Liebe Leute von der Deutschen Post, wenn ein Großbrief maximal 500g schwer, 353mm lang, 250mm breit und 20mm hoch sein darf –
warum bekomme ich ihn dann mit dem Hinweis zurück, dass das von mir für den Transport dieses Briefes entrichtete Entgelt in Form eines 145ct-Postwertzeichens nicht ausreichen würde, weil entweder das Entgelt, die Gewichtsstufe oder die Maße nicht eingehalten wurden? Nur zur Info: Der Umschlag hat die Maße 353x200mm, ist ca. 1cm dick und wiegt 490 Gramm.
Kopfschüttelnd werde ich ihn nachher mal persönlich bei der nächsten ("nahegelegenen" trifft's ja heutzutage nur noch in Ausnahmefällen) Postfiliale abgeben.
Rasierklingen sind bei uns ein eher schwergängiger Artikel. Da sie vor allem nicht im Laden stehen, sondern wir die Klingen nur auf Anfrage aus dem Lager herausgeben, verkaufen wir nur alle Jubeljahre mal ein Päckchen.
…und dann gibt es Tage wie heute: Gerade eben hat nämlich sogar schon der zweite Kunde dieses Morgens Klingen haben wollen. War am Wochenende irgendeine besonders bartwuchsfördernde Mondphase oder sowas?
Drei männliche Heranwachsende orientalischer Herkunft johlten durch den Laden. Einer von ihnen nahm eine mittelgroße Flasche stilles Mineralwasser aus dem Regal und leerte sie regelrecht auf ex. Ich rechnete damit, dass er die leere Flasche irgendwo im Laden abstellt und ging langsam nach vorne in Richtung Kasse, um ihn ggf. darauf anzusprechen.
Als ich etwa auf Höhe der Gruppe war, hielt ich inne. Mir kam einer meiner Mitarbeiter entgegen und da gerade noch zwei weitere Kunden den Gang versperrten, wartete ich ab und guckte dabei etwas gedankenverloren nach vorne in Richtung Kasse.
Offenbar gefiel das dem Wassertrinker nicht und er zischte mich laut und mit gereiztem Unterton von der Seite an:
"Is' irgendwas!?!"
"Nee, wieso?"
"Weil du so guckst!"
"Ich warte nur auf meinen Kollegen da vorne."
"Dann ist ja gut!"
Arschloch.
Ich hatte endlich eine schöne Idee, was ihr machen müsst, um
an diese Sachen kommen zu können.
Die Aufgabe:
Macht in einem Supermarkt eurer Wahl (Aber nicht bei mir!
) irgendeinen (lustigen oder verrückten) Quatsch, lasst euch dabei fotografieren (oder filmen), schickt mir das Ergebnis mitsamt Erlaubnis zur Veröffentlichung und eurer Adresse zu und wartet ab, was da kommt. 
Dabei unterwerft ihr euch meiner subjektiven Meinung darüber, was "gut", "lustig" oder "originell" ist und folglich in die Liste der Gewinner aufgenommen wird!
Und selbstverständlich benehmt ihr euch in dem Laden so, dass ihr nicht rausgeworfen werdet und euch danach dort noch wieder für den nächsten Einkauf blicken lassen könnt.
Es gab schon so viele Bilder mit seltsam platzierten oder missbrauchten Einkaufswagen – aber in dem Maße
wie auf diesen Fotos hat sie noch keiner auf Bäume gehängt.
Könnte ja schon fast Kunst sein.
Sind sie nicht niedlich, die kleinen Schimmelpilzchen?
Wenn die Papierhandtücher auf der Herrentoilette alle sind, läuft man eben mit tropfnassen Händen eine Tür weiter und trocknet sich in der Damentoilette die Hände ab.
Mitarbeiter…
In der Schlange an der Kasse warteten zwei ältere Kundinnen, jeweils mit einem etwa halbvollen bis gut gefüllten Einkaufswagen vor sich. Davor war mein Mitarbeiter gerade dabei, einen anderen Kunden abzukassieren.
Ein junger Mann mit zwei Teilen in der Hand kam dazu und erkundigte sich bei den beiden Damen, ob sie ihn wohl vorlassen könnten. Beide bejahten freundlich, auch nachdem er erklärte, dass seine Freundin gleich aber auch noch mit "ein paar Teilen" zur Kasse kommen würde.
Keine der beiden wartenden Kundinnen protestierte ernsthaft, als besagte Freundin mit einem auch mindestens zur Hälfte gefüllten Einkaufswagen an ihnen vorbeischob und in aller Seelenruhe anfing, die Waren auf das Band zu stapeln.
Das hätten die mal bei mir machen sollen. Die hätten sich beide ganz brav wenigstens hinter mich stellen dürfen.
Eine Kundin klopfte an der Lagertür und hielt einen Leergutbon in der Hand. "Hier, den hat jemand am Automaten hängen lassen", erklärte sie meiner Mitarbeiterin.
Glücklicherweise hatte ich ein paar Minuten vorher zufällig gesehen, wer da vor dem Automaten stand und ihn mit Flaschen "gefüttert" hat. Der Kunde war sogar noch im Laden. Wir überreichten ihm den Bon und alle freuten sich. Schön, dass es auch Leute gibt, die einen Leergutbon im Wert von unter drei Euro nicht mal eben einstecken, sondern sich die Mühe machen, ihn dem eigentlichen Eigentümer zukommen zu lassen.
Ich habe ein paar Artikel aus der Kategorie Süßwaren / Fruchtgummi bei mir im Warenwirtschafssystem eingepflegt. Dass man sich bei der auswahl der Artikel in dieser Reihenfolge mal mit der Aussprache verhaspelt, kann doch mal passieren…

· Saftige Bären
· Fruchtbären
· Schoko-Soft-Bären
· Salzige Bären
· Himbeeren
Eine ältere Stammkundin wollte abgepackte Fleischwurst kaufen. Sie sah sich zunächst die Angebote im Kühlregal an und ging dann zu unserer "Restekiste", vor der bereits einige Artikel mit knappem MHD (2-3 Tage) bereitlagen, die meine Mitarbeiterin noch im Laufe des Vormittags reduzieren wollte.
Unter anderem lag dort ein Fleischwurstring mit zwei Tagen Restlaufzeit. Sie nahm ihn, ging zum Wurstregal zurück, tauschte die Wurst gegen eine frische aus und legte diese dann vor die Restekiste.
Danach wandte sie sich an meine Angestellte: "
Werden die Sachen da vorne noch reduziert?" Die Angesprochene erwiderte: "
Ja. Wollten Sie etwas davon kaufen? Dann kann ich das auch jetzt mal eben machen." "
Ja", antwortete die Kundin. Und ergänzte: "
Die Wurst würde ich gerne mitnehmen."
Netter Versuch, aber meine Mitarbeiterin bemerkte, dass dort eine ganz frische "Gekochte" vor der Kiste lag und sagte der Kundin ganz souverän, dass da vermutlich jemand was vertauscht hat. Nach kurzer Suche entdeckte sie die bald ablaufende Wurst im Kühlregal und klebte auf diese das Sonderpreisschild für die Kundin.
Nice try, aber: Haa, haa!
Eine Kundin gab eine Tüte voller Leergut ab, hatte aber etwas Pech mit dem Automaten: Zunächst fiel eine Flasche auf dem Förderband hinter dem Automaten um, blockierte die Lichtschranke und löste die "Container Voll"-Fehlermeldung aus. Dann drehte sich eine kleine Bierflasche aufgrund des unglücklichen Schwerpunkts im Inneren des Automaten und verhedderte sich dort und schließlich blieb eine weitere Flasche auf dem wegen ausgelaufener Bierreste rutschig gewordenen Einzugsband hängen.
Zumindest gedanklich verdrehte die Frau spürbar die Augen: "
Ich mag die Automaten nicht, früher war das alles persönlicher."
Diese 1A-Steilvorlage konnte ich nicht ungenutzt lassen: "
Ach, ist doch immer noch persönlich. Ich bin doch schließlich dreimal hergekommen, um zu helfen."
Da lachte sie wieder.
Ein Junk hat zwei Dosen Bier geklaut. Das war nicht weiter ungewöhnlich und kommt immer wieder vor. Er war friedlich und hatte einen Ausweis dabei. Anzeige, Hausverbot – das gewöhnliche Programm.
Nur als ich die Anzeige geschrieben habe, habe ich aus seinem Nachnamen "Monmeyer" (So hieß er in Wirklichkeit natürlich (bis auf die Vorsilbe "Mon") nicht!) aus irgendeinem Grund "Mo
hnmeyer" gemacht.
Gruß von der inneren Stimme?
Mit der Tagespost trudelte in meinem Markt in Findorff die persönliche Einladung für mich zu einem Casting einer Modelagentur ein. Man kann sich dort online registrieren, ich vermute, dass sich jemand einen Scherz mit mir erlaubt hat.
Wenigstens mal sehr originell, wenngleich auch in keiner Weise realistisch.
Eine Kundin beschwerte sich bei einem Kollegen darüber, dass der Leergutautomat ihr 45 Cent zu wenig ausgezahlt hätte. Da ihr Leergutbon einen Betrag von nur knapp zwei Euro aufwies, sollte es leicht sein, das zu überprüfen. Das Ergebnis der Videoaufzeichnung war eindeutig wie ernüchternd: Die Summe auf dem Bon stimmte 100%ig, was ich der Frau auch so erklärte.
Ihre Reaktion? Nun:
Naja, es geht mir ja auch nicht um die 45 Cent sondern mehr um's Prinzip. Davon werde ich jetzt nicht arm und wenn Sie da nichts machen können, ist es jetzt so. Aber das müssen Sie überprüfen, da werden sich noch andere Kunden bei Ihnen beschweren, wenn der Automat sich ständig verzählt. Lassen Sie das reparieren.
Machen wir, versprochen.