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Alte Schilder

Ärgerlich, wenn man sich fast eine dreiviertel Stunde damit beschäftigt, die neuen Gemüse-Preisschilder für die kommende Woche vorzubereiten – und dann merkt, dass der Kollege die Bestellliste von der vergangenen Woche ins Fach gelegt hat.

Halb bestücktes Biowein-Regal

Unser neues Biowein-Regal ist zwar inzwischen schon teilweise mit Ware gefüllt, aber leider noch nicht komplett. Gerade auf der auf dem Bild nicht sichtbaren Seite ist noch alles leer.
Der Grund ist ganz einfach: Der kompetente Mitarbeiter unseres Weinlieferanten war in der Woche leider krank und hatte auch keinen adäquaten Ersatz in Formes eines Kollegen, den er uns hätte schicken können.

Nächste Woche werden wir diese Lücke aber hoffentlich stopfen. Im wahrsten Sinne des Wortes. :-)


Ekeliges Leergut (1)

Da man ja heutzutage für alles um Entschuldigung bitten und seine Handlungen erklären muss, hier gleich vorab mein Dementi: Ich habe nicht vor, generell gegen Mehrwegsysteme zu wettern, wenngleich ich die Reihe anfangs "10 Gründe, nicht mehr aus Mehrwegflaschen zu trinken!" nennen wollte. Auch wenn Einwegflaschen "gefühlt" sauberer sind, kann Einweg einfach keine Lösung sein.

Bei einigen besonders süffigen siffigen Exemplaren, die ich hier vom Flaschentisch des Leergutautomaten eingesammelt habe, kam mir eines Tages die Idee zu dieser Bilderstrecke – einfach nur, um mal aufzuzeigen, mit was wir hier tagtäglich leben müssen.

Nachdem ich einige Bilder gesammelt hatte und nun seit Ewigkeiten auf Nummer neun und zehn warte / hoffe, mache ich daraus jetzt einfach eine offene Reihe.

Prost. :-O


Das Förderband an Kasse 2

Das Förderband an unserer zweiten Kasse funktionierte seit ein paar Tagen nicht mehr. Obwohl eigentlich eher das Gegenteil der Fall war: Das Band funktioniert zu gut. Wenn man es einschaltete, lief es ohne anzuhalten und so war das Kassieren an dem Arbeitsplatz in den letzten Tagen immer etwas krampfig.

Eben hatte ich mal die Zeit, mich darum zu kümmern. Meine Vermutung, dass die Ursache möglicherweise der Mikroschalter im Fußpedal war, bestätigte sich glücklicherweise. Der Schalter war festgesetzt durch den Staub, der sich im Laufe der Jahre in dem Pedal angesammelt hatte und ließ sich innerhalb weniger Sekunden wieder gangbar machen.

Zusammensetzung der Hauspost

Gefühlt:
2/6 Werbung / Produktinfos
2/6 Rechnungen
1/6 Behörden (z.B. Steuern und Polizei)
1/6 Privates und Erfreuliches
Und genau diese eine letzte Sechstel ist das, was mir jeden Tag aufs Neue die Vorfreude auf den Postboten verschafft.

SPAR-Markt in Bristol

Von Dirk habe ich die folgende E-Mail und zwei Fotos eines SPAR-Marktes in Bristol bekommen:
Hallo Björn,

da ich aktuell ein wenig in Bristol (England) studiere, ist mir auch gleich der Spar-Markt auf der Park Street aufgefallen. So wie der andere
Laden aus England, den du bereits in deiner Sammlung hast, ist auch dieser Off License, verkauft also auch Alkohol. Außerdem gibt es Kaffeeausschank und eine unschlagbare Nähe zur Universität und vielen Pubs.

Der Turm im Bild gehört zum Wills Memorial Building, dem Hauptgebäude der University of Bristol. Hier noch ein Wikipedia-Eintrag zur Straße.

Ein wenig unterhalb des Spar-Marktes befindet sich auch das wohl meistfotografierte Werk von Banksy, ein Bild davon erspare ich dir also.
Bansky kennt fast jeder, denke ich. Also zumindest seine Werke oder Fotos davon. Aber was mag das meistfotografierte Werk von ihm sein? Auf der Suche nach Bildern im Web ist mir jedenfalls keines aufgefallen, das besonders häufig aufgetreten ist.
Apropos Bansky: Ist zwar nicht mehr ganz neu, aber es gibt sogar ein von/mit ihm geschaffenes Simpsons-Intro. :-)




Abgelaufene Ü-Eier

Tzja, sowas kommt in den besten Familien Supermärkten vor. Bei uns sind doch tatsächlich die Überraschungseier abgelaufen. Merke: Nicht wieder zwei große Aufsteller gleichzeitig, denn ein paar Dutzend Eier werden es nicht überstehen.

Aber zum Sonderpreis von 20 Cent pro Stück sind sie schließlich doch noch alle verkauft worden. Puuhh… :-)


Schnitzeljagd

Eine Kollegin sagte mir, dass sie heute schon an einer interessanten, aber leider auch unvollständigen Schnitzeljagd teilgenommen hat.

Ich sah sie fragend an und sie erklärte mir folgendes:
Bei den Konservendosen entdeckte ich eine Packung mit Gebäckdekoration. Als ich die zurück zu den Backzutaten brachte, entdeckte ich dort eine Dose Röstzwiebeln. Die brachte ich natürlich auch wieder zurück und sah dann bei den Röstzwiebeln eine Packung Eier. Beim Eierregal gab es dann aber leider keinen weiteren Hinweis.
Müsste man mal ausprobieren, in anderen Läden natürlich nur: Wie lange kann man einen Verkäufer damit beschäftigen? :-)

Alles okay hier!

Kleine Meldung am Rande: Kein Mitarbeiter ist gegen die Heizung geklatscht und wir sind auch nicht samt und sonders geflüchtet – es war einfach nur sehr viel in den letzten Tagen zu tun.

Am Mittwoch hatte ich zunächst einen internen Termin. Es war mal wieder Börse. Für die Outsider: Es handelt sich dabei um eine Art kleine Hausmesse.

Danach stand ein wichtiger Termin zu einer Zeugenaussage an. Angeklagt war die Frau, die vor knapp zwei Jahren diesen vollen Einkaufswagen hier herausgeschoben hatte. Es war offenbar eine recht umfangreiche Gerichtsverhandlung, die rund zwanzig Zeugentermine verteilten sich über einen kompletten Tag. Da die Vorwürfe unter anderem "schwerer Raub" waren, dürfte dabei insgesamt auch mehr herausgekommen sein als nur ein "Du, du, du, mach das nicht wieder."

Den gestrigen Tag musste ich komplett privat nutzen und gleich habe ich auch wieder einen Gerichtstermin. Danach dürfte es hier im Blog sanft weitergehen. :-)

Etliche selbstgedruckte Pfandlogos

In dem großen Müllsack vor dem Leergutautomaten entdeckte ich im Vorbeigehen etliche pfandfreie PET-Saftflaschen, die allesamt mit einem selbstgedruckten Strichcode inklusive DPG-Logo versehen waren. Abgesehen von der fehlenden Spezialfarbe, waren die Ausdrucke eher schlecht als recht. Die Qualität war einfach nur unterirdisch.



Da hat wohl jemand versucht, den Automaten zu überlisten und sich Geld zu erschleichen. Es gibt also tatsächlich noch Leute, die naiv genug sind, zu glauben, dass man auf diese Weise einfach Geld drucken kann…

Wir sahen uns die Videoaufzeichnung an und entdeckten auch tatsächlich die richtige Stelle. Ein Mann, den wir mit ziemlicher Sicherheit als den Dieb des "Weihnachtsbierchens" identifizierten, versuchte mehrfach, seine "selbstgedruckten" dem Automaten zuzuführen. Nachdem dieser aber sämtliche Flaschen abgelehnt hatte, warf der Typ sie alle in den Müll und verließ den Laden wieder.

Wären wir uns hundertprozentig sicher gewesen, hätte er eine Anzeige wegen Betrugs und noch eine zusätzliche wegen des Hausfriedensbruchs bekommen. Da wir uns aber eben nur "ziemlich sicher" waren, haben wir einfach nur die Flaschen im Container für die entwerteten PET-Flaschen entsorgt und gut war's.


Links CV

Labelchaos im Supermarkt

Aufbackbrötchen im Test

Pestizide in chinesischer Bio-Ware

Einkaufen im Gefängnissupermarkt

In Japan kann man sogar seine Steuern im Supermarkt bezahlen

Wechselgeld: Verbraucher sollen für für höhere Kosten zahlen

Infotexte zu ELV auf Kassenbons sind oft zu kompliziert

Mal wieder originelle Barcodes

(Nicht nur) Für Deutsche ulkig klingende ausländische Produkte

StillTasty.com – so lange kann man abgelaufene Waren essen!

Kleiner Einkauf – und ein Thermometer als Draufgabe

Nach seiner Mittagspause sprach mich einer meiner Mitarbeiter an und berichtete, dass er auf der noch von ihm zu packenden Getränkepalette die leere Packung eines Thermometers aus unserem Haushaltswarenregal gefunden hat. Allerdings konnte er mit 100-prozentiger Sicherheit sagen, dass die Packung da vor seiner Pause noch nicht lag. Doch wie war die aufgerissene Blisterpackung da hingekommen? Immerhin ließ sich der fragliche Zeitraum auf eine knappe dreiviertel Stunde eingrenzen und so arbeiteten wir uns langsam durch die Videoaufzeichnung.

Im Gang mit den Haushaltswaren ist meistens nicht so viel los und daher begonnen wir dort mit unseren Ermittlungen. In den ersten 20 Minuten passierte gar nichts, aber schließlich tauchte ein langjähriger Stammkunde vor dem Regal auf. Nach einigen Augenblicken griff er zu den Thermometern und warf die flache Blisterpackung in seinen Einkaufswagen. Ach..?

Wir guckten weiter: Nach einem kleinen Rundgang durch den Laden versuchte er schließlich, sich hinter einem der Pfeiler hier zu verbergen. Dabei fummelte er eine ganze Weile in seinem Einkaufswagen herum. Dann drehte er sich um, deponierte irgendeinen hellen Gegenstand auf besagter Getränkepalette und ging zur Kasse. Dort bezahlte er zwar ein paar Lebensmittel und definitiv kein Thermomenter, was auch meine Mitarbeiterin, die ihn als letzten Kunden hatte, bestätigen konnte. Es fasste bis zum Ende der Pause meines Mitarbeiters auch kein anderer Kunde die Getränkepalette an, die Option ließ sich also auch ausschließen.

Zu dritt standen wir vor dem Monitor der Videoanlage und guckten uns erstaunt wie ungläubig an.

Und nun? Ich hatte spontan keine Idee. Der Mann kommt fast täglich hierher und wie sollte ich ihn beim nächsten Besuch ansprechen? Wenn mir bis dahin nichts Sinnvolles einfällt, werde ich improvisieren müssen. Aber ihn einfach kommentarlos weiter einkaufen lassen, kann ich auch nicht.