Fristlos gekündigt – und trotzdem morgens zum Dienst
Vor einigen Jahren hatten wir einen Aushilfsmitarbeiter, der offenbar ziemlich unzufrieden mit seiner damaligen Lebenssituation war. Dass man mit einem Aushilfsjob bei uns nun einmal nur ein paar hundert Euro verdient, gehörte offenbar ebenfalls zu den Dingen, die ihm zunehmend gegen den Strich gingen.
Eines Abends entlud sich dieser Frust dann bei mir per WhatsApp. Mutmaßlich war dabei reichlich Alkohol im Spiel. (Nicht auf meiner Seite
) Jedenfalls bekam ich eine kleine Tirade getextet, in deren Verlauf unter anderem die Begriffe "Arschloch" und "Scheiß Kapitalist“ fielen. Damit war das Arbeitsverhältnis dann auch ziemlich abrupt beendet: Es folgte bei unserer nächsten Begegnung die fristlose Kündigung durch mich. Das "Arschloch" sollte als Begründung ausreichen, wäre die Sache tatsächlich vor einem Gericht gelandet, hätte die Tatsache, dass es nur eine Aushilfsjob und keine Festanstellung gewesen ist, mir ohnehin wahrscheinlich in die Tasche gespielt.
Er quittierte die Kündigung mit der Bemerkung, dass das hier ohnehin eine Scheißfirma ist und er es nicht nötig hat, sich für ein paar Kröten für einen Kapitalisten kaputtzumachen, bla, bla, bla …
Jetzt könnte man meinen, dass wir damit geschiedene Leute waren. Aber, nein, das sah er (nun Ex-) Kollege wohl anders. Am nächsten Morgen erschien er nämlich wieder ganz normal zur Arbeit. Nicht zum Entschuldigen, nicht für weitere Diskussionen und auch nicht, um irgendwelche Sachen abzuholen.
Nein. Er kam einfach zur Arbeit. Hatte sich am nächsten Morgen hier von mir zunächst unbemerkt "reingeschlichen" und um 8:37 Uhr ganz regulär eingestempelt und hat mit der Arbeit in der Getränkeabteilung begonnen.
Ja, nee, ist klar – am Vorabend noch Arschloch und Scheißkapitalist, am nächsten Morgen wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Manche Menschen haben wirklich eine beeindruckend kurze Halbwertszeit für Konflikte. Aber da der Drops gelutscht war, durfte er seine Sachen packen und gehen.
Danach habe ich wirklich nichts mehr von ihm gehört und gesehen, zumindest nicht hinsichtlich unseres Beschäftigungsverhältnisses. Dass er immer noch als Kunde kommt und sein Geld hier lässt, nun, das ist nett.
Eines Abends entlud sich dieser Frust dann bei mir per WhatsApp. Mutmaßlich war dabei reichlich Alkohol im Spiel. (Nicht auf meiner Seite
Er quittierte die Kündigung mit der Bemerkung, dass das hier ohnehin eine Scheißfirma ist und er es nicht nötig hat, sich für ein paar Kröten für einen Kapitalisten kaputtzumachen, bla, bla, bla …
Jetzt könnte man meinen, dass wir damit geschiedene Leute waren. Aber, nein, das sah er (nun Ex-) Kollege wohl anders. Am nächsten Morgen erschien er nämlich wieder ganz normal zur Arbeit. Nicht zum Entschuldigen, nicht für weitere Diskussionen und auch nicht, um irgendwelche Sachen abzuholen.
Nein. Er kam einfach zur Arbeit. Hatte sich am nächsten Morgen hier von mir zunächst unbemerkt "reingeschlichen" und um 8:37 Uhr ganz regulär eingestempelt und hat mit der Arbeit in der Getränkeabteilung begonnen.
Ja, nee, ist klar – am Vorabend noch Arschloch und Scheißkapitalist, am nächsten Morgen wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Manche Menschen haben wirklich eine beeindruckend kurze Halbwertszeit für Konflikte. Aber da der Drops gelutscht war, durfte er seine Sachen packen und gehen.
Danach habe ich wirklich nichts mehr von ihm gehört und gesehen, zumindest nicht hinsichtlich unseres Beschäftigungsverhältnisses. Dass er immer noch als Kunde kommt und sein Geld hier lässt, nun, das ist nett.









