Ich ging aus meinem Büro, um mir aus dem Laden eine neue Flasche Club Mate "Kraftstoff" zu holen. An der Fleischtruhe stand gerade eine Kundin, deren kleines Kind auch gerade in Richtung Getränkeabteilung losdüste.
In dem Moment, als ich gerade an der Kundin vorbei war, rief sie ihrem Jungen laut und energisch nach:
"Wo läufst du schon wieder hin? Bleibst du wohl hier!"
Ich drehte mich um und grinste: "'tschuldigung, hab doch Durst."
Der Lüfter unserer Fleischtruhe ließ sich mit dem Spray nicht ewig ruhigstellen und bevor man jetzt alle paar Wochen die Truhe aufschrauben und nachfetten muss, haben wir nun rund 50 Euro für einen neuen Lüftermotor ausgegeben und damit sollte endlich dauerhaft Ruhe sein.
Tzja – und letztendlich wird die Truhe mit den neuen Kühlmöbeln sowieso ausgemustert werden. Aber das wird wohl noch ein paar Monate dauern…
Vor einer Weile haben wir für eine private Feier ein paar Platten zusammengestellt und Partygebäck zubereitet. Nicht hier in der Firma, sondern in der heimischen Küche. Eigentlich hat das Potential. Denke ich sogar beim Anblick der Bilder mit dieser Distanz zum Herstellungszeitpunkt der Sachen.
Mit den entsprechenden Räumlichkeiten und Mitarbeitern hier in der Firma könnte man sowas fast schon professionell anbieten.
Werbeanruf einer Firma aus Duisburg. Es fing wie immer kryptisch an, man würde mir gerne was ganz tolles vorstellen und dafür einen persönlichen Termin mit einem Kundenberater vor Ort vereinbaren. In diesem Fall ein "Werbenetzwerk".
"Wie soll ich mir das Netzwerk vorstellen?", erkundigte ich mich.
"Wir haben mehrere Flachbildschirme im Stadtgebiet, auf denen Sie Ihre Werbung schalten können… blabla… Reichweite erhöhen… blafasel… Kundenzuwachs… rhabarberblubb…"
Als ich mit dem SPAR-Kind im nahegelegenen Hornbach-Markt war, hat meine Kleine die ganze Zeit versucht, das Endstück an der kurzen Kette ins Einkaufswagenschloss zu fummeln. Hat natürlich nicht geklappt, es klappt nie. Aber das verstehen ja sogar viele Erwachsene nicht.
Während ich mich um die Zeitungen kümmerte, packte eine Kollegin Süßwaren. Plötzlich trällerte sie "Curly Wurly Wurly Wurly Curly Wurly…" vor sich hin – während sie nämlich für genau diesen Artikel den entsprechenden Stellplatz im Regal suchte.
Zuerst hatte ich allerdings etwas anderes verstanden und musste dabei spontan an diesen Sketch (man muss wohl Engländer sein, um drüber lachen zu können) von Catherine Tate denken.
Ich war zunächst jedenfalls sehr irritiert und wunderte mich, woher sie diesen Sketch kennt. Fragt mich nicht, woher ich den kenne. Ist mir vor zig Jahren mal irgendwo bei YouTube begegnet. Auf jeden Fall lief ich um das Regal herum und wollte meine Mitarbeiterin fragen, als ich schon den Curly-Wurly-Karton bei ihr in der Hand sah.
Den Sketch kannte sie gar nicht. Wir mussten trotzdem lachen.
Ein alter Hunderter. Sogar noch aus der vorletzten Serie der D-Mark. Sehr hübsch und wertig anzusehen, aber leider an einigen Stellen eingerissen, weshalb er, wie viele andere DM-Banknoten auch, den Weg zur LZB finden wird.
Die Weindiebin von gestern war wieder da. War schon mit vier Paketen Tetrapak-Rotwein (Was ist an dem Zeugs eigentlich so toll, dass man es unbedingt klauen muss?!) auf dem Weg zur Kasse, als wir sie abgefangen haben.
Zuerst leugnete sie den gestrigen Diebstahl, hatte aber gegen die Macht der Videoaufzeichnung keine Chance und so gab sie es dann auch zu.
Meinen herzlichen Dank übrigens an die c't-Redaktion, dass sie mich im Artikel "Blogstar – Erfolgreich bloggen" mitsamt Screenshot erwähnt haben: "Dass nicht nur Kühlraum und Gerichtssaal spannend sind, sondern auch der einfache Supermarkt um die Ecke, beweist Björn Harste: Er berichtet als Shopblogger aus seinem Bremer Spar-Markt und schreibt seit mehr als zehn Jahren über Warensicherungsanlagen, Aktionsregale und wunderliche Kunden."
Momentan haben wir "Dusch Das" in der Drei-Fragezeichen-Fan-Edition hier im Laden stehen. Kommentar eines Kollegen dazu: "Es riecht mysteriös, aber nicht unangenehm."
Die echten Fans von Justus, Peter und Bob wären wohl auch schon glücklich, wenn es einfach nach Schrottplatz röche.
Eine junge Frau hatte sich heute Nachmittag hier beworben und auch eine Mappe mit Bewerbungsunterlagen hinterlassen. Es wirkte so, als wenn sie gut zu uns passen würde und so wies ich einen Kollegen an, sie doch einfach direkt mal bei ihr anzurufen. Nachdem ihr Handy dauerbesetzt war, schickte er ihr kurzerhand eine SMS-Nachricht.
Augenblicke später antwortete sie, dass sie gerade mit einem unserer Mitbewerber gesprochen hatte, wo sie auch direkt einen Job bekommen hat.
Das Bedienteil unserer Papppresse war kaputt. Naja, irgendwie raponiert durch die ständige Benutzung ist es sowieso und immer noch, zu allem Überfluss waren aber die kleinen Schrauben abgefallen, mit denen die Platine mit den Tastern vorne ans Gehäuse gedrückt wurde. Dadurch stapelte sich die Pappe hier im Lager…
Die kleinen Schrauben lagen zum Glück im Kasten mit der Steuerung der Presse und so ließ sich das erstmal wieder zusammenflicken. Den Techniker lassen wir nun aber trotzdem kommen. Dann kann die Blende mit den Folientasten getauscht werden (Hey, das Ding hat immerhin zehn Jahre gehalten!) und außerdem ist sowieso die Wartung der Maschine längst überfällig…
Der DHL-Bote hat mir ein kleines Paket in die Hand gedrückt, dass mir Blogleser "Der SPARSAME" (hat sogar so unterschrieben… ) geschickt hat. Der Inhalt: Eine Tüte Chips aus England. Vielen Dank dafür.
Meine Kassiererin kam zu mir ins Büro und erzählte, dass sie das Gefühl hätte, dass wir beklaut worden sein. Eine ihr unbekannte Frau mittleren Alters sei schon die ganze Zeit in der Weinabteilung herumgeschlichen und plötzlich hatte sie, als meine Mitarbeiterin gerade zum Ware verräumen von der Kasse aufgestanden war, relativ spontan den Laden verlassen.
Draußen war sie schon nicht mehr zu sehen, und so guckten wir uns auf dem Video an, was passiert war. Wir sahen das, was uns schon bekannt war, bzw. was wir befürchtet hatten: Eine uns unbekannte Frau verweilte eine Zeitlang beim Wein und den Spirituosen, nahm sich plötzlich zwei Packungen (ja, genau, Kartonverpackungen) Rotwein und ging einfach raus. Hat nichtmal gezögert oder sich an der Kasse nach einem Mitarbeiter umgesehen. Das ist schon stumpf.