Von der Beklebung "FRISCH, FREUNDLICH UND PREISWERT", die knapp 15 Jahre an meiner Schaufensterfront klebte, habe ich noch die Vorlage gefunden, nach der unser SPAR-Grafiker damals die Aufkleber erstellt hatte.
Langsam nähere ich mich dem Ende der Elektroinstallation in meinem neuen Büro. Nun nur noch die Kabel der Leuchten anschließen und dann noch eine weitere Steckdose montieren und dann kann eigentlich der Herr Elektriker mal hier aufkreuzen und alles durchchecken.
Die erste der beiden Pendelleuchten über meinem zukünftigen Arbeitsplatz hängt inzwischen. (Ich lass mir doch nicht von so einer ollen Deckenkonstruktion sagen, was ich da wie festzumachen haben!)
Noch stromlos und etwas windschief, aber immerhin.
Die erste Steckdose außerhalb des Brüstungskanals hängt auch schon. Diese hier ist, wie man unschwer erkennen kann, knapp unter der Decke und soll eventuell mal die Stromversorgung für die kleine Klimaanlage sein:
Im Jahre 2015 hatten wir uns selber "blaue" Kartoffelchips aus dem Urlaub mitgebracht. Nun habe ich als Muster eine Tüte mit Chips aus blauen Kartoffeln bekommen, die ich als Fairtrade-Artikel fest in mein Sortiment bekommen könnte.
De-fi-ni-tiv ein optisches Highlight!
(Ich denke, dass ich diese mit ins Sortiment aufnehmen werde, wenngleich der Platz im Regal mit den Produkten aus Fairem Handel jetzt schon ausgesprochen knapp ist …)
Eine Bewerberin, jünger als ich, hat in ihren Bewerbungsunterlagen keine E-Mail-Adresse angegeben. Wie soll ich die denn jetzt kontaktieren? Muss ich da etwa diese lange Zahlenkolonne in ein Telefon tippen und mich mit der Frau in Echtzeit-Verbalkommunikation verständigen?
Eine Frau rief an und wollte wissen, ob ein bestimmter Artikel bereits da wäre, der nach Aussage eines Mitarbeiters zu "Donnerstag oder Freitag" geliefert werden sollte. Dazu konnte ich spontan nur sagen, dass er, wenn er denn bestellt ist, erst morgen kommen würde, da der Freitag unser Liefertag ist. (Info am Rande: Mein Mitarbeiter hatte bestimmt nicht von Donnerstag geredet, da er die Abläufe hier genau kennt.)
Während ich mich durch unser Warenwirtschaftssystem klickte, erklärte ich ihr, dass ich einerseits nicht derjenige war, mit dem sie gesprochen hatte, und andererseits auch die Bestellung nicht gemacht habe, so dass ich mir jetzt erst mal einen Überblick verschaffen muss. Da warf sie ein: "Wenn der nicht bestellt ist, macht das nichts. Ich fahre sowieso morgen zu real,- und dann kaufe ich den da."
"Ah, Moment eben", sagte ich. "Ich gucke nach."
Gefunden. Alles klar, der Artikel ist zu morgen bestellt. Diese Information ignorierte die Anruferin in dem Moment aber komplett und erklärte mir einfach erneut, dass sie nun doch vorsichtshalber lieber zum real,- fahren würde.
Ich hasse diese Strohputzdecke, bei der man selbst mit guten Hohlraumdübeln schon eine gehörige Portion Glück braucht, um irgendetwas befestigen zu können.
(An dieser Stelle werde ich mein Glück mal mit einem Federklappdübel probieren.)
Um hier mal wieder trotz der Umbausituation ein wenig Normalität hineinzubekommen, haben wir nun erst mal wieder das grüne Schild "Leergutannahme hier" über der Lagertür aufgehängt. Zwar nicht mehr an zwei kleinen Ketten, sondern direkt mit doppelseitigem Klebeband an die Wand gepappt, aber so sieht es sogar besser aus als vorher.
Nach vielen kleinen Korrekturen haben wir inzwischen einen Ladenplan, der wohl mit "Version 4 Entwurf 2, Final Final Mk2" oder so bezeichnet werden könnte. Die Kühlanlagen, Regale, Kasse und alle anderen Dinge sind entsprechend eingeplant, die Wege sind gewohnt eng, aber insgesamt für unsere Verhältnisse vollkommen okay.
Der Edeka-Ladenbau hat meinen Entwurf auch abgesegnet und nun macht sich erst mal der Sortimentsplaner daran, alles zu bestücken. (Ist ein unumgänglicher Schritt, unabhängig davon, dass ich im Grunde schon alles geplant habe. Da werden wir uns nach der "Neuplanung" abstimmen und dann sieht es vermutlich wieder so aus, wie ich es jetzt schon haben will.)
Danach werden die Regale geplant, vor allem die Stücklisten, aus denen sich dann das endgültige Angebot zusammensetzt.
Ihr seht: Es geht weiter, wenn auch momentan viel im Hintergrund.
Der erste Teil der Raumbeleuchtung ist auch angeschlossen: Das Schienensystem von Paulmann, hier mal in einer Wandmontage zu sehen, funktioniert jetzt auch. Endlich hat mein neues Büro schon seine eigene Beleuchtung. Welch erhabener Moment.
Da fehlen nun noch ein paar Elemente (sollen noch zwei weitere Spots werden), aber die kann man ohne Mühe und Installationsaufwand nachrüsten. Die LED-Strips für das System sind mehr Gimmick und keine ernstzunehmende Raumbeleuchtung, sehen aber witzig aus: