Meistens werden wir entweder beklaut oder dürfen den Schrott entsorgen, den andere hier hinterlassen haben. Diesmal hat uns ein Flaschensammler eine kleine Sackkarre hier abgestellt. Kein weltbewegendes Qualitätsteil, aber um mal eben schnell ein paar Kisten von A nach B zu bekommen, reicht das Teil locker aus:
Unmittelbar vor unserem Urlaub waren wir hier eher zufällig über diese Pressemitteilung der Polizei Bremen gestolpert. Bei der Beschreibung des Haupttäters stutzten wir:
Der Haupttäter soll etwa 20 - 30 Jahre alt und etwa 170-180 cm groß sein. Er hat schwarze Haare, einen dunklen Teint und sprach Deutsch mit Akzent. Er trug ein graues T-Shirt und eine dunkle Sweatshirt-Jacke. Auffallend waren seine Badelatschen mit hoch gezogenen weißen Socken.
Badelatschen mit weißen Socken!
Wer geht zu einem Raubzug mit Badelatschen?
Wir kennen einen: Unser Tabakdieb! Und auch die anderen Merkmale passen sehr gut. Körpergröße, Alter, Haarfarbe etc.
Kurzerhand bei der Polizei angerufen und den Hinweis auf die Parallele mit den Badelatschen gegeben. Die Frau, mit der ich gesprochen hatte, hat sich sehr über den Hinweis gefreut und meinte nur, dass, wenn dem der Polizei ja bekannten Tabakdieb auch der Überfall auf den behinderten Mann (z.B. durch Lichtbildvorlage) nachgewiesen werden könnte, es wirklich großartig wäre. Dann würde die Sache auf jeden Fall nicht nur mit einem "Dududu…" ausgehen.
Bin mir nicht sicher, aber ich glaube, das konsequente Beachten der Haltbarkeitsdaten hat in diesem Fall nicht so geklappt, wie es sollte. Neues Verpackungsdesign verrät Faulheit.
Der große Backofen, den wir nach dem Konkurs und Auszug der Bäckerei in unserem kleinen Markt in Findorff bekommen haben, ist irreparabel kaputt. Die Steuerung ist hin und lt. Angabe des Technikers gibt es dafür auch keine Ersatzteile mehr. Was tun? Brötchen rauswerfen? Neuen Ofen für 7000 Euro kaufen?
Oder sich daran erinnern, dass hier im Markt in der Neustadt noch ein kleiner Ofen steht, den wir seit 12 Jahren nicht mehr nutzen. Von außen ist er ein bisschen eingestaubt, aber funktionsfähig. Das Teil passte gerade so ins Auto und wenn er gereinigt, werden die Brötchen in der Münchener Straße aus diesem Gerät kommen:
Brr… Nach drei Stunden bei mir im Büro habe ich eisige Hände und überlege gerade ernsthaft, hier drin einen Heizlüfter (!) aufzustellen. Kann doch alles nicht sein, kann das nicht…
Ein ziemlich kaputter hatte sich die Sporttasche mit zehn Packungen Melitta-Kaffee gefüllt. Er schafft es zwar aus dem Laden, aber wir rannten unmittelbar hinterher. Am Anfang der Seitenstraße wurde ihm das Gewicht wohl für die Flucht zu viel und er warf die Tasche weg und rannte ohne die Beute davon.
Tasche, Jacke und Einwegspritzen (brr…) haben wir dann zusammengepackt und dort wieder hingestellt, wo er sie selber fallengelassen hatte. Ist doch nicht unsere Baustelle.
"Guck mal, habe ich unter einem Regal gefunden!", sagte die Kollegin zu mir, als sie mit der Schachtel mit dem komplett stumpfen Santokumesser zu mir ins Büro kram. Das Teil sieht aus, als hätte damit jemand rostige Nägel zu schneiden versucht. Aber warum stellt man sowas hier ab?
Bei einer Kundin, die vor einer Weile mit ihrer ec-Karte bezahlt hatte, ist leider etwas schiefgegangen. Meine Mitarbeiterin hatte versehentlich statt 30,52€ eine zwei zu viel in das Bezahlterminal eingetippt. Der Kundin war auch beim Eingeben der PIN nicht aufgefallen, dass sie einer Abbuchung über 305,22€ zugestimmt hatte und so nahm das Schicksal seinen Lauf.
Abends bei der Abrechnung hatte die Kollegin rund 270€ zu viel in der Kasse. Verantwortlich machten meine Mitarbeiter schnell den hohen ec-Beleg, der dazugehörige Kassenbon war schnell gefunden und so hatten wir zumindest die Fakten schon zusammen.
Auf unserem Beleg (Händlerbeleg) steht die Bankverbindung im Klartext. Allerdings sagte mir unser ec-Anbieter, dass mit der Nummer nichts anzufangen sei und dass es sich vermutlich um eine Kreditkarte handeln würde. Ich versuchte, anhand der Daten etwas herauszufinden, kam auf VISA, schrieb denen eine Mail und bekam leider eine Antwort aus Textbausteinen, dass ich mich an meine Händlerbank zu wenden hätte. Alles klar, ich habe mich mit der Bank (in diesem Fall Concardis) in Verbindung gesetzt, aber die konnten mir nicht weiterhelfen. Das ist in diesem Fall keine Kreditkartenzahlung gewesen. Punkt.
Also wieder zurück zum ec-Anbieter und nachdem ich da eine Weile genervt hatte, wusste ich weiter: Die Kundin hat ihr Konto bei der Berliner Sparkasse. Die bieten einen Live-Chat auf ihrer Website an und da wurde mir sehr freundlich geholfen. Ohne dass sensible Daten preisgegeben werden mussten, fanden wir heraus, dass von dem Konto tatsächlich 305,22€ an "Harste Bremen" abgegangen waren. Damit hatte ich auch die Bankverbindung und daraufhin habe ich die Differenz umgehend zurücküberwiesen.
Leider ist das bei uns nur manuell möglich. Mit einer Anbindung an das Kassensystem könnten solche Fehler natürlich komplett vermieden werden, aber das ist nicht einfach umzusetzen…
Zusendung von Thomas. Was daran auffällig sein soll? Nun: Das Bild ist in einem ALDI-Markt in Darmstadt entstanden und die von einem Kunden für seinen Einkauf verwendete Tüte zeigt ein mehrere Jahrzehnte (!) altes SPAR-Logo. Dürfte ein sehr seltener bis möglicherweise auch einmaliger Anblick gewesen sein:
Irgendwie war ich heute im Geiste schon bei Samstag. Der erreichte Tagesumsatz ließ mir gerade mein Herz zu Eis gefrieren. "Bisschen" wenig für einen Samstag. Panisch suchte ich eine Erklärung: Ferien? Gutes Wetter? Breminale?"
Alles zusammen war wohl tatsächlich dafür verantwortlich, dass es letztendlich nur ein eher unterdurchschnittlicher Freitag war. Aber alles noch im grünen Bereich.
Der Ladendieb hatte in seiner Tasche eine regelrechte "Klau-Liste", quasi das Gegenstück zu einer Einkaufsliste. Leider hatte ich keine Gelegenheit, sie zu fotografieren, bevor die Polizei sie einpackte. Ob der Dieb so vergesslich war oder oder ob das die Aufträge seines Hehlers waren?
Da stand dann zum Beispiel
Apropos Ladendiebstahl: Ein Typ hat sich 24 Dosen Sprite und Mezzo Mix in seine Ledertasche gefüllt und wollte den Laden verlassen, resp. schaffte es letztendlich auch. Kleiner Trost: Die Ware blieb bei uns. Obwohl wir ihm mit vier Mitarbeitern gegenüber standen, wehrte er sich, als würde es um sein Leben gehen. Da uns unsere eigene körperliche Unversehrtheit wichtiger war, konnte er leider flüchten und blieb auch trotz sofortiger Fahndung verschwunden.
Eine Detektei wollte ihre Dienste im Kampf gegen Ladendiebe anbieten. Wie immer hieß es, dass sie "ganz viele" erwischen würden. Ich bot 50€ für jeden ertappten Ladendieb. Wetten, dass wir von denen nie wieder etwas hören werden?