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Links LVIII

Supermärkte setzen Null-Euro-Jobber ein

Preisgekröntes Foto mit Einkaufswagen

Betrug an Flaschenpfand-Automaten (Bericht Nr. 1693)

Bundesregierung stimmt für für Import einer Genpflanze

McDonald's: Schöngefärbter Öko-Auftritt

Quelle stoppt Online-Ausverkauf

Wer ist für Verpackungsmüll verantwortlich?

Apple bitte nur für Nichtraucher

Petition gegen den Abmahnwahnsinn

Fortgeschrittene Paranoya beim Supermarkt-Betreiber

Lieferschein für keine Lieferung

Bei unserem Getränkelieferanten bestellen wir, in dem wir die gewünschten Artikel(nummern) via DFÜ übermitteln. Daraus ergibt sich, dass für jede Datensendung ein eigener Auftrag mit eigenem Lieferschein beim Lieferanten generiert wird. Die Ware wird natürlich zusammen geliefert, aber es kann durchaus vorkommen, dass diese auf mehreren Lieferscheinen aufgeführt ist.

Wenn ein Artikel mal nicht lieferbar ist, steht er auch auf dem Schein drauf. Mit der Mengenangabe "0". So weiß man als Kunde wenigstens, dass bei der Bestellung nichts schiefgelaufen ist und der Artikel momentan einfach nur nicht lieferbar ist.

Jeder Lieferschein besteht aus Endlospapier mit insgesamt drei Lagen (ein Original, zwei Durchschläge für den Kunden). Die gelieferte Ware ist auf (mindestens, je nach Umfang) einer Seite aufgeführt, bei mir gibt es auf jeden Fall zwei weitere Seiten für die Leergutrückgabe und die Unterschrift. Selbst bei nur einem Artikel bekomme ich so insgesamt sechs Blatt Papier in die Hand.

Tzja – und wenn dieser eine Artikel dann gerade mal nicht lieferbar ist, steht er eben mit der Menge "0" auf dem Lieferschein. Viel Altpapier für nichts...

Was macht ihr beruflich?

Peter (branchenfremd) hat eine Frage an mich, bzw. eine Idee für das Blog hier:
Hallo Björn,

habe gerade Deinen Artikel vom 03.03.2006 im Blog gelesen, Thema "Autoaufkleber" oder: "Wie kamt ihr zum Shopblogger?"

Beim lesen des Threads kam mir eine Idee: Wäre es nicht interessant Deiner Gemeinde mal die Frage zu stellen:

"Was macht ihr beruflich?"

Interessant daran wäre:

Wer und wieviele kommen

- aus dem Einzelhandel?
- ist Großhändler?
- Lieferant?
- Kunde?
- "nur" Blogleser?
- Lebensmittelproduzent?
- Konkurrent? *lol*
- Ladendieb? *hehe*
- etc.....

Nur mal so ein Gedanke von mir.
Keine Ahnung. Ich weiß, dass zumindest ein paar Lieferanten und Einzelhändlerkollegen mitlesen, ebenso viele Kunden.

Ansonsten möchte ich die Beantwortung der Fragen einfach denen überlassen, die es am besten wissen müssten.

Ausgetwittert

Ich habe eben meinen Twitter-Account stillgelegt.

Anfangs habe ich Twitter halbwegs intensiv ausprobiert, später nur noch gelegentlich genutzt und inzwischen seit drei Monaten gar nicht mehr – ohne, dass mir etwas fehlt.

Aber hier geht's natürlich weiter. :-)

Ohne Deko

Gerade in einem Prospekt für Büroartikel einen kleinen Aktenvernichter entdeckt. Unter der Kurzbeschreibung des Gerätes stand der fettgedruckte Text: "Ohne Deko."

Ob die ernsthaft Angst haben, dass jemand ein zur Hälfte in Streifen geschnittenes Stück Briefpapier haben möchte? :-)

SexyXmas!-Kalender

Dieses Jahr hatten, bzw. haben teilweise immer noch, wir Adventskalender aus der "SexyXmas!"-Serie im Angebot. Etwas unkonventionell, aber wir wollten die einfach mal ausprobieren.

Vielleicht ist mein Gefühl hormonell bedingt gewesen, aber ich bin davon ausgegangen, dass sich der Kalender mit den Damen besser verkaufen würde, als der mit den vier Kerlen. Tzja – falsch gedacht. Die einzigen Adventskalender, die wir hier momentan noch liegen haben, sind die links abgebildeten. So kann man sich täuschen. Könnte aber auch an dem etwas langweiligen Motiv gelegen haben.


Eine der schneeärmsten Städte

Dass es in Bremen nur wenig Schnee gibt, wenn überhaupt, habe ich schon oft festgestellt. Und wenn es doch mal schneit, selbst bei starkem Schneefall, bleibt die weiße Pracht nicht lange liegen.

Festgestellt habe ich das auch schon ohne den Wikipedia-Eintrag über die Stadt Bremen. Aber interessant, Erlebtes noch einmal an anderer Stelle nachlesen zu können:
Bremen gehört zu den schneeärmsten Städten Deutschlands. Im Durchschnitt liegt in Bremen an weniger als fünf Tagen im Jahr Schnee.
Ach, was. :-)

Hermes-Spot

Wenn hier von meinem Onlineshop die Rede ist, kommt auch immer (und immer und immer...) wieder die Grundstzdiskussion darüber auf, welcher Paketdienst nun der beste oder schlechteste ist. Schlecht schneiden bei der Diskussion übrigens regelmäßig DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS ab. Bei diesen kommen die Pakete – wenn überhaupt – nur mit Verspätung und mit aufgerissener Verpackung an. Gelobt werden dagegen meistens DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS. Bei denen machen sich die Boten auch mal die Mühe, nicht nur um zwei Ecken zu denken, sondern auch mal um diese zu gehen und eine Hausnummer zu suchen.
Ich habe mich für Hermes entschieden und bin damit seit inzwischen über 3,5 Jahren im Grunde immer zufrieden gewesen. Die Auslieferung der Pakete hätte der Weihnachtsmann mal lieber auch den Profis überlassen sollen. :-)


Frage zum Bloggen

Rene möchte etwas wissen:
In einem Beitrag eines Bremers TV - Senders vor einigen Wochen sagst Du, dass Du Deinen Mitarbeitern das Bloggen so wie Du es machst, verbieten würdest.

Was hältst Du aber von anderen Bloggern, die aus Ihrem Berufsalltag berichten, jedoch nicht selbstständig sind? Da fällt mir auf Anhieb Torsten, der Taxiblogger ein, der ja nicht einmal anonym bloggt.
Oder findest Du anonymes bloggen besser, wie es zum Beispiel Maik vom Truckblog, der oldschool oder diverse andere Blogger machen?
Pauschal finde ich es persönlich besser, wenn ich zu einem Blog auch die Person dahinter kenne – aber das funktioniert nunmal nicht immer:
Entweder hat man nicht die Kompetenz, interne Dinge aus der Firma (oder sonstigen Organisation) an die Öffentlichkeit zu bringen, oder man möchte einfach seine Anonymität wahren, weil man über irgendwelche "schwierigen" oder kritischen Themen schreibt. In solchen Fällen sollten man trotzdem gründlich abwägen, wie weit man mit der Schreiberei geht. Wenn es nur mit einer peinlichen Situation enden kann, ist es vielleicht noch egal. Wenn der Job auf dem Spiel steht, weil man trotz Anonymität aufgrund der Erlebnisse identifiziert werden konnte, ist das sehr ärgerlich.

Ich habe hier das Glück, mich nicht verstecken zu müssen. Mindestens die Hälfte meiner Blogeinträge wären dann wahrscheinlich nicht existent – und zwar vermutlich die interessantere Hälfte.

Wann Nikolauslaufen?

Wir haben einige Zeit gerätselt, wann hier im Laden der Nikolaus kommen soll. Immerhin ist der 6. Dezember ein Sonntag. Holen wir das Nikolauslaufen einen Tag vor – oder verschenken wir erst am Montag Schokolade und Nüsse?

Wir hatten uns zunächst intern auf den Samstag geeinigt. Nachdem heute aber in der Zeitung stand, dass der Einzelhandelsverband empfiehlt, die Nikoläuse erst am Montag auftreten zu lassen, werde ich da wohl mitziehen.

6,66€

Die Kundin wirkte recht "fromm": Mittleres Alter, geschlossene Bekleidung in gedeckten Farben, ruhiges Auftreten. Das muss natürlich nichts bedeuten.

Könnte aber ihren Blick erklären, als ich ihr an der Kasse den zu zahlenden Betrag in Höhe von 6,66€ nannte. Sie guckte so entsetzt, als wäre sie dem Teufel persönlich begegnet.

Der Pöbler 2

Der Mann von gestern war wieder da.

Ich nutze die Chance und habe ihn direkt auf die Aktion von gestern angesprochen.
Ich war gestern gar nicht hier.

Doch, gegen 20 Uhr.

Nein.

Oh, doch. Und Sie haben drei Bier, eine Cola und noch ein paar Dinge gekauft.

Ach, ja. Doch. Und wo ist das Problem?

Haben Sie irgendein Problem mit einem meiner Mitarbeiter?

Ach, die Neger-Sache.

Genau das. Kann ich überhaupt nicht ab, wenn einer meiner Mitarbeiter, egal ob schwarz, weiß oder mit sonst einer Hautfarbe, beleidigt wird, schon gar auf solch üble Art und Weise.

Was soll das jetzt? Ich bin ehrlicher Kunde. Ich habe noch nie hier geklaut und ich will nur einkaufen.

Vielleicht sollten Sie lieber woanders einkaufen.

Ich komme rein, wenn ein Deutscher an der Kasse sitzt. Wenn ein Neger da hockt, komme ich nicht rein. Ganz einfach.
Uneinsichtiges Arschloch. :-(

Ohne weitere Diskussion habe ihm seine beiden Flaschen Bier weggenommen, die er eigentlich hier kaufen wollte und ihn gebeten, zukünftig in einem anderen Laden einzukaufen.
Als "Dank" für das Hausverbot hat der Typ noch im Vorbeigehen den Gemüseaufbau vor dem Laden umgerissen. Manche Leute machen es einem echt zu leicht, sich eine Meinung über sie zu bilden...

Die Not(gedrungene )Lüge

Manche Kunden wollen einfach, dass man ihnen Märchen erzählt, oder?

Eine Kundin wollte eine bestimmte Sorte Lebkuchen haben. Ich ließ durch die Kollegin, die sie zuerst angesprochen hatte, ausrichten, dass wir diese Lebkuchen dieses Jahr leider nicht da haben, da sie diesmal nicht gelistet waren. Sicherheitshalber blätterte ich sogar noch einmal schnell das Bestellbuch für die Weihnachtssüßwaren durch. Wie ich richtig in Erinnerung hatte, war dieses spezielle Sorte nichtmal darin vorhanden. Das sagte meine Mitarbeiterin der Kundin schließlich auch.

Die sehr aufgebracht wirkende Reaktion der Kundin war etwa folgende: Sie hat hier in den letzten Wochen immer diese Lebkuchen gekauft und meine Verkäuferin hätte ja keine Ahnung und sie solle mal ihr Sortiment besser kennenlernen.

Was tun? Nun: Eine andere Kollegin erklärte dann zwei Minuten später der Kundin, dass die von ihr gesuchten Kuchen auch geliefert wurden, aber leider schon alle ausverkauft sind. Und dass Weihnachtsgebäck schon Monate vor dem Verkauf bestellt werden muss und das wir deshalb "ihre" Lebkuchen leider nicht wiederbekommen können.

Da war sie wieder ganz friedlich: "Naja, dann ist das eben so. Aber trotzdem vielen Dank für die Mühe.