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Fürsorgepflicht des Arbeitgebers?

Vor einer Weile hörte ich ein Hörbuch, in dem eine junge Frau entführt und in einem Kellerverließ gefangen gehalten wurde. Gleich in den ersten Tagen überlegte sie, ob irgendjemand sie vermissen würde. "Hat mein Arbeitgeber nicht eine Fürsorgepflicht und wird mein Fehlen der Polizei melden?", überlegte sie unter anderem.

Ja, hat der Arbeitgeber denn so eine Fürsorgepflicht, die auch so weit geht?

Wir hatten das im Laufe der Zeit schon einige Male, dass Mitarbeiter/innen (vor allem Männer (nein, bislang nur Männer)) plötzlich nicht mehr zur Arbeit kamen und nicht mehr erreichbar waren. Beim ersten Mal waren wir noch besorgt und haben wirklich versucht, diese Person auf allen Kanälen zu erreichen und waren sogar an die uns bekannte Meldeadresse gefahren und haben (erfolglos) geklingelt.

Kurz: Es gibt kein Gesetz das konkret formuliert ist, nach einer Zeit x die Polizei zu kontaktieren und das Verschwinden einer Person zu melden. Als Arbeitgeber hat man dahingehend also keine Verpflichtung und wird auch nicht haften, wenn man nicht die Polizei informiert hat und dadurch Schlimmeres passiert ist.

Wie würde ich damit umgehen, bzw. wie gehe ich damit um?

Das ist nicht pauschal zu beurteilen, sondern ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Vor allem spielt die Einschätzung des Lebenswandels der verschwundenen Person eine Rolle. Verschwindet eine langjährige Mitarbeiterin mit Familie und geregelter Lebenssituation einfach so, würde ich mir schon Gedanken machen und zunächst alle Kontaktmöglichkeiten ausschöpfen und sogar wieder persönlich bei ihr zu Hause klingeln.

Verschwindet ein Mann, Single und mit eher lockerem Lebenswandelt außerhalb des Arbeitsplatzes, vielleicht sogar mit Auffälligkeiten in der Vergangenheit hinsichtlich Unpünktlichkeit oder Alkoholkonsum, wäre die Lunte vermutlich deutlich länger oder ich würde ein spontanes Verschwinden sogar mit einem Schulterzucken hinnehmen.

Es ist ja nicht so, dass sowas alle paar Wochen mal vorkommt. In 25 Jahren waren es nicht einmal ein halbes Dutzend Fälle, die Zahl ist also sehr überschaubar und die Personen waren so unterschiedlich, dass ein Vergleich für eine pauschale Aussage nicht möglich ist.
Natürlich nutzten wir immer die üblichen Wege und nachdem wir nichts erreichen konnten, haben wir es immer über unter Zeugen eingeworfene Abmahnungen und Kündigungen geregelt. Meistens liefen diese dann aber auch ins Leere und ich habe das Arbeitsverhältnis beendet (Abmeldung beim Lohnbüro) ohne dass noch irgendwelche Reaktionen kamen.

Dass wir echte Sorgen hatten und befürchteten, dass jemand ernsthaft in Gefahr sein könnte, hatten wir noch nie. Ich bin auch ganz sicher, dass wir, wenn wir diese Annahme begründet haben würden, selbstverständlich die Polizei informieren würden. Trotz der Erfahrungen in der Vergangenheit. Nicht wegen irgendwelcher Fürsorgepflichten des Arbeitgebers, sondern rein aus Menschlichkeit und Verantwortung.

Achtung: Ich bin kein Anwalt! Das alles ist eine Einschätzung aus meiner Erfahrung als Arbeitgeber, gepaart mit einer Portion gesundem Menschenverstand. Nagelt mich also nicht darauf fest, wenn ihr auch so handelt und das dann in die Hose geht.

KI-Spaß mit Gregor und Björn (55)

Manche Sachen schafft die KI einfach nicht. Ich hatte eine Idee für ein Bild, das Prompt lautete folgendermaßen:

Eine schwarz-gelb getigerte Katze im Stil eines Ölgemäldes aus dem 17. Jahrhundert gemalt, die gerade im im Garten in einer Hängematte liegt und sich ausruht. Die Hängematte ist zwischen zwei großen Bäumen befestigt, unten ist Gras und im Hintergrund ist ein Wald zu sehen.
Die Ergebnisse waren etwas schräg, entweder fehlten der Katze Schwanz und Hinterbeine komplett (wie auf dem ersten Bild) oder die Körperteile haben die Hängematte einfach durchdrungen, was bei einem geschlossenen Tuch ohne große Maschen schon sehr komisch wirkte.











Über ein Jahr später habe ich nun das selbe Prompt noch einmal ChatGPT vorgeworfen. Das Ergebnis sehr ihr unten und es gleichermaßen erschreckend wie beeindruckend, wie sich die Systeme weiterentwickelt haben …


Einkaufsgutschein: "50 Jahre SPAR"

Der deutsche Ableger der SPAR wurde 1952 gegründet, das Jubiläum "50 Jahre SPAR" fand folglich 2002 statt, zwei Jahre nach unserer damaligen Neueröffnung.

Wir konnten damals fertige (Blanko-)Einkaufsgutscheine über die SPAR bekommen, im Jubiläumsjahr waren sie mit einen entsprechenden Hinweis bedruckt. Wäre damals kaum eine Meldung hier im Blog wert gewesen (obwohl, "Belangloses aus dem Supermarkt" (die wechselnden Untertitel kommen wieder) würde es genau treffen), aber nun, 24 Jahre später, habe ich noch so einen Gutschein in unserem Schränkchen im Kassenbüro entdeckt.

Jetzt, heute, ist es definitiv erwähnenswert, wenn der Gutschein nicht sogar schon fast ein Fall für das (virtuelle) SPAR-Museum ist. Nein, der kommt nicht ins Altpapier, den bewahre ich auf. :-)


Spazierfahrt für unsere alte Klimaanlage

Auf die Firma, die unsere Klimaanlage im Kassenbüro installiert hatte, war ich gekommen, weil sie beim benachbarten Moscheegebäude zwei Klimaanlagen zur Installation abgeladen hatten.

Ein paar Tage, nachdem wir unsere Anlage bekommen haben, war nun auch die Moschee dran. Ich guckte etwas blöd, als das Fahrzeug der Monteure mit geöffneter Heckklappe neben unserem Zaun stand und ich genau auf die Geräte unserer alten Anlage schaute.

Da waren sie wohl nur noch nicht dazu gekommen, sie zu entsorgen. Die Anlage ist schrott und auch von innen völlig vergammelt. Die würden sie bei niemandem wieder einbauen. (Hoffe ich jedenfalls. Für den Kunden.)


Wer die Wahl hat, hat als Delmenhorster anderen Qualen

Wahlkampf in Delmenhorst für die anstehende Kommunalwahl. An manchen Laternenmasten ist eine etwas kuriose Stafflung der Wahlplakate gewachsen. Wer zuerst kommt, hängt sein Plakat auf Augenhöhe auf. Vorhandene Plakate wurden offenbar einfach nur nach oben weitergeschoben.

Bei einer klassischen Peitschenleuchte kommt man dann irgendwann von der Senkrechten in die Horizontale und so hängen zwei der Plakate inzwischen schon über der Fahrbahn. Noch ein Plakat mehr und es fängt an, dunkel zu werden …

Ob es noch sicher ist, während der Autofahrt die Plakate mit dem um 90 Grad zur Seite geneigten Kopf zu lesen? :-)


Stillleben mit Thunfischverpackungen

Als ich am Morgen zur Firma kam, prangte dieses Stillleben an der Magnetpinnwand (die im wahren Leben die Seitenwand unserer Schließfachschränke ist) und verursachte zur Begrüßung ein dickes Fragezeichen in meinem Kopf.

Ich dachte mir meinen Teil: Thunfisch geklaut.
Für weitere Antworten musste ich auf den Kollegen warten, der am Abend zuvor hier Dienst hatte.

Der Thunfisch war wohl tatsächlich gestohlen worden, ein anderer Kollege hatte die leeren Packungen hinten in einem Regal gefunden. Täter unbekannt.
Bei dem Seitenschneider dachte ich auch zunächst, dass ein erwischter Ladendieb diesen zurückgelassen hätte, aber dazu bekam ich ebenfalls keine konkrete Antwort. Das Werkzeug lag auf einem leeren Rollcontainer mitten im Laden. Ob den nun ein Bösewicht oder irgendjemand anders dort vergessen hat, blieb ebenfalls unklar.


Vola-Olivenöl in Plastikflaschen

Wir haben zwei Muster von unterschiedlichen Ölen von "Vola" bekommen. Spontane Meinung: Brauchen wir nicht, mit 6,99 € für 150 ml Öl auch nicht gerade günstig und warum ausgerechnet in einer Plastikflasche?

Dazu kennt kaum jemand die Marke. Kunden müssten sich für relativ viel Geld auf eine komplett neue Marke einlassen. Das ist wohl tatsächlich eher was für den Onlinehandel und nicht für einen Supermarkt. Vielleicht mal als Zweitplatzierung zum Thema Grillen o.ä., aber fest im Olivenölregal? Ich bezweifle den Erfolg (hier bei uns im Laden) und lasse auf jeden Fall die Finger davon.

Wie seht ihr das?


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Elefant im Waschzuber

Letzte Woche habe ich ein kleines Päckchen bekommen. Darin war neben einem Haufen Verpackungsmaterial auch ein Brief von Blogleser Stephan. Lest selber:



Das "badende Rüsseltier" ist ein kleiner Keramik-Elefant, der in einem etwa zwölf Zentimeter durchmessenden Keramik-Waschzuber hockt. Der kleine Rüssler sitzt jetzt mitsamt Badewanne in einer der kleinen Vitrinen hier bei mir im Büro.

Vielen Dank für die gelungene Überraschung, ich habe mich sehr gefreut. Wenn auch ohne viele und pathetische Worte an dieser Stelle. :-)


JUIZY Sirup

Die kleinen Sirup-Flaschen von "More" hat vermutlich jeder inzwischen schon einmal gesehen. In vielen Supermärkten werden sie angeboten und auch wir haben ein paar davon und trotz des regulären Preises von 5,99 € für so ein kleines Fläschchen, verkaufen sie sich relativ gut. Verständlich, denn der Inhalt ist echt ergiebig. Das muss ich zugeben.

Ein Konkurrenzprodukt zu More ist "Juizy", das in ähnlichen Flaschen gleicher Größe verkauft wird. Allerdings für 3,99 € pro Flasche, was schon ein Unterschied ist. Der Vertreter hat mir zwei Sorten zum Probieren dagelassen und inzwischen haben wir beschlossen, dass wir sie nicht bestellen werden.

Ines und ich mochten sie nämlich gleichermaßen nicht und außerdem ist der Sirup sehr viel dünnflüssiger als bei More. Ob eine weitere Vermutung wirklich so ist, kann ich nicht abschließend beurteilen, aber die Produkte von More sind sehr viel dickflüssiger und ich impliziere da "mehr Konzentrat = mehr Ergiebigkeit". Da würde sich der Preis dann wieder relativieren.

Haben wir da draußen Leser, die beide Produkte können und mal aus dem Nähkästchen des täglichen Konsumierens plaudern können?


Faltenfreies Schokocroissant

Die Schokocroissants, die wir hier selber aufbacken, sehen eigentlich IMMER so aus, wie 90% der Croissants in diesem Bild – nämlich mit einer unebenen, welligen, faltigen, blättrigen Kruste von dem Plunderteig.

Nur dieses eine, auf dem Bild in der Mitte auf der linken Seite, sieht aus, als hätte man statt des Gebäcks ein kleines Kissen aus der Puppenstube mit in den Ofen gelegt. Warum? Keine Ahnung. Die gefrorenen Rohlinge stammten alle aus dem selbem Karton und haben auch allesamt die selbe Behandlung von mir bekommen. Ungewöhnlich? Ja. Aber auf jeden Fall ausreichend belanglos, so dass ich davon unbedingt ein Foto fürs Blog machen musste. :-P


DH-Idioten (6)

Die eingezeichneten Parkplätze sind aber auch immer so knapp bemessen, wie soll man denn da nur einen ausgewachsenen Volkswagen drauf abstellen? Die kleine Raumforderung nach links ist da reine Notwehr. Anders kann es nicht sein, aber es könnte natürlich auch am Kennzeichen liegen. ;-)


Der höchste Spendenbon seit längerer Zeit

Allsamstäglich leere ich die Spendenbox und trage die Summe der sich darin befindlichen Bons in meine Datei ein. Seit Jahren schon verdopple ich dabei den jeweils höchsten Bon der Woche auf eigene Rechnung.

Heute war der höchste Bon mit über sechs Euro (okay, einen Cent darüber, aber immerhin) mal wieder auffällig hoch. Meistens ist bei höchstens drei Euro (+ Nachkommastellen) Schluss. Auch diesen Bon habe ich natürlich verdoppelt und so hat sich heute der Inhalt der Box auf ungewöhnliche hohe 31,91 Euro summiert. :-)

Insgesamt sind seit Beginn der Aktion übrigens schon 13.871,57 € zusammengekommen!