Kühlhaus schrubben habe ich gehasst. Zumal es das Käsekühlhaus war und ständig am Boden festgeklebte Käsereste mühsam mit dem Schrubber entfernt werden mussten. Warum sollte ich das machen? Ich habe in der ganzen Zeit nicht einen Tag mal hinter dem Tresen gearbeitet und Käse verkauft. Die weiblichen Azubis (Kauffrau im Einzelhandel, nicht Käsefachverkäuferin!) übrigens sehr wohl. Egal, ich habe es ja dennoch überlebt …
Leergut für Essmann zusammenstellen und nach draußen bringen. Anschließend habe ich in der Getränkeabteilung aufgeräumt (leere Kisten und Pappen absammeln).
Beim Leeren der Ballenpresse habe ich diese mal ausgefegt und neue Rollen mit Bändern eingelegt.
Ausleeren der Recycling-Boxen aus der Kassenzone, Bruch aufwischen.
Einer Kundin habe ich gezeigt, welche Saftsorten wir haben.
Leergut annehmen. Gutschriften ausschreiben.
Freitag habe ich das Käsekühlhaus ausgeräumt und den Fußboden und die Wände gereinigt.
Am Samstag Nachmittag habe ich das Leergut aufgeräumt und gezählt, die Tiefkühltruhen abgedeckt und draußen kurz aufgeräumt (Rollis, Paletten und Kisten zusammenstellen). Gemüse ausräumen und ins Kühlhaus bringen.
Ein im deutschen Inland hergestellter "Brand aus Wein" höherer Qualität ist der Weinbrand. Er muss von bestimmten, zugelassenen Rebsorten stammen, im Inland gebrannt und mindestens sechs Monate als Destillat in Eichenholzfässern gelagert worden sein.
Da er aus Destillaten mehrerer Jahrgänge vermischt wird, entfällt die Jahrgangsangabe. Als "Weinbrand" darf nur inländischer Branntwein aus Wein bezeichnet werden.
Weinbrand schmeckt nicht spritzig oder kratzend, ist aromareich, je nach Herstellungstyp weich oder brennend anregend, bekömmlich, schmeckt am besten handwarm (18°C). Alkoholgehalt min. 38% und mit amtlicher Prüfnummer auf dem Etikett. Ab 12 Monaten Lagerdauer darf er sich "alt" nennen.
Sven hat mir dieses Bild eines SPAR-Anhängers geschickt, den er im Hafen von Bregenz entdeckt hat. Darin befand sich bestimmt Ware für die Bordküchen irgendwelcher Schiffe.
Links im Bild ist noch der Bug der Sonnenkönigin zu sehen. Bei ihr handelt es sich um ein recht unkonventionell gestaltetes Fahrgastschiff – und vielleicht wurden ja auch gerade ihre Vorräte wieder aufgefüllt …
Weltweit sind rund 300.000 Mitglieder im BNI, dem Business Network International, die sich gemäß der Regeln mit ihrem jeweiligen Chapter als feste Einrichtung einmal wöchentlich zum Frühstück und Austausch treffen. Ich bin kein BNI-Mitglied, war aber in dieser Woche als Gast zu einer solchen Zusammenkunft mitsamt Frühstück eingeladen gewesen. Danke, Harald.
Ich war zwar fremd dort, hatte aber nicht das Gefühl, argwöhnisch beäugt zu werden. Bei den Goldenen Bloggern erging es mir damals tatsächlich so – dort kam man zwar auch mit den Leuten ins Gespräch, und einige waren auch sehr nett und hatten auch nicht dieses Konkurrenzdenken, aber es wirkte damals auf Ines und mich so, als würde man tendenziell eher wie ein zusätzlicher Gegner auf dem Weg zur begehrten Trophäe angesehen werden. Beim BNI nicht. Natürlich war man nicht gleich mit allen vertraut, aber der Umgang war durchaus offen und nett. Und obwohl ich dort zwischen anderen Geschäftsleuten, Handwerkern, Rechtsanwälten und vielen anderen Unternehmern aus mehreren Dutzend Fachgebieten stand, wurde ich da pauschal mit einem respektvollen "Du" begrüßt. Das fand ich gut, wie sich jeder denken kann.
Allerdings war das wohl auch mein einziges Treffen dort. Persönlich gerne, ich glaube, dass man dort viele interessante Leute auch durchaus näher kennenlernen kann und möchte. Aber das alleine ist mir nicht die 1250 Euro für den jährlichen Mitgliedbeitrag wert. Die begründen sich nämlich vor allem damit, dass innerhalb der Mitglieder direkte oder durch Empfehlungen erfolgte Geschäfte zu höheren Umsätzen führen. Nur glaube ich nicht, dass ich ausgerechnet mit einem Supermarkt da besonders viel reißen kann.
Auf einer Packung Getreidebrei der Rossmann-Eigenmarke Babydream hatte Matthias diesen Strichcode mit einem Herz entdeckt. Vielen Dank für die Zusendung des Bildes.
Ungelogen alle paar Tage ruft irgendjemand an und will mir ein Sortiment an E-Zigaretten oder auch E-Shishas ins Sortiment quatschen.
Kein Interesse, wirklich nicht.
Dass immer wieder telefonisch Artikel angeboten werden, ist gängige Praxis. Non-Food, Spezialitäten aus dem Ausland (Da sind Olivenöle einer der Spitzenreiter), kleine Manufakturen für Lebensmittel aller Art. Aber diese Anrufe für E-Zigaretten werden wirklich lästig. Ist der Markt um diese Dinger so heiß?
Unser kleiner Ständer für das Gemüseangebot der Woche steht rechts neben unserer Eingangstür. Es ist nach wie vor ein "Verkaufsboy Swing", eine filigrane Metallkonstruktion mit zwei Rädern.
Der Verkaufsboy ist für Gemüseangebote richtig gut geeignet. Weniger gut eignet er sich dazu, Hunde daran anzubinden. Bei einem Chihuahua oder anderen Fußhupen mag das gar kein Problem sein.
Bei einem Hund geht es solange gut, bis er sich entschließt, mitsamt des Verkaufsboys und des darauf angebotenen Gemüses in Richtung Innenstadt davonzurennen.
Der Sachschaden war zum Glück nur gering. Aber dennoch unnötig …
Vor einer Weile hatte mich ein Kunde angesprochen und wollte wissen, ob wir diese Datteln verkaufen könnten. Er würde die importieren, zumindest hatte ich es so verstanden, und es wäre doch bestimmt eine interessante Bereicherung für unser Sortiment.
Eine Kilopackung von den Dingern ist schon sehr speziell und meiner Meinung nach bei uns nicht wirklich gut zu verkaufen. Zumal sie um die zehn Euro (oder sogar noch mehr) hätte kosten müssen. Mag der Preis auch angemessen sein, ich glaube nicht, dass viele Leute bereit sind, Trockenfrüchte für so viel Geld auf einmal zu kaufen.
Oder doch? Mal testen. Wenn er mich wieder ansprechen sollte, frage ich ihn mal, ob wir eine kleine Menge davon bekommen können.
Ein junger Mann, der auch immer wieder mal bei uns einkauft, sprach mich an. Er würde jetzt nach der Schule etwas in der Luft hängen und hat gerade keine konkreten Zukunftspläne, da er sich selbst finden müsse. Ob wir nicht noch Aushilfen suchen würden, wollte er wissen.
Er fragte mich an einem Mittwoch Nachmittag und da wir tatsächlich noch Leute suchten, die hier zweimal pro Woche, dienstags und freitags, die Ware verräumen, lud ich ihn sofort ein, am Freitag für einen Probetag herzukommen. Er stimmte zu und war auch am Freitag pünktlich da und er war auch wirklich fleißig.
"Probetag" heißt bei mir, ich erkläre zunächst, wie das alles funktioniert und worauf man zu achten hat und dann arbeitet der Bewerber oder die Bewerberin einmal hier einige Stunden mit. Setzen wir den Job fort, schreiben wir die geleisteten Stunden selbstverständlich schon mit auf, brechen wir nach dem Tag ab, sind die Stunden jedoch unbezahlt verloren.
Ihm hatte die Arbeit hier im Laden und mit den Kollegen gefallen, sagte der Bewerber am Ende des Tages. Super. Ich druckte die vielen benötigten Unterlagen aus, z.B. den Bewerbungsbogen für die persönlichen Daten, und wir verabschiedeten uns: "Bis Dienstag dann und schreib die vier Stunden von heute mit auf einen Zettel, dann trage ich die mit ein."
Am Dienstag rief er ein gutes Stück nach geplantem Schichtbeginn an und teilte meinem Mitarbeiter mit, dass er sich verspäten würde. Da wir nicht so viel Ware bekommen hatten und es sich nicht mehr gelohnt hätte, herzukommen, sollte er an dem Tag kurzerhand zu Hause bleiben. Mein Kollege sagte ihm doch, dass er am Freitag aber wieder zur selben Zeit hier auf der Matte stehen soll.
Am Freitag kam er nicht. "Vielleicht", redete ich mir wohlwollend ein, "hatte er es so verstanden, dass er nur dienstags arbeiten soll."
"Der kommt nicht mehr, den kannste knicken!", ließen die Kollegen unisono verlauten. Ich hatte jedenfalls beschlossen, noch bis Dienstag zu warten. Wenn er dann kommt und erklären kann, was los war, würde ich ihm die Chance auf den Job hier dennoch gewähren.
Dass er nicht mehr auftauchte, brauche ich nicht extra zu erwähnen, oder?
Dieser SPAR-Markt befindet sich in Benidorm, einer unmittelbar an der spanischen Mittelmeerküste gelegenen Stadt. Bei Google Street View ist der Markt noch nicht zu sehen, sondern nur sein Vorgänger.
Eine junge Frau hatte vor einer Weile ihrem Lebenslauf ein etwas ungewöhnliches Bewerbungsfoto beigefügt. Es war nicht annähernd ein klassisch biederes Bewerbungsfoto, auf dem jemand im Business-Outfit vor einem neutralen Hintergrund im Halbprofil verklemmt in die Kamera grient.
Das Bild kann ich hier natürlich nicht zeigen, also überlasse ich den Rest eurer Vorstellungskraft: Es war ein Schnappschuss und kein gestelltes Bild, ganz sicher. Irgendwo auf einer Pferdekoppel mit Bäumen und Zäunen im Hintergrund zuckte die Frau gerade am unteren Bildrand zur Seite, da ein Pferd gerade bei ihr an der Wange herumnüsterte. Während man von der Bewerberin auf dem Foto nur eine Schulter und den Kopf mit einem Grinsen und ein paar halb zusammengekniffenen Augen erkennen konnte, prangte der Kopf des Pferdes mit gütig geschlossenen Augen dominant in der Mitte des Bildes. Schon ziemlich kurios in Anbetracht des Verwendungszwecks.
Professionell war das Foto ganz sicher nicht, aber trotzdem schon irgendwie ziemlich lustig. So sehr zumindest, dass ich die Bewerberin tatsächlich angeschrieben und zu einem Termin eingeladen habe. Ich war neugierig geworden. (Also alles richtig gemacht bei der Bewerbung!)
Leider hatte sie den Termin ohne Rückmeldung verstreichen lassen und hat sich auch danach nie wieder gemeldet.
Für die Weihnachtszeit haben wir nun vier "herbstliche" Liköre hier im Regal stehen: Zum einen den klassischen Marzipanlikör von Niederegger, zum anderen aus dem Hause Heiko Blume einen Zimtlikör und jeweils einen Sahnelikör mit Bratapfel- und Marzipanaroma.
Den von Niederegger haben wir eigentlich jedes Jahr, die anderen beiden waren ein Erstversuch. Alle vier stehen jetzt nebeneinander im Spirituosenregal bei den Sahnelikören. Einen Zimtlikör muss ich auf jeden Fall für meine Zimtschnecke Ines mitnehmen, aber ob der Rest wohl laufen wird..?
Vielen Dank für die Zusendung an Honza mal wieder, der auf einer Packung Frikadellen der Eigenmarke von Lidl in Tschechien diesen Strichcode mit zwei Brezeln entdeckt hat:
Lustig finde ich den Aufdruck auf der Packung: "Taste of Deutschland"