Wir hatten vorhin so gegen 15:30 Uhr den Laden wieder geöffnet. Es war überraschenderweise ab dem Moment schlagartig voll. Nicht, dass ich dagegen etwas einzuwenden hätte.
Uns raucht der Schädel. Nicht nur, dass wir seit heute Morgen 5 Uhr hier im Laden stehen, dazu kam auch noch die Koordination des ganzen Tages und die Schulungen für die Kasse und auch die anderen Gerätschaften.
Aktuell sind wir dabei, das ganze Umfeld um den Tisch wieder in einen halbwegs zivilen Zustand zu bringen. Das klappt schon und an die neuen Wege werden sich alle gewöhnen.
Wir bekommen auch viele positive Stimmen über den neuen Tisch zu hören. Die Kritik ist erstaunlich und die gleiche wie schon bei der Gemüseabteilung: "Der ganze Charme und das Tante-Emma-Flair sind jetzt weg."
Aber es gab keine Alternative dazu. Wir brauchten einen neuen Kassentisch, spätestens in zwei Jahren auch das neue Kassensystem, und so haben wir uns eben für die aktuell modernsten Komponenten am Markt entschieden.
Klar wirkt jetzt das Umfeld um den neuen Tisch umso schrabbeliger (Stichwort Fußboden), aber das ist nun mal so. EIne Baustelle nach der anderen und in ein paar Monaten fügen sich alle Puzzleteile zu einem schönen, neuen Laden zusammen!
Der Tisch ist inzwischen fast vollständig aufgebaut. Der Elektriker ist dabei, die Zuleitungen anzuschließen, die Edeka-Techniker montieren das Kassensystem.
Alles läuft bis jetzt wie am Schnürchen, ich bin echt froh.
Der allerallerletzte Blick auf unseren alten Kassentisch. Hier verschwand er gerade im LKW, der dann auch direkt schon ein paar Minuten später, nach dem alle Lieferpapiere für den neuen Tisch unterschrieben waren, wieder in die Heimat gefahren ist. (Und dafür jetzt das Haltverbot bis 15 Uhr … Aber gut, konnte ich ja nicht wissen, dass das so schnell geht.)
Nachdem wir nun ganz viel kaputtgemacht haben, wird endlich wieder aufgebaut: Das erste Element für unseren neuen Kassentisch steht hier bereits schon an Ort und Stelle:
Wie mein Azubi heute Morgen scherzte: Bremens erster Supermarkt ohne Kasse.
Amazon kann sich warm anziehen.
(Und ab jetzt galt es, die Wischmaschine zu fordern!)
Das erste Stück des neuen Tisches wird abgeladen:
Alle Lebensleitungen sind gekappt und der große Teil unseres alten Tisches liegt hochkant (anders passt er nicht durch die Tür) auf einem Rollwagen:
Da steht das alte Seitenteil:
Das Förderband unserer Kasse 2 war nur an den Tisch rangestellt und ließ sich als eines von den beiden großen Teilen demontieren. Komischer Anblick. Ganz komischer Anblick:
Wir hatten es schon geahnt: Heute Morgen standen gleich drei Fahrzeuge auf dem Parkstreifen zwischen "unseren" Haltverbot-Schildern. Da das amtliche Schilder sind, folgte ein unumgängliches Prozedere. Auf dem Foto nicht zu sehen ist nämlich der LKW, der mit unserem neuen Kassentisch im Bauch schon wartete:
Unser Tag begann heute damit, dass wir den alten Kassentisch regelrecht entkernt haben. Alle Zuleitungen (Strom und Netzwerk) haben wir herausgenommen bzw. gekappt und die alte Kasssenhardware vollständig abgebaut.
War ein komisches Gefühl.
Jetzt erst gesehen: Die Fliesen für den Fußboden unserer neuen Backstube stehen ja bereits auch schon im Lager. Da werden die Handwerker wohl heute schon rangehen. Ob sie den Boden an einem Tag schaffen? Sind immerhin knapp 10 Quadratmeter, aber dafür auch relativ unkompliziert immer nur geradeaus.
Bislang läuft der Zeitplan wie ein Uhrwerk!
Fotos später, ich bin vorne voll involviert.
Diejenigen, die heute bis zum Schluss hier sind, haben noch einen Stapel Anweisungen mit auf den Weg bekommen. Der alte Kassentisch muss noch so weit wie möglich ausgeräumt werden: Alles an Artikeln (vor allem Tabakwaren), die wir in und auf dem Tisch untergebracht haben, müssen nach hinten in unseren Zigarettentresor.
Dann müssen sämtliche Schubladen und Ablagen ausgemistet werden. Jegliches Zeugs soll erst mal in einer oder mehreren Kisten gelagert werden: Reinigungsutensilien, Sicherungsetiketten, Tesafilm, Scheren, vergessenen Schlüssel oder andere mal liegengebliebene Dinge und was man noch so im Laufe von knapp zwei Jahrzehnten in so einem Tisch ansammelt. Kurz: Alles, was nicht ausdrücklich Kassenhardware ist, soll weg.
Morgen früh, wir werden schon um 5 Uhr hier sein (ja, das wird eine kurze Nacht), zerlegen Ines und ich dann schon mal die Kassenhardware und die alte Warensicherungsanlage. Um sechs Uhr geht's dann mit der Anlieferung des neuen Tisches weiter.
Um sieben Uhr kommt der Elektriker und fängt schon mal an, die Stromleitung für den Tisch im Keller auf der Unterverteilung aufzulegen. Ab acht Uhr sind die IT-Leute der Edeka hier und bereiten dafür schon mal alles vor. Die Hardware liegt auf jeden Fall hier vollständig vor, das hat heute schon der Techniker überprüft.
Um 10 Uhr soll die neue Smokythek geliefert werden, ca. zwei Stunden später kommen die Techniker und installieren das Gerät in unserem neuen Kassentisch. Wird alles funktionieren?
Mich bringt so schnell wirklich nichts aus der Ruhe. Aber der große Tag morgen ist lange ersehnt, akribisch geplant und macht mich tatsächlich momentan leicht nervös – das gebe ich gerade ehrlich zu!
Die zwei Duplex-Verlegekabel, die wir Mitte Februar schon in die Kabelkanäle
gezogen hatten, sind nun auch mit Keystone-Modulen auf einem der Patchfelder im Serverschrank im Kassenbüro aufgelegt.
Testen kann ich die Verbindung leider noch nicht, da ich die Dosen am anderen Ende erst anbauen kann, wenn die Kabel bin in den Kassentisch gelegt sind. Aber das Auflegen einer Netzwerkdose ist ja nun keine abendfüllende Beschäftigung und da die Keystone-Module bislang immer funktioniert haben, bin ich da ganz entspannt …