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Handwerker entschuldigt

Der gestern erwartete Trockenbauer war eben da. Okay, geben wir ihm eine Chance. Er wollte ja absagen, hat aber in meine Telefonnummer einen Zahlendreher hineingebaut. Das ist bei meiner Nummer schon einigen Leuten passiert und somit durchaus als Entschuldigung tauglich.

Einkaufswagen dem Untergang geweiht

Christian hat mit dieses Foto eines Einkaufswagens geschickt, den irgendjemand auf einen gefrorenen See geschoben hat. Dort steht oder stand er und das Eis wurde dünner und dünner.
Da eine Bergung vermutlich zu gefährlich oder sogar unmöglich ist, dürfte das orange Wägelchen bald auf dem Grund liegen...


Sprachlos

Der Typ, der Mitte Dezember sich in der Nacht mit gezogener Waffe den Inhalt meiner Kasse aushändigen ließ, läuft offenbar wieder frei herum. Da ich nicht glaube, dass die Sache schon verhandelt und mit Freispruch entschieden wurde, gehe ich davon aus, dass einfach nur keine Fluchtgefahr besteht.

Aber ausgerechnet HIERHER zu kommen und sich in aller Seelenruhe und als wäre nie etwas passiert, wieder sein Bier zu kaufen, ist irgendwie dreist. Es herrschte bei meinem Mitarbeiter, der den Mann sofort erkannt hatte, absolut keine Freude über das Wiedersehen. Verständlicherweise, denn der Schreck durch den Überfall sitzt tief.
Als mir am Morgen der nächtliche Rauswurf berichtet wurde, konnte ich der Aktion nur zustimmen. Ich hätte den Mann hier auch nicht mehr weiter einkaufen lassen wollen.
Die Chance ist unentschuldbar vertan.

Die, die es nicht nötig haben...

Das Phänomen, dass Handwerker, denen man mit einem Auftrag droht, sich nicht mehr melden, habe ich ja nun schon häufiger erlebt.

Mit einem Trockenbauer hatte ich für heute "im Laufe des Tages" einen Termin hier bei mir im Markt ausgemacht. Es ging darum, dass er sich die Räumlichkeiten angucken und mir schließlich ein konkretes Angebot für den Einbau einer Rasterdecke erstellen soll. Auftragsvolumen irgendwo im Bereich zehn bis fünfzehntausend Euro.

Offensichtlich hat man das Geld nicht nötig.

Mein Chef

Ich glaube, bald stelle ich hier nur noch Schüler und Studenten ein, die deutlich jünger sind als ich. Schon wieder hat einer meiner Kunden mir die Arbeitsweise meine Mitarbeiter auf die Art und Weise verraten, dass er sagte, dass "Ihr Chef das auch so und so macht".

Ich habe keinen Chef.

Dochdoch, diesen großen, grauhaarigen Mann.

Grr.

Milchbestellung

Eine Kollegin unterbrach ihre Bestellung, um mich um Rat zu fragen: "Wir haben noch von den beiden Sorten Bio-Flaschenmilch das Regal jeweils bis hinten hin voll und noch jeweils eine Kiste im Kühlhaus stehen. Morgen ist Freitag, die nächste Lieferung kommt erst am Montag. Soll ich bestellen oder nicht, was meinst du?"

Tzja – wenn sie bestellt, müssen wir am Montag vermutlich pro Sorte mindestens zehn Flaschen reduzieren. Wenn wir nicht bestellen, ist die Milch vermutlich heute Abend schon ausverkauft. Ist ja immer so, dank Murphys Omnipräsenz.

Wir haben nicht bestellt.

DRINGEND

In den letzten Wochen hat sich hier im Lager wieder ein großer Stapel Gemüsekisten voller Bierflaschen angesammelt, da ich nicht genug leere Kisten habe, um sie wegschicken zu können.

Wir haben Winter. Frost, Schneefall. Wie soll das erst im Sommer werden? Ich denke mit Grausen an die mehreren tausend Flaschen, die hier vor ein paar Jahren im Lager lagen...

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, leere Kisten zu bestellen, sah das Fax an unseren Getränkelieferanten nun so aus:


Umbau 2010 – Ideensammlung

Momentan und bisher sind folgende Punkte in Planung:

· Decke streichen oder sogar eine Akustikdecke im ganzen Markt oder auch nur teilweise, um einzelne Bereiche hervorzuheben.
· Dementsprechend komplett neue Beleuchtung
· Neue Einkaufswagen
· Wände streichen
· Warengruppenspezifische Bilder in Großformat über die Regale und Platzierungen an den Außenwänden
· Komplette Neugestaltung des Eingangsbereichs
· Automatik-Schiebetür statt der bisherigen Schwenktüren
· Komplette Neugestaltung der O&G-Abteilung
· Kassentische umstellen
· "Technisches Design" in der Getränkeabteilung
· Auflösung der Sackgasse in der Weinabteilung
· Die ersteigerte SPAR-Tanne unterbringen

Ich habe Sie gesehen

Eine Kundin hatte ein Problem mit dem Leergutautomaten. Ich hatte das "Pieppiep!" schon im Büro gehört und vorsichtshalber auf den Monitor der Überwachungsanlage geguckt.

Sie schaute kurz ins Lager, stellte sich wieder neben den Automaten und guckte vertäumt in die Gegend. Okay, da braucht jemand Hilfe. Ich packte meine Sachen zusammen und ging zur Leergutannahme.

Na, zickt der Automat herum?

Ja, der will hier eine Flasche nicht.

Kein Problem, die kann ich auch so annehmen. Aber da hätten Sie lange stehen können, wenn ich das nicht zufällig mitbekommen hätte.

Ich habe Sie ja gesehen...

Ich antwortete darauf nichts, stellte der Kundin ihren Leergutbon aus und verabschiedete Sie freundlich.
Wenn ich sie nochmal hier im Laden wiedersehe, werde ich aufpassen, was ich in dem Moment gerade mache. Wer weiß, was ihrem Röntgenblick noch alles nicht entgehen wird. :-)

Mit Anzeige drohen

Das Telefon klingelte, die Anruferin stellte sich recht rüde mit dem Namen einer Rechtsanwaltskanzlei vor und schlug mir ziemlich direkt und nicht weniger freundlich um die Ohren, dass sie meine Adresse benötigen würde.

Warum?

Da wir Ihnen ein Schreiben zustellen wollen.

Ach, und um was geht es?

Um den Unterhalt für ein Kind.

Ähh..?

Sagen Sie mir jetzt Ihre Adresse? Ich bekomme die auch über das Einwohnermeldeamt heraus und dann werden wir Ihnen gleich eine Anzeige zustellen.

Gastfeldstraße 29...

Das ist ihre Firmenanschrift.

Genau, reicht doch auch.

Ihre Adresse werde ich trotzdem herausbekommen. Wir lassen uns doch nicht für dumm verkaufen.

Und um was geht es nun eigentlich genau?

Um Kindesunterhalt für ein Kind.

VERDAMMT NOCHMAL, ICH HABE KEIN KIND!!!

Die Anruferin wurde auf einmal wieder ruhiger und redete mit normaler Stimme und relativ freundlich mit mir weiter. Offenbar hat sie jetzt erst bemerkt, dass sie gar nicht mit mir, sondern mit mit einer anderen Person unter dieser Anschrift sprechen wollte.

Aber einen so anzugiften. Sie hätte mir auch ins Gesicht spucken können, hätte sich vermutlich ähnlich angefühlt. Ich sollte mir den Namen der Anwaltskanzlei merken, damit ich die nicht irgendwann mal versehentlich mit einen Mandat beglücke.

Kuriose Einkäufe, Teil 8628

Wir haben hier neben den bekannten großen Flaschen auch kleine "Portionspackungen" Abflussreiniger im Sortiment. 99 Cent kostet eine Packung und ist eher ein schlecht gängiger Artikel.

Im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht war der komplette Regalbestand leer. Und war bekannt, dass am Samstag das Regal noch ziemlich voll war. Großes Rätselraten: Das Zeug klaut doch keiner?!?

Stimmt. Im Warenwirtschaftssystem fanden wir die Antwort: An Vortag immerhin 11 Packungen verkauft. Na, wenn da mal nicht die große Packung doch billiger gewesen wäre. :-)

Zu belegen

Ich weiß gar nicht, ob ich das jemals erwähnt hatte, aber bei diesem Unfall wurde doch eine meiner Mitarbeiterinnen in Mitleidenschaft gezogen und war deswegen eine Zeitlang krankgeschrieben.

Inzwischen, rund 1,5 Jahre später, wird der Fall endlich verhandelt. Es geht um die Schuldfrage und natürlich auch, wer vom wem welche Zahlungen zu erhalten hat. Meine Forderung in der Sache beläuft sich auf mehrere hundert Euro Schadensersatz, da ich natürlich den Lohn an meine Mitarbeiterin während ihres Krankheitsfalls weitergezahlt habe und diese Summe nun von dem oder den Schuldigen erstattet haben möchte.

Und nun soll ich auch noch beweisen, dass da wirklich das Gehalt weiter gezahlt worden ist. Mit einer schriftlichen und unterschriebenen Erklärung meines Steuerberaters zum einen und mit einem weiteren Beleg, z.B. einer Kopie des Kontoauszugs, zum anderen.

Wieso ist man als Geschädigter eigentlich auch immer gleich der Depp, der seinen Forderungen mühsam hinterherrennen muss?!? :-(

Gucken bei den Wettbewerbern

Wir haben gestern Abend mal eine Runde durch verschiedene Supermärkte hier im Stadtgebiet gemacht. Dabei waren sowohl Neubauten als auch einige (teilweise erst kürzlich) renovierte ältere Objekte.

Summa summarum: Es ist vor allem eine Platzfrage. Auf viel Fläche wirkt alles edler und eleganter, als hier zusammengestaucht in dem kleinen Markt. Wenn ich es mir erlauben könnte, in der Gemüseabteilung alleine schon vier Truhen nur mit Convenience-Produkten aufzustellen, hätte ich sicherlich keine Platznöte mehr.
Vor allem habe ich mir die Beleuchtungen angesehen. Auch da gab es nicht viele Neuerungen. Auf den großen Flächen Leuchtstoffrören, einige Regale und spezielle Sortimente mit Entladungslampen hervorgehoben.

Rein technisch fühle ich mich seit gestern nicht mehr so sehr "hinterm Mond". Dennoch werde ich renovieren und vielleicht werde ich sogar tatsächlich die komplette Beleuchtung austauschen. Aber das ist alles derzeit noch in Planung, von vielen anderen Faktoren und natürlich auch vom Geld abhängig. Wartet's ab, hier im Blog wird jedes Umbau-Detail ausführlich dokumentiert zu finden sein.

All die Hasen

Dieses Bild hat mir Leser Thomas zugeschickt. Osterhasen und alle anderen Ostersüßwaren sind bei Aldi schon verfügbar. Jetzt schon wieder.

Auch, wenn ich mit meinen Läden Teil des gesamten Systems bin: Diese Entwicklung heiße ich nicht gut und bin froh, dass wir die Ware immerhin später als die Discounter bekommen. :-(