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Lustige Strichcodes – 804

Fundstück von Honza auf dem Limoflaschen der Marke "Hellena": Ein fröhlich sprudelnder Strichcode. Leider in grottiger Fotoqualität, aber die Idee ist mal originell. :-)


Lichtstarke Außenkamera

Unsere neue Kamera ist übrigens erstaunlich lichtstark. Durch mein Bürofenster wirkte es draußen relativ dunkel, der Bildschirm der Videoanlage suggerierte dagegen schwaches Tageslicht wie an einem wolkenverhangenen Tag. Tatsächlich war es draußen so dunkel, dass ich beim Fahrradfahren auf jeden Fall das Licht eingeschaltet und wohl auch schon eine Warnweste übergezogen hätte.

Finde ich aber gut, so sieht man mehr. :-)


Brand-gefährlich

E-Mail einer Firma, die ihr Produkt vorstellen möchte.

1.: "[… ] bei der Sendung „Die Höhle der Löwen“ auf VOX vorzustellen."

2.: "[…] ist die erste Brand in Europa, […]"

Eigentlich war ich bei Punkt eins schon raus. Aber warum man in einem deutschen Satz nicht "Marke" schreiben kann, sondern krampfhaft englischsprachige Begriffe da reinfrickeln muss, ist mir unbegreiflich. Klingt das besser oder wichtiger? Nein, es klingt bescheuerter, so ist das!

E-Mail ans Tierheim Bremen

Ich wollte eigentlich etwas ganz anderes vom Tierheim, aber wenn man schon mal dabei ist, eine E-Mail zu schreiben und man gerade im Aufräumwahn die alten Picas-Artikel teilweise in der Hand, auf jeden Fall aber im Kopf hat, kann man ja mal vorsichtig fragen:

[…]
Können Sie auch Artikel wie Leinen, Halsbänder etc. gebrauchen?
Wir haben noch DUTZENDFACH Material aus einem vor vielen Jahren geschlossenen Zoogeschäft eingelagert. Durchgängig Markenartikel (Trixie, Karlie, Red Dingo etc.) und alles Neuware in unterschiedlichen Ausführungen und Größen.
Ich muss dafür kein Geld bekommen, aber zum Vernichten sind die Sachen einfach viel zu schade. Wenn der Tierschutzverein etwas damit anfangen kann, wäre es doch perfekt. Mal gucken, was sie antworten …

Abgelaufene Lemonaid-Dosen

Die Bio- und Fairtrade-Limos von Lemonaid laufen bei uns richtig gut. "Richtig gut" heißt jetzt nicht, dass wir davon zig Kisten am Tag verkaufen, aber für ein relativ spezielles Produkt, das für 1,69 € pro 330ml-Flasche verkauft wird, sind die Absätze bei uns gar nicht so verkehrt.

Der Vertreter hatte vor einer Weile einen Aufsteller mit Lemonaid in Dosen im Angebot. Mit den Dosen wollte man mal einen neuen Weg beschreiten und Getränkedosen laufen ja auch im Allgemeinen (wieder) relativ gut. Also habe ich ihn bestellt und voller Erwartungen hier in die Getränkeabteilung in die unmittelbare Nähe zu den Lemonaid-Flaschen gestellt.

Die Zielgruppe von Lemonaid ist wohl doch eher für Mehrweg-Glasflaschen als für Einweg-Aluminiumdosen zu begeistern und so passierte, was passieren musste – die Dosen laufen nur sehr schleppend. So schlecht, dass die erste der Sorten darauf nun sogar schon mit dem MHD in Konflikt gekommen ist, ein ganzer Korb voll mit im März bereits abgelaufenen Dosen in der Sorte Orange steht nur hier im Lager. Verkaufen mögen wir sie nicht mehr, also werden wir sie uns wohl nach und nach selber einverleiben.

Die anderen Sorten laufen erst im September ab, da können wir sie also noch entspannt etwas Staub ansetzen lassen. Schuster, bleib bei deinen Leisten und Lemonaid, bleib bei deinen Flaschen. Aber man lernt ja. :-)


Finale Picas-Resteverwertung

Wir haben nun endlich das Projekt gestartet, die Halle auszuräumen, um die Immobilie anders als nur als Zwischenlager für den Trödeltrupp zu nutzen. Trotz dieser Prämisse habe ich damit keine Eile, aber nach und nach werden wir nun alles durcharbeiten. Mit der Auswahl zwischen verschrotten, verkaufen und verschenken wird sich für alles eine Verwendung finden.

Ich hatte mir am Feiertag eine Kiste aus dem ehemaligen Onlineshop-Bestand mitgenommen und versuche nun einfach mal, die Sachen unters Volk zu bringen. Unter anderem sind noch diese Ultraschall-Vernebler von Exoterra dabei. 5 Stück, originalverpackte Neuware, der ursprüngliche Verkaufspreis lag mal bei weit über 300 Euro. Online bekommt man die Dinger inzwischen ein gutes Stück günstiger, ich biete sie jetzt bei Ebay für 25 Euro an. Vielleicht finden sich ja Abnehmer dafür. :-)

Mal gucken, ob das noch Stress mit Ebay gibt. Diese Verkäufe haben nach Außen hin ja sicherlich den Anschein von gewerblichem Handel – die Artikel sind aber damals nach dem Ende von Picas Tierfutter offiziell als Privatentnahme verbucht und versteuert worden, stehen mir also zur freien Verwendung zu, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen.


Verlorener Leergutbon mit knapp 7 €

Im Laden lag in einem Gang auf dem Fußboden ein Leergutbon, der mit knapp sieben Euro Pfandwert auch nicht ganz klein war.

Laut aufgedruckter Uhrzeit war er rund 20 Minuten alt. Ich sah trotzdem schnell auf der Videoanlage nach. Mache Kunden lassen sich ja Zeit beim Einkauf oder treffen noch Bekannte und quatschen sich fest, aber in diesem Fall hatte die Kundin schon längt unseren Laden verlassen.

Sie hatte ein paar Kleinigkeiten eingekauft und wohl auch an der Kasse war ihr nicht aufgefallen, dass sie noch den Leergutbon hätte einlösen können. Sie hatte den Verlust offenbar nicht einmal bemerkt, denn sie suchte den Bon augenscheinlich gar nicht erst.

Ich kannte sie nicht als Stammkundin und nachdem sie auch im Laufe des Tages nicht mehr wiederkam, steckte ich den Bon zugunsten der Elis in Afrika in unsere Spendenbox.

Eddieday (17)

August 2025, Eddie auf unserem alten Sofa. Beide sind inzwischen nicht mehr bei uns. Zu diesem Zeitpunkt haben wir noch nicht einmal geahnt, welches Drama sich in den folgenden Monaten hier abspielen würde. Dass Eddie nur wenige Wochen später von uns aufgrund besonderer Anzeichen als "offiziell alt" tituliert – und schließlich mit komplettem Nierenversagen ein viel zu frühes Ende finden würde, wäre uns beim Anblick dieser quietschfidelen Katze nicht annähernd in den Sinn gekommen …


Moschee: Nette Nachbarn!

Seit fast anderthalb Jahren hat das Moscheegebäude einen neuen Eigentümer. Die Türken (klingt so geschrieben irgendwie abwertend, aber es war nun mal ein türkischer Verein, der da vorher drin war) sind raus, stattdessen ist der Somalische Kulturverein e.V. Bremen eingezogen.

Seitdem hat sich vieles sehr positiv entwickelt, was wir in den 25 Jahren davor nie so erlebt haben. Abgesehen davon, dass die Betreiber der Moschee selber sehr erpicht darauf sind, dass deren Gelände nicht wild (von Moscheebesuchern) zugeparkt wird, sie schließen freitags sogar konsequent das Tor, damit niemand reinfahren kann, achten sie auch stets darauf, dass wir hier ungehindert rein und raus kommen. Absolut top.

Und nicht nur das, der ganze Umgang ist viel schöner geworden. Früher haben wir hier in zwei Paralleluniversen gelebt, die kaum Berührungspunkte hatten. Wir wurden von den Moschee-Leuten kaum gegrüßt oder beachtet, wir haben uns irgendwann die Mühe auch nicht mehr gemacht und so ist man wortlos aneinander vorbeigegangen.

Von den neuen Nachbarn wurde ich schon quer über den Hof rufend und winkend mit "Hey, Björn, wie geht's?" begrüßt. Wenn wir uns direkt begegnen, grüßen wir uns mit Handschlag, man plaudert mal und selbst wenn die Sprache manchmal zur Barriere wird, sind alle dabei zumindest sehr bemüht.

Ernsthaft: So stelle ich mir ein gelebtes, "buntes" Miteinander vor. So macht das allen Beteiligten Spaß und ich denke, das ist auch eine gute Basis, um ganz allgemein Ressentiments gegenüber anderen Kulturen zu verhindern oder zumindest zu reduzieren.

Musste ich einfach mal loswerden, weil es wirklich schön ist. :-)

Ex-Puzzlekartons

Ein Kollege hatte die beiden alten, ausgemusterten Puzzlekartons hier im Lager deponiert, nachdem wir die beiden neuen Kartons für unsere Zählbretter bekommen haben.

Im Lager lagen sie nun aber beim Aufräumen im Weg und da sie nun wirklich zu nichts mehr zu gebrauchen waren, waren sie mit dem nächsten Handgriff würdevoll in der Papppresse gelandet.

Damit ist auch ein Stück Geschichte verschwunden, denn diese Kartons hatte unsere Marktleitung 2005 (!) für unseren kleinen Markt in Achim aus ihrer privaten Sammlung mitgebracht und waren für mich und ein paar wenige andere, die aus der Zeit immer noch hier arbeiten, eine tägliche Erinnerung an das Kaff der guten Hoffnung.


"Troisdorf: Mann stiehlt Pfandbons aus Spendenbox"

Meldung auf der Website von Radio Bonn: Troisdorf: Mann stiehlt Pfandbons aus Spendenbox

Der Artikel ist zwar von Ende Februar, aber ich musste dennoch kurz schmunzeln, als ich die Meldung gelesen habe. Pfandbons aus einer Spendenbox geklaut – und das schafft es in die Presse.

Nicht schmunzeln, weil es lustig ist. Sondern weil es zeigt, wie unterschiedlich die Realität offenbar wahrgenommen wird. Hier bei uns im Laden gehört das bekanntlich eher zur Kategorie "kommt häufiger mal vor und ist Teil vom Tagesgeschäft" (Okay, SO krass zum Glück auch nicht), irgendwo anders ist es tatsächlich eine Nachricht wert und wird öffentlich thematisiert.

Lustige Strichcodes – 803

Fundstück von Honza (wem sonst :-) ) auf einer Packung Eiernudeln der Marke "Goliard": Ein Strichcode, aus dem wie bei vielen anderen Getreideprodukten, die Halme mit ihren Ähren direkt aus den Strichen wachsen. Vielen Dank auch für diese Zusendung:


Björns Rendereien – Teil 1, Partikel

Ich habe früher sehr viel mit 3D-Studio (Max) gemacht. Es hat Spaß gemacht, Dinge zu erarbeiten, Animationen und Texturen zu erstellen und viele Sachen auszuprobieren. Meine letzte 3D-Studio-Max-Version ist leider irgendwann abgelaufen und seitdem bin ich ohne diese Software. Aktuell 174 Euro pro Monat ist es mir nicht wert, immerhin nutze ich es nur unregelmäßig als Hobbyanwender.

Seit Ende der 90er-Jahre habe ich mit dem Programm Erfahrungen sammeln können und einige Ergebnisse sind wirklich gut geworden. Ich habe viele Videoschnipsel aufbewahrt, die ich hier einfach mal nach und nach vorstellen möchte. Sicherlich keine weltbewegenden Inhalte (welche sind das hier schon), aber vielleicht doch für den einen oder anderen interessant.

Ich habe mir einfach mal die Mühe gemacht, die vielen "Rendereien" grob nach Themen zusammenzufassen. Heute gibt es den ersten Teil, Partikelsysteme.

a) Das Video fängt an mit ein paar Schneeflocken, die durch eine unregelmäßige Horizontale Bewegung wie echte Schneeflocken hin und her taumeln.

b) Die Kugeln auf den Blöcken mit der Mauerstein-Textur sind gar keine Partikelsysteme, die hätten eher zum Thema Reaktionssysteme gehört. Aber nun sind sie hier mit drin. Unglaublich spannend, wie man das Verhalten unterschiedlicher Körper in der Software durch diverse Parameter beeinflussen kann und wie sie sich beim Kontakt miteinander verhalten.

c) Dieses Gebilde ab 0:50 im Video sollte wohl mal eine Sanduhr werden. Der Ansatz war gut, aber daraus ist nie etwas geworden.

d) Die kleine Rakete mit ihrem Partikel-"Abgasstrom" sieht nicht sehr realistisch aus, aber man probiert sich eben so aus.

e) Unglaublich cooler Effekt: Der Utah-Teapot, der zu Partikeln zerfällt. Ich weiß nicht, wie alt das Video ist, aber es ist zu einer Zeit vor den Ix-Prozessoren entstanden. Der Rechner war da eine Weile dran.

f) Herunterfallende Partikelvorhänge durch sich bewegende Emittenten.

g) Die letzte Sequenz zeigt auch gar keine Partikel. Es sind viele verschiedene Kugeln, die aus dem orangen Behälter fallen, von den beiden Platten (Deflektoren) abprallen und schließlich in dem mit einer dickflüssigen Flüssigkeit gefüllten Kasten landen.

Es gibt wirklich großartige Arbeiten, die mit Blender entstanden sind, aber für mich ist die Software nichts. Ich habe es schon mehrfach probiert und es bleibt bei einem großen Nein.


Aggro-Alpia-Dieb

Am Vormittag hatte ein Kollege vor ein paar Tagen beim Verräumen der Ware eine leere Papierverpackung mitsamt Alufolie einer Alpia-Schokolade zusammengeknüllt im Brotregal entdeckt. Die Verpackung war auf der Videoaufzeichnung leider nicht zu sehen, aber zum Glück der kleine Aufsteller, auf dem wir derzeit Alpia-Schokolade anbieten.

Die Sorten unterscheiden sich auffällig durch farblich unterschiedlich gestaltete Verpackungen und so machte ich mir die Mühe, die Videoaufzeichnung nach dem "da verschwindet jetzt eine dieser Tafeln" durchzusehen. Die vergangenen drei Tage zu sondieren war auch kein großer Zeitaufwand, da man ja in Sprüngen von mehreren Stunden die Veränderungen sehen und dann ggf. weiter eingrenzen kann. Tatsächlich war es drei Tage zuvor, so lange hatte sich das zerknüllte Schokoladenpapier im Brotregal getarnt, als ein und als Gelegenheitskunde bekannter Mann die Tafel auspackte und ohne Verpackung in eine Tasche seiner Cargohose gleiten ließ.

(Ich fand die Vorstellungen, die Hosentasche von innen mit Schokolade vollzuschmieren genauso abstoßend wie der Gedanke daran, dass die Schokolade sich irgendwie in den dortigen Hinterlassenschaften wälzen könnte. Für frisch gewaschen hätte ich das Kleidungsstück eher nicht gehalten.)

Wir beschlossen, die Augen offen zu halten.

Am Nachmittag des Tages entdeckte der Kollege wieder eine leere Alpia-Verpackung. Diesmal bei den Getränken, diese lag nicht seit Tagen dort herum, sondern war erst wenige Stunden zuvor dort hingeworfen worden – von dem selben dubiosen Typen, der auch Tage zuvor die andere Tafel eingesackt hatte.

Leider war er diesmal auch schon wieder verschwunden – aber er wusste ja nicht, dass wir wussten, was er getan hatte. Und da er sich bestimmt sicher fühlte, würde er wiederkommen. Das tat er noch am selben Abend und kassierte die Verdienten beiden Anzeigen mitsamt Hausverbot.

Eigentlich wollte der Kollege noch die Polizei hinzuziehen, da der Mann keinen richtigen Ausweis, sondern nur einen kopierten Zettel dabei hatte, aber das fand dieser gar nicht gut und hat sich mehr oder weniger gewaltsam den Weg aus dem Laden gebahnt und dabei noch einen Kollegen halb umgerannt.