Picas, Picas, Picas... Mal gucken, wie lange wir an dem Zeugs noch verkaufen werden. Wie ich schon sagte: Unzählige Hundeleinen in allen Variationen sind die noch vorhandene Krönung von allem.
Kommt Zeit, kommt Blogeintrag...
Einer meiner Mitarbeiter kam ziemlich irritiert zu mir ins Büro und hielt mir einen Kassenbon vor die Nase. Zu sehen war auf dem Bon, das zunächst etliche Mal der selbe Artikel gebucht und schließlich wieder storniert wurde. Dabei wollte mein Kassierer gar nicht mit diesem kuriosen Fundstück "angeben" – viel mehr wollte er von mir wissen, ob
ich irgendeine Erklärung dafür hätte, wieso ein Artikel so oft gebucht wurde. Er hätte den ja schließlich nicht so oft über den Scanner gezogen und von alleine würde sowas wohl auch kaum passieren können.
Alles Rätselraten half nicht und so sahen wir uns gemeinsam die Videoaufzeichnung der vergangenen Minuten an. Als wir in der Aufzeichnung die richtige Stelle gefunden hatten, ließen wir die die Aufnahme langsamer abspielen und passten genau auf. Plötzlich legte ein Kunde etwas auf die Geldablage über dem Scanner. Es war eine Packung Backcamembert. Und eine Ecke von dieser Packung, und zwar natürlich genau die mit dem aufgedruckten Strichcode, stand etwas über den Rand der Geldablage hinaus und dieses kleine Stückchen reichte aus, damit der Scanner den Barcode erkennen konnte.
Piep, piep, piep, piep… So schnell kann das gehen.
Das geplante Regal für
Sonderposten (bitte nicht mit ungeliebten
Restposten verwechseln) steht erstmal, wenngleich es mir momentan noch nicht richtig gefällt. Zum einen sind die Säulen zu hoch (auf dem Bild nicht zu erkennen), aber das kann ich nicht ändern (außer absägen, aber das will ich nicht), zum anderen fehlt da noch mindestens noch ein Fachboden. Abgesehen davon fehlt auch noch einiges an Ware, aber einige spannende Artikel sind ja schon drin.
Vor knapp einem Jahr bekam ich
dieses kleine Samsung-Handy mitsamt funktionsfähiger SIM-Karte. Ich ließ es erstmal eine Weile hier im Regal liegen, bis mir die Idee kam, es für den Notfall in meinen einsam und ländlich gelegenen Hobbyraum zu bringen. Mein Handy habe ich zwar immer bei mir, aber für den Fall der Fälle könnte etwas Redundanz ja nicht schaden.
Nun hatte ich Post von O2 bekommen: Ich sollte bis Anfang März das Guthaben aufladen, da sonst die Karte ungültig würde. Naja, dachte ich mir, einmal im Jahr kann man das ja machen. Weit gefehlt: Nach der Aufladung bekam ich die Info, dass das Guthaben jetzt bis Anfang September gültig sei. Super… Ich schiebe da doch jetzt nicht alle paar Monate 15 Euro drauf, die ich niemals abtelefonieren muss, da ich mit meinem Festvertrag flatrateähnliche Verhältnisse habe. Nee, dann lasse ich die Karte doch lieber umkommen.
Momentan trudeln hier alle paar Tage per Fax oder – wie heute mal wieder – mit der gewöhnlichen Briefpost "Eintragungsanträge" ein, mit denen man sich als Gewerbetreibender zu vollkommen realitätsfremden Preisen in ein ebenso sinn-, wie wertloses "Onlineverzeichnis" eintragen lassen kann.
So zum Beispiel ganz aktuell vom "J. Kerler Verlag GmbH" in Ingolstadt, der die Website "meinbranchenbuch-bremen.de" betreibt. Unterschreibt man den Wisch, verpflichtet man sich für mindestens zwei Jahre und auch, die insgesamt 2827,44€ (monatlich 99 Euro netto) gleich am Stück vorab zu bezahlen.
Hier ist das Schreiben natürlich direkt im Altpapier gelandet. Ernsthaft Mitleid habe ich mit den Opfern solcher Methoden aber nicht: Wer das Kleingedruckte nicht liest, hat einfach nur selber Schuld. Was natürlich die Arbeitsweise dieses Kerl(er)s in keiner Weise befürworten oder gutheißen soll!!! Es ist und bleibt Abzocke.
In schlichten braunen Umkartons stehen sie bei mir im Büro auf meinem Regal mit den Akten: Sämtliche Zotter-Ostersorten der Saison 2011. Diesmal RECHTZEITIG!

Aber wer sie
bestellen möchte, hat ja noch ein paar Wochen Zeit.
Was war
das denn?!?
Als ich am Morgen die beiden Monitore unserer Videoanlage einschaltete, flimmerte mir auf einem der beiden Bildschirme ein merkwürdig entstelltes Bild in grün-magenta entgegen. An einer einzelnen Kamera lag es nicht, am Bildschirm auch nicht. Als ich den Rekorder neu gestartet habe, war das Bild auch wieder vollkommen normal bunt.
Seit dem bin ich am rätseln, was das wohl gewesen sein könnte. Zunächst hatte ich auf eine nicht richtig verbundene Steckverbindung getippt, bei der ein Kontakt für ein Farbsignal nicht hergestellt ist. Doch bei näherer Betrachtung fehlte keine Farbe. Im (bei solchen Geräten benutzen) RGB-System werden die Farben Rot und Blau für Violett/Magenta benötigt und dass grün vorhanden war, ist zweifelsfrei zu erkennen. Und selbst wenn es ein CYMK-Signal sein sollte: Auch da fehlte definitiv keine Farbe, da alle drei Farbtöne für die Darstellung des grün-purpurnen Bildes benötigt werden…
Das ominöse Früchtchen, nach dem ich vorhin gefragt habe, ist übrigens tatsächlich eine Avocado!
Der eine oder andere mag das auf Anhieb erkannt haben, aber sogar wir hier vor Ort haben uns nicht zugetraut, dieses eher ovale Gebilde mit der rot schimmernden Seite mit hundertprozentiger Sicherheit zuzuordnen.
Thomas aus Österreich hat mir folgenes berichtet:
Seit dem Umzug meiner Firma vor etwas mehr als zwei Jahren, gehe ich hier jeden Morgen mein Frühstück in einem Zielpunkt (in Deutschland glaube ich als "Plus" bekannt) auf der anderen Straßenseite besorgen. Der Zielpunkt dürfte ungefähr die Größe deines Ladens haben.
Seit diesen 2 Jahren ist es jede Woche das Selbe!
Diese Filiale bekommt Montags einen frischen Karton "Landliebe" Milch zugestellt. Diese Milch gibt es in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen: Kaffee, Vanille und SCHOKO (Yippie!). Ich LIEBE diese Schokomilch. Das Problem: Auch alle anderen Kunden dieser Filiale LIEBEN diese Schokomilch. D.h. oft ist schon am Montag um 8:00 Uhr keine mehr da, denn der Karton enthält nur ca. 5 Flaschen. Der Karton enthält auch 5 Flaschen Vanille und 5 Flaschen Kaffee... und die will NIEMAND.
D.h. seit zumindest 2 Jahren, werden in dieser Filiale Woche für Woche 2/3 der Landliebe Milch weggeworfen.
Fällt so etwas echt niemandem auf?
Die könnten doch den 10fachen Umsatz an Schokomilch pro Woche haben und sich die Verluste der anderen Sorten sparen..?
Muss tatsächlich ich als Kunde erst auf so etwas hinweisen?
Vielleicht weißt du darauf ja eine Antwort. 
Mit einem Wort: Planwirtschaft.
In diesen sogenannten Sortimentskartons werden zum einen oftmals (ähnliche) Produkte angeboten, deren Einzelvertrieb sich nicht ernsthaft lohnt, da sie z.B. einzeln nur in sehr geringen Mengen gefragt werden. Zum anderen sind diese gemischten Einheiten vor allem bei den Discountern sehr beliebt, weil man mit einem Regalplatz ohne viel Arbeitsaufwand mehr Sortenvielfalt unterbringen kann.
Der Preis dafür ist regelmäßig, dass es immer wieder Sorten gibt, die an bestimmten Standorten nur wenig bis gar nicht gefragt sind und folglich übrigbleiben. Natürlich merken das die Mitarbeiter – aber was sollen sie tun, wenn die Anweisung der Geschäftsführung lautet, dass der Artikel immer vorrätig sein soll, er aber nur in besagtem Sortimentskarton bestellbar ist?
Unterm Strich und für alle Filialen gesamt betrachtet, dürfte die Rechnung für das Unternehmen aufgehen. Wenn nicht, würde der Artikel ganz schnell aus dem Sortiment verschwinden.
Ziemlich rundlich, mittelheller Grünton mit roter Wange.
Was meint ihr? Mango oder Avocado?
Ich weiß gar nicht, ob
Wilka diese Schlüssel überhaupt noch herstellt. Aber auf jeden Fall
gab es sie mal und ich fand es immer wieder faszinierend, wenn ich einen von ihnen in die Finger bekommen habe. Was an einem ollen Schlüssel nun so besonders faszinierend sein kann, fragt ihr euch? Nun: Der Schaft hatte ein besonders feines Profil und wenn man von vorne draufgeguckt hat, sah das so aus:
(Und wer es nun tatsächlich immer noch nicht entziffern kann: Das Schaftprofil des Schlüssels besteht aus den aneinandergereihten Buchstaben
W-I-LK-A.)
Im vergangenen Herbst hatte ich bei einem kleinen IT-Zulieferer hier in der Gegend einige neue Farbbänder für meine Kassen bestellt. Die Rechnung wurde offiziell am 20. September 2010 erstellt. Wenige Wochen nach meiner Bestellung bekam ich einen Anruf einer Mitarbeiterin des Zulieferers: Die Farbbänder wären möglicherweise erst in ein paar Wochen oder sogar Monaten wieder lieferbar. Da es sich nicht um einen riesigen Auftrag handelte und ich das Zubehör für meine Kassen sowieso immer wieder benötigen würde, stimmte ich zu und wartete geduldig ab.
Vor ein paar Wochen kamen die Farbbänder schließlich tatsächlich hier ohne weitere Voranmeldung an. Wir nahmen den Karton an und verstauten ihn im Lager bei den anderen Materialien. Kann sein, dass ich die Rechnung dabei übersehen und mit eingelagert oder sogar möglicherweise entsorgt habe. Sowas wird normalerweise nach einiger Zeit freundlich angemahnt und dann kann man sich notfalls immer noch eine Kopie des Dokuments zuschicken lassen.
Ganz drollig fand ich gerade allerdings die hier frisch eingetroffene "2. Mahnung" mit der Fälligkeit "20.9.2010". Natürlich wird die Rechnung sofort beglichen, aber ganz
so dramatisch ist es ja nun nicht, wie es zunächst wirken mag.
Gestern Abend war mir in der Nähe meines Marktes auf dem Gehweg eine Mülltüte aufgefallen. Es befanden sich ein paar leere Flaschen, zusammengestapelte Jogurtbecher und eine kleine durchsichtige Tüte mit Küchenabfällen in der Tragetasche eines Mitbewerbers von mir.
Woher ich das mit dem Inhalt so gut weiß? Nun, die Sachen standen heute Morgen noch an der selben Stelle. Nur die
Tüte hat wohl irgendjemand gebrauchen können und den Inhalt einfach ausgepackt. Wer macht sowas?!?!
Ein reichlich angetrunkener Kunde hatte bereits seinen Biernachschub bezahlt und kam nochmals in den Laden, weil ihm nämlich seiner Meinung nach viel zu viel Geld an der Kasse abgezogen worden sei.
Dem war aber nicht so und hätte er einen etwas geringeren Alkoholpegel gehabt, wäre ihm sicherlich auch aufgefallen, dass er sich am falschen Regaletikett orientierte.
Jede Diskussion war leider zwecklos. Und nicht nur das: Er wurde laut und ausfallend und weil mir das zu blöde war, wollte ich mich umdrehen und ihn einfach alleine im Laden stehen lassen. So merkbefreit, wie er bis jetzt war, so reaktionsschnell war er plötzlich: Mit beiden Händen griff er in Brusthöhe nach dem Stoff meiner Weste und hielt mich so mit beiden Händen fest. "
Vooorsicht!!!", schrie ich ihn an. Und: "
Pack' mich nicht an, sonst passiert hier noch etwas!"
Ich musste mich sehr beherrschen, ihn nicht schwungvoll von mir wegzuschleudern. Das Chaos hier im Laden hätte es nicht gebraucht. Mein Adrenalinpegel übertraf seinen Alkoholgehalt inzwischen um Längen. Ich kann vieles ab, aber wenn mich jemand anfasst oder die Hand gegen mich erhebt, werde ich recht –öhm– ungehalten.
Ich ließ ihn schließlich doch einfach stehen und er trollte sich ohne weitere Diskussion. Sehr schön. Eine derart eskalierende Situation hätte es heute Abend nicht mehr gebraucht.