Ein Kollege und ich unterhielten uns mitten im Laden, als wir von einer jungen Frau angesprochen wurden: "
Arbeiten Sie hier?"
Grinsend antwortete ich: "Nee, wir warten nur noch auf den Feierabend."
Leider fehlte der jungen Dame das Ironie-Detektionsgen und sie guckte uns stumm an als kämen wir von einem anderen Planeten. Schnell schob ich hinterher: "Nein, alles gut, wir gehören dazu. Was können wir für dich tun?"
Kann ja nicht immer funktionieren mit den blöden Sprüchen.
Bei der letzten Leerung der Elepfandspendenbox fiel mir dieser Zettel entgegen. 10.000 Euro am Stück (von meinem Geld, zumindest habe ich die Notiz so verstanden) habe ich leider gerade nicht über, um sie an die Eliprojekte abzutreten.
Insgesamt ist hier zwar schon weit mehr als nur 10.000 Euro an Spendengeldern von uns an den REA e.V. überwiesen worden, aber der
Löwenanteil Elefantenanteil davon stammt von unseren Kunden. Nichtsdestotrotz habe ich schon seit langer Zeit den jeweils höchsten Bon pro Woche mit meinem Geld verdoppelt und drücke auch für alle durch den Automaten geschobenen Einweg-Gebinde, von selber hier in der Firma konsumierten Getränken, auf die Spendentaste. Da dürfte so nach und nach auch eine ordentliche Summe zusammenkommen, da bin ich sicher.
Ines hat mich schon so oft angestubbst, dass wir auch mal mehr mit der Presse machen sollten. Woanders fließen 500 Euro Spendengeld und dann wird ein plakatgroßer Scheck demonstrativ überreicht und das Foto ist hinterher in der Zeitung zu sehen, wir haben die bisher gespendeten 12.000 Euro einfach nur sang- und klanglos an den REA e.V. überwiesen.
Diesen Strichcode auf einer Packung / Dose runde "Maria"-Kekse der ukrainischen Marke Yarych hat Honza mir mal wieder geschickt. Dafür vielen Dank.
Der Strichcode ist dekoriert mit einem Lazarett-Zelt und einem LKW, dazu der Text "Made in Ukraine under Fire". Leider sind wir Menschen besser im Über- als im Zusammenleben und wollen gerne Macht über andere haben, um das eigene Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen. Bis wir einen Weltfrieden erreichen, wird es wohl dauern, bis die Menschheit das Feld geräumt und die Flora und Fauna sich wieder frei entfalten kann.
Diese spiegelnde Fassade hatte ich irgendwann mal in Berlin entdeckt. Ist vermutlich schon millionenfach fotografiert worden. Ich weiß nicht mehr, wo genau das stand, allerdings würde ich es grob in den Bereich zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz verorten. Wer mir auf die Sprünge helfen will, kann das in den Kommentaren gerne tun.
Seit einer Weile leerte sich unser Regal mit Ananas immer weiter, Nachschub kam nicht. Dass Artikel mal nicht lieferbar sind, kommt vor, aber dass dies für eine komplette Warengruppe zutrifft, ist doch eher selten. Außer wir stecken mal wieder in einer Preisverhandlung mit einem Lieferanten, aber die dürften bei Discount-Konserven eher nicht zutreffen.
Als das Regal komplett leer war, kamen wir mal auf die Idee, bei uns im internen Informationssystem nach Ananas zu suchen – und prompt fiel uns dieses Schild in die Hände, das nun momentan in der Nähe unseres Regals mit Obstkonserven hängt.
Zu dem Thema gab es Anfang Dezember einen ausführlichen Artikel in der Lebensmittel Praxis:
Schlechte Ernten, gestörte Lieferketten – der Ananasmarkt ist in Bewegung
Eher zufällig hatte ich bei uns in der Halle noch einen alten Karton mit Schneeschiebern gefunden. Wir hatten die mal vor Jahren im Angebot und ich vermute, als wir für den Umbau Platz brauchten, hatten wir sie mit zur Halle genommen. Es waren ja auch nur noch vier Stück und so gerieten sie in Vergessenheit.
Als ich bei dem vielen Schnee, den uns "Elli" beschert hatte, bei der Halle war, um nach Streumaterial zu gucken (wovon aber nichts mehr da war), fielen mir die Schneeschieber wieder auf. Etwas verstaubt und der Karton völlig ramponiert, aber nachdem wir sie zusammengebaut, gesäubert und hier angeboten hatten, waren sie auch ratzfatz verkauft.
Mit einem Verkaufspreis von unter zehn Euro pro Stück war das nun kein Vermögen, aber wir haben zumindest ein bisschen mehr Geld in der Kasse und in der Halle ist wieder etwas mehr Platz. Find ich gut.
Die Schritte mit Linux werden etwas flüssiger. Schmunzeln musste ich, als wir dem GNOME ein Update über die Konsole verpasst haben. Mit einer Jugend in den 80ern bin ich mit Heimcomputern aufgewachsen und eigentlich sind Konsoleneingaben irgendwie auch ein Stück Kindheitserinnerung.
Die Soundeffekte sind nicht ganz original, das muss ich zugeben.
Anruf eines Mitarbeiters einer Zeitarbeitsfirma, von der ich noch nie gehört habe. Kurzer Monolog des Anrufers über die Firma und dass man deutschlandweit Partner der Edeka sei mit der abschließenden Frage: "… und jetzt möchte ich wissen, warum arbeiten wir noch nicht zusammen?"
"Das kann ich Ihnen sagen, ich brauche Sie nicht."
Die Antwort kam wohl im Frage-Antwort-Portfolie des Anrufers nicht vor und er stutzte einen Augenblick, besann sich dann aber doch wieder: "Man weiß ja nie, Urlaubszeit, Krankheitswelle oder einfach nur für Inventuren. Wir bieten Lösungen für jeden Bedarf und können beim Packteam oder an der Kasse mit fachkundigen, ausgebildeten Mitarbeitern helfen, die auch mit der Edeka-Welt vertraut sind."
Aber es half alles nichts. Ich erklärte ihm, dass ich das hier seit über 25 Jahren mache und in der ganzen Zeit wirklich noch nie die Notwendig bestanden hat, die Dienste einer Zeitarbeitsfirma in Anspruch zu nehmen. Bislang sind wir immer so klargekommen und ich glaube auch nicht, dass sich das in nächster Zeit ändern wird.
Mehrere Krankheitsfälle gleichzeitig während der Urlaubszeit hatten wir hier auch schon und, ich gebe es zu, das war streckenweise schon ausgesprochen stressig. Dennoch haben wir es immer mit eigenem Personal geschafft und das wird auch noch in den nächsten Jahren so klappen, davon bin ich überzeugt.
Per E-Mail kam von einem kleinen Lieferanten eine ganz dezente Zahlungserinnerung. Mehr so der Hinweis, dass noch kein Zahlungseingang zu einer Rechnung aus September 2025 verbucht werden konnte.
Ich hab schon oft einen Spruch im Sinne von "wie kann man das so lange vergessen?" gehört. Habe ich noch nie verstanden. Wenn etwas in Vergessenheit geraten ist, ist es in Vergessenheit geraten. Ob man dieses Vergessen ein paar Tage oder auch erst ein paar Jahrzehnte später feststellt, spielt eigentlich keine Rolle mehr. Die Aussage, dass man etwas für einen besonders langen Zeitraum vergisst, hat in meinem Kopf überhaupt keinen Sinn. Vergessen ist vergessen.
Dass der fehlende Zahlungseingang also erst Monate später moniert wird, ist eher eine Sache in der Buchhaltung des Lieferanten als bei mir. Aber natürlich habe ich meine Schulden sofort beglichen, ist ja klar.
Witzigerweise habe ich seitdem schon wieder mehrere Lieferungen bekommen und diese auch wie immer sofort bezahlt, also spätestens an der Stelle hätte jemand merken können, dass da noch ein kleiner Betrag (wir reden von unter 200 Euro) offen ist.
Einfach mal die Sau rauslassen. Einfach erledigt mit diesem Spielzeug in praktischer Blisterpackung. Da fängt das mit dem Rauslassen schon beim Auspacken an.
Auf einer Tüte "Fudge Milk Soft Caramels"-Kaubonbons der Marke "Sweet Corner" hatte Honza diesen Strichcode mit einer Milchkanne entdeckt.
Vielen Dank für die Zusendung.
"Hi, Eddie!" – schleck, schleck.
Der kleine PC mit seiner 500GB-Festplatte kommt ab und zu mal wortwörtlich an seine Grenzen. Aus irgendeinem Grund schreibt die Software, mit der ich auf die Kameras zugreifen kann und die das Life-Bild aus allen Kameras darstellt, ununterbrochen ein Logfile. Diese Datei wächst und wächst und wächst, auf meinem Hauptrechner hier ist sie derzeit "nur" 146 GB groß, aber hier läuft diese Anwendung auch nicht mehr ganz so oft, als auf dem kleinen PC, der in der Woche im Grunde sechs Tage ununterbrochen seinen Job erledigt. Nacht schalte ich immer nur den Bildschirm aus.
Alle paar Wochen gibt es dann mal die folgende Fehlermeldung. Anwendung beenden, im Dateimanager das Logfile löschen und weiter geht es. Ist kein Hexenwerk, aber war beim ersten Erscheinung des Fensters schon irritierend:
Ein Kunde hatte zu Weihnachten einen
Gutscheingold-Geschenkgutschein im Wert von 100 Euro bekommen. Gekauft wurde er von dem Schenkenden vor Weihnachten bei uns, der mitgebrachte Kassenbon verriet das Datum, die Summe und um welches Produkt es sich handelt.
Nur wo er den Gutschein einlösen kann, steht nicht auf dem Bon drauf. Den Ausdruck aus unserem Kassensystem hatte er ordentlich gefaltet in einem kleinen Briefumschlag bekommen.
Aber um in Erfahrung zu bringen, wo er damit einkaufen konnte, war er hergekommen. Als ich ihm erklärte, dass das auf der kleinen Karte steht, guckte mich der Mann mit großen Augen an und zuckte irritiert mit den Schultern: "
Ich habe keine Karte, nur diesen Bon."
Das war der Punkt, an dem wir auch nicht weiterhelfen konnten. Ich zeigte ihm zwar noch an den noch bei uns im Verkauf befindlichen Karten, bei welchen Einlösepartnern er damit bezahlen könnte, aber ohne die Karte mit der PIN wird das nichts.
Also entweder hat ihm da sein Bekannter einen gemeinen Streich gespielt oder der hat (im schlimmsten Fall) die Karte einfach entsorgt, weil er dachte, dass die Seriennummer derselben, die auch auf dem Kassenbon steht, ausreichend ist. Das wäre bei einer so hohen Summe echt bitter.