Immer wieder bekomme ich Anfragen von Leuten, die hier Blog Werbung aller Art (Beiträge, Banner, Wortlinks) schalten oder in meinem Blog generell Werbung schalten wollen, sogenanntes Affiliate-Marketing.
Inzwischen sehe ich das ganz pragmatisch. Früher habe ich solche Anfragen ja immer kategorisch abgelehnt. Inzwischen sage ich ohne zu zögern einen Preis: 500 Euro netto für einen Beitrag.
Die meisten Anrufer lehnen dann ab und E-Mails ("Wir bieten ihnen einen Einkaufsgutschein im Wert von 10 Euro.") werden nicht beantwortet. Ist ja okay, das stört mich nicht weiter und so lange bleibt es hier weiterhin werbefrei. Aber wenn irgendwann in der Zukunft wirklich mal jemand darauf eingeht, freut euch mit mir und klickt fleißig die Links der Werbepartner an, ja?
In den letzten zwei Tagen müssen die letzten sechs Exemplare der 200 losen Kondome, die ich hier seit Anfang November im Kassenbereich stehen hatte, verkauft worden sein.
Knapp sieben Monate hat's gedauert und damit haben wir im Durchschnitt ziemlich genau 1 loses Verhüterli am Tag verkauft.
Ein Kunde beklagte sich bei mir. Er hatte eine Anzeigenkarte an unserer Kundenpinnwand befestigt und nun hat ihm jemand das dort angebotene Fahrrad aus dem Keller geklaut. "Sie sollten von den Karten das Feld für die Anschrift weglassen", gab er mir als Tipp für die Zukunft und damit so etwas anderen Kunden nicht passieren wird.
Das mit dem Diebstahl ist natürlich ärgerlich. Aber warum soll ich das Feld weglassen, mal davon abgesehen, dass ich die Karten fertig bekomme? Kann doch jeder selber entscheiden, ob er da etwas hinschreibt oder es lässt.
Ganz sicher bin ich mir übrigens nicht, ob die orangen Flecken nun auch nur Schimmel oder tatsächlich noch Reste vom ursprünglichen Inhalt der Flasche sind…
Kleines experimentelles Highlight für Ekelleergutfans, die Stereobilder betrachten können. Per Klick bekommt ihr eine 1000 Pixel breite Ansicht. Viel "Spaß" damit.
Eher zufällig habe ich heute ein interessantes Detail in dem Fall bzgl. des räuberischen Diebstahls mit dem Pfeffersprayeinsatz gegen mich erfahren: Gegen den Täter lag ein Haftbefehl vor.
Das erklärt natürlich, warum er sich mit so vehement (und vor allem unter Einsatz des besagten Sprays) geweigert hat, von mir hier festgehalten zu werden. Und umso größer ist jetzt natürlich meine Freude, dass die Polizei ihn hier in der Seitenstraße nach dem Vorfall schließlich doch geschnappt hat.
Seit Anfang an habe ich hier einen Regalmeter mit Strümpfen. Anfangs hat mich der Vertreter der Strumpffabrik regelmäßig besucht, das Regal dabei aufgeräumt und seine Aufträge geschrieben.
Irgendwann wurden die Besuche rarer. Es hätte personelle Veränderungen gegeben, hieß es. Das übliche Spielchen: Neue Leute, neue Gebietsaufteilung – aber immerhin hat man mich ab und zu mal besucht.
Nicht, dass die Strumpfwaren insgesamt so stark laufen würden, dass das Regal inzwischen seit Monaten komplett leer ist. Im Vorbeigehen fällt der Mangel an Ware eigentlich gar nicht so sehr auf. Aber wenn man genauer hinsieht, eben schon. Und genau das hatte ich vor ca. zwei Wochen zufällig getan und da fiel mir erst auf, wie zerrupft das Regal ist. Also schrieb ich eine Mail an den Lieferanten und bat um einen baldigen Besuchstermin.
Die Firma scheint es noch zu geben, aber das Interesse an dem Regalplatz hier dürfte sich ganz offensichtlich in Grenzen halten – und während ich diese Zeilen hier schreibe, überlege ich, ob ich dort nicht einfach den gesamten Sortimentsbereich Haushaltswaren erweitere und die Socken endgültig verbanne oder mit den Feinstrümpfen zusammenlege. Das ist (zumindest in einem Supermarkt) auf jeden Fall kein Sortiment, dessen Fehlen dazu führen würde, dass Kunden verloren gehen.
Aus aktuellem Anlass stellt sich mir die Frage, ob die gehäuften EHEC-Fälle zu einem merklichen Einbruch des Gemüseumsatzes geführt haben. Kaufen die Leute genauso weiter oder liegt z.B. der Salat wie Blei in den Regalen?
So einen ähnlichen Gedanken hatte ich vor ein paar Tagen auch: "Mal viel weniger Gemüse bestellen, damit die Ware nicht hier vergammelt?" – habe es dann aber verworfen und eine normal große Gemüsebestellung gemacht.
Kurz: Zumindest bei mir hier ist von eingeschränktem Obst&Gemüse-Konsum (zumindest bislang) nocht nichts zu merken.
Mit dem Bestellblock in der Hand stand ich in der Gemüseabteilung und habe die für morgen benötigten Mengen in die Listen eingetragen.
Währenddessen bezahlte eine Kundin ihren Einkauf, drehte sich im Eingangsbereich noch einmal um und rief mir lächelnd und freudestrahlend ein lautes "Tschühüüüs." zu. Ich sah auf: "Ja, tschüss, bis zum nächsten Mal."
Sie ignorierte meine Worte und setzte zum nächsten Satz an: "…und grüß' die Elfie ganz lieb von mir. Ich melde mich die Tage mal wieder."
Häh?!?
Da ertönte hinter mir aus Richtung Brotregal eine anderen Frauenstimme: "Mach' ich. Aber wir sehen uns ja sowieso nächsten Samstag zum Kegeln. Endlich wieder, ich freue mich schon, die anderen wiederzusehen!"
Vom Eingang: "Ja, mach's gut! – drehte sich um, und ging.
Ach, die meinte mich gar nicht. Das war mir ja im ersten Moment noch unangenehmer, als Leuten, die mit Freisprecheinrichtung telefonieren, zu antworten. Hinterher konnte ich mit der im Markt verbliebenen Kundin aber doch sehr über dieses Verwirrspiel lachen.
Eine Kollegin brauchte spontan ein paar Lesezeichen für ihre Bestellvorlage. Also hat sie kurzerhand den nächstbesten Artikel dafür aus dem Regal gegriffen: BiFi-Minisalamis.
Für die abendliche Bettlektüre eignen sich die Würstchen übrigens nur bedingt. Gebundene, aber auch Taschenbücher sind nur für dünne Lesezeichen geeignet und sollte man während der Lektüre plötzlich Appetit bekommen, werden sicherlich bald schon ein paar Fettflecken die Buchseiten zieren.
Eine Kundin suchte Milch, die ausdrücklich "nicht lange haltbar" sein sollte. Wir waren irritiert. Warum möchte jemand sowas haben? Also mutwillig, meine ich. Wir rätselten im Kollegenkreis herum, schließlich kümmerte ich mich selber um die Kundin.
Das Rätsels Lösung: Sie wollte ganz gewöhnliche "nicht lange haltbare" Frischmilch haben und nicht die sogenannte "längerfrische" ESL-Milch, die seit Jahren fast nur noch angeboten wird. Ich kann's verstehen – und zum Glück konnte ich auch den Wunsch erfüllen, denn wir haben hier im Kühlregal eine wunderbare Demeter-Frischmilch von einem Hof aus dem Teufelsmoor.
Momentan gibt es "Jim Beam"-Flaschen mit einer Beigabe: Eine kleine Flasche Senfsauce mit "Jim Beam"-Whiskey hängt da dran, die Sauce wird meiner Meinung nach auch offiziell im Handel angeboten. (Wenn auch nicht bei mir hier.)
Auf dem Foto seht ihr die 278ml-Flasche. Vorne ist dick "Jim Beam" zu lesen, hinten steht "Senfzubereitung mit Jim Beam Bourbon Whiskey" drauf.
Wieviel Whiskey befindet sich wohl in dieser Flasche?
Die Schätzungen im Kollegen- und Bekanntenkreis reichten von "ein Viertel" bis "ein guter Schluck" – womit so ziemlich alle Befragten nicht nur knapp daneben lagen.
Gut, Würzmittel werden mitunter sehr sparsam eingesetzt. Aber, mal ganz ehrlich, bei der Aufmachung der Flasche hätte ich schon etwas mehr als 0,36ml (0,13%) Whiskey erwartet.
Ein Kunde berichtete mir, dass er seinen Leergutbon am Automaten vergessen hatte. Unmittelbar nach ihm sei eine Kundin zum Automaten gegangen und eigentlich kann nur sie seinen Bon eingesteckt haben. Ob ich da wohl mal fragen könnte – immerhin waren es bei ihm über sechs Euro.
Die Kundin befüllte den Automaten immer noch, hatte aber offenbar nur einige Bierflaschen dabei. Trotzdem zeigte das Display des Automaten bereits etwas über sieben Euro an.
Was war geschehen? Nun: Wenn man keine Flaschen mehr einwirft, druckt der Leergutautomat nach dreißig Sekunden automatisch den Beleg aus. In diesem Fall kam die Kundin mit den Bierflaschen aber innerhalb dieser Wartezeit zum Automaten und fing einfach an, ihr Leergut dort hineinzuwerfen. Dass dort schon ein Betrag auf dem Display angezeigt wurde, hatte sie dabei allerdings nicht bemerkt. Die Aussage ist glaubwürdig, da man mit sowas ja zum einen auch nicht rechnet und zum anderen die Leute bekanntermaßen sowieso keine Informationen lesen, die irgendwo angebracht sind…
Zum Glück ließ sich das alles recht einfach auseinanderfrickeln und sowohl der Kunde als auch die Kundin waren zufrieden.
Persönlich finde ich diese typische Einwortfrage, die man als Kunde an vielen Kassen (nicht nur in Supermärkten) zu hören bekommt, absolut grausam: "Bon?"
Meinen Neulingen hier an der Kasse klopfe ich auf die Finger, wenn ich das mal mitbekomme. Vielleicht bin ich einfach auch nur zu empfindlich, aber dieses "Bon?" kann ich nunmal persönlich überhaupt nicht leiden. Bon?
Wenn keine Zeit ist, die Frage in einen anständigen Satz zu verpacken, empfinde ich es als freundlicher, den Zettel einfach ohne weiteren Kommentar mit dem Wechselgeld zu übergeben oder bei einer freundlichen Verabschiedung (die sowieso obligatorisch ist) einfach auf den Kassentisch zu legen. Wenn der Kunde den Beleg nicht braucht, wird er schon etwas sagen oder ihn einfach liegen lassen. Bon?
Ich habe mir irgendwann mal die Frage "Der Bon kann weg?" angewöhnt, die ich aber auch immer nur dann bringe, wenn ich den Kunden oder die Kundin entweder persönlich oder aufgrund des Einkaufs so einschätze, dass die Antwort sowieso positiv ist.
Verstehe gar nicht, warum die Antwort im ersten Moment fast immer "nein" lautet.
Thomas hat mir (unter anderem) dieses Foto eines noch sehr jungen SPAR-Marktes direkt an den Victoria Docks in London zukommen lassen. Bei Google Street View kann man den Markt sogar schon beinahe betreten. Ansonsten ist bei Google Earth nur eine Grünfläche, bzw. auf aktuellen Bildern nur die Baustelle für den Gebäudekomplex zu sehen.