das Haltbarkeitsdatum nicht gefunden hat, kam sie zurück in den Laden, um das Produkt zu reklamieren. Die angebrochene oder leere Verpackung ließ sie dabei allerdings zu Hause.
Dann nahm sie hier aus dem Regal ein Produkt der selben Sorte und hielt es einem meiner Mitarbeiter unter die Nase. Ob er das MHD lesen könne, wollte sie von ihm wissen. Er konnte zwar, stimmte ihr allerdings zu, dass das relativ klein gedruckt sei und damit auch nicht besonders optimal zu lesen wäre.
"Warum tun Sie das?", wandte sie sich an einen anderen Kollegen.
"Was?", wollte dieser wissen.
"Dass das so schlecht zu lesen ist!"
Das machen nicht wir, das macht der Käsehersteller."
"Ja, aber wenn das so schlecht zu lesen ist, dann müssen Sie das doch reklamieren!"
Alle Feuerwerksartikel sind auf den Tischen aufgebaut und können bei uns ab morgen früh 6 Uhr erworben werden. Das ist deutlich weniger als im letzten Jahr, aber dafür haben wir uns auf die Artikel beschränkt, die auch liefen. Die großen Massen gehen ohnehin vor allem in den Sonderpostenläden durch. Für mich ist das so in Ordnung …
Ein Kollege hat vorhin schon gescherzt, nachher noch eine Viertelstunde länger den Laden geöffnet zu lassen und quasi den Leuten eine erste Chance zu bieten, Feuerwerk zu kaufen. Nein, macht er nicht. Ab morgen früh geht's los.
Ich hatte vor Weihnachten in mehreren örtlichen Facebook-Gruppen darauf hingewiesen, dass wir Heiligabend zwei Stunden geöffnet haben. Einen Teil der Kommentare konntet ihr hier ja schon lesen, letztendlich ging es noch dutzendfach im selben Ton weiter.
Und dann hat eine in der selben Gruppe geschrieben, dass sie ihren Blumenladen an Heiligabend auch für zwei Stunden öffnet – und alle freuten sich und nicht einer hat sie dafür kritisiert.
Die "richtigen" Feuerwerksartikel dürfen zwar erst ab morgen (an Endkunden) verkauft werden, aber der Aktionstisch mit allen anderen Artikeln steht schon im Laden: Luftschlangen, Konfetti, Luftballons, Tischbomben, Knallbonbons, Bleigießen, Girlanden etc. sind jetzt schon zu bekommen. Theoretisch dürfen diese Sachen ohnehin ganzjährig angeboten werden, aber bei uns ist es immer wieder das selbe Problem: Der Platz, der Platz …
Das ist der Preis, wenn man Feuerwerksartikel auch als Anbruch kaufen kann und diese Option nutzt: Man bekommt einen riesigen Karton, in dem alles lose drin liegt.