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Nö, auf besser Wetter…

Zusendung von Mehdi, der dieses Schild in einem unbekannten Aufenthaltsraum in einem unbekannten Unternehmen in einem Unbekannten Örtchen aufgenommen hat. (Aber auf einem uns allen bekannten Planeten!)

Auch in anderen Unternehmen gibt es endlose Diskussionen um das abzuwaschende Geschirr… :-)


Tropfen, edel und nicht verschwunden

Anfang der Woche schob ich etwas Panik: Ein kleiner Aufsteller mit "Edle Tropfen"-Pralinen war plötzlich nur noch halb voll, obwohl bis Samstag kaum was davon verkauft war. Leider kann ich in unserem Warenwirtschaftssystem nur die Abverkäufe bis zum letzten verbuchten Tag sehen und so hatte ich keine Chance, am Montag im laufenden Betrieb reinzugucken. Aber da das ein Artikel ist, von dem man normalerweise doch eher nicht große Mengen an einem Tag verkauft, stellte ich mich darauf ein, dass die jemand geklaut hatte und ließ daher prophylaktisch von einer Kollegin den kompletten Restbestand mit Warensicherungsetiketten bekleben.

Aber so ist das nun mal mit Dingen und deren "Normalzustand" – manchmal kommt es dann eben doch ganz anders. :-)


Die interne Whatsapp-Gruppe

Wir haben hier für die Firma zwei Whatsapp-Gruppen. Die "coole" (von den Mitarbeiterin initiiert und ohne Geschäftsleitung) und die von mir eingerichtete Gruppe für wichtige Kommunikation an alle.

Naja, fast alle. Es gibt ja tatsächlich noch wenige Leute ohne Smartphone. Blöd nur, wenn an genau einem von diesen paar Leutchen eine für mich persönlich wichtige (aber nicht wirklich für die Firma entscheidende, sonst hätte ich das nicht auf so einem unsicheren Weg gesendet) Mitteilungen vorbeihuscht.

Darf man seine Mitarbeiter eigentlich dazu nötigen, auf zeitgemäßen Kommunikationswegen erreichbar zu sein? :-)

So packt man Tomatenmark!

Tomatenmark in den winzigen 70g-Döschen kennt wohl jeder. Diese Dosen sind zwar handlich, aber eben klein und schlecht im Laden unterzubringen. Ein falscher Handgriff und sie purzeln im Regal wild durcheinander. Aber es gibt ja mehrere Möglichkeiten, diese zu platzieren.

Eine seht ihr hier. Da hatte jemand nur den Deckel vom Karton abgeschnitten. Steht zwar alles in Reih und Glied, gefällt mir persönlich aber nicht gut, da man vor allem Karton und im Grunde keine Ware sieht. Gerade Kunden, die nach kleinen Dosen suchen und meistens auch gar nicht wissen, wie der Karton aussieht, gucken schlicht darüber hinweg.



Das hier ist die schlimmste Möglichkeit. Chaos garantiert. Man kann diese kleinen Dosen einfach nicht vernünftig stapeln. Zumindest bei der Sorte, die wir hier verkaufen, ist es so, dass die Dosen am oberen und am unteren Rand den selben Durchmesser haben, so dass man sie definitiv nicht stabil ineinanderstecken kann. (Das hat z.B. Bonduelle sehr schön gelöst!)



Meine bevorzugte Lösung sehr ihr hier. Wenn man den Karton entsprechend aufschneidet, kann man sich aus dem oberen und dem unteren Teil zwei Trays basteln, in die man dann die Dosen stellen kann. Macht zwar etwas mehr Arbeit (kaum der Rede wert…), hat aber nur Vorteile. Man sieht die Ware und sie steht super stabil und umfallsicher:



Eine weitere Alternative wäre übrigens, sie einfach in einen Gitterkorb zu schütten, so wie wir das hier in der Neustadt schon seit Ewigkeiten mit Thunfisch- und Kondensmilchdosen machen. Aber dafür braucht man natürlich den entsprechenden Platz. Dazu kommt, dass in einen 1m breiten Korb locker 750 Stück von diesen kleinen Dosen passen. So viel verkaufen wir hier in ein paar Wochen nicht.

Klickklick!

Mit einem meiner Mitarbeiter stand ich gerade in der Nähe des Lagers, als eine andere Kollegin angelaufen kam und uns zurief, dass da eben Typ was geklaut haben soll. Er trug eine braune Jacke und soll in der Seitenstraße verschwunden sein. Reflexartig rannten wir nach vorne, ich guckte noch auf der Straße einmal nach links und rechts und beschloss dann, während mein Mitarbeiter vorne raus lief, die Abkürzung durch den Laden und über unseren Hof zu nehmen. Als ich schließlich an der Straße ankam, hatte der Mann schon locker 75 Meter Vorsprung. Den hätte ich niemals wieder eingeholt, aber glücklicherweise stellte eine Stammkundin gerade ihr Fahrrad bei sich vor dem Haus ab, das ich mir spontan ausleihen durfte.

Stark befahrene Straßen kann man leichter zu Fuß als mit dem Fahrrad überqueren, aber dennoch schaffte ich es, den Typen einige Straßen weiter wieder einzuholen. Vollkommen erschöpft blieb er stehen, hechelte vorgebeugt und kam schließlich meiner Aufforderung nach, die Taschen zu leeren. Er hatte ein Päckchen Kaugummi und eine Taschenflasche Weizenkorn in der Hosentasche stecken, einen Ausweis hatte er nicht dabei und so mussten wir irgendeine Möglichkeit finden, seine Personalien zu erfassen. Ob er wohl fast einen halben Kilometer ohne weitere Fluchtversuche mit zurück zum Laden kommen würde? Er lief immerhin brav vor mir her, an der nächsten Straßenecke kam gerade mein Mitarbeiter an, der eine weitere Stammkundin von uns im Schlepptau hatte. Sie hielt ihr Handy in der Hand und ich rief, dass sie doch bitte die Polizei anrufen soll. "Habe ich schon längst gemacht, die müssten gleich hier sein", sagte sie. Als das der Ladendieb hörte, drehte er sich um und rannte los. Mein Kollege stellte sich ihm noch in den Weg, aber der Typ riss ihn zu Boden und konnte nach kurzer Rangelei flüchten. Ich schwang mich wieder auf das Fahrrad, holte ihn nach 100 Metern wieder ein und er hatte wohl endgültig begriffen, dass er zu Fuß keine Chance mehr hatte.

Keine Minute später hielten zwei Streifenwagen neben uns an und keine dreißig Sekunden später saß der Typ schon mit Handschellen auf dem Rücksitz des ersten Polizeiwagens.

Wieder zurück im Laden erledigten wir schließlich den ganzen Papierkram. Ein bisschen hatte ich schon ein schlechtes Gewissen, dass wir so viel Aufwand für letztendlich nur gut drei Euro Diebesgut betrieben haben - aber dass da so viele Leute beteiligt waren, hatte sich nun tatsächlich eher zufällig ergeben.

Redselig

Ein Anrufer mit bayerischem Dialekt erkundigte sich, ob es in München, wo er gerade wäre, auch einen SPAR-Markt gäbe. Im Speziellen suchte er einen bestimmten Artikel, den er mal in einem SPAR gekauft hatte. So weit, so gut, faktisch wäre das Gespräch nach ein paar Sekunden erledigt gewesen.

Dann wurde er ein bisschen ausschweifend, erkundigte sich nach dem Wetter bei uns und berichtete dann noch vom Wetter in Bayern und von erlebten Unwettern und kam noch über Umwege auf seine Familie zu sprechen und wanderte so im Laufe von knapp zehn Minuten von Thema zu Thema. Ich war eigentlich die ganze Zeit kaum zu Wort gekommen, habe immer mal zugestimmt und zwischendurch mal einen Satz gesagt, bis ich allerdings wirklich auflegen musste, weil ein Kollege etwas von mir wollte.

Ich bin mir absolut nicht sicher, ob er wirklich so in Plauderlaune war, oder ob das eine Art Telefonstreich werden sollte. Er war definitiv nie unfreundlich und kam auch total sympathisch rüber. Aber dass jemand einem in so kurzer Zeit so viel erzählt, hat man doch eher selten. :-)

Gelöste Kassenschublade

Dieser Moment, in dem man plötzlich an der Kasse den kompletten Geldeinsatz in der Hand hält, weil sich die Verklebung mit dem Kassentisch gelöst hat…

Nein, vergesst es! Das Bild ist nämlich schon ein paar Tage älter, da ist alles wieder heile und nichts mehr mit "easy access". :-)


Reifenschaden Anfang Dezember

Anfang Dezember waren wir in Köln zu einem für den Kauf des Ladens notwendigen Notartermin. Auf dem Weg ins Rheinland hatte sich auf der A1 aufgrund einer Baustelle ein Stau gebildet, innerhalb des Staus gab es einen kleinen Auffahrunfall, die beiden betroffenen Fahrzeuge standen hinter den Leitbaken der Baustelle und der Verkehr kroch im Schneckentempo am der Unfallstelle vorbei.

Da die Autos dicht an dicht fuhren, sahen wir die noch auf der Fahrbahn liegenden Trümmerteile (Glas- und Kunststofffragmente) zu spät. Es knirschte kurz und zwei Minuten später standen wir mit plattem Reifen auf dem Pannenstreifen. Den Rest erledigte an dem Tag der ADAC für uns und auch den Notartermin konnten wir glücklicherweise noch um ein paar Stunden nach hinten verschoben wahrnehmen.

Dass die Trümmerteile für den kaputten Reifen verantwortlich waren, wurde uns schon recht schnell klar, folglich müsste sich der Schaden über die Versicherung des Unfallverursachers bei der Autobahnbaustelle abwickeln lassen. Doch wie kommen wir an die Daten?

Mit der großen Hilfe der Polizei Köln konnten wir ermitteln, um welchen Unfall es sich genau handelte (Gar nicht so einfach, wenn man nur weiß, dass es in "ungefähr in einem 10km großen Teilstück" passiert ist. In der Folge wurde ich als weiterer Geschädigter in die Unfallanzeige mit aufgenommen. Nachdem wir zwischenzeitlich den Unfallverursacher und daraufhin auch seine Versicherung kontaktiert hatten, sollte jetzt endlich auch dieses Kapitel ein Ende finden.

Links 372

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Apps für nachhaltigen Einkauf: Rat vorm Regal

520015 - Die erste verfilmte Amazon-Kundenrezension der Welt
(Hier ist die Original-Rezension zu lesen)

Lebensmittelpreise: Der Kunde ist der Dumme

"Weserklasse"-Artikel aus 2005

In einem Ordner habe ich noch einen gut zehn Jahre alten Zeitungsartikel aus dem Weser Kurier gefunden. Nicht speziell über mich und meine Firma, aber immerhin war ich auf dem Foto auch mit drauf, da wir an dem "Weserklasse"-Projekt beteiligt sind, bzw. waren. Genauer gesagt waren wir sogar Teilnehmer der ersten Stunde. Die Idee hinter "Weserklasse" ist eigentlicch super: Ein eigenes Label für die Vermarktung regionaler Produkte aus dem Großraum Bremen / Wesermarsch.

In dem Zeitungsartikel heißt es, dass das Projekt langsam anläuft. In den letzten Jahren passierte aber irgendwie nichts mehr, gefühlt ist das Projekt gestorben. Schade. Es ist für die Organisatorin aber auch eine unglaubliche Arbeit gewesen, alle möglichen Teilnehmer unter einen Hut zu bekommen und selbst der größte Idealismus verdampft irgendwann, wenn man gegen Windmühlen kämpft.

Für die lesbare Version auf das Bild klicken!

Schwupps, weg ist das Shampoo

Die Warensicherungsanlage an unserer ersten Kasse machte vor ein paar Tagen Daueralarm und erst nach längerer Suche entdeckte eine Kollegin ein einzelnes Warensicherungsetikett, das mit der silbernen Klebefläche nach oben auf dem Fußboden lag und sich dadurch hervorragend tarnte.

Aber wie kam das da hin?

Genau diese Stelle war zufällig gerade noch mit einer der Videokameras einsehbar und es dauerte nicht lange, da hatten wir herausgefunden, dass eine "Stammkundin" das dort, ähm, "verloren" hat. Ob sie das Etikett schnell abgerissen hat oder ob es mangelhaft befestigt war, ließ sich leider nicht mehr nachvollziehen. Bei ihr selber hatte meine Kassiererin in dem Moment allerdings gar keine verdächtige Ware gefunden und als wir die Tasche untersuchen wollten, war die Frau plötzlich ganz schnell verschwunden – aber mit der Videoaufzeichnung verfolgten wir ihren Weg durch den Laden zurück und durften beobachten, wie sie sich zwei Flaschen Haarshampoo aus dem Regal nahm und diese in ihre Handtasche plumpsen ließ.

Da die Frau teilweise mehrmals täglich hier auftaucht (ohoh…), waren wir optimistisch, dass sie wiederkommen würde und dann würden wir sie mit dem Video konfrontieren und ihr die Anzeige verpassen.

Am selben Abend kam sie noch wieder und wurde auch gleich von meinen Mitarbeitern zur Rede gestellt. Sie stritt alles ab, wusste von gar nichts und plötzlich tauchten immer mehr Mitglieder aus ihrer Sippe hier auf. Ein paar Männer wurden hochgradig laut und unfreundlich, geradezu aggressiv. Wie wir ihrer Schwester/Tante/Mutter etc. sowas nur unterstellen könnten. Eigentlich müsste der komplette Clan hier Hausverbot bekommen…

Tzja, wir sind schon echt gemein.