Einer der Momente, in denen man zunächst "Häh?!?" denkt, im zweiten Moment ebenfalls und später, wenn man sich die Sache nochmal durch den Kopf gehen lässt, kommt wieder nur ein "Häh?!?" dabei heraus.
Eine Kundin brauchte Hilfe in der Getränkeabteilung. Ein Kollege ging hin und zeigte der Frau, die "Beck's Pils im Sechserträger" haben wollte, den gewünschten Artikel.
Hier, bitteschön.
Ich suche aber Pils.
Das ist das normale Beck's Pils.
Ich weiß nicht…
Doch, das ist so.
Hmm, vielleicht möchte ich doch lieber ein anders Bier. Ich suche Pils, wissen Sie?
Der Kollege kam etwas verzweifelt ins Büro zurück:
Geh' du mal hin.
Wieso, was ist denn?
Frag' nicht…
Tat ich auch nicht, sondern ging selber zu der Kundin:
Was suchen Sie?
Beck's Pils, aber in den kleinen Flaschen.
Die haben wir hier als einzelne Flaschen und gleich daneben als Sixpacks, Sechserträger.
Ich suche aber Pils.
Ja, das ist Pils. Schon immer gewesen.
Was günstigeres als Beck's haben Sie nicht? Was ist denn das billigste Pilsbier, das Sie haben?
Da könnte ich ihnen unsere Eigenmarke "Ratskrone" anbieten.
Nee. Haben Sie noch andere günstige Sorten?
Ja, einige! Haake Beck, Bitburger, Hasserö…
…nee, das alles nicht.
Tzja, die Entscheidung kann ich Ihnen nicht abnehmen.
Dann bleibe ich wohl doch beim Beck's. Aber ich hatte sonst immer Pils, wissen Sie? Das mögen meine Freundinnen auch lieber als das Beck's, was Sie mir da eben gezeigt haben.
DAS IST PILS! Wirklich! Glauben Sie's mir einfach.
Da steht aber nichts drauf.
Doch, ganz klein auf den Flaschen.
Aha. Ach, ich weiß nicht so recht.
Ich hatte das Gefühl, so nicht weiterzukommen und ließ sie mit einem freundlichen Gruß und dem Hinweis, dass ich ihr nun alles gezeigt hatte, in der Abteilung stehen. Immerhin: Letztendlich kam sie mit einem Träger Beck's Pils an die Kasse. Juhu.
Unser
großer Kühlschrank, den ich vor ein paar Jahren (und zu Beginn der Nachtschicht-Phase) gekauft hatte, macht uns immer wieder Kummer. Erst das
Malheur mit der Tür und nun das: Eine Fassung (und seltsamerweise auch deren beiden Kabel) ist angeschmort und daher bleibt das Licht erstmal aus.
Die Kabel liegen natürlich
richtig leicht erreichbar unter einer einfach zu entfernenden Abdeckung kaum erreichbar im Gehäuse des Möbels und bis wir die Motivation finden werden, da ranzugehen, wird es wohl noch eine Weile dauern.
Inzwischen ist unser Handchecker
wieder repariert. Die gebrochene Halterung für Platine, die auch die beiden Gehäuseteile zusammenhält, haben wir mit Sekundenkleber zusammengesetzt…
…und das graue, eingerissene Gehäuse des Gerätes haben wir großzügig mit Pattex Baukleber (ich liebe das Zeugs!) ausgefüllt. Hält bombenfest und vielleicht haben wir so ja jetzt erstmal wieder sieben Jahre Ruhe mit dem Ding.
Der Großteil der Post, die ich hier in dir Firma bekomme, bedeutet Arbeit, Stress oder Kosten: Formulare vom Arbeitsamt oder irgendwelchen Versicherungen, Werbung, Behördensachen oder schlicht und einfach Rechnungen.
Trotzdem freue ich mich nach wie vor und seit Jahren täglich auf die Post, Mensch ist nunmal neugierig.
Und nun? Ist der Briefträger der Deutschen Post schon den zweiten Tag in Folge hier vorbeigegangen, ohne auch nur einen einzigen Brief abzuwerfen. Und sogar von den privaten Postdiensten habe ich seit gestern keinen einzigen Brief bekommen. Eigentlich sollte ich mich freuen, aber irgendwie ist das insgesamt eher enttäuschend.
Ein Versandhandel für Bonrollen rief mich an und wollte mir im Telefonverkauf die unterschiedlichsten Papierrollen für meine Kassen und ec-Geräte anbieten. Ich Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass sie die Rollen, die ich für meine Kassen benötige, nicht regulär im Sortiment haben. Seine Erklärung:
"Da haben Sie Kassen im Einsatz, die nicht für den Einzelhandel gedacht waren. Gastronomie vielleicht."
Wie, bitte? Nicht für den Einzelhandel gedacht? Die "Beetle"-Kassen von Siemens/Wincor/Nixdorf sind zwar nicht mehr die allerneuesten, waren aber bis vor ein paar Jahren in etlichen tausend Supermärkten in Deutschland im Einsatz. Zum Beispiel hat der Discounter PLUS sie verwendet, SPAR sowieso, sonst hätten wir sie ja auch nicht.
Das war's dann mit der gefühlten Fachkompetenz.
Ich mag es, wenn auf fertige Werbeschilder diese "LCD"-Anzeigen zum selbstbeschriften aufgedruckt sind. Mal eben mit einem schwarzen Stift die nicht benötigten Felder ausmalen – fertig.
Lustig finde ich es immer wieder, wenn Leute die Dinger unwissentlich invertieren und das, was sie schreiben wollen, mit schwarzer Farbe ausfüllen und die nicht benötigten Felder weiß lassen. Die Lesbarkeit dieser Preisschilder geht dadurch natürlich gegen null. Und
das sieht man sogar relativ häufig.
Das war am vergangenen Wochenende ein etwas chaotischer, wenngleich nicht verunglückter Verleih unserer Festzeltgarnituren. Vier Sets hatte ein Kunde vor Wochen schon reserviert, allerdings standen sie noch von unserem
Jubiläum im Markt in Findorff herum.
Vor dem Wochenende erkundigte sich der Kunde, ob das mit den Garnituren nun klargehen würde und ob das für die Party benötigte Bier auch gleich bei uns kaufen könnten. Siedendheiß fiel mir ein, dass die ollen "FZGs" ja in Findorff stehen. Da sie aber sowieso mit einem Fahrzeug abgeholt werden, einigten wir uns auf einen kleinen Deal: Ich schenke den Kunden eine Kiste Bier, dafür holen sie die Garnituren am Samstag in Findorff ab und bringen sie nach dem Wochenende wieder zu uns in die Gastfeldstraße. Damit waren sie einverstanden.
Am Samstag stelle sich heraus, dass sie aber nur drei Biertischgarnituren benötigen würden. Nachdem geklärt war, das sie nur drei Stück zu bezahlen brauchten, nahmen sie trotzdem alle vier Tische und die acht Bänke mit. So hatten die Kunden evtl. noch eine Reservebank (sozusagen), eine Kiste Bier gratis und ich meine vier Sets wieder in der Gastfeldstraße. Juhu.
Vor ein paar Tagen war die Außendienstmitarbeiterin eines Werbemittelherstellers bei mir und hat mir die unterschiedlichsten Produkte angeboten. Die klassischen "Give aways" (z.B. Kugelschreiber, Feuerzeuge, Einkaufswagenchips) kann ich gar nicht gebrauchen.
Ganz witzig waren eigentlich diese Flaschenöffner auf zwei Beinen, die man auch für irgendwelche Aktionen (z.B. als Draufgabe bei einer Kiste Bier) benutzen könnte. Aaaaaaaaber… Die Mindestabnahmemenge beträgt 450 Stück. Das wäre mir hier zu viel, aber man könnte die Menge ja auf beide Läden aufteilen. DANN wiederum müssten die kleinen Kerle aber beidseitig unterschiedlich (vorne SPAR, hinten nah&gut) bedruckt werden und aufgrund der beiden verschiedenen Logos kämen wir um einen klassischen Vierfarbdruck nicht herum – das würde insgesamt aber Kosten von rund 3,50€ netto pro Flaschenöffner bedeuten. Insgesamt würde mich der Spaß mal eben knapp 2000 Euro kosten und
das ist mir dann doch für eine "kleine Werbemaßnahme" entschieden zu viel…
Sebastian hat mir Fotos eines kleinen SPAR-Marktes in
Winningen bei Koblenz zugeschickt. Vielen Dank dafür!
Aber
was für Öffnungszeiten!
Nachdem ich
die Erlaubnis dazu erteilt hatte, sind die Beiträge dieses Blogs nun auch auf meinestadt.de unter "Aktuell"
zu finden.
Sollte ja eigentlich niemandem weh tun.
Ich habe folgende Mail bekommen:
Ich bin Polizeibeamter und war vor zwei Wochen in Berlin zur Unterstützung am Wochenende eingesetzt. Da fiel mir auf, dass da eine Gruppe Halbstarker mit einem Einkaufswagen durch die Gegend rannte. Ich hab mit meinem Kollegen überlegt, ob wir da einen Diebstahl beanzeigen wollen. Doch wir waren uns nicht sicher, ob das Sinn macht. Ersteinmal macht man sich da zum Idioten, wenn man dort groß eingreift und der Geschädigte eh keine Lust auf den Aufwand bzgl. Anzeige etc. hat (sehr viele große Unternehmen denken bei "kleinen" Delikten [vielleicht auch durchaus zu recht] so). Weiterhin waren wir uns aufgrund der starken Dichte von durchaus gleichen Märkten in Berlin auch nicht sicher, ob wir den Wagen zuordnen können.
Und hier kommen meine Fragen: Denkst du, dass die Märkte ein Interesse daran haben, hier zu handeln? Kann man die Teile eigentlich anhand irgendeiner Nummer etc. zuordnen? Welches Vorgehen würdest du dir da bei einem deiner Einkaufswagen wünschen?
Zu den Halbstarken kann ich nichts sagen, außer dass denen der Wagen mit großer Wahrscheinlich keit nicht gehört hat und dass bei einem pauschalen Eingriff der Ärger vermutlich den Nutzen überwogen hätte.
Einkaufswagen kosten relativ viel Geld. Grob 100 Euro für einen durchschnittlich großen Wagen, um mal eine Hausnummer zu nennen. Ob's den großen Ketten egal ist, weiß ich nicht. Die selbstständigen Einzelhändler (also
ich zumindest schon) haben aber mit Sicherheit ein Interesse daran, die Wagen wiederzubekommen. Und da kommt jetzt das Problem mit der Zuordnung: Viele Märkte haben keine individuelle Kennzeichnung an den Einkaufswagen dran. Eine Art Kennzeichen mit Nummer gibt es nicht, aber in den Griffen lässt sich ja (zumindest bei Wanzl) außer dem Firmenlogo jede beliebige Grafik unterbringen – warum nicht also auch den Namen oder die Adresse? Bei mir sind auch demnächst mal neue Wagen fällig, das anthrazitfarbene Muster ist hier immer noch im Einsatz, und die werden mich Sicherheit meinen Namen auf die Griffe bekommen!
Dieses Foto von der Ruine des
vor ein paar Wochen abgebrannten "E"-Marktes hat mir Christian zugeschickt. Es sieht dort nach wie vor trostlos aus, das gesamte Gelände ist derzeit ungenutzt.
Ich kann natürlich die Situation nicht beurteilen. Wie geht's dem Eigentümer (vor allem auch psychisch!), wie sieht's mit den Finanzen aus, wie groß ist die Motivation, das Geschäft überhaupt noch fortzuführen?
Mal ganz nüchtern aus der Distanz betrachtet: Ich glaube, ich hätte mich nicht unterkriegen lassen und möglichst zeitnah nach dem Brand eine Containerburg oder eine Stahlhalle aufgestellt und zumindest provisorisch (aber doch schon mehr als
hier) weitergemacht. Alleine schon, um ein Zeichen zu setzen – aber auch, um die Kunden vom Abwandern abzuhalten.