Seit letzter Woche haben wir noch eine weitere Kamera hier im Markt hängen. Über der Lagertür befestigt guckt diese von dort aus in einem der beiden Hauptgänge nach vorne und hat dabei das Fairtrade-Regal, einen Teil der Aktionsfläche und ein paar Stirnregale von der Getränkeabteilung im Blick.
Diesen Blick in den Laden habe ich schon oft sehr schmerzlich vermisst, aber ich kam irgendwie nie dazu, das endlich mal zu erledigen. Nun haben Ines und ich uns durchgerungen und dabei ist das gar keine langwierige Arbeit. Kamera ins Netzwerk hängen, IP-Adresse notieren, im Rekorder anlernen, Standort suchen, festschrauben, mit einem Patchkabel ans nächste Netzwerkkabel anschließen – fertig.
Unser ehemaliges Hachez-Lindt-Nussregal ist nun seit gestern unser neues Regal für Express-Reis (diese Tütchen für die Mikrowelle) und vor allem Kartoffelprodukte wie Kartoffelpüree und Knödel. Nachdem sich die Edeka ewig lange mit Pfanni gestritten hat, sind die Artikel nun seit einer Weile wieder lieferbar und ab sofort haben auch wir sie wieder vollumfänglich im Sortiment:
zu dem Thema gab es länger nichts zu lesen und ich möchte mal eine Frage loswerden, die mich schon länger umtreibt.
Ich habe keine Ahnung, ob Du dazu etwas schreiben möchtest oder kannst.
Mir - und natürlich anderen Kunden - ist schon länger aufgefallen, dass an sich hochpreisige Produkte in recht übersichtlichen Intervallen deutlich rabattiert angeboten werden, in allen Supermärkten.
Ist das eine willkürliche Auswahl der Hersteller / Lieferanten oder wird das aufgrund von Absatzmengen ermittelt?
So Du es weißt und darüber berichten kannst, würde ich mich über einen neuen Blogbeitrag dazu freuen.
Erstmal vorab: Welche Artikel die Handelsketten in die Werbung nehmen, ist in erster Linie deren Entscheidung und hat nichts mit den Herstellern zu tun.
Auffällig ist, dass immer wieder die gleichen Produkte in einem mehrwöchentlichen und nicht zwingend streng regelmäßigem Turnus beworben werden. Allen voran sind die großen Markenartikel, bekannte Artikel, die ohnehin ständig im Fokus der Kunden stehen und die oft schon zu Normalpreisen keine allzu großen Margen bieten. Das Ergebnis der jahrzehntelangen Preisschlacht im Lebensmitteleinzelhandel in diesem Land.
Welche Artikel warum in welcher Woche beworben werden, kann ich nicht verraten. Ob die entsprechenden Abteilungen da einfach würfeln, ob sie sich beim Wettbewerb inspirieren lassen oder ob sie schlichtweg systematisch Listen abarbeiten, damit alle Produkte nach und nach mal drankommen, vermag ich nicht zu sagen. Da bin ich komplett raus.
Als wir vor Edeka unsere wöchentlichen Angebote selber gemacht haben, war es eher ein Würfeln. Wir sind durch den Laden gegangen und haben uns die Artikel rausgesucht, einfach so aus der Laune heraus. Hatte auch funktioniert, aber war aus verkaufspsychologischer Sicht vermutlich eine Vollkatastrophe. Aber solche Sachen haben mich ja noch nie interessiert.
Zurück zu Andreas' Frage: Tut mir leid, dass ich diese nicht oder vermutlich nur unzureichend beantworten kann. Das ist eine Thematik, mit der ich mich nicht so richtig auskenne, weil sie mir schlichtweg nicht wichtig ist.
Ich kannte das Getreide Emmer zwar namentlich und ich wusste, dass es das gibt, aber wir haben es nicht im Sortiment und in den vergangenen 24 Jahren hat auch noch nie ein Kunde danach gefragt, resp. wurde diese Frage dann nicht an mich herangetragen.
Und dann kam eine Kundin direkt auf mich zu, ich suchte in unserem Edeka-Sortiment und augenscheinlich ist der Artikel sogar gelistet und bestellbar. Ob es geklappt hat, werden wir am Freitag sehen …
Kennt ihr Emmer und habt damit schon einmal gearbeitet?
Ich weiß nicht warum, aber die Auswahl an weihnachtlichen Kerzen, welche über die bekannten Lieferanten in der Vergangenheit immer bestellbar waren, ist spätestens seit dieser Saison gewaltig geschrumpft. Vorbestellen konnten wir jedoch unter anderem ein Display mit den unterschiedlichsten Bienenwachskerzen. Sogar ein Set um Kerzen selber zu rollen, ist dabei. Eigentlich ganz cool.
Was ich bei der Bestellung nicht auf dem Schirm hatte, waren die Preise. Kerzen im Bereich jenseits der 5 Euro bis hin zu 13,99 €, für eine Kerze jeweils wohlgemerkt, ist schon sportlich. Kommt mir auch vielleicht nur so vor, weil ich nicht so sehr kerzenerfahren bin. Dabei sind die Preise sogar schon eher knapp und bestimmt nicht "zu teuer" – online zahlt man für die Produkte des selben Herstellers durchaus noch ein paar Euro mehr.
Aber vielleicht haben wir ja Kunden, die auch diese Produkte zu schätzen wissen:
Zu den Spitzenzeiten von Corona war die Versorgung mit einfachen medizinischen oder FFP2-Masken teilweise nicht immer einfach. Daraus ergab sich dann, dass wir, um die immens hohe Nachfrage zu decken, immer massenhaft bestellt haben. Was wir bekommen konnten, haben wir mitgenommen.
Nun haben / hatten wir noch eine große Kiste voller 10er-Packungen FFP2-Masken hier im Lager stehen. Ab und zu kaufte mal jemand so eine Schachtel, aber insgesamt ist die Nachfrage deutlich gesunken. Vom Renner mit Versorgungsengpässen mutierten sie zwar nicht zum Ladenhüter, aber die Masken sind definitiv ein Langsamdreher geworden. Was überhaupt niemandem aufgefallen war: Die Dinger haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Logisch irgendwie, schließlich handelt es sich um ein Medizinprodukt, aber so richtig auf dem Schirm hatte das niemand. Wie auch immer: Nun sind sie zum Sonderpreis zu bekommen …
Vollkommen sinnfrei, aber irgendwie lustig: Ein Kugelschreiber, den ich als Muster für mögliche Werbegeschenke bekommen habe, ist mit einem kleinen drehbaren Element ausgestattet, den man mit dem Daumen beschleunigen kann. Diesen kleinen Fidget Spinner zu bearbeiten schont auf jeden Fall die Nerven der umstehenden Leute, die einem sonst beim ewigen Klick-Klack beim Betätigen des Druckknopfes für die Mine irgendwann den Hals umdrehen würden.
Wäre hier im Blog keine Erwähnung wert, wenn nicht das erste Viertel des Filmchens in einem gewissen Edeka-Markt in der Bremer Neustadt gedreht worden wäre.
Diese drei Strichcodes habe ich auch von Michael bekommen. Das Grundthema mit den Blumen scheint Lidl für unterschiedliche Bio-Produkte zu verwenden. Diese sind auf Milch und Mehl und auf dem unteren Bild mit gedrehter Biene auf Dinkel-Nudeln zu finden.
In letzter Zeit hatten wir mit unserer Ladendecke gar nicht mehr weitergemacht. Das inzwischen über ein Jahr alte Angebot vom Maler müsste noch einmal aktualisiert werden und es hängen immer noch rund zwei Dutzend der alten Leuchten ungenutzt an der Decke.
Mein erklärtes Ziel ist, da jetzt mit Vollgas durchzugehen und diese Baustelle zu beenden. Fünf der alten Kästen haben wir heute schon abgebaut, der Rest folgt in den nächsten Tagen. Da die noch vorhandenen sich allesamt im Bereich der Kasse befinden, ist es während der Öffnungszeiten immer etwas mühsam, diese Arbeit zu machen. Zum einen steht die Leiter im Weg, zum anderen rieseln Staub und Mörtelkrümel nach unten. Aber wir werden uns da konsequent durcharbeiten.
Mit der letzten Lieferung kamen noch zwei weitere Displays mit Weihnachtsware. Damit aktuell gut zwei Dutzend Aufsteller mit weihnachtlichem und herbstlichem Bezug hier im Markt stehen. Da werden zwar noch immer wieder mal ein paar weitere Displays in den nächsten Wochen geliefert, aber die große Masse steht nun schon hier. Von den Rennern wie beispielsweise Lebkuchen oder Spekulatius wird noch das eine oder andere Display folgen und auch der Löwenanteil an Artikeln wie Schokoladenweihnachtsmännern fehlt noch – aber ansonsten sind wir nun relativ komplett:
Die Platzierung von Pesto und Nudelsaucen haben wir bereits Ende der Woche noch erledigt. Was noch fehlt ist ein vernünftiges Konzept bei den reinen Tomatenprodukten und danach natürlich final bei den Nudeln. Den Job werden wir im Laufe der Woche erledigen, vielleicht mache das auch am Feiertag. Mal gucken.
Hier ist noch ein Schnappschuss, den ich beim Unwetter Anfang September geknipst hatte, während ich meine Runden unter der Stephaniebrücke gedreht habe.
Wenn man genau hinguckt, kann man am Horizont eine Brücke über die Weser erkennen. Diese ist rund einen halben Kilometer entfernt. Die schlechte Sicht ist nicht durch Nebel entstanden, sondern war einzig dem Starkregen geschuldet.