Wirklich faszinös, was die Leute hier alles anschleppen. Erinnert sich noch einer an "Superbock", die Flasche, die mit der Uwe im Focus-TV-Beitrag (Hier bei YouTube) von Ende 2005, zu mir kam?
Man sieht öfter Banknoten, auf denen Nummern notiert sind. Eine schlechte wie gängige Angewohnheit von manchen Leuten, die Geld zählen, einfach die Mengen auf den Scheinen zu notieren. Das habe ich selber in der Vergangenheit leider auch schon oft erlebt...
Ungewöhnlicher ist es dagegen, das Geld gleich als Merker für den Einkauf zu verwenden.
Endlich mal wieder einen Gastbeitrag:
Ich hab grad beim LIDL 'nen knackigen Dialog mitbekommen:
Kundin: "Entschuldigen Sie, wo haben Sie denn Filterkaffee?"
Verkäuferin: "Hinten beim Kaffee."
Ist allerdings nicht typisch für den Laden. Hier in der Filiale neben meinem Laden sind die Verkäuferinnen eigentlich immer sehr freundlich und zuvorkommend, und die Stimmung ist recht gut.
Vielleicht war's nur der Stress wg. Feiertag morgen.
Bis etwa vor einem Jahr und schon seit mindestens zwölftausend Jahren gab es von der Spar wöchentlich ein "Rezept der Woche", kleine Kärtchen mit wechselnden Rezepten in sämtlichen Kategorien (Angefangen bei Vorspeisen über Fleischgerichte, Desserts und sogar Getränke). Diese Kärtchen lagen für die Kunden kostenlos aus.
Für ein paar Mark und auch noch zu Eurozeiten konnte man Sammelordner für die Karten erwerben. Ich habe diese Rezepte auch gesammelt. Vielleicht gar nicht mal, um sie alle irgendwann nachzukochen, sondern einfach nur des Sammelns wegen...
Nun gibt es diese Rezepte schon seit über einem Jahr nicht mehr und ich gebe zu, dass es keinen Spaß macht, die Ordner im Büro stehen zu haben und nicht einmal mehr neue Kärtchen dort einheften zu können.
Also habe ich beschlossen, die Sammlung nach und nach aufzulösen. Natürlich nicht, ohne die Karten vorher einzuscannen und euch hier im Blog zum Nachkochen anzubieten.
EURO - markt
Björn Harste
Gastfeldstr. 29
28201 Bremen
Viel erstaunlicher als die Tatsache, dass das Schreiben überhaupt bei mir angekommen ist, finde ich, wie die Leute auf solche "Firmennamen" kommen. Wieso nennen die mich hier "EURO - markt" (sic!).
Anfang Mai erschien ein Mitarbeiter plötzlich nicht mehr zur Arbeit. Am Nachmittag zuvor lachten wir noch und verabschiedeten uns mit den Worten "bis morgen" voneinander - doch am folgenden Morgen erschien er nicht hier in der Firma.
Ich telefoniere meistens nicht mehr hinterher, wenn jemand nicht (rechtzeitig) am Arbeitsplatz erscheint. So auch diesmal nicht. Am selben Tag rief mich später der Vermieter des Mitarbeiters an und erkundigte sich, ob er denn seinen Mieter bei mir erreichen würde, da er ihn dringend sprechen müsse. Ich berichtete, dass ich meinen Angestellten selber vermissen würde und der Vermieter klagte mir sein Leid: Hinter den letzten Mietzahlungen musste er wochenlang hinterherlaufen und die aktuell fällige Miete wäre noch gar nicht bezahlt worden.
Warum er ausgerechnet mir das erzählte? Nun: Mein Mitarbeiter hatte die Schuld für die ausstehenden Mietzahlungen auf mich geschoben. Angeblich hätte ich sein Gehalt gar nicht gezahlt und hätte erst nach langer Diskussion einen kleinen Teil des Geldes ausgezahlt.
Die folgende Woche verging, ohne dass sich mein Mitarbeiter bei mir oder einem seiner Kollegen meldete. Am Wochenende warf ich unter der Aufsicht mehrerer Zeugen die ordentliche Kündigung in den Briefkasten des Betroffenen. Das ist nun etwa drei Wochen her.
Gestern meldete sich der Vermieter erneut bei mir: Er würde gerne sämtliche eingegange Post seines Mieters zu mir bringen, mit der Bitte, dass ich sie dann an meinen Angestellten weitergeben würde. In den letzten Wochen hätte sich nämlich einiges angestaut, wäre aber nicht abgeholt worden. Ich erklärte ihm den Sachverhalt und warum es keinen Sinn ergeben würde, die Briefe bei mir abzugeben. Unter der Post befand sich übrigens auch der mehrfach unterschriebene Umschlag mit der Kündigung und eine weitere Sendung von mir, in der ich die Endabrechnung, Lohnsteuerkarte und andere Papiere zugeschickt hatte...
Bis zu dem Gespräch mit dem Vermieter bin ich eigentlich nur davon ausgegangen, dass mein Angestellter einfach nur kein Interesse mehr daran gehabt hat, bei mir zu arbeiten. Nun habe ich doch einfach mal bei der Polizei angerufen und mich nach ihm erkundigt, zumindest im Rahmen dessen, was mir gesagt werden konnte/durfte.
Nur eins: An dem Tag, als er bei mir nicht mehr erschienen ist, hat er sich bei der Meldestelle abgemeldet und ist seit dem unbekannt verzogen.
Ich werde einfach nicht weiter darüber nachdenken. Ich weiß nicht, ob ich es verstehen werde oder überhaupt verstehen will...
In den letzten Jahren haben wir hier im Geschäft regelmäßig den Saft einer kleinen privaten Mosterei aus der Nachbarschaft angeboten. Das Hauptprodukt des Kleinstunternehmens war Apfelsaft von Streuobstwiesen, der in der Bag-in-Box-Verpackung angeboten wurde.
Nun hat Inhaber Rolf mir mitgeteilt, dass er zum Ende August das Geschäft endgültig aufgibt, da es sich für ihn einfach nicht lohnt, die Mosterei weiter zu betreiben. Der Saft, der also momentan noch hier im Laden steht, ist der letzte seiner Art.
Ein kleiner SPAR-Markt aus Cloppenburg schwelgt auf seiner Website noch etwas in unserer Geschichte. Wer nicht mehr weiß, wie unsere alten D-Mark-Banknoten aussahen, kann sie sich hier immer und immer wieder ansehen...
Ich sehe mir lieber die Euro-Banknoten an. Damit kann ich wenigstens überall bezahlen.
Wir haben hier schon wiedergenau diesen Käse im Kühlregal gefunden. Wieder mit einer herausgebissenen Stelle.
Wenn ich das blöde Arschloch erwische, dann lasse ich ihn oder sie gleich zehn Käse dieser Sorten bezahlen. Damit ist dann erstmal der bislang entstandene materielle Schaden ausgeglichen. Für meine persönliche Genugtuung folgt dann noch das Hausverbot.
Der Titel dieses Blogeintrages trifft es sehr gut. Mir fehlten tatsächlich im ersten Moment die Worte, als ich dieses Sammelsurium an leeren Dessertbechern und einem schmutzigen Löffel in einem Regal in unserem Kühlhaus hinter einem Karton entdeckte.
Da muss doch tatsächlich jemand aus dem Kreis meiner Angestellten sich immer wieder einfach bedient haben. Ein Kassenbon lag nicht dabei, aber der "Tatort" wirkte sowieso eher so, als wenn jemand heimlich gegessen hätte.
Einziger Trost: Diejenigen (Ex-)Mitarbeiter, die ich konkret verdächtigen würde, können hier sowieso keinen Schaden mehr anrichten.
Aber es ist echt erstaunlich, mit was für einer Scheiße man sich immer wieder herumschlagen muss...
Dies dürfte der Korken sein, der ursprünglich mal in der Flasche Pfälzer Wein steckte, die wir hier vor ein paar Tagen offen und mit verdorbenem Inhalt im Regal gefunden haben.
Der Korken lag auf dem fachboden unterhalb der Holzkiste, die Theorie von Kommentator Milan ("Es waere gut moeglich das die Gaerung noch nicht abgeschlossen war und der enstehende Druck den Korken rausgeschossen hat.") ist also durchaus denkbar.
Dies ist das erste Mal in meiner vieljährigen Laufbahn im Lebensmitteleinzelhandel, dass ich eine Weinflasche sehe, deren Korken durch Gärung herausgedrückt wurde...