Es klingelte an der Leergutannahme. Eine Kundin stand mit einer großen Tüte voller leerer Flaschen vor der Lagertür und wartete offenbar darauf, dass ihr ein Mitarbeiter das Leergut abnimmt. Ich ging hin und sagte ihr, dass wir nur ein paar Meter von ihr entfernt einen Leergutautomaten stehen hätten und sie ihr Leergut selber abgeben dürfe oder müsse, je nach Sichtweise.
Seit heute haben wir das Beck's Black Currant hier im Laden stehen. Der erste Kunde hat gleich heute Morgen einen Träger mitgenommen, der Fahrer einer unserer Lieferanten hat sich jedoch geschüttelt: "Fürchterliches Gesöff."
Ich werde es heute Abend mal testen. Wünscht mir Glück.
An der Kasse lag heute Morgen eine relativ dicke Mappe mit einem speziellen Gutachten. Mit in der Mappe lag eine Rechnung für eben jenes Gutachten. Im Adressfeld der Rechnung stand die Anschrift eines Mannes hier in der Gegend.
Ich wollte das gesamte Paket gerade in einen großen Briefumschlag stecken, um dem Mann seine Unterlagen zurückzusenden, als eine Kollegin anbot, da doch einfach mal eben hinzulaufen und den Brief direkt dort abzugeben oder zumindest in den Briefkasten zu werfen.
Zwanzig Minuten später kam sie mit dem Umschlag in der Hand wieder zurück. "Den kennt da niemand", sagte sie etwas enttäuscht. "Ich habe alle Klingeln und Briefkästen abgesucht und die Mitarbeiter der beiden ansässigen Betriebe gefragt, aber niemandem sagte der Name etwas."
Wir haben es zumindest versucht und vielleicht fällt dem Herrn K. ja noch ein, dass er das Mäppchen doch hier im SPAR-Markt liegengelassen haben könnte.
Die Nachbarn grillen auf dem Innenhof. Nur der Geruch, der deswegen hier durch den Laden wabert, macht mir Sorgen. Womit haben die denn nur den Grill angezündet? Ausgemusterte Autoreifen? Und was grillen sie dort überhaupt? Und: Möchten wir darauf wirklich ein paar ehrliche Antworten haben?
Ich gebe zu, dass dieses Bild ganz stark an dieses Foto erinnert, die zwei schwarzen Streifen haben aber eine gänzlich andere Ursache: Während auf dem No-Comment-Foto die Stäbe eines Gittertisches zu sehen waren, scheint hier die Kamera einen Schaden genommen zu haben. Die beiden (langsam durchlaufenden) Streifen stören zwar nicht ernsthaft, aber ich vermute, dass diese Kamera es nicht mehr allzu lange machen wird. Naja, abwarten…
Eine Kundin sprach eine Kollegin an und erkundigte sich nach geschälten Walnüssen. "Zeige ich Ihnen. Kommen Sie doch eben bitte mit", sagte meine Mitarbeiterin und führte die Kundin in Richtung Salzgebäck / Knabberartikel.
"Also die Walnüsse werden Sie nicht bei den gesalzenen Nüssen finden."
"Vertrauen Sie mir doch einfach. Ich kenne unseren Laden", antwortete meine Mitarbeitern und drückte ihr auch schon eine Packung Nüsse in die Hand.
Wenn es darum geht, über "Abzocke des kleinen Mannes" und "Preistreiberei" und vor allem den "Teuro" zu berichten, dürfte die BILD an erster Stelle stehen.
Deren Preis beträgt seit Montag mittlerweile 70 Cent und hat sich damit seit der Einführung des Euro somit fast verdoppelt. Darüber hat sich bei mir komischerweise noch nie auch nur ein einziger Kunde beschwert.
Er liegt im Dorf Drymen am schottischen West Highland Way, keine 50 Meter vom angeblich ältesten Pub Schottlands (aber das behauptet vermutlich jeder zweite Pub von sich).
Wir (sieben Pfadfinder) haben dort im Sommer 2010 gerne unsere Vorräte aufgefüllt und uns ein Eis gegönnt.
Grüße,
Christian
Vielen Dank dafür. Lt. Wikipedia-Eintrag gibt es in dem Dorf "einen gut sortierten Supermarkt". Dürfte dieser sein.
Wenn einen zum dritten Mal in einer Woche junge Mütter nach "Schnullers" fragen, möchte man am liebsten antworten: "Die tun da hinten liegen. Gleich über den Windels."
Aber das würden sie wahrscheinlich nichtmal merken.
Von Haribo gibt es einen neuen Artikel: Das "Schwarzgeld". Ist zwar auch "nur" Lakritze und die "Euro-Lakritz"-Münzen gibt es schon seit etlichen Jahren – aber die Gesamtidee, vor allem auch wegen des Bildes, finde ich witzig.
als langjähriger Blogleser und noch langjährigerer Supermarktbesucher hätte ich mal eine Frage, die bisher noch niemand beantwortet hat. Vielleicht wär das was für eine Antwort im Blog: Warum findet sich in fast jedem Supermarkt, der in den letzten vierzig Jahren errichtet wurde, egal welche Preiskategorie, nahezu derselbe Fußboden: Steinimitatfließen in undefinierbaren Farben von grau bis ocker?
Ich vermute, dass es irgendetwas mit Robustheit und Reinigungsfähigkeit zu tun hat. Aber wieso um Gottes Willen gibt es da nichts anderes? Will sich da niemand im Wettbewerb unterscheiden?
Ich denke, die von dir beschriebenen Standardfliesen sind die sinnvollste Mischung aus Ansehnlichkeit, Robustheit und Preis – wenngleich der Anblick auf Dauer nunmal etwas trist ist.
In einem Markt habe ich mal schwarze, glänzende Fliesen gesehen. Das sah natürlich sehr edel aus, hat den Laden aber auch entsprechend dunkel wirken lassen. Woanders habe ich mal einen gegossenen Boden gesehen, der im Halogenlicht des Marktes überall glitzerte. Wie widerstandsfähig diese Böden sind, weiß ich nicht. Immerhin sie die Belastungen (unzählige Kunden, tägliche Reinigung, Rollcontainer und Hubwagen etc.) nicht unerheblich.
Ich verspreche aber, dass ich, wenn ich mal in die Verlegenheit kommen sollte, einen eigenen Laden komplett neu bauen zu müssen, einen außergewöhnlich hübschen Bodenbelag wählen werde.
Ein Mann lief durch den Laden und suchte etwas. Er sprach offenbar kein Deutsch, konnte sich aber auch sonst nicht artikulieren. Er wirkte irgendwie orientalisch, aber wir konnten seine Sprache nicht identifizieren.
Mein Mitarbeiter hatte währenddessen eine Kundin an der Kasse, die er ziemlich direkt ansprach: "Sie sehen so aus, als wenn Sie Türkisch sprächen. Könnten Sie mal den Kunden da hinten fragen, was er sucht?"
Welche Sprache sie nun sprach oder auch nicht, haben wir nicht erfahren. Ihre Antwort war nämlich recht knapp: "Nix Deutsch."
Und was den suchenden Kunden betrifft: Wir haben's zumindest versucht.
Anruf der Polizei Bremen: Der Herr Mo(h)nmeyer hat dort inzwischen seine schriftliche Aussage zum Sachverhalt abgegeben. Er würde zwar den Diebstahl zugeben, aber steif und fest behaupten, kein Bier, sondern Käse geklaut zu haben. Die widersprüchlichen Aussagen wiederum würden natürlich gar nicht weiterhelfen, wenn ein Richter sich die Unterlagen ansieht.
Ich befragte eine Kollegin, die damals mitgeholfen hatte, den Ladendieb hier zu stellen. Auch sie erinnerte sich sehr deutlich und konnte mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass er sich zwei Dosen Elephant-Bier in die Innentaschen seiner Jacke gesteckt hatte.
Der anrufende Polizist nahm die Information so entgegen, bedankte und verabschiedete sich.
Eigentlich ist es ja auch egal. Und streng genommen könnten man ja auch auf die Anzeige verzichten. Ihr wisst schon… Bremer Richter und die schwere Kindheit und so.