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Exotisches Leergut (121)

Eigentlich eher "Vollgut": Diese Flasche "Brunnenbier" hat mir ein Blogleser vor Weihnachten bei seinem Besuch hier im Laden geschenkt. Vielen Dank nochmal dafür, ich werde das Bierchen in den nächsten Tagen mal probieren. :-)


Vegan-Klau geht weiter

Unser vegetarisches / veganes Sortiment bedient eine relativ kleine Zielgruppe. Diese, so schätze ich, besteht aus einem großen Teil aus Kunden, die ich der "alternativen Szene" zuordnen würde. Der Rest sind Leute, die sich einfach nur vegetarisch ernähren wollen.

Die Probleme, die ich mit diesem Sortiment habe, schilderte ich bereits. Diebstahl ohne Ende, Tendenz derzeit steigend. Und dabei sind die Artikel bei mir teilweise schon deutlich günstiger als im durchschnittlichen Bioladen. Mit dem Hinweis auf "ein großes Sortiment an vegetarischen und veganen Produkten" werbe ich seit Jahren.

Momentan macht es einfach keinen Spaß mehr und ich überlege ernsthaft, die Abteilung ganz zu schließen. Aber dann täten mir die ehrlichen Kunden Leid, die teilweise (nur) deswegen extra aus einem anderen Stadtteil zu mir kommen und dann ihren restlichen Einkauf gleich mit erledigen. Dass hin und wieder mal ein Teil geklaut wird, ist normal. Momentan verschwinden die Produkte täglich und mitunter sogar in größeren Mengen.

Ob ein Schild helfen kann? "Aufgrund der vielen Diebstähle werden wir diese Produkte aus dem Sortiment nehmen." – aber die Täter werden darüber vermutlich nur lachen und die guten Kunden enttäuscht sein. Aber so hätte man die Problematik wenigstens einmal kommuniziert.

Alternative Szene. Alternativ. Pah! Lieber alt und naiv. :-(

Streusalz finden Sie in der Waschmittelabteilung!!!

Lucas hat mir folgendes Foto geschickt und fragt mich:
Hallo Björn,
hast du das Problem auch, dass einige Kunden Salz von Salz nicht unterscheiden (wollen)?
Nein, eigentlich nicht. Bei uns gibt es nämlich seit Wochen gar kein Streusalz. Und weil die Leute in der Not zum nächstgelegenen Produkt, nämlich billiges Speisesalz, greifen, ist das bei uns auch schon mehr oder weniger dauerhaft ausverkauft.

So gesehen ist es eigentlich egal, vor welchem leeren Regal die Kunden hier stehen. :-)


Verzögerte Fensterbeklebung

Inzwischen habe ich mich für einen Entwurf entschieden, den ich auch schon als große, druckbare Datei vorliegen habe.

Denjenigen, die schon die ganze Zeit lästern, dass ich den Schandfleck in meiner Schaufensterfront nicht schon längst beseitigt habe: Die Klebefolie lässt sich nunmal nicht bei Temperaturen im Minusbereich anbringen. Zumindest wäre die Haltbarkeit nicht so gut und das fände ich bei einem mehrere hundert Euro teuren Druck doch nicht ganz so optimal.

88 Kartons Gurken

Irgendetwas ist wohl bei der Übermittlung meiner Bestellung schiefgelaufen. Aus einem bestellten Karton wurden gleich 88. Und weil saure Gurken alltäglich in solchen Mengen bestellt werden, ist das im Großlager natürlich niemandem aufgefallen. :-P

Netterweise wird der Großteil aber morgen schon wieder abgeholt. Zwei Kartons behalte ich und der Rest geht zurück. Hier ist noch einmal die komplette Palette zu sehen: Acht Stapel, jeweils acht Lagen hoch.



Und hier auf dem Rollbehälter stehen noch weitere 20 Kartons. In jedem Karton stehen zwölf Gläser, macht zusammen 1056 Gläser Gurken.


Links LXV

Quiz: Wie gut kennen Sie die Ost-Produkte?

Für 9,86 Euro Lebensmittel gestohlen – 990 Euro Strafe

Speicherplatz online: Der virtuelle USB-Stick

50 Köpfe Salat für eine Schachtel Zigaretten

Die Krise wird für die Verbraucher konkret

Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland: Der Norden und Osten gesättigt; der Süden und Westen vielfach mit Nachholbedarf

Verbraucherschützer erweitern Liste mit Mogelpackungen

Bio-Produkte bekommen neues Siegel

Öko-Hersteller kritisieren neues Bio-Siegel der EU

Verbraucher sparen vor allem am Essen

Eine Palette Gurken

Weiß der Geier, warum wir das Ding bekommen haben – aber mit unserer heutigen Lieferung hat uns der Fahrer auch eine Europalette mit 768 Gläsern Spreewälder Gurken hier abgeworfen.

Naja, werden wir schon los. Hoffe ich. :-P


Über Immobilienmakler

Mir hat ein Makler ein Objekt angeboten, das ihm sogar selbst gehört. Während des Gesprächs erklärte er mir, dass die zu erwartenden Mieteinnahmen für den Bürotrakt die bei einer Finanzierung anfallenden monatlichen Zahlungen deutlich übersteigen, ich also die angrenzenden Lagerhallen nutzen könnte und sogar noch einen Überschuss hätte.

Vielleicht sehe ich das ja auch nur falsch. Aber wenn ICH so ein Objekt hätte, würde ich das doch behalten und nicht wegloben.

Lecker

Morgens um zwanzig nach Sechs erstmal einen Liter Wein aus dem Tetrapak. Für einen belebenden Start in den Tag. :-O

(Nein, nicht für mich. Ich gehe jetzt schlafen.)

Heute oder morgen?

Anruf eines Kunden, der seine Handschuhe an der Kasse vergessen hatte und darum bat, dass diese sicher verwahrt werden. "Klar, kein Problem." sagte ich. "Ich bringe die ins Büro, da kommen sie nicht weg."

"Danke. Ich hole sie dann morgen Nachmittag raus."

"Morgen? Oder heute? Also Dienstag oder Montag?"

"Äh... Ach, ja, heute. Wir haben ja schon Montag."

Ja, das ist der Preis für Nachtschichten: Man kommt mitunter sehr mit den Wochentagen und vor allem den Begriffen "heute" und "morgen" durcheinander. Die Thematik habe ich ja hier schon häufiger angesprochen. :-)