Skip to content

Rosa Zeug

Edeka-Harste goes new Ways neue Wege: Wir haben jetzt auch mal ein Display mit Produkten von "The Pink Stuff" hier im Laden stehen. Wer sich von gelegentlich oder auch häufiger mal in den putzwütigen Ecken von Instagram und TikTok herumtreibt, dürfte die knallpinken Packungen schon längst einmal gesehen haben. Vor allem die rosasarbene Reinigungspaste hat sich dort in den vergangenen Jahren wohl zu einem ziemlichen Hype entwickelt. DAS war jedoch nicht der Grund für mich, diesen Aufsteller mal zu bestellen.

Dabei ist das Zeug erstaunlicherweise nämlich gar keine neumodische Social-Media-Erfindung oder das Produkt irgendwelcher Influencer. Die Geschichte der Paste reicht bis in die 1930er Jahre zurück. Ob sie ihren heutigen Namen tatsächlich nur deshalb bekam, weil die Kunden das rosa Reinigungsmittel ohnehin längst einfach nur "The Pink Stuff" nannten oder ob das Mittelchen von Anfang an so hieß, habe ich nicht herausfinden können.

Ob die Paste (und die anderen Mittelchen dieser Serie) nun tatsächlich irgendwelche Wunder vollbringt, kann ich nicht beurteilen. Der Hersteller selber bezeichnet die Paste letztlich auch nur als milden Scheuerreiniger und warnt bei empfindlichen Oberflächen durchaus vor möglichen Kratzern.

Als ich die Proben vor ein paar Monaten mal im Kollegenkreis herumgezeigt hatte, erntete ich viele "Ahh!"s und "Ohh!"s und so kam ich darauf, dass dieses Produkt (als Artikel für den Verkauf) durchaus mal ausprobierenswert wäre. Und nun bin ich mindestens genauso neugierig, ob unsere Kunden mit dem pinken Zeug schon etwas anfangen können. Wird der Aufsteller schnell leer oder haben wir den nächsten LHDJ hier vor uns?

Kennt ihr diese Reinigungsmittelchen?


Tiramisu in der Unterhose

Ein Doppelpack Tiramisu unserer Eigenmarke aus dem Kühlregal hatte sich dieser abgewrackte Typ nicht nur eingesteckt, sondern tief in seiner Unterhose verschwinden lassen.

Wir hatten zwar den Diebstahl bemerkt und ihn für die Tat angezeigt, was übrigens auch nicht seine erste Anzeige von uns war, aber die Ware war dennoch verloren. Der Ekelfaktor beim Gedanken an den Inhalt seiner Unterhose war so groß, dass wir die Dessertpackungen hinterher entsorgt haben. Brr …


Eddieday (33)

Schon ziemlich genau ein Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie mutierte der Katzer zum Aluhutträger. Okay, vielleicht nicht ganz freiwillig, aber ihm war es offenbar egal und die Kinder hatten ihren Spaß. :-P


Rückrufe entstehen nicht durch Kundenhinweise

Im Kühlhaus lag ein ganzer Korb voll mit einer Sorte Wurst. Der Korb war deshalb voll, da es sich um den gesamten Bestand aus unserem Regal handelte.

Die Kollegin, die das veranlasst hatte, erklärte mir, dass ein Kunde sie angesprochen hatte und dass es für diesen Artikel einen Rückruf gebe und wir die Wurst deshalb unbedingt aus dem Verkauf nehmen mussten.

Ja. Nee. So einfach ist das nicht.

Wir nehmen Rückrufe natürlich grundsätzlich sehr ernst. Es gibt relativ belanglose Gründe (falsches MDH auf die Packung gedruckt), unproblematische aber unschöne (z. B. Fehler bei den Zutaten, Produkt schmeckt nicht so, wie es soll), aber auch lebensgefährliche, beispielsweise durch Fremdkörper (Metallteile oder Glasscherben), Keime oder nicht deklarierte Allergene im Produkt.

Die Lieferketten sind bei uns genauestens dokumentiert und wenn ein Artikel aus einer von einem Rückruf betroffenen Charge bei uns gelandet ist, bekomme ich den Rückruf auch umgehend auf unterschiedlichen Wegen zugestellt. Wenn nicht, dann nicht. Von dieser Wurst wussten wir nichts und nachdem ich die Sache überprüft hatte, war klar, dass die Wurst, die die Kollegin hier nach dem Hinweis des Kunden aus dem Regal genommen hatte, überhaupt nicht betroffen war.

Das war von ihm vielleicht nett gemeint, hat aber bei uns nur für unnötige Aufregung gesorgt. Die Kollegin ist auf jeden Fall jetzt instruiert, in solchen Fällen zumindest mal ihren Vorgesetzten (aka MOI!) zu fragen und nicht einfach das Regal auszuräumen.

Die vermisste alte Kundin

Eine alte Stammkundin hatte vor Wochen ihr Portemonnaie vermisst. Sie war hundertprozentig sicher, es eingesteckt zu haben, aber auch mit aller Mühe an der Videoanlage ließ sich nicht herausfinden, ob sie es auch tatsächlich bei uns im Laden dabei hatte. Nie hielt sie es in den Händen und es war auch nie jemand so in ihrer Nähe, dass ein Taschendiebstahl anzunehmen gewesen wäre.

Die Kundin ging etwas geknickt nach Hause und wollte dort noch einmal in Ruhe nachsehen. Das ist nun einige Wochen her und obwohl sie sonst fast täglich bei uns war, haben wir sie seitdem nie wieder hier im Laden gesehen.

Wir können nichts daran ändern, aber ich gebe zu, dass man sich schon Gedanken macht. Die Option, dass sie plötzlich umgezogen ist, würden Ines und ich jedenfalls gleichermaßen nicht in Betracht ziehen. :-O

Badendes Täubchen

Ich stand auf der Rampe und habe der Taube zugeguckt und sie hat sich auch gar nicht durch mich stören lassen. Man kann jedenfalls nicht sagen, dass sie keinen Spaß beim Baden in der Pfütze hier auf dem Hof gehabt hat. :-)


CR2430, Klebeband und ein paar Fragezeichen

In Kassenbüro lag diese Packung Knopfzellen. Weil das Kassenbüro das Kassenbüro ist, haben nur Leute mit Schlüsselgewalt Zugang dazu. Für all diese Leute gibt es eine WhatsApp-Gruppe, die sich "Schichtleiter" nennt.

Beide Gruppen sind identisch, Die Chance, dass jemand, der weiß, wieso diese Packung Knopfzellen so aussieht, wie sie aussieht und warum sie im Büro liegt, auch in der WhatsApp-Gruppe zu finden ist, beträgt also rund 100%.

Offenbar passieren hier aber auch sonderbare, übernatürliche Dinge. Vielleicht haben wir einen kleinen Poltergeist, der aufgerissene und wieder mit Kreppband zugeklebte Batterieverpackungen irgendwo ablegt. Eine Antwort auf meine Frage in besagter WhatsApp-Gruppe, was es mit den Batterien auf sich hat, habe ich nämlich nie bekommen …


Gespräch mit "Profi"-Rennradfahrer

Auf einer Landstraße etwa 20 Kilometer südlich von Delmenhorst fuhren zwei Männer mit ihren Rennrädern auf der Straße. Obwohl ein benutzungspflichtiger und gut ausgebauter Radweg vorhanden war, pedalierten sie auf der Fahrbahn, auf der ein Tempolimit die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h begrenzte.

Ich war mit dem Auto unterwegs und nutze die Chance, mal ein vernünftiges Gespräch zu suchen. Ich überholte die beiden und hielt einfach mal vor ihnen auf der Straße an. Mit dem Arm auf dem Autofenster winkend machte ich auf mich aufmerksam.

Nachdem wir alle standen, erklärte ich, dass ich selber viel mit dem Fahrrad unterwegs bin und daher für beide Seiten gleichermaßen Verständnis habe. Dennoch sagte ich ihnen direkt ins Gesicht, dass genau so ein Verhalten ein Grund dafür ist, warum so viele Autofahrer Radfahrer hassen.

Das Gespräch blieb vernünftig und auf Augenhöhe. Wir warfen den Ball verbal mehrfach hin und her, aber die Radler erklärten mir, dass deren Räder als Sportgeräte gelten würden und sie daher ungeachtet der blauen Verkehrszeichen auf der Straßen fahren dürften. Ich soll das mal nachlesen, kann man überall im Internet finden. Wir verabschieden uns und fuhren hintereinander auf der Straße weg.

Dieser Irrglaube, dass Rennradfahrer die Straße nutzen dürfen, auch wenn blaue Schilder, die auf eine Benutzungspflicht der Radwege hinweisen, aufgestellt wurden, hält sich hartnäckig. Das ist aber nicht so.

Wer das anders sieht, soll mir das bitte mit Quellenangaben belegen!

Faszinierend aber war schon, dass das mal Leute waren, mit denen man anständig reden konnte. Ansonsten sind mir diese Lycra-Trottel bislang ausschließlich neben ihrer Ignoranz vor allem unangenehm aggressiv aufgefallen. Ich habe schon so oft einen Stinkefinger von diesen Leute zu sehen bekommen, wenn ich sie (selbst als Radfahrer unterwegs) auf die benutzungspflichtigen Radwege hingewiesen habe.
"Gespräch mit "Profi"-Rennradfahrer" vollständig lesen

Neverending Backofenstory

Der alte Wiesheu-Backofen war übrigens letztendlich für 1 Euro verkauft worden. Der Preis war mir egal, Hauptsache er ist weg. Wäre es mir ums Geld gegangen, hätte ich das Teil nicht für ab 1 Euro Startgebot bei Ebay eingestellt.

Was aber bislang gar nicht geklappt hat: Dem Käufer, wohl des Deutschen nur bedingt mächtig, war wohl entgangen, dass das Gerät hier in Bremen abgeholt werden muss. Nun kommt er wohl aus einem kleinen Dorf aus dem Alpenvorland, München oder so ähnlich, und hat das Problem, die Strecke nicht mit seinem Ochsenfuhrwerk zu schaffen. Kurz: Der Ofen steht hier nun nach Monaten immer noch und die Kommunikation mit dem Käufer verlief bislang etwas zäh, zumal er auf meine letzte Anfrage auch gar nicht reagiert hat.

Nun hat er noch eine Nachricht von mir bekommen:

Guten Tag,
Sie haben den über eBay erworbenen Backofen bislang trotz der vereinbarten Abholung nicht abgeholt. Eine weitere Kommunikation bzw. Terminvereinbarung ist seit mehreren Wochen nicht mehr erfolgt.
Ich fordere Sie daher hiermit letztmalig auf, den Backofen bis spätestens 8. September 2026 nach vorheriger Terminabsprache bei mir in Bremen abzuholen.
Nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist werde ich gemäß § 323 BGB vom Kaufvertrag zurücktreten und anschließend anderweitig über den Backofen verfügen.
Bitte setzen Sie sich rechtzeitig mit mir zur Vereinbarung eines Abholtermins in Verbindung.
Wenn er darauf nicht reagiert, werde ich ihm mitteilen, dass ich vom Kaufvertrag zurücktrete – und ihm seinen Euro, denn bezahlt ist der Ofen sogar schon, wieder erstatten. Keine Bearbeitungsgebühr, keine Aufwandsentschädigung, keine Lagerkosten.

Danach werde ich den alten Backofen bei nächster Gelegenheit in den großen Container für Elektroschrott werfen, in dem schon so viele andere Dinge hier aus der Firma gelandet waren …

Milchglasfolie ist auch nicht DIE Lösung

Dieser hübsche Anblick herrscht seit einer Weile schon.

Weil es so ein Aufwand war und auch irgendwie nicht so richtig geschmeidig funktioniert hat, haben wir die zweite Folie nie angebracht. Nachdem sie ewig lange herumlag, war sie ohnehin völlig zerknickt, so dass wir sie entsorgt hatten.

Die Idee mit der Folie ist hiermit offiziell verworfen. Aber es muss zwingend ein Sichtschutz vor das Fenster, da wir in dem Raum auch mit Geld herumhantieren und die Leute aus den umliegenden Häusern einen Platz in der ersten Reihe für das Abrechnen der Kassen hätten.

Plissees sind viel zu empfindlich für den täglichen Gebrauch durch ein paar Dutzend Mitarbeiter, Rollos halten auch nicht länger, da nur ein einiger grobmotorisch veranlagter Kollege ausreicht, um auch dieses nach wenigen Tagen zu zerstören.

Ich denke, ich werde dort Vorhänge anbringen, die man einfach und ohne jegliche Mechanik zuziehen kann. Eine massive Stange, mit mehreren dicken Bolzen in der Wand befestigt und ein Vorhangstoff aus doppellagigem Segeltuch sollten für eine gewisse Haltbarkeit sorgen.

Die zunichte gemachte Freude über den Saucenverkauf

Wir haben einen Aufsteller mit neuen Würzsaucen von Kühne bekommen. Die Kollegen haben das Display am Nachmittag aufgebaut und als ich am Morgen zur Firma kam, freute ich mich darüber, dass bereits eine Flasche verkauft ist.

Die Ernüchterung kam, als ich die Freude darüber gleich mit dem Kollegen vom Vortag teilen wollte: "Nee, die ist nicht verkauft, die war uns runtergefallen."

Kurzer Halt in der Pfütze

Die große Hitze ist nun wohl vorbei, aber hier ist mal wieder zu sehen, warum ich in den letzten Wochen immer etwas Wasser in den Schlaglöchern hier auf dem Hof stehen hatte: Es ist ein beliebter Zwischenstopp für die Vögel, die kurz etwas trinken oder auch mal zwischendurch ein kleines Bad nehmen.

Das müsste man noch mal optimieren (Vogeltränke, Brunnen, was weiß ich …), zumal die Löcher sowieso mittelfristig dringend mal aufgefüllt werden müssen, damit nicht noch mehr kaputt geht.


Scannerkunst 04

Teil vier: Reispackungen. Es gibt zwar Reflexionen an den Plastikverpackungen, aber im Großen und Ganzen ist die Qualität der Bilder auch mit der Folie nicht schlecht: