Ein Typ legte sich mehrere Flaschen Billigbier in seine mitgeführte Plastiktüte und ließ auf dem Weg zur Kasse eine Dose Erdnüsse in der Jackentasche verschwinden, die er dann auch entsprechend meiner Erwartung nicht auspackte.
Als wir uns mit drei Kollegen in Kassennähe positionierten, wurde der Mann wohl doch misstrauisch und packte die Nüsse aus. Keine Anzeige, aber ich legte ihm nahe, sich hier nicht wieder blicken zu lassen.
Der alte Tiefkühlschrank muss jetzt weg!
So schön es auf dem Foto auch aussieht – wir haben damit nur noch Probleme. Seit der Sache mit der
abgefallenen Tür funktioniert die Heizung im Türrahmen nicht mehr, wodurch sich Eis dran bildet, der Schrank schließt nicht mehr richtig, es schlägt sich mehr Kondenswasser im Verdampfer ab, was Eisschichten und damit Temperaturprobleme zur Folge hat, die nur mit umständlichen (oder wenn es ein bestellter Monteur macht) teuren Arbeiten wieder zu beseitigen sind, dazu kommt die Arbeit für's Ein- und Ausräumen, dann noch Verluste durch angetaute Ware und, und, und…
Egal, wie der zeitliche und technische Ablauf der Modernisierung hier weitergeht: Der Schrank ist jetzt die erste größere Baustelle. Ich warte derzeit auf zwei Angebote für Außerbetriebnahme, Demontage und Entsorgung. Sobald ich da was habe, werde ich zwei der neuen Sydney-Kühltruhen bestellen, die aber leider eine Lieferzeit von mehreren Wochen haben. Diese beiden Truhen werden dann zunächst dort aufgestellt werden, wo momentan noch der TK-Schrank steht. Ist zwar etwas weniger Platz, aber mit dem Kompromiss werden wir leben (müssen). Nur so wie es jetzt ist, geht es nicht weiter.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag klingelte um 0:42 Uhr mein Handy. Da die Nummer an mehreren Immobilien als Notfallnummer angegeben ist und ich ohnehin noch wach war, ging ich ran:
"Harste!"
Hallo, ich stehe hier vor SPAR."
"Ja, und?"
"Ist zu."
"Ja, der Laden hat nur bis zwölf Uhr auf."
"Ich brauche aber noch was."
"Da steht 'im Nofall'!"
"Ich brauch noch was zu Essen."
"Notfall ist, wenn brennt. Nicht, wenn hunger!"
"Achso." – und legte auf.
Oh, Leute…
Vorschlag eines Kollegen: Häng doch den
kleinen Hinweis wieder an die Tür. Der war ja ganz spaßig, hätte diesen Mann aber mit ziemlicher Sicherheit nicht von seinem Anruf abgehalten…
Wusstet ihr überhaupt, dass wir in beiden Märkten (Neustadt und Findorff) den offiziellen "Bremer Müllsack" verkaufen? Der kostet pro Stück zwar 5,50€, kann aber mit an die Straße gestellt werden und wird dann auch von der Müllabfuhr mitgenommen.
Als ich am Zeitschriftenregal vorbeiging, staunte ich etwas: Warum ist da eine Staubmaske in einem der Sammelmagazine? Ist das eine neue Heimwerker-Serie? Nein, Handarbeiten. Das ist nämlich nur ein weißes Wollknäuel, was ich da zunächst für eine Atemschutzmaske gehalten hatte.
Im
Dezember 2015 berichtete ich ja schon, dass das Projekt eingestellt und gerne mit oder ohne Inhalt übernommen werden kann. Seit dem lag die Seite da so gelangeilt vor sich hin. Inzwischen habe ich es mal geschafft, sämtliche Inhalte zu entfernen und das Blog auf bis auf ein Impressum abzuspecken.
Irgendwann mal werde ich einige Domains kündigen, die hier im Hintergrund herumdümpeln und die eigentlich nicht gebraucht werden – und "neue.produkte.eu" wird auch dazu gehören.
Herrlich, diese Ruhe dank der Sperrliste in der Telefonanlage.
Nachdem ich das
neue Schloss für den Tresor ausgepackt hatte, staunte ich etwas über das angebrachte Sicherheitssiegel, das herstellerseitig schon eine Beschädigung aufwies.
Ist mir jetzt aber auch egal. Das Schloss funktioniert und ich sehe mit meinem technischen Verständnis auch keinen Grund, warum sich das in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren ändern sollte.
Der Vertreter war noch einmal da und wollte wissen, ob ich denn nun die
Zuckersterne für die schwimmende Feuerzangenbowle bestellen möchte.
Ehrliche Antwort: Nein.
Ich denke nämlich, dass die zum Ladenhüter werden.
Dass unsere Kleine mit ihren knapp dreieinhalb Jahren das Wort "
Einkaufsliste" kennt, finde ich aufgrund der Tatsache, dass sie zwar nicht unbedingt in, aber auf jeden Fall sehr intensiv mit einem Supermarkt aufwächst, gar nicht weiter verwunderlich.
Süß fand ich eben hier im Büro, dass sie, nachdem sie nach einem Zettel und einen Stift gefragt hatte, selber eine Einkaufsliste aufgeschrieben hat. Dann nahm sie sich noch ein rotes Körbchen und schon konnte es losgehen. Das dann aber mit Mama und einer zugegebenermaßen etwas weniger kryptischen Liste.
Ich möchte auf meinen
Artikel über die Bio Nord 2014 verweisen und mich an dieser Stelle einfach noch mal selber zitieren:
Nicht alle, aber doch erstaunlich viele Produzenten und Händler machten den Eindruck, als wäre ein kleiner nach Potpourri riechender Bio-Laden mit verstaubten Holzregalen die einzig legitime Vermarktungsform ihrer Produkte. An etlichen Ständen wurden wir, wenn wir uns als klassischer Lebensmittel-Einzelhandel (wenn auch mit großem Bio-Sortiment) zu erkennen gegeben haben, geradzu verächtlich angeguckt.
Für viele Erzeuger ist "Bio" nicht nur eine Einnahmequelle, sondern eine Lebenseinstellung die sie mit möglichst vielen teilen wollen und entsprechend positiv wird es von solchen Leuten aufgenommen, dass wir hier mit unserem kunterbunten Sortimentsmix solche Artikel bequem einer breiten Masse zur Verfügung stellen. Viele andere Bio-Lieferanten scheinen aber gar nicht zu wollen, dass ihre Produkte überhaupt einem solchen Kundenspektrum angeboten werden. Sie freuen sich nicht, dass wir die Vermarktung dieser Artikel forcieren und es über 1000 Kunden täglich ermöglichen, bequem und ohne dass jemand mit erhobenem Zeigefinger daneben steht, zur hochwertigen Bio-Alternative greifen zu können, ohne dafür eines der o.g. Fachgeschäfte aufsuchen zu müssen. Stattdessen brödelt man lieber in seinem elitären Kreis voller Birkenstock-Klischees vor sich hin.
Genau dieses Gefühl habe ich gerade wieder.
Einer unserer Großhändler hat von der Firma
Bauck-Hof die Ansage bekommen, uns grundsätzlich nicht mehr mit ihren Produkten beliefern zu dürfen. Wir sind eben kein reiner Bio-Laden, aber nur in solchen möchte man die Bauck-Artikel sehen. Statt die Chance zu nutzen, den Kunden die hochwertige Bio-Alternative verkaufen zu können, werden wir aufgrund des Nicht-Bio-Anteils quasi boykottiert. Welcher nun der richtige Weg ist, darüber kann man sicher streiten. Ich finde das gesunde Nebeneinander jedenfalls die interessantere Lösung, da Bio (oft auch wegen des höheren Preises) die von den meisten Kunden eher nicht bevorzugte Variante ist. Da können sie dann bei uns ganz ungezwungen eben doch mal zu den echten, guten Bioprodukten greifen.
Ach, was soll's. Ich wollte es schon immer mal sagen: Mimimi.
Nächste Woche kommt noch mal jemand von dem Ladenbauunternehmen, das nach dem Ausscheiden einer Mitarbeiterin den Kontakt zu mir verloren hatte. Sie will dann noch einmal die Situation hier vor Ort aufnehmen und dann eine Zeichnung und das dazugehörige Angebot erstellen.
Ich möchte ja immer noch die Bake-Off-Station mitten in den Laden verbannen, so dass Backofen und Vorbereitung offen sichtbar sind. Für die ortskundigen unter euch: Dort hin, wo momentan der Tiefkühlschrank und das Bio-Kühlregal stehen.
Momentan warte ich noch auf Zeichnungen und Angebote von zwei weiteren Herstellern von Kassentischen. Die Situation ist bei uns aufgrund der vorhandenen Pfeiler leider etwas schwierig. Dazu kommt, dass unser alter Kassentisch kleiner ist, als die heute verfügbaren Modelle. Damals war das mit dem "Arbeitsplatz" für die Kassierer etwas weniger streng geregelt, heute gibt es von der Berufsgenossenschaft vorgeschriebene Mindestgrößen für die Mitarbeiter, die sich natürlich in den gesamten Ausmaßen des Tisches widerspiegeln.
Seit gestern denke ich wieder ernsthaft darüber nach, statt einem Tandemtisch zwei einzelne Kassentische zu nehmen. Diese dann allerdings spiegelverkehrt, so dass dazwischen ein breiter Gang entsteht. Ist durchaus eine überdenkenswerte Lösung.
Der Täter, der am 17. Dezember 2016 hier einen Raubüberfall
versucht hatte, ist übrigens nicht gefasst worden, das Verfahren wurde soeben eingestellt.
Nicht immer allen Leuten entgegenkommen, auch mal "
NEIN!" sagen können – das musste ich erst lernen. Kam bei mir zwar schon vor rund 15 Jahren, aber schließlich konnte ich es dann. Tat auch gar nicht weh. Bis dahin habe ich immer versucht, allen Leuten irgendwie zu helfen. Sicherlich keine verkehrte Eigenschaft, aber wenn man sich dann hinterher über die sich daraus ergebenden eigenen Einschränkungen ärgert (ohne etwas daraus zu lernen), ist es auch nicht gut.
Rund ein halbes Jahr, nachdem ich mit meiner Selbstständigkeit hier angefangen hatte, bekam ich eine Anfrage von der Geschäftsleitung unserer SPAR-Zentrale, ob ich Interesse an der Ware aus einem geschlossenen SPAR-Markt hätte. Da wären sicherlich auch ein paar schlechte Artikel dabei, aber unterm Strich hätte ich mit dem großzügigen Sonderpreis eine gute Chance, hier etwas Geld reinzuschaufeln. (Das war die Sache mit den Glückwunschkarten, die ich hier im Blog
Anfang 2008 schon einmal erwähnt hatte.)
Letztendlich waren damals in besagter Konkursmasse sehr, sehr viele Artikel, die wir hier überhaupt nicht im Sortiment hatten. Wir sind die Sachen dann auch irgendwie losgeworden, aber Spaß gemacht hatte das alles nicht.
Etwa ein Jahr später sprach mich der Unternehmensberater unserer Zentrale erneut an, ob ich ihm noch einmal aus einem anderen zu schließenden Markt die Ware abnehmen würde. Spontan erinnerte ich mich an das Drama mit den nicht gelisteten und teilweise abgelaufenen Artikeln und natürlich auch an die große Kiste mit den Glückwunschkarten. Ich mochte ihn nicht vor den Kopf stoßen und druckste herum:
Jaaaaa…
Würden Sie die Sachen abnehmen?
Ach, ich weiß nicht.
Wenn Sie nicht wollen, dann nicht.
Ich würde Ihnen ja gerne helfen.
Sagen Sie einfach nein!
Hmmm, könnte ich vielleicht nur einen Teil…
Sagen Sie nein!
Nein.
Alles klar, ich frag mal weiter rum. Danke aber.
War gar nicht so schwer.
(Dialog sinngemäß wiedergegeben – hey, das ist 15 Jahre her.)