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Notiz für's Zeitkonto

Hier im Markt arbeiten wir seit Jahren sehr erfolgreich mit einem digitalen Zeiterfassungssystem. Wie es so ist, vergisst immer wieder mal jemand, sich zu Arbeitsbeginn, vor oder nach den Pausen oder zum Feierabend ein- bzw. auszustempeln.

Sowas ist gar kein Problem. Meine klare Anweisung lautet, die Zeit auf einen Zettel zu schreiben und mir zu geben, so dass ich die Zeit dann manuell nachtragen kann. Entweder als konkrete Uhrzeit oder einfach nur als Beginn oder Ende einer "halben Stunde Pause", so dass ich mir dann die dazu passenden Buchungen im Zeitkonto raussuchen kann.

Wenig hilfreich ist natürlich der Text: "Am .... vergessen, mich nach meiner Pause wieder einzustempeln". Woher soll ich denn wissen, wann die war und wie lang die war? :-)

Und warum bewirbt sie sich…

…bei mir? :-)
…bewerbe ich mich hiermit um eine Stelle der Servicekraft bei Ihnen im Restaurant. Ich bringe langjährige Berufserfahrungen in der Gastronomie mit, bin 34 Jahre und sehr flexibel was Arbeitszeiten angeht. Service und die Bar sind meine Stärke und ich würde mich freuen, Ihnen bei der Verwirklichung ihres Konzepts behilflich zu sein. […]

Bierkistenstadion

Ja, wenn ich Platz hätte, dann würde ich so eine Bier-Platzierung auch mal zu den unterschiedlichen Fußball-Veranstaltungen bringen. Aber hier im Markt bin ich ja schon froh, wenn ich in den warmen Monaten noch zwei zusätzliche Paletten mit Getränken irgendwo unterbringen kann. Dieses "Bier-Stadion" ist ja schon fast so groß wie meine gesamte Getränkeabteilung…



(Bild: Webfund)

Missglückter Triumph

Bei einem meiner Einzelhändler-Kollegen wurde ein junger Mann nach Ablauf seines befristeten Vertrages nicht übernommen. Die Arbeitsleistung war wohl gut, wenn sie denn geleistet wurde. Insgesamt aber ließ die Motivation wohl sehr zu wünschen übrig. Frühschichten waren ihm zu früh, Spätschichten zu spät. Außerdem hatte er ständig irgendwelche sonderbaren Ausreden, wenn er zu spät oder gar nicht zur Arbeit erschien.

Nun hatte er sich bei mir beworben. Es ist ja nun nicht so, dass ich bei potentiellen neuen Mitarbeitern grundsätzlich seine ehemaligen Arbeitgeber anrufe und mich über die Leistungen informiere. Da wir beiden Einzelhändler aber nun einen sehr guten Draht haben, warnte er mich vor und mit relativ sanften Argumenten ("immer Frühschicht ab 6 Uhr") konnte ich den Bewerber davon überzeugen, dass der Job hier nichts für ihn ist.

Ein paar Tage später bekam ich einen reichlich empörten Anruf: "Warum fragst du mich eigentlich überhaupt nach meiner Meinung? Ich sag' noch, was der für eine Arbeitsmoral hat und dass du den höchstens als Springer für Notfälle einstellen könntest - und dann nimmst du den gleich in Festeinstellung auf Vollzeit zu dir?! Da bin ich jetzt echt irgendwie beleidigt."

Was? Wie? Vollzeit? Ich weiß von nichts. Hä?! Wir redeten noch eine Weile und kamen schließlich zu folgendem Schluss: Der wollte doch wirklich bei seinem Ex-Chef ein bisschen angeben und hat fröhlich herumerzählt, dass ich hier sein Talent erkannt hätte und zu welchen wunderbaren Konditionen ich ihn geradezu mit Kusshand eingestellt hätte…

Schwarze Hände

Eine Kundin kam zu mir an die Kasse und wollte einen kleinen Einkauf mit einer Handvoll Kleingeld bezahlen. Die paar Münzen reichten allerdings nicht für beide Teile und so stornierte ich einen wieder. Währenddessen erklärte die Frau, die völlig schwarze Hände hatte, dass in der Nacht die gesamte Wohnung ausgebrannt sei, sie nun nichts mehr hätten und dies hier das letzte Geld sei, das sie zusammenkratzen konnte.

Darauf erstmal zwei Liter Tetrapak-Wein, daraus bestand der eingangs erwähnte "kleine Einkauf" nämlich.

SPAR-Ballons zum Straßenfest

Seit einer Weile schon hatte ich einige Packungen mit "SPAR"-Luftballons im Lager stehen. Irgendwann kam die Erkenntnis, dass die Dinger, die ich selber von irgendeinem auf blau-gelb umfirmierten SPAR-Kollegen bekommen habe, schon ein paar Jahre älter sind und kaum noch zu gebrauchen waren.

Immerhin waren noch einige dutzend grüne Ballons brauchbar und so ziert heute unter anderem das SPAR-Logo das Straßenfest in der Hermannstraße hier in der Nachbarschaft:


Links CCII

Genfood wird schon lange im Supermarkt verkauft

Eiweißbrot - Fettversteck statt Schlankmacher

Vorerst keinen Schnaps mehr aus Tschechien

Schafe wollen auch mal shoppen

Toast Hawaii? Nein: LocoMoco ist typisch hawaiisch…

Ice lolly made from holy water and absinthe

Röntgenblick-Karotten und Laser-Bohnen

Sind Sie ein Kartoffel-Experte?

Zu viel Zucker in Frühstücksflocken

Hobby Pilse suchen

Zotter im Shop

Es ist vollbracht: Sämtliche Zotter-Artikel, die auch hier im "Offline-Shop" verfügbar sind, gibt es ab sofort auch online.

Die vielen "Labooko"-Sorten haben sich hier als Flop herausgestellt, die "Choco Shots" sind kühlpflichtig und an den 1300g-Tafeln Kuvertüre haben wohl nur die wenigsten Kunden Interesse. Alle anderen Artikel sind vollständig im Sortiment. :-)

Max. 1!

Eine Frau stand mit ihrer etwa 4-jährigen Tochter vor dem Regal mit den Backzutaten. Im Vorbeigehen schnappte ich von der Mutter folgenden Fetzen in mahnendem Tonfall auf: "Davon darf man nie mehr als einen essen!"

Leider war mir entgangen, um was es sich gehandelt hatte. Habt ihr eine Vermutung? :-)

Nachdruck?

Die erste Kundin des Tages betrat den Laden, bezahlte hektisch eine Packung Kondome und war so schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht war.

Zurück blieben ein paar erstaunte und vor allem blöd grinsende Supermarktmitarbeiter. ;-)

SPAR-Markt auf Korsika

Jenni hat mir geschrieben und ein Foto eines SPAR-Marktes auf Korsika zukommen lassen. Vielen Dank dafür. :-)
Hallo Björn,

Seit Jahren stille Mitleserin, jetzt mit einem, durch Zufall, doch mal aktiven Beitrag. Wie waren im Mai auf Korsika und haben bei einer Tour durch Bastia diesen Spar-Markt entdeckt. Bewusst fotografiert habe ich eigentlich nicht, erst als wir in Ruhe die Bilder, lange schon wieder daheim, durchgeschaut haben, kam mir der Gedanke, Dir das Bild für die Sammlung von Spar-Märkten zu schicken. Der Markt liegt gegenüber der Zitadelle von Bastia an einem recht modern gestalteten Platz, die Umgebung ist allerdings offensichtlich doch eher "rustikal" zu nennen ;-) Der Markt an sich bietet auf extrem wenig Platz extrem viel Ware. Unglaublich, was alles auf engstem Raum Platz hat!


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Der Diebstahl, der keiner war

Ein Kunde beklagte sich bei meiner Kassiererin. Er hatte beim Betreten des Ladens seine Tasche mit Einkäufen von einem meiner Mitbewerber auf den Packtisch gestellt und nun, nur zwei Minuten später, sei sie verschwunden.

Saumäßig, dachte ich und versuchte, irgendwas auf den Aufzeichnungen der Videoanlage herauszufinden. Der Packtisch befindet sich nun nicht im Blickfeld der Kameras, aber vielleicht ließ sich ja erahnen, wer da irgendetwas genommen haben könnte.

Überraschung: Die Tasche hatte der Kunde überhaupt nicht dort abgestellt, wo er sie schließlich vermutete. Er kam rein und deponierte seine Sachen in unmittelbarer Nähe der Kasse – und hatte das dann in den folgenden Minuten schlicht und einfach vergessen. :-)