Seit gestern steht nun die große Masse an Weihnachtssüßwaren und herbstlichem Gebäck hier im Markt. Die Aktionsfläche vor dem Brotregal ist bis zum letzten Platz belegt und einige Aufsteller tummeln sich noch wild im Laden verteilt herum.
Da wird im Laufe der nächsten Wochen noch einiges kommen, aber die große Masse steht nun sogar schon hier auf der Fläche. Bis auf eine Packung Dominosteine (in der Eierlikör-Version) haben wir übrigens noch nichts davon konsumiert oder mit nach Hause genommen. Und dabei möchte man doch sooooo viel probieren.
Vor rund neun Jahren hatten wir die Marke "Kauf dich Satt" mitsamt Logo in Form eines stilisierten Supermarktes erschaffen. Ja, auch das ist nun schon wieder neun Jahre her. Wo ist bloß die Zeit hin?
Wer nicht mehr auf dem Schirm hat, wozu dieser Name (Kauf dich satt!) mitsamt Logo dienen sollte: Die Zukunft hier bei uns mit dem Laden war damals recht ungewiss. Konnten wir noch SPAR bleiben, würden wir Edeka werden? Für den Fall, dass beide Fragen mit einem soliden Nein beantwortet worden wären, wollte ich ein Backup haben. In Kombination mit dem Logo hätte der Laden dann zum Beispiel "Kauf dich satt … bei Björn" oder wie auch immer heißen können. Spielt jetzt ja auch keine Rolle mehr, da ja nun seit Ende 2018 ein blau-gelbes "E" über der Tür steht.
Vor Kurzem bekam ich Post von der "DMSV Deutsche Markenschutzverlängerung UG". Das Schreiben sah sicherlich nicht ganz grundlos sehr nach Behörde aus: Rahmen um die Daten und Courier (oder eine ähnliche Schriftart) für den Text.
Da ich nach 30 Jahren Internet und 25 Jahren Selbstständigkeit ein gesundes Misstrauen gegenüber so ziemlich allem entwickelt habe, mit dem ich keine persönlichen Erfahrungen habe, recherchierte ich erst einmal selber. Kurz: Eine Markenverlängerung um weitere zehn Jahre beim DPMA kostet inkl. der ersten drei Klassen glatte 750 Euro.
Diese "DMSV Deutsche Markenschutzverlängerung UG" hat mit dem DPMA gar nichts zu tun, auch wenn sie so tun als wenn sie mit denen zu tun hätten. Es ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das einem die (sehr geringfügige) Arbeit abnimmt, eine Marke zu verlängern. Dafür kassieren sie, das unübersichtliche Kleingedruckte (unten zu sehen) offenbart es schon, 1300 Euro zzgl. Umsatzsteuer – ziemlich genau das Doppelte vom Preis beim Deutschen Patent- und Markenamt.
Kann man machen, wenn einem das Geld egal ist. Wenn ich die Marke verlängere (was noch nicht einmal ganz sicher ist), werde ich das natürlich direkt beim DPMA erledigen. Ist dann doch geringfügig günstiger …
Aus der Reihe der Azubi-Verarschungen: Das ultimative Bauteil für jeden Gerüstbau-Azubi: Der Pömpelanker PA-500 – Der flexible Gerüstanschlagpunkt für glatte Flächen!
Wenn man ein Gerüst aufbaut, muss es auch stabil am Gebäude verankert werden. Was tun, wenn man es mit einer Glasfassade zu tun hat und man keine Chance hat, einen Dübel in der Wand zu versenken? Nachdem der Azubi ein langes Gesicht gemacht hat, schickt man ihn zu den Kollegen, um ein paar Pömpelanker zu holen. Damit kann man mit einfacher Saugnapftechnik das Baugerüst an jeder noch so glatten Oberfläche befestigen.
Der Pömpelanker PA-500 wurde speziell für anspruchsvolle Gerüstbauarbeiten entwickelt, bei denen herkömmliche Befestigungslösungen an ihre Grenzen stoßen. Dank seines hochleistungsfähigen Gummisaugnapfes ermöglicht der PA-500 die temporäre Fixierung von Gerüstbauelementen an glatten Oberflächen wie Glas, lackierten Fassaden oder polierten Natursteinen – ganz ohne Bohren, Dübeln oder Beschädigungen.
Produktmerkmale:
Saugstarker Gummipömpel (Ø 180 mm) für optimalen Halt auf glatten Oberflächen
Robuste Metallöse M12 für die direkte Verbindung mit Standard-Gerüstbauteilen
Werkzeuglose Montage und Demontage – einfach andrücken und fertig
Max. empfohlene Zugkraft: 0,3 kg (bei Windstille, nur in Innenräumen)
Witterungsbeständig, spülmaschinenfest und stapelbar
Hinweis: Der Pömpelanker ist für dekorative und humoristische Anwendungen konzipiert. Eine Verwendung zur tatsächlichen Absturzsicherung wird nur empfohlen, wenn das Gerüst nicht höher als 15 cm ist.
Über die Spendenfunktion unseres Leergutautomaten sind im vergangenen Monat übrigens 104,60 € für die Arbeit des David Sheldrick Wildlife Trust zusammengekommen. Das Geld reicht gerade, um ein Elefantenbaby drei Tage mit Milchnahrung zu versorgen, aber es ist immerhin bislang die größte Summe, die wir innerhalb eines Monats auf diese Weise dem Spendenkonto hinzufügen konnten.
Bei 618 gespendeten Bons entspricht das ungefähr einem durchschnittlichen Spendenbetrag von knapp 17 Cent. Immerhin zwei Bierflaschen, die 618 Kunden für die Elis zu uns getragen haben.
Die Baustelle mit den Steigesträngen ist übrigens immer noch nicht beendet, aber nach monate- und jahrelanger Verzögerung in diesen Tagen endgültig in Arbeit. Warum? Ganz einfach: Bis zum 12. Januar 2026 müssen Bleirohre, um um die geht es hier bei uns, vollständig entfernt (oder zumindest stillgelegt) werden.
Die Baustelle 2018 hatte auch schon diesen Hintergrund. Die Verzögerung danach war natürlich mehreren Faktoren geschuldet. Wer in einer Eigentumswohnung lebt, wird solche Sachen kennen, wenn man mit mehreren Miteigentümern auf einen Nenner kommen muss. Jeder hat andere Vorstellungen und bezahlen will sowieso keiner und wenn dann eine Baustelle nicht zwingend gemacht werden muss, passiert eben unter Umständen zunächst gar nichts.
Nun haben wir in unserem unzählige Male um- und angebauten Altbau hier so viele Rohre, dass niemand weiß, wo genau welche Art von Rohr aus welchen Gründen verläuft. Mich hier im Laden betrifft das Problem glücklicherweise gar nicht, da wir schon seit Anfang ausschließlich Kupferrohre haben. In dem Bereich mit den Mietwohnungen wird derzeit intensiv gearbeitet und wenn man schon auf der Suche nach Bleirohren die Versorgungsstränge geöffnet hat, werden zum Beispiel auch die alten Fallrohre aus Gusseisen durch moderne Rohre ersetzt.
Viel Blei gab es wohl nicht mehr. Hier auf dem Foto ist noch ein altes Stück zu sehen, dass vor einigen Jahren ein Sanitärbetrieb in einer Not-OP mit einem Stück Kupfer geflickt hat. Macht man eigentlich nicht, aber wenn es tropft und dadurch schwere Folgeschäden entstehen könnten, kennt Not kein Gebot.
Ich gebe zu, dass ich froh bin, wenn das alles erledigt ist und dieses Thema endgültig vom Tisch ist. Zum einen war die Sache mit den Bleirohren bei so vielen Eigentümerversammlungen ein wichtiges und lästiges Thema. Zum anderen war die Planung einfach fast unmöglich, da bei sämtlichen Sanitärbetrieben die Glaskugel gerade in Reparatur war oder einen leeren Akku hatte. Ohne hellseherische Fähigkeiten musste daher mühsam manuell auf die Suche nach diesen Rohren gegangen werden …
Was ChatGPT richtig schön kann: Die bildliche Darstellung von verhonepipelten Wörtern. Wenn man aus dem berühmten "Frechdachs" (wobei der sich sicherlich auch schön grafisch umsetzen ließ) einen "Frechlachs" macht, könnte das Ergebnis folgendermaßen aussehen.
Was, was hat das kleine Kerlchen gerade ausgefressen?
Heute Vormittag ist die zweite Fuhre an Herbst-/ und Weihnachtsware geliefert worden, insgesamt ein knappes Dutzend Aufsteller und mehrere einzelne Kartons – die allesamt derzeit hier noch ziemlich gelangweilt im Lager herumstehen.
Was sich da alles im Detail versteckt, werden wir aber erst morgen erfahren. Der Tag war heute sehr intensiv und die Platzierung dieser Ware hat nicht die oberste Priorität. Wird morgen schon klappen, da bin ich ganz sicher.
Den schwarzen Deckel haben wir nun doch schneller versetzt, als das Vorhandensein eines guten Provisoriums hätte vermuten lassen. Wobei es ja streng genommen auch kein Provisorium war – mir fiel nur nach dem Montieren der Kappe ein, dass man die besser woanders hätte anbringen können.
Aber das haben wir nun erledigt. Ein Kollege hatte mich auf dem Weg in den Kriechkeller begleitet. Ein wenig auch zur moralischen Unterstützung in dem Loch, aber auch zur Unterstützung beim Tragen des Materials, immerhin mussten wir uns rund 40 Meter hockend durch unsere Katakomben unter dem Laden bewegen. Letztendlich half er auch mit und hat die Leuchte und Material gehalten, während ich gesägt und die Kappe aufgesetzt habe. Die Arbeit war nicht annähernd kompliziert, aber in den beengten Verhältnissen hat das alles doch eine Weile gedauert …
Das Stück Rohr, das jetzt noch in der Wand steckt, werde ich demnächst mal entfernen und die Öffnung vernünftig zumauern und verputzen. Das werde ich wieder an einem Sonntag in Ruhe machen, denn dann kann ich ich auch endlich den restlichen Verputz auf die beiden zugemauerten Lüftungsöffnungen aufbringen.
"Wie die da hingekommen sind, können wir auf dem Video nicht sehen, oder?", wollte Ines von mir wissen? Leider nicht. Aber die abgerissenen Warensicherungsetiketten, die da auf der anderen Ware im Regal mit den Körperpflegeprodukten lagen, zeugten eindeutig davon, dass da in den letzten Stunden oder Tagen eine nicht durch mich genehmigte Besitzübertragung stattgefunden hat.