Johannes schrieb mir:
Hallo Björn,
nachdem ich weiss, wie sehr du immer für die Produkte der Fa Wanzl schwärmst ,-) wollte ich dir mal zeigen, was bei unserer Abschlussfeier mit einem solchen Wagen angestellt wurde....
Achja der Einkaufswagen ist vom REWE. Ich selber fand die Aktion nicht so prickelnd....ist ja immer noch Diebstahl.
Jaja, Alkohol und Schulabgänger.
Aber immerhin dürfte man das Ding dort ziemlich unbeschadet wieder herunterbekommen haben:
Eine junge Frau hatte während ihrer Suche nach den richtigen Getränken ihre Handtasche in der Getränkeabteilung auf den Bierkisten abgestellt – und dort nach erfolgreicher Bier-Suche vergessen.
Knapp zehn Minuten später bemerkte sie den Verlust, erinnerte sich aber daran, wo sie die Tasche abgestellt hatte und wandte sich schließlich an einen meiner Mitarbeiter.
Nach kurzer Suche in der Videoaufzeichnung hatten wir die traurige Wahrheit: Zwei (wenig vertrauenerweckende) Typen wollten eigentlich nur ein paar Sachen einkaufen (wobei ich mir damit nachträglich auch nicht mehr so sicher wäre) und entdeckten auf ihrem Weg durch den Laden die Tasche. Schnell gegriffen, in eine Jacke eingewickelt und raus aus dem Laden. Der andere bezahlte noch die Getränke und ging dann auch. Drecksäcke.
Viel konnten wir leider nicht machen. Die Kundin hat bei der Polizei Anzeige erstattet und ich habe die Videoaufzeichnung und einige Fotos vom Täter für die Polizei gesichert. Bringen wird es, vermutlich, nicht allzu viel…
Ein
ziemlich heruntergekommener Flaschensammler, den ich auch noch nie zuvor in meinem Laden gesehen hatte, kam mit etlichen tropfendnassen und stinkenden Plastiktüten voller ebensolcher Bierflaschen an die Leergutannahme. Er hatte wohl ein Problem mit dem Rücken, konnte nicht die Tüten gleichzeitig halten und den Leergutautomaten füttern und hat mich deshalb darum gebeten, die Flaschen für ihn wegzusortieren, bzw. ihm ein paar leere Rahmen hinzustellen und ihm beim Einsortieren der Flaschen zu helfen.
Er merkte wohl, dass ich ob des siffigen Inhalts der Tüten keine rechte Motivation dazu hatte und kramte aus einer seiner Taschen ein paar Arbeitshandschuhe hervor, die er mit entgegenhielt. Der Zustand der Handschuhe passe exakt zu den Tüten, den Flaschen und allem anderen. Niemals hätte ich die Dinger angezogen. Dann hätte ich doch sogar lieber die Flaschen mit bloßen Fingern aus den Tüten genommen. Aber zum Glück haben wir hier auch noch eigene Handschuhe bei der Leergutannahme liegen.
Horst hat mir neben den Fotos vom SPAR-Markt auf Kreta noch mehr Bilder geschickt. Diesmal von einem SPAR-, äh, Verzeihung, "SPAR"-Markt in der Nähe von
Cabo Roig in Spanien.
Das Akronym "SPAR" ergibt sich in diesem Fall aus dem Satz "
Slashing
Prices
All year
Round", ansonsten werden auf den ersten Blick viele den Unterschied zum echten SPAR wohl gar nicht erkennen:
Nach meinem Beitrag "
Keine Post" vor ein paar Tagen haben sich doch tatsächlich ein paar Blogleser aufgerufen gefühlt, mir einfach mal zu schreiben. Vielen Dank dafür.
Ein Brief von Matthias, mit einem ziemlich auffälligen Briefumschlag. Wunderte mich sogar etwas, dass der überhaupt angekommen ist.
Ich hätte Bedenken gehabt, den in der Form zu verschicken:
Ein Brief von "Peter aus Rostock":
Und eine Postkarte von Roland und Lena aus
Valbonne, auf der man sogar, wenn man gaaaaaaaaanz genau hinguckt, einen SPAR-Markt entdecken kann.
Wer gerade Appetit auf ein vor knapp 14 Jahren abgelaufenes Bier hat oder einfach eine ungeöffnete Dose Pils-Bier der SPAR-Eigenmarke "Die Sparsamen" sein eigen nennen möchte, sollte
hier jetzt bei Ebay mitbieten.
Dank an Carsten für den Hinweis.
Ich will die Dose übrigens nicht haben. SPAR hin, SPAR her – ich habe nunmal eine persönliche Abneigung gegen Staubfänger.
Mein Büro liegt so, dass der Schall aus dem Laden durch die Türen regelrecht bis zu meinem Arbeitsplatz am Schreibtisch geleitet wird. Im grunde höre und verstehe ich im Grunde jedes Wort, das im Umkreis von mehreren Metern um die Tür zum Laden in eben jenem gesprochen wird.
Kopfschütteln lösen Gesprächsfetzen wie dieser bei mir aus: "…so eine Scheiße fresse ich nicht. Biodreck."
Dieses Schild findet man in den Weiten des WWW auf vielen Seiten und Bildersammlungen. Nur ein Scherz oder ernst gemeint? Mit Sicherheit ist der Hintergedanke schon scherzhaft gewesen. Aber, mal ganz ehrlich, wenn man passionierter Blogger, Twitterer (oder was auch immer) ist, kommt dieses Verhalten irgendwann tatsächlich: Erst kommunizieren, dann reagieren.
Ging mir ja auch schon häufiger so: "
Holst du einen Besen und die Wischmaschine?" – "
Nein, meine Kamera!"
Blogger eben.
Ein etwas morbider, aber doch sehr genial gemachter Kurzfilm über einen Stromausfall in einem Supermarkt und eine Umweltaktivistin als Kassiererin.
(Französisch mit englischen Untertiteln.)
La fin du Monde (english subtitles) from Michael Havenith on Vimeo.
Vielen Dank an Andreas für diesen Hinweis!
Eine Frau, Typ "Supermami", war mit ihrer etwa knapp dreijährigen Tochter hier im Laden. Die Kleine wollte
Neger… Mohren… Schaumzuckerküsse haben, die Mutter griff ins Regal, sah sich die erste Packung von allen Seiten an und legte sie wieder weg. Dann nahm sie die zweite Packung, betrachtete diese – und legte sie wieder weg. Die dritte, die vierte, die fünfte und schließlich nahm sie die letzte Schachtel aus dem Regal, betrachtete sie und legte sie wieder weg. Da meldete sich die Tocher: "
Darf ich die nicht haben?"
"
Nein!", entgegnete ihre Mutter energisch. "
Die laufen am 28.8. ab. Die sind schlecht, die kannst du nicht mehr Essen!"
Genau. Gleich wegwerfen!!!111EINSELF
Eine leere Flasche "Corsica Cola" habe ich auf der Fensterbank vor dem Leergutautomaten gefunden. Das Gebräu heißt nicht nur so, sondern wird auch in Furiani auf Korsika hergestellt. Zumindest steht das so auf dem Etikett.
Unser abgepacktes Geflügelfleisch bekommen wir mitunter vom Hersteller schon mit roten "
Sonderpreis"-Aufklebern. Diese Aufkleber besagen dann nicht, dass das Produkt wegen eines knappen Verfallsdatum zum hakben Preis zu bekommen ist, sondern einfach nur, dass der Kilopreis des Inhalts günstiger als normal ist:
Ich
vermute, dass es auch Schilder gibt, auf denen "
Aus der Werbung" steht. Anders kann ich mir dieses Konstrukt nicht erklären:
Klingt irgendwie nach einer Fernsehshow.
Ein alter Laptop mit Wlan-Karte, ein VGA-Video-Konverter und (erstmal) unsere beiden Filmchen "Ein Tag im Supermarkt" und der Halloween-Teaser im Wechsel – und schon ist das Unterhaltungsprogramm für die Wartenden vor dem Leergutautomaten fertig.
Planung, darüber Eigenwerbung für den Laden und die Serviceleistungen, eventuell Nutzungshinweise für den Leergutautomaten, aber auf jeden Fall Hinweise auf die aktuelle Wochenwerbung laufen zu lassen, gibt es natürlich auch schon.
Der "
Flieger" nennt sich "Nightlife Navigator" und soll Interessierten mit Veranstaltungstipps und Anzeigen von Clubs und Discotheken durch das Nachtleben hier in der Stadt helfen. Der "Flieger" ist im A6-Format und hat 40 Seiten, zumindest trifft das für die mir vorliegende Juli-Ausgabe zu.
Was ich nun damit zu tun habe? Nun, eine Mitarbeiterin der Redaktion kam vor ein paar Tagen hier in den Laden und hat mir erklärt, dass sie das kostenlose Heft nicht nur einfach irgendwo auslegen wollen, sondern dass sie ein paar feste Verteiler einrichten möchten, in denen der "Flieger" regalmäßig und vor allem hervorgehoben in einem kleinen Ständer zu finden sein wird. Dafür werden diese Verteilerstationen auf einer Karte im Heft markiert und haben die Möglichkeit, kostenlos mit kleinen Anzeigen oder Couponaktionen im Heft zu werben.
Auf's Nachtleben habe ich persönlich überhaupt keine Lust, aber den Vertrag für diese kleine Kooperation habe ich gerne unterschrieben.