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Fast vollständige Notkasse

Wir haben hier schon seit Anfang an einen kleinen Rolltisch mit einer dritten Kasse, unsere Notkasse. Diese Kasse war tatsächlich nur für Spitzen gedacht und meistens ging es dann so zu, dass wir "Barzahler ohne abzuwiegendes Gemüse" aus den Schlangen vor den beiden Hauptkasse zur dritten Kasse am Eingang abgezogen haben. Die Kasse war schon immer ohne Checkout-Waage und ohne Kartenterminal ausgestattet. Das war zwar immer mal etwas mühsam, hat aber zumindest funktioniert.

Dann kam Corona. Seit dem ist der Anteil an Kartenzahlungen deutlich gestiegen. Das Verhältnis ist inzwischen von 1:2 (bargeldlos/bar) auf etwa 2:1 gestiegen. Da der Vertrag mit Telecash noch ein paar Jahre läuft, haben wir das alte Kartenterminal aus Findorff nun seit ein paar Wochen an unserer Notkasse stehen. Und noch mehr Findorff-Technik haben wir dort verbaut, inzwischen befindet sich dort außer dem bisher verwendeten Handscanner auch ein fest eingebauter mit integrierter Waage. Das spart das lästige Aussieben der Kunden mit bestimmten Produkten und Zahlungsarten.

Nur Zigaretten gibt es dort nicht, aber das ist wohl das kleinste Problem. :-)

Inzwischen benutzen wir diese Kasse so oft, dass ich mir manchmal wünsche, dass wir drei reguläre Kassenplätze beim Umbau vorgesehen hätten. Aber das war nicht vorhersehbar und wenn ich dran denke, dass das Vertriebs-Team der Edeka damals vorm Umbau der Meinung war, dass wir diese dritte Kasse überhaupt nicht brauchen würden … Aber glaubt mir, darüber beschwere ich mich ganz sicher nicht.


"RESPEKT"-Aufsteller

Ich zitiere mal die EDEKA-Website: "Nachhaltig waschen und reinigen mit RESPEKT – RESPEKT ist die Marke für umweltfreundliches Waschen und Reinigen und verspricht dabei, sanft zu Umwelt und Natur zu sein. Sie RESPEKTIERT die Umwelt, REINIGT kraftvoll und REDUZIERT Umweltbelastungen sowie Verpackungsmüll."

Nun habe ich einfach mal einen Aufsteller mit einer Auswahl an Reinigungsprodukten aus der hauseigenen Marke bestellt. Wer an der Nachhaltigkeit dieser Sachen zweifelt, beachte bitte den aufgedruckten "blauen Engel", mit dem besonders umweltschonende Produkte ausgezeichnet werden.

Da unser Regal mit Wasch- und Putzmitteln ohnehin nicht so groß ist, überlegen wir seit einer Weile, ob wir nicht in dieser Abteilung den Schritt in Richtung mehr bis fast nur noch Bio wagen sollen. Wir haben schon immer viele "Frosch"-Produkte gehabt, schon länger Claro, seit einer Weile Now und Ecover – und jetzt eben sogar unsere Hausmarke "Respect". Ob uns die Kunden es übelnehmen würden, wenn wir in dieser Warengruppe fast komplett auf Bio umstellen würden? Oder ob das sogar eher ein Imagegewinn für uns sein könnte? Ich weiß es nicht, bin aber absolut gewillt, es sukzessiv umzustellen.


Geklauter Thunfisch

Bei der Bestellung fiel mir hinten im Regal hinter den anderen Dosen diese Papierhülle einer Dose Thunfisch auf, die wohl ohne Zurücklassen des Gegenwertes in Euro den Weg nach draußen gefunden haben dürfte. Thunfisch …


Kerzen-"Stummel"

Seit ein paar Jahren müssen Kerzen, die in der EU in Verkehr gebracht werden, eine optimale Brandsicherheit bieten, vor allem meistens dadurch, dass sie selbstverlöschend sind, wenn nur noch ein Rest der Kerze übrig ist.

Das ist ja eigentlich eine sehr lobenswerte Sache – aber wenn von einer knapp 10 cm durchmessenden Kerze noch ein mehrere Zentimeter hoher Rest übrig bleibt, finde ich, dass man da schon (entweder aufgrund der Verordnung oder eines übereifrigen Herstellers) ziemlich weit übers Ziel hinaus geschossen hat.

Was für eine Verschwendung … :-(


Umplatziert für mehr Absatz

Immer wieder hört man, von Kunden, dass Supermärkte "immer alles umbauen" und dass Kunden damit total unglücklich sind. Gemäß dessen, was Kunden sich wünschen, versuchen wir hier im Markt in der Gastfeldstraße Umbauten und Umplatzierungen nach Möglichkeit zu vermeiden.

Ganz ohne geht es einfach nicht, da die Produktlandschaft täglich (!) Veränderungen unterliegt und früher oder später immer mal eine große Neugestaltung in den Regalen fällig ist.

In den letzten Wochen hatten wir einen Teil des Regals mit Körperpflegeprodukten neu gestaltet und in dem Rahmen zwei eher nicht so starke Artikel an vollkommen neue Plätze gestellt. Plötzlich verkaufen wir diese Sachen halbwegs gut, die wir bislang als Ladenhüter angesehen und eigentlich nur der Vollständigkeit halber behalten haben.

Offenbar stimmt also die Theorie, dass Kunden (Stamm-, nicht die Laufkundschaft) irgendwann über Sachen hinwegsehen und in ihrem gewohnten Trott immer nur die gleichen Sachen kaufen. Darum werden immer mal neue Produkte ins Blickfeld gerückt.

Wir bleiben unserer Linie aber treu und haben lieber glückliche Kunden, die wissen, was sie hier wo bekommen, als dass alle paar Monate neue Artikel in den Fokus gerückt werden, ohne dass dafür eine wirkliche Notwendigkeit besteht.

Wein kaufen, kaufen, KAUFEN!

Eine Kundin sprach einen meiner Kollegen an und wollte einen Tipp haben, welchen Wein sie am besten für selbstgemachten Glühwein verwenden könne. Vor der Frage stand ich zugegebenermaßen noch nie, aber gemeinsam mit der Kundin einigten wir uns dann auf einen halbtrockenen Dornfelder mittlerer Preisklasse.

Wir kamen darüber hinaus auf unterschiedliche Rebsorten zu sprechen. Ich kam ein wenig ins Schwärmen und berichtete von einem preisgekrönten Primitivo aus Apulien, den wir erst sei einigen Monaten im Sortiment haben und einem ebenfalls preisgekrönten spanischen Bio-Wein, einem Cuvée aus Syrah und Monastrell, der bei uns nicht ganz grundlos einer der stärksten Artikel aus dem ganzen Regal ist. So kamen wir darauf, dass ihr und mein Weingeschmack wohl ähnlich ist und ich schwärmte mich einmal durch die Auswahl meiner persönlichen Lieblingsweine.

Das war kein "Schönreden" oder ein bloß mit irgendwelchen Floskeln gespicktes Palaver, wie man es bei anderen Verkäufern schon zuhauf gehört hat, sondern ernsthafte Begeisterung, die wohl ansteckend war. Letztendlich kaufte sie ein paar Flaschen Rotwein für zusammen mehrere zehn Euro. Ich glaube, sie wird ihre Freude mit der Auswahl haben. :-)

(Habe wie immer nach einer Weinberatung um ein Feedback gebeten. Meistens klappt es ganz gut, manchmal auch nicht – die Geschmäcker sind einfach zu verschieden …)

Trockener lieblicher Wein

Ein Mann mittleren Alters sprach mich an, weil er einen "trockenen Rotwein" suchte. Aber ein "schön lieblicher" für ältere Damen sollte es doch schon unbedingt sein. (*)

Keine Ahnung, ob er diese Begriffe ohne Kenntnisse über ihre genaue Bedeutung verwendete oder ob er einfach nur etwas verpeilt war – wir kamen nicht auf einen Nenner und er verließ letztendlich ohne Wein wieder den Laden. Alle Versuche, ihm irgendeine genauere Definition des gesuchten Weins zu entlocken, scheiterten kläglich. Alle vorgeschlagenen Weine wollte er jedenfalls nicht. Auch eine andere Kundin, die mit im Gang stand und das Gespräch mitbekommen hatte, versuchte zu helfen, aber auch sie hatte keinen Erfolg.


*) Erklärung für Unwissende: Trockener Wein ist nicht süß, lieblicher dagegen schon.

Traudl muss gehen!

Die Entscheidung ist gefallen, wir werden uns von "Traudl" verabschieden. Nach etwa rund fünfeinhalb Jahren hat der Automat über vier Millionen (!) Gebinde angenommen, was nun wirklich eine ganz große Leistung ist. Runtergerechnet kommt man auf diese Weise kontinuierlich alle 30 Sekunden auf eine Flasche / Dose während unserer Öffnungszeiten. In diesem Sinne: Chapeau! Ernsthaft!

Trotzdem oder viel mehr wohl gerade deswegen ist das Gerät in der Summe einfach verbraucht und auch schon Firma Trautwein hatte mir nahegelegt, ein neues Gerät anzuschaffen. So habe ich mich seit einer Weile schon nach einem neuen Automaten umgesehen. Da auch der B500 noch an den gleichen Kinderkrankheiten leidet, die schon der erste Automat vor 12 Jahren hatte, habe ich beschlossen, mich nach einer Anlage von einem der drei anderen relevanten Hersteller umzusehen. Ein Gerät von Siemens Wincor Diebold Nixdorf hatten wir Anfang 2017 auf der Euroshop-Messe gesehen und ich war beeindruckt von der leicht zu wartenden und zu reinigenden Konstruktion. Inzwischen habe ich darüber aber sehr gemischte Meinungen gehört. Marktführer Tomra stand für mich nur an dritter Stelle und so blieb eigentlich nur noch als ernstzunehmende Option die Firma Sielaff.

Sielaff ist seit Jahrzehnten auf dem Markt und baut auch schon sehr lange Rücknahmesysteme. Ein Kollege berichtete vor ein paar Wochen, dass in einem Kaufland-Markt hier in Bremen so ein Gerät steht und dass der so unglaublich schnell ist, dass einem schwindlig werden kann.

Also habe ich Sielaff kontaktiert und hatte vor ein paar Wochen hier vor Ort einen ersten Termin mit dem Kundenbetreuer. Kurz: Vorne ein Loch für die Flaschen, in der Mitte ein Kompaktierer und hinten ein Flaschentisch, darunter eine Rollbahn für die Kiste. Also kein Hexenwerk, sondern ein Rücknahmeautomat wie bei jedem anderen Hersteller auch. Da ich die Entscheidung diesmal nicht nur in der Theorie fällen wollte, organisierten wir, dass ich mir einen solchen Automaten in ähnlicher Konfiguration, wie er hier entstehen würde, mal in der Praxis ansehen konnte. So fuhren wir nach Absprache mit dem Inhaber zu einem Edeka-Markt im Großraum Hamburg und durften dort das letzte Sivario-Modell ausgiebig von vorne und hinten begutachten. Vor allem ging es mir um die von unserer Anlage bekannten Schwachstellen und wie sie beim Mitbewerber gelöst worden sind.

In der Stunde, in der wir da waren, hat der Automat nicht ein Problem gehabt. Nichts hat blockiert, keine Flasche oder Dose wurde verweigert. Ich war begeistert und bin es immer noch.

Inzwischen ist der Auftrag für das neue Gerät offiziell erteilt. Wir werden sogar das neueste Modell bekommen, bei dem die Flaschenerkennung noch einmal zugunsten der besseren Reinigung optimiert wurde. Das wird aber in diesem Jahr nichts mehr, das Gerät kommt erst in der zweiten Januarhälfte 2021. Dann haben wir einen neuen Flaschen-Superstar hier im Blog. Apropos: Sielaff weiß übrigens, worauf sie sich eingelassen haben. :-)

"Danke"-Piccolos

Wir haben übrigens ein paar hundert Werbegeschenk-Piccolo-Flaschen mit Perlwein (aka "Secco") bekommen, die wir in der Silvesterwoche (ab einem Einkaufswert in Höhe einer von uns noch genau festzulegenden Summe) an die Kunden verteilen werden.

Ist das eigentlich im Rahmen der Anti-Corona-Maßnahmen auch nach 22 Uhr erlaubt? Der Verkauf von Alkohol ist dann verboten, aber die kleinen Flaschen sind ja ein Geschenk. :-)


Aperol ab wieviel Jahren?

Vor ein paar Tagen sprach mich ein Kollege an und erklärte mir, dass er eine Diskussion mit einem Kunden bzgl. der Mindestalters zum Erwerb des Produkts Aperol gehabt hat. Aperol habe 11 % Alkohol, sei damit per Definition keine Spirituose und dürfe damit schon ab 16 Jahren erworben werden.

Klingt zwar im ersten Moment richtig, ist aber ein Trugschluss!

Aperol ist laut der gesetzlichen Definition tatsächlich keine "Spirituose", so heißt ein alkoholisches Getränk nämlich erst, wenn es über einen Mindestalkoholgehalt von 15 % Vol. verfügt. Hat Aperol nicht, also ist es auch keine Spirituose.

Aber: Im Jugendschutzgesetz ist überhaupt nicht von Spirituosen die Rede. Dort heißt es nämlich nur:

(1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen

1. Bier, Wein, weinähnliche Getränke oder Schaumwein oder Mischungen von Bier, Wein, weinähnlichen Getränken oder Schaumwein mit nichtalkoholischen Getränken an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren,

2. andere alkoholische Getränke oder Lebensmittel, die andere alkoholische Getränke in nicht nur geringfügiger Menge enthalten, an Kinder und Jugendliche weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.
Da Aperol nicht aus Bier oder Wein besteht, sondern ein Destillat als Basis hat, fällt es automatisch unter die Definition von "anderen alkoholischen Getränken".

Es muss also ausdrücklich gar keine Spirituose im Sinne der Verordnung sein, um erst ab 18 Jahren verkauft werden zu dürfen!

SPAR-Tüte von Simon

Simon hat mir dieses Foto einer SPAR-Tragetasche geschickt, aber leider konnte auch er nicht sagen, woher sie stammt. Außer der englischen Beschriftung gibt es leider auch keinen weiteren Hinweis auf die Herkunft der Tüte …


Lustige Strichcodes – 340

Strichcode mit Fisch, den Honza auf einer Packung "Pivni Salat" aus Bulgarien entdeckt hat. Pivni heißt Bier und der "Salat" besteht vor allem aus Hering – muss ja eine leckere Mischung sein, dachten wir uns beide.

Die Zutatenliste (Heringsfilets 56,3%, Rapsöl 20%, Ol. Hüttenkäse 14,1%, Zwiebel 8,4%, Salz, gemahlener Pfeffer 1,1%, getrockneter Lauch, Konservierungsmittel Natriumbenzoat, Kaliumsorbat) offenbart jedoch, dass da zwar Hering aber kein Bier drin ist. Also bleibt die Vermutung, dass "Pivni" noch irgendeine andere Bedeutung hat – oder dass der Salat einfach nur für den Genuss zum Bier ist oder vielleicht auch (noch wahrscheinlicher) für den nächsten Morgen, quasi als Äquivalent zu den Rollmöpsen im Katerfrühstück. :-)


Al Cioccolato

Vor ein paar Monaten hatte ich bei uns im Aktionsordersatz mal einen Karton "Al Cioccolato" von Scaci & Ray bestellt. Für alle, die gerade keine Ahnung haben, um was es sich dabei handelt, zitiere ich kurz die S&R-Website: " […] Fruchtiger, intensiver Rotwein aus Italien vereint mit feiner, herb-süßer Schokolade. […] " – ein erstaunlich leckeres Getränk, das natürlich nicht einen guten Rotwein zum Essen ersetzen kann, aber als Terrassenwein oder Sundowner derzeit privat unser absoluter Favorit ist.

Skeptisch nahm ich damals die erste Flasche mit, weitere folgten. Ein paar der sechs Flaschen in dem Karton haben wir auch verkauft und hinterher bekam ich mehrere Anfragen, ob wir den Al Cioccolato nicht wieder bestellen könnten. Jain. Könnten schon – aber wie so oft nur mit einer Mindestbestellmenge. Die Agentur hat zwar auch andere Produkte im Sortiment, aber wenn dann wenige oder sogar nur eines davon ausverkauft ist, scheitert die Nachbestellung an eben dieser Mindestmenge. Ein Problem, an dem schon viele Produkte hier im Laden gescheitert sind.

Aber nun war dieses Zeugs wieder in einem der Aktionsordersätze bestellbar. Diesmal habe ich gleich zehn Kartons davon genommen, von denen seit der letzten Woche auch erst zwei Flaschen den Weg zu uns nach Hause gefunden haben. :-)

Sicherlich kein notwendiges, aber definitiv ein leckeres Produkt:


Verbleib der Markise in Findorff (2)

Die Markise aus unserem Markt in Findorff hatte unser Schrotti mitsamt der Einrichtung verwerten dürfen. Er fand damals auch einen dankbaren Abnehmer, nämlich den Dönermann an der Ecke, dem er die gestreifte Markise für einen akzeptablen Betrag verkauft und dabei auch noch großspurig die Montage mit angeboten hat.

Aktuelles Foto, nicht nur wir wurden also von ihm hängengelassen …

(Dank an Pierre für das Bild.)