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Hektik

Fas-zi-nie-rend, wie schnell Frauen einkaufen können...

...wenn vor der Tür des Supermarktes das Taxi (mit vermutlich laufendem Taxameter) wartet. ;-)

No!

Gestern Nachmittag habe ich eine recht umfangreiche Bestellunterlage unseres Hauptlieferanten durchgearbeitet. Dabei bin ich auf diesen Artikel gestoßen. Bestellt habe ich die Pillchen nicht – aber trotzdem hoffe ich, dass es nicht das ist, was ich gerade befürchte. :-O


Nachtgedanken

Immer, wenn ich am Sonntag Abend kur vor Mitternacht durch die mehr oder weniger menschenleere Neustadt laufe, kommt in mir der Gedanke auf, die Nachtöffnung wieder einzustellen. Für wen tut man sich den Stress und den (auch organisatorischen) Aufwand an? Für die paar Dutzend Kunden, die zwischen 0 und 6 Uhr hier einkehren?

Und dann denke ich mir, dass es doch irgendwie ein tolles Gefühl ist, eben DER "24-Stunden-Supermarkt" hier in der Stadt zu sein...

Hausverbot nur sechs Wochen?

Mitte Februar hatten wir einen Kunden Ladendieb erwischt. Eine Anzeige bekam er nicht, aber um das (bei mir immer erstmal lebenslange) Hausverbot kam er nicht drumherum.

Nun war er eben wieder im Laden. Sein Argument: "Ich dachte, die Zeit wäre schon um und das Hausverbot wäre längst wieder aufgehoben."

Öh, nö.

Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 72

Noch mehr Deko und Werbung:

Hier werden gerade die A1-Plakatrahmen an meine Schaufenster geklebt. Auf die Jahre gesehen und von wenigen Sonderhandzetteln, Zeitungsanzeigen und einigen speziellen Aktionen meine einzige Werbung nach außen. Darf man denjenigen eigentlich gar nicht sagen, die wöchtenlich mitunter mehrere hundert Euro für Handzettel und deren Verteilung ausgeben.



Draußen steht inzwischen mein Name in großen Lettern am Schaufenster. Wow, okay, das ist der Moment, der einen Ladenbetreiber mit Stolz erfüllt.

Andererseits: Einen Aufkleber irgendwo ranzupappen, um's mal salopp zu formulieren, kann jeder. Hinterher einen Laden zu führen, in wirtschaftliche Regionen zu bringen, seine Schulden abzuzahlen und sich einen stadtbekannten Ruf zu schaffen – das ist eigentlich das, was einen wirklich mit Stolz erfüllen kann. Aber so weit sind wir in diesem Moment noch nicht.



Oha, was für Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7 bis 20 Uhr und Samstags von 7 bis 16 Uhr. Daran mag ich heute gar nicht mehr denken. Da werde ich im Hinblick auf meine Freizeit ganz deprimiert...

Hier noch einmal die Schaufenster mit den sechs Plakatrahmen und dem "Frisch, freundlich und preiswert"-Text im unteren Rand. Das letzte Fenster ist auf diesem Foto schon mit weißer Folie abgeklebt. Unmittelbar dahinter befindet sich zukünftig die Filiale der Bäckerei.


"Fast so groß wie dieser hier"

Vor ein paar Tagen hat mich ein mir bis dahin unbekannter Mann angesprochen und mir ein Objekt zur Miete angeboten. Meine Frage nach der Größe quittierte er mit "fast so groß wie dieser hier". Das waren zumindest interessante Ausmaße und so einigten wir uns darauf, dass er mir noch genauere Informationen per Fax zukommen lassen sollte.

Das Fax kam nun, der Laden hat eine Verkaufsfläche von knapp 140qm, was letztendlich nur rund einem Viertel von der Fläche meines Ladens hier in der Gastfeldstraße beträgt. "Fast so groß" trifft es irgendwie nicht ganz.

Was sollte ich da unterbringen? Einen Kiosk? :-)

Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 71

Unsere erste Chips-Platzierung bestand aus einem um die Ecke herumgeführten Regal. In einem Teil waren nur Produkte von "Intersnack", also Chio und Funny Frisch (und mittlerweile auf Wolff)...



...im anderen Stück waren alle Produkte untergebracht, die wir direkt über unser Zentrallager beziehen konnten. Das waren in erster Linie Pringles, Lorenz (Damals auch noch als "Bahlsen" bekannt), unsere Eigenmarken und alle möglichen Nüsse uns Snacks.
Thematisch stimmig in unmittelbarer Nähe zum Sektregal, dem sich schließlich (im Hintergrund erkennbar) Weine und Spirituosen anschlossen.
Ohhh, Balsen: Die Chipsletten in der Sorte "Texan Chili" habe ich geliebt. Die waren meine Lieblingssorte, bis sie irgendwann vom Markt verschwanden und ich mich neu orientieren musste. Danach verfiel ich den Pringles "Hot & Spicy", die solange essbar waren, bis sie aufgrund einer "verbesserten Rezeptur" nicht mehr schmeckten. Tzja – und dann lernte ich ja zum Glück schon recht schnell die Walker's-Sorten kennen, die es im Onlineshop gibt. :-)



Blick in die vollständige "Chipsecke". Ach, wie schön geräumig und ordentlich war damals noch alles. Wir waren voller Motivation, einen "akkuraten" Laden zu führen. Bis dann die Erkenntnis kam, dass die Kunden durchaus mit Enge und etwas "Kuddelmuddel" leben konnten, wenn sie denn nur ein riesiges Sortiment vorfänden. Das haben wir inzwischen. Beides, leider irgendwie.


Zerrupft

Irgendjemand muss in den letzten Tagen mein "Wir warten draußen"-Schild an der Eigangstür zerpflückt haben. Naja, die traurigen Reste können jetzt auch weg.

Vielleicht war's ein Hund, der sich diskriminiert gefühlt hat. :-)


Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 70

Nach der Leuchtwerbung draußen folgte die Deko drinnen: Diese Holzgitter haben wir in allen Frischebreichen untergebracht, also beim Gemüse, aber auch, wie auf diesem Bild zu sehen, über den Kühlregalen. Mit etwas drangetüdeltem (Kunst)Efeu sahen die damals ganz apart aus. Inzwischen entsprechen sie nicht mehr ganz dem Design eines modernen Ladens und haben sich zudem als ganz üble Staubfänger entpuppt. Aber das lernt man eben erst im Laufe der Zeit.



Toilettenpapier bis (fast) unter die Decke. Keine Ahnung, was uns damals geritten hatte, solche Mengen an Toiletten- und Küchenpapier zu bestellen. Andererseits: Das Zeugs wurde nicht schlecht und kostet auch nicht viel. Aber der Platz... :-)



Dass wir uns dem Ende der Umbauarbeiten und damit der Eröffnung nähern, ist auf diesem Bild zu erkennen. Die ersten Frischeprodukte wurden geliefert, in diesem Fall Käselaibe für die Bedienungstheke.
Auf dem linken Rollcontainer liegen 20 Käseräder mit Gouda, den wir zum Angebotskampfpreis zur Eröffnung verkauft haben. Ich glaube, das waren damals sensationell günstige 49 Pfennig pro 100g, aber ganz sicher bin ich mir nicht mehr.

Hm... Moment...

Ich habe doch noch ein paar der Handzettel, die wir damals verteilt haben. Mal gucken, welche Angebote hatten wir denn...
Auf der ersten Seite:
BECK'S 24x0,33l für 15,99 DM
Eisbergsalat für 0,50 DM
frische Vollmilch für 0,66DM
Auf der Rückseite findet sich dann auch der Käse wieder: Ah, ja. 5,99 DM pro Kilogramm sollte der Kosten. Okay, war trotzdem günstig.

Was hatten wir denn noch alles? Rundgrills und Grillkohle. Blanchet Wein, Freixenet und Vilsa Brunnen. Die Preise waren natürlich durchgängig in D-Mark angegeben. Aus heutiger Sicht und dem festsitzenden "Euro-Denken", erschreckt man sich beim Anblick der Angebote im ersten Moment. Ristorante-Pizza für 2,99? Eine Gurke für 1,00? Und zehn einfache Brötchen für 2,95? Verdammte Inflation. Ach, nee, ist ja noch die alte Währung. :-)


Viele, viele Flaschen

Wenn jemand viele Flaschen abgibt, würde degradiere ich ihn ja nicht gleich zum Säufer. Aber warum tun Leute, die mit ziemlicher Sicherheit nicht Flaschensammler sind, es sich freiwillig an, mit einem riesigen Bollerwagen und noch in etlichen anhängenden Tüten Massen von Bier-, Saft- und Limoflaschen durch die Gegend zu fahren? :-O

Nachtrag: Das sollte jetzt nicht bedeuten, dass ich nicht verstehe, dass Leute ihre Pfandflaschen abgeben. Mich wunderte das wie. Ich würde mir die Arbeit doch mit Kisten und kontinuierlicher(er) Entsorgung erleichtern. :-)

Schuhkartonbuchhaltung

Mal wieder: Ein kleinerer Lieferant hat mir eine Mahnung geschickt. Nicht unfreundlich, aber auffordernd sachlich und meiner Meinung nach im Tonfall der langjährigen Geschäftsbeziehung, immerhin haben wir bislang immer einen recht lockeren Umgang miteinander gehabt, nicht angemessen. Anbei waren sieben Rechnungskopien aus dem letzten Jahr.

Vier davon habe ich teilweise schon vor Monaten bezahlt, die anderen drei sind mit ziemlicher Sicherheit nie bei mir angekommen. Der Aufforderung, "bitte teilen Sie uns mit wann und wohin Sie die Rechnungsbeträge überwiesen haben", werde ich nicht nachkommen. Die Bankverbindungen wechseln bei diesem Lieferanten nämlich häufiger mal – sollen die doch selber suchen.

Die drei offenen Posten werde ich aber selbstverständlich überweisen und hoffe, dass ich dabei das richtige Konto erwische.

Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 69

Und noch mehr Ware: Hier räumt ein Mitarbeiter der Firma Wenco "seine" Regalmeter mit Haushaltsartikeln und Schreibwaren ein.

Auch wenn diese Arbeit(en) von den Mitarbeitern der Lieferanten durchgeführt werden: Nicht zu unterschätzen ist die Arbeit, die trotzdem dahinter steckt. Die Firmen wissen nicht von alleine, dass ein Laden eröffnet wird und dass sie Ware liefern können.
Vorher muss man sich Gedanken machen: Welche Artikel möchte man anbieten, welche Lieferanten sind zu kontaktieren? Wir haben zwar von SPAR den Löwenanteil der Ware erhalten, aber dennoch gab es rund über zwanzig andere Lieferanten, von denen hier Ware im Laden stehen sollte. Erstkontakt, Vertreterbesuch, Sortimentsplanung. Gut, der Rest ging dann "von alleine", aber auch die Vorbereitungen kosteten Zeit und Nerven.



Endlich tut sich was: Die Leuchtwerbung über dem Laden wird installiert. Dazu braucht es nicht viele Worte, aber das war einer der Momente, die einen als (zukünftigen) Ladenbetreiber durchaus mit Stolz erfüllen. Berechtigt, finde ich.



Auf dem Bild nicht zu sehen, aber fällt mir gerade ein...
Ich habe nie weiter darüber nachgedacht, aber verstehe es bis heute nicht: Warum geht der Balken nicht ganz bis an den linken Rand, sondern endet etwa am linken Rand der linken Fensterreihe? Sehr seltsam.


Komische Welt

Wenn Leute die bei der Polizei gestellten Anzeigen gegen Straftäter zurücknehmen, weil sie Angst um Leib und Leben haben, ist das zwar nur allzu verständlich – aber schlimm, dass es überhaupt so läuft / laufen muss.

(So kürzlich im Bekanntenkreis geschehen.)