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So nah und doch fern

Der Adventskalender ist wieder zurück. Naja, fast zumindest. Ein paar Minuten durfte ich ihn in der Hand halten, habe die Wartezeit in der Profikundenhotline für ein Foto genutzt und dann musste der Götterbote den Kalender wieder mitnehmen, weil ich ganz offiziell die Annahme verweigerte.

Was geschehen war? Die Horstis haben das Päckchen nicht mit einer Rücksendung sondern über eine Adressumleitung an mich zurückgeschickt. Dadurch war ich nicht nur Absender, sondern auch der offizielle neue Empfänger und darum hätte ich die gut 30 Euro Nachnahmegebühr zahlen müssen. Das wäre zwar auf eine Art egal gewesen, weil ich das Geld über den Umweg Hermes wieder akonto bekommen hätte – aber bevor das jetzt auch noch schiefgeht… Also ging das Ding wieder zurück, wird in der Niederlassung umetikettiert und mir als Rücksendung in den nächsten Tagen erneut zugestellt.

Die Wege sind manchmal unergründlich…


Mineralien

Ein Kunde hielt mir eine Mineralwasserflasche vor die Nase:
"Ist das ohne Mineralwasser?"

"Äh, das ist Mineralwasser. Ja."

"Aber ohne Mineralien?"

"Nein, sonst wär's ja kein Mineralwasser."

"Aber sprudelt nicht?"

"DAS ist richtig."

"Ah. Gut."

iDock

Aus der Beschreibung des Apple iPad Dock
· Schließe das Dock über das im Lieferumfang des iPad enthaltene USB-Kabel an deinen Computer an, um das iPad zu synchronisieren und seinen Akku aufzuladen.

· Verbinde das Dock über das 10-W-USB-Netzteil (im Lieferumfang des iPads enthalten) mit einer Steckdose, um den iPad-Akku zu laden.
Damit, dass zwischen den beiden Positionen eine ODER-Verknüpfung besteht, habe ich nicht gerechnet. Leider lässt sich das iPad (zumindest bei mir) nicht über den USB-Port laden, da der Strom nicht ausreicht.

Der, der die Leergutannahme bestimmt

Ein Kunde stand bei mir an der Kasse und hielt eine Kiste Leergut in der Hand. Es handelte sich dabei um einen relativen neuen Kistentyp, den mein Rücknahmeautomat noch nicht kennt. Wir verkaufen zwar schon seit einer Weile Getränke in dieser Kiste und nehmen sie folglich auch zurück, aber annehmen müssen wir sie derzeit noch händisch.

Nachdem ich die kleine Schlange abkassiert hatte, war schließlich der Kunde mit dem leeren Kasten an der Reihe. Nach der Begrüßung bat ich ihn, das Leergut in eine Ecke in unmittelbarer Kassennähe auf den Fußboden zu stellen. Noch bevor ich überhaupt die 3,30€ Leergut in die Kasse tippen konnte, empörte sich der Kunde aber relativ laut:
Da ist Pfand drauf!!!


Ja, natürlich. Dreieurodreißig sogar.

Weil ich die da einfach hinstellen soll…

Naja, das ist doch gerade die einchste Lösung.

Der Automat wollte die nicht annehmen. Und nachdem Sie jetzt auch sagten, dass ich die da einfach hinstellen soll, hatte ich etwas Panik, dass Sie dafür gar nichts auszahlen wollen.

Natürlich nehmen wir die an. Und natürlich bekommen Sie auch Ihr Geld dafür. Und was den Automaten betrifft, nicht der macht hier die Gesetze sondern erledigt nur stumpf seine Arbeit. So gut er eben kann.

Achso. Ich dachte schon…
Also, Leute, nicht immer gleich Panik schieben. :-)

Der außerplanmäßige Mist

Raubüberfall… Das bedeutet nicht nur Ärger unmittelbar nach dem Vorfall, z.B. die Schließung des Ladens für die Spurensuche, sondern auch später muss man sich damit noch beschäftigen: Video- und Bildmaterial sichern und der Polizei zukommen lassen, Termine, Telefonate, Krankmeldungen der betroffenen Mitarbeiter, Unfallanzeigen für die Berufsgenossenschaft ausfüllen usw.

Alleine schon für diese durch den Überfall verursachten Mehrarbeiten gehört der Täter bestraft. :-|

Gespiegelte Spiegelung

Als ich Samstag Abend / Sonntag Nacht den Laden verließ, fiel mir in einer Scheibe eines hier in unmittelbarer Nähe des Laden parkenden Autos mein "SPAR-Balken" auf. Er spiegelte sich, war aber irritierenderweise nicht spiegelverkehrt. Diese Erkenntnis kam mir allerdings erst, nachdem ich schon ein paar Meter weitergegangen war.

Neugierig geworden ging ich wieder zurück und guckte nochmal genau hin. Ah, okay, alles klar. Was ich gesehen habe war die durch die Seitenscheibe nochmals gespiegelte Spiegelung meiner Außenwerbung im Seitenspiegel. :-)


G(eschenkg)utscheine für die Schatzsuche

Vor etwas mehr als einem Jahr berichtete ich darüber, dass sich der Vater meines ehemaligen Mitarbeiters Stephan mit einer kleinen Geschäftsidee selbstständig gemacht hat. Es läuft immer besser und inzwischen gibt es auch Geschenkgutscheine. Wer also noch nicht genau weiß, was er zu Weihnachten verschenken soll – bei mir bekommt man sie ab sofort für 25 Euro. ;-)


Tücher in den Flaschenhälsen

Dass Leute Taschentücher oder Küchenpapierblätter in ihre leeren Getränkeflaschen stecken, ist nicht allzu ungewöhnlich. Auf diese Weise verhindet man sehr effektiv, dass die Reste in der eigenen Tasche auslaufen.

Faszinierender finde ich, dass der Leergutautomat die Flaschen in diesem Zustand angenommen hat. Mehrwegflaschen erkennen die Geräte an der Kontur der Flasche und dieses Tuch ist da definitiv störend. Tzja, eigentlich, irgendwie… :-O


Überlebt

Eine Kollegin unterhielt sich mit einem sehr alten Stammkunden. Ein sehr lieber Mann, dessen Frau vor ein paar Jahren gestorben ist und der seit dem immer alleine zum Einkauf kommt. Der Mann suchte Reis, aber einen leckeren und schön aromatischen.
Meine Mitarbeiterin empfahl ihm aus eigener Erfahrung einen Basmatireis und erwähnte auch gleich, dass die Packung mit 2,49€ allerdings auch nicht ganz günstig sei.

Die Antwort des Kunden war eine der Antworten, bei denen der im Hals herunterrutschende Kloß das herzhafte Lachen erstickt: "Ach, hörnsemal. Ich bin 92, ich habe den zweiten Weltkrieg und sogar Auschwitz überlebt. Da werde ich mir wohl eine Packung Reis für Zweineunundvierzig leisten können."