Ein Ladendieb (es war ein problemloser Vorgang ohne Polizei) wünschte mir, als ich ihn herauskomplementierte, "einen schönen Tag noch".
Keine Ahnung, ob erst gemeinte Freundlichkeit war oder einfach nur unnötiges Gesülze. Eigentlich ist so eine Reaktion nicht meine Art, aber es kam von Herzen: "Den wünsche ich dir nicht."
Wer hier klaut, hat von meinem Standpunkt aus einfach keinen schönen Tag verdient.
Im Lager stehen mittlerweile mehrere Kartons mit alten Batterien zu einem großen Turm übereinandergestapelt. Die Abholung hatte ich schon vor Wochen beauftragt, aber das dauert wohl immer etwas länger.
Heute Nacht um kurz nach zwei Uhr war der Haufen dann umgekippt. Augenscheinlich hatte der unterste Transportkarton dem Gewicht nicht mehr standgehalten. Der Kollege, der heute früh den Laden aufgeschlossen hatte, durfte erstmal grob aufräumen und die Batterien zusammenschieben. Man hat ja auch morgens keine wichtigeren Aufgaben hier zu erledigen … Naja, nicht schön, aber passiert auch mal. Und einen Sachschaden hat die Batterielawine, das war Wortschöpfung eines Kollegen, ja nun auch nicht verursacht.
Von den Yfood-Trinkmahlzeiten hatten wir im Laufe der Zeit relativ viele verkauft. Seit sie mit Nestlé im Bett waren, ist das jedoch vorbei. Es fragt auch nur alle Jubeljahre mal ein Kunde danach und so waren wir mit dem Thema Trinkmahlzeiten erstmal durch.
Anfang Januar hatte mir ein Außendienstler die Trinkmahlzeiten von Huel schmackhaft machen wollen. "Ist auch in der EDEKA-Vorbestellung drin, könntet ihr da bestellen", schlaute er mich auf. Danke, kein Interesse.
Die dagelassenen Muster probierte ich dennoch – und war erstaunlich positiv überrascht. Im Gegensatz zu Yfood, das quer durch alle Sorten extrem nach Stärke schmeckt, und bei mir nach einigen Schlucken im Ausguss landete, waren die Huel-Muster überraschend lecker. So überzeugend sogar, dass ich nicht nur ein paar Kartons, sondern ganz optimistisch gleich drei komplette Displays bestellt hatte. Ein Pro-Argument ist auch der Preis, Huel ist etwas günstiger als Yfood. Die Ware soll planmäßig nächste Woche geliefert werden. Hot oder Flop? Werden wir sehen.
Als wir den Marktwagen von der Landwirtschafts-Sammelheftaktion auseinandergebaut und im Keller eingelagert hatten, hat niemand daran gedacht, dass der Raum bei starken Regenfällen durchaus mal mehrere Zentimeter hoch unter Wasser steht.
"Och, egal, den streiche ich und stelle ihn mit Blumen bepflanzt in den Garten", freute sich eine Kollegin, als ich vor der Entscheidung stand, was ich damit mache. In dem Zustand möchte man ihn jedenfalls nicht wieder im Laden stehen haben:
Die PR-Aktivität "Kindermalwettbewerb" ist von unseren Ausmalbildaktionen ja nicht weit entfernt. Sowas wäre eine schöne Aktion zur Kundenbindung, vor allem natürlich auch, wenn die Bilder hinterher eine Weile im Markt ausgestellt werden. Bei uns in jeder Hinsicht aus Platzgründen einfach nicht hinzubekommen. (Oder mal ganz dreist auf dem Gehweg? So ganz schmal ist der ja nicht und andere Gewerbetreibende nutzen die Flächen ja auch ständig für sich …)
Dass Bananen mal Flecken bekommen und daraufhin erst etwas und schließlich komplett schwarz werden, ist wohl relativ normal. Meistens sind sie dann überreif oder haben einfach nur ein paar Druckstellen erlitten. Kälte mögen Bananen auch nicht so gerne, dann werden sie grau. Also so gelbgrau. Mit einem Hang ins Grünliche, vielleicht eher so ein Grünlichgrau. Es könnte auch ein grünliches Gelbgrau sein. Loriot hätte es genau gewusst.
Was ich noch nie gesehen habe, sind diese vielen kleinen grauen Tupfer mit jeweils einem schwarzen Punkt in der Mitte. Was mag das sein? Ein Pilz? Irgendeine Krankheit? Heimtückische Bananenfäule? Eines Folge eines Insektenbefalls? Innen sind (resp. waren) die Bananen jedenfalls völlig normal, sowohl optisch als auch geschmacklich.
Ich habe keine Ahnung und auch die Onlinesuche brachte mich nicht weiter, aber falls von euch da draußen jemand mehr Ahnung von Dschungelwürstchen als ich hat, bin ich für entsprechende Hinweise hier in den Kommentaren dankbar.
Eine Kundin rief an und erklärte, dass sie "vor ein paar Tagen" mehrere Becher Joghurt bei uns gekauft hat. Nun würde sie die jedoch gerne einige davon zurückgeben, denn inzwischen haben sie nur noch drei Tage MHD und bis dahin könne sie die auf gar keinen Fall alle essen.
Warum wir die Becher nicht zurückgenommen haben, kann sich vermutlich jeder denken. Wir wissen nicht, wie die gelagert wurden, weshalb wir kühlpflichtige Produkte generell nicht zurücknehmen. Von berechtigten Reklamationen natürlich mal abgesehen.
Mein Mitarbeiter erklärte ihr, dass es ja auch nur ein Mindesthaltbarkeitsdatum ist und sie die Produkte bei korrekter Lagerung auch noch darüber hinaus sorgenfrei konsumieren kann. "Verlassen Sie sich auf Ihre Sinne", sagte er ihr, "Sehen, riechen, schmecken. Wenn der Joghurt noch gut aussieht, gut riecht und auch gut schmeckt, können sie ihn doch bedenkenlos essen."
Eben.
Unser Kundenservice geht ja weit, aber da ist dann auch bei uns mal Schluss.
Die Klimaanlage in meinem Büro leistet nach wie vor einen ganz tollen Job – und da der Mensch ein Gewohnheitstier ist und sich, wenn der Prozess langsam genug vonstatten geht, mit so ziemlich jeder Situation arrangieren kann, war mir nicht aufgefallen, dass die Kühl- bzw. Heizleistung im Laufe der Zeit erheblich nachgelassen hatte. In den letzten Wochen liefen zwar immer der Heizkörper der Zentralheizung, die Klimaanlage als Wärmepumpe im Heizbetrieb auf Volllast und zeitweise noch ein elektrischer Heizlüfter um die Wette, aber das war eben so.
Plötzlich hatte ich einen Geistesblitz: Hatte ich in den vergangenen Jahren eigentlich jemals die Filter des Innengeräts gereinigt? Ich kann mich nicht erinnern, die beiden Filtereinsätze sprachen Bände und unterm Wasserstrahl kamen viele, dicke Staubflocken herunter. Und nun wird es auch bei nicht voller Stufe und ohne Zuhilfenahme des besagten Heizlüfters hier drin wieder warm genug.
So sehen die Packungen Müsliriegel von Nature Valley aus. Ein relativ normales Format für Müsliriegel-Packungen und auch ganz korrekt beschriftet: 10 Riegel (5x2), 2 x kanadischer Ahornsirup, 1 x Hafer & dunkle Schokolade und 2x Hafer & Honig. Alles ganz transparent.
Zum Superbowl (und den vor allem noch bevorstehenden wichtigen Events) haben wir einen Aufsteller mit Root Beer und Grape Soda bestellt. Ich berichtete ja heute früh davon, dass wir uns mit solchen themenbezogenen Artikeln eher zurückhalten, aber selbst ich kenne mittlerweile viele Superbowl-Fans und abgesehen davon steht auf dem Display davon gar nichts drauf. Das sind einfach nur neutral gehaltene Dosen mit Root Beer und Grape Soda.Hier noch nicht komplett ausgepackt zu sehen:
Da ich noch nie ein Root Beer probiert hatte, musste ich natürlich sofort mal testen. Einer Kollegin, die gerade im Büro stand, drückte ich spontan mein Handy in die Hand: "Halt mal die Kamera drauf!"
Das Video war in dem Moment gar nicht zur Veröffentlichung geplant gewesen, ist aber doch eine schöne Erinnerung an diesen erhabenen Moment geworden.
Nachdem die Schrecksekunde überwunden war, landete der Rest der Dose doch im Ausguss. Die Schmerzgrenze war für mich definitiv schon überschritt. Brr …
Unsere Inventurhelfer haben dieses Jahr wirklich einen guten Job gemacht und auch für's berühmte Bingo hat es eigentlich nicht gereicht, aber ein "regelwidrige" Schmierereien mussten wohl sein.
Ist das jetzt auf dem unteren Bild eine einzige "RTD" Dose, sind es 5, 15 oder gar 105? Fröhliches Rätselraten. Erfahrungsgemäß soll das eine Fünfzehn sein, so haben wir es jetzt zumindest verbucht …
Mit Anlassbedingten Artikeln halten wir uns eher zurück, gebe ich ja zu. Weihnachten, Ostern, Silvester, Grillen, klar. Aber diese vielen kleinen anderen Anlässe vernachlässigen wir eher meistens. Einschulung, Halloween, Vatertag, Muttertag, Sportveranstaltungen (dazu später noch mehr), Valentinstag … Die finden halt statt, aber dafür fluten wir den Laden nicht mit massenhaft anlassbezogenen Produkten.
Manchmal eben schon und ich gebe zu, dass ich die Herztorten mit Himbeeren, die vor Wochen in der Vorbestellung zu ordern waren, einfach nicht ignorieren konnte. Keine große Menge, etwas Platz finden wir immer in einer Tiefkühltruhe und selbst nach dem Valentinstag schmecken die bestimmt noch. Eine Kollegin war jedenfalls ganz begeistert und hatte sich nach dem Auspacken direkt selber eine zurückgelegt.
Motor an, Hörbuch an und dann abwarten, bis die "Teppichrunde" zu Ende im großen Saal im Obergeschoss des Nachbargebäudes beendet ist. Würde da ein Zaun stehen, wäre die Einfahrt genauso zugeparkt und das Problem letztendlich das selbe.
Vor knapp zwei Jahren stellte ich die beiden unterschiedlichen Plakattypen vor, die ich drucken konnte. Die hübschen, jedoch kostenpflichtigen, mit Produktabbildung und die etwas altbackenen im 80er-Jahre-Chick.
Ich bin immer noch der Meinung, dass ich die 20 Euro nicht investieren müsste, jedoch stellt sich demnächst die Frage, welche Plakate ich haben möchte, gar nicht mehr. Die Software, mit der wir die reinen Textplakate erstellen konnten, wird bald nicht mehr mit Daten versorgt und damit hat sich die Thematik ohnehin erledigt.
Seit dieser Woche schon haben wir also die Fensterplakate mit Produktabbildung im Einsatz, jedoch mit weißem statt mit Schiefertafel-Hintergrund, was natürlich Unmengen an Toner spart. Unten seht ihr eines der Plakate für die kommende Woche, bei EDEKA sind Erdbeeren aus Griechenland für 2,49 € im Angebot. Also kauft!