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Chaos säckeweise

Der Grund, warum ich überhaupt mit meiner Kamera auf den Hof ging, war, dass ich etwas fotografieren wollte, womit man eigentlich nicht angibt: Viel Chaos.

Im Größenvergleich mit dem schwarzen 1100-Liter-Müllbehälter erkennt man sehr deutlich, wie groß die Säcke sind, die dort liegen. In den knapp drei Wochen haben sich, wie hier ja gestern schon zu sehen war, knapp 14.000 Einwegflaschen und -Dosen angesammelt. Zwar in komprimierter Form, aber dennoch eine riesige Menge.
Nun haben wir mit der Clearingstelle endlich eine Lösung gefunden: Ich bekomme morgen einen Deckelcontainer mit 10 Kubikmetern Inhalt auf den Hof gestellt. Der erste wird zwar gleich aufgefüllt werden, aber dann verschwinden zumindest diese lästigen und unansehnlichen Säcke wieder...


Beim "Containern" erwischt

Als ich das Foto für den nächsten Eintrag machen wollte, ist mir dieser junge Mann direkt aus dem Müllcontainer vor meine Linse gefallen. Gesucht hat er sicherlich "gute Lebensmittel, die von den bösen Konzernen vernichtet werden".

Allerdings musste er mit leeren Händen abziehen. Als Selbständiger achte ich darauf, dass nichts weggeworfen wird, was nicht weggeworfen werden muss. Und was in meinem Container landet, hat zumindest die Grenze zu unappetitlich oder ungesund schon erreicht.


Komische, weiße Sachen

Ein Kunde wollte ein Glas Würstchen umtauschen, weil dort "so komische, weiße Sachen" drin schwimmen würden. Dieses komische weiße Zeugs ist übrigens einfach nur Fett, je nach Sorte und Hersteller, variiert dieser Fettanteil im Würstchenglas erheblich.

Ich hätte das Glas sogar gerne zurückgenommen, wenn es nicht schon geöffnet gewesen wäre.
Nach gutem Zureden hat der Kunde dann zumindest gesagt, dass er es glauben würde, dass die weißen Stücke keinen Qualitätsmangel darstellen und auch beim Erhitzen der Würstchen wieder verschwinden werden.

500 Geschenkpackungen

Eine Anruferin stellte sich vor einigen Wochen als Mitarbeiterin eines größeren Unternehmens in Süddeutschland vor. Sie bräuchte 500 Stück der von mir so getauften Zotter-"Doppelgeschenkpackungen".

Allerdings auf Rechnung.

In Anbetracht des recht beachtlichen Warenwertes zog ich es vor, nicht gleich zuzustimmen und wies darauf hin, dass ich doch lieber bei Vorkasse bleiben würde.

In Anbetracht der recht hohen Summe verbschiedete sich die Dame mit den Worten, dass sie "das erstmal abklären müsse" und hat sich seit dem nicht wieder gemeldet.

Wäre sicherlich ein schönes Geschäft geworden, aber das war mir dann doch 'ne Nummer zu wackelig.

33333

Umsatzstatistik des Leergutautomaten. Die "Tagesumsätze" stimmen so nicht, denn den Zähler habe ich irgendwann in den letzten zwei Wochen auf Null gesetzt.
Die Gesamtumsätze stimmten dagegen schon. So viele Flaschen haben wir hat der Automat in den letzten 2,5 Wochen angenommen. Ein kleines Schnapszahljubiläum: 33333 Stück. Das ist irre viel und jeder dürfte spätestens jetzt verstehen, warum ich den Automaten haben wollte. Von Hand sind wir kaum noch dagegen angekommen.

Ich habe übrigens bei 33332 zufällig in die Statistiken gesehen. Nach der ersten Flasche des nächsten Kunden habe ich schnell die Kamera gezückt. :-)


Tippfehler

Memo an mich: Ich sollte mir dringend mehr Zeit für Blogeinträge nehmen. Momentan entstehen viele Einträge unter Zeitdruck und dementsprechend ist die Quote an Flüchtigkeitsfehlern gestiegen.

Ich gelobe Besserung.

ungelernt vs. promoviert

Gut 1000 Euro brutto pro Monat für einen quasi "ungelernten" 32-Wochenstunden-Job bei mir an der Kasse. Zeitweise überlegte ich, ob ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben sollte, oder nicht. Andere zahlen mehr, aber es gibt genug Firmen (v.a. Kleinbetriebe), die ihre Kassenkräfte mit 5-6 Euro pro Stunde abspeisen.

Seit ich gerade diesen Beitrag im Lawblog gesehen habe, bin sogar ich erschüttert. Da studiert man jahrelang und bekommt dann 1250€ geboten? Ist der Arbeitsmarkt mit Akademikern wirklich so übersättigt, dass man mit sowas ernsthaft Mitarbeiter locken kann? :-O

DeSPAR in Italien

Blogleser Tim hat mir ein paar Fotos geschickt:
Hallo Björn,
als häufiger Blogleser und selten-Besteller, musste ich in Rom letztens direkt an dich denken, als ich direkt in der Nähe zum antiken Pantheon einen DeSpar Laden sah. Vor allem das Werbeplakt mit dem Herzen in der Tanne ist doch nett :-) Und die Scheibe mit dem Logo finde ich auch sehr schön gemacht.

--
Grüße,
Tim




"DeSPAR in Italien" vollständig lesen

Alte Geschichten, neue Geschichten

Bestatter Tom schreibt ausdrücklich auch alte Geschichten, die ihm im Laufe der Jahre passiert sind.

Ich habe in den Jahren vor diesem Blog auch viele Dinge erlebt, die erwähnenswert wären. Diese Erlebnisse haben in ihrer Summe letztendlich für den Wunsch gesorgt, sie überhaupt aufzuschreiben.

Wie ist die allgemeine Meinung? Soll ich auch ein paar alte Geschichten herauskramen? Und soll ich die speziell kennzeichnen?

Warentrenner-Panik

Als ich heute Mittag an der Kasse saß, standen mehrere Kunden hintereinander, die ihre Ware auf das Förderband gestapelt hatten. Vor ihnen war ein Kunde gerade dabei, seinen Einkauf zu bezahlen. Die Reihenfolge auf dem Förderband war etwa folgendermaßen: Ein paar Artikel des ersten Kunden, Warentrenner, ein Artikel der nächsten Kundin, Warentrenner, dahinter ein mittelgroßer Einkauf einer weiteren Kundin.

Um am Ende des Förderbandes Platz für die Ware der nachfolgenden Kunden zu schaffen, ließ ich das Förderband laufen, bis die paar Teile des ersten Kunden direkt am Scanner lagen. Ich schob den Warentrenner in die Ablage und ließ das Band weiterlaufen, bis das eine Teil der nächsten Kundin direkt hinter der Ware des ersten Kunden lag. Das folgende Trennstäbchen entfernte ich ebenfalls. Alle drei Einkäufe lagen nun dicht an dicht, was für mich kein Problem war. Ich hatte schließlich gesehen, was zusammen gehörte und konnte so die Zeit, während ich darauf wartete, dass der Kunde, der gerade bezahlen musste, sein Kleingeld zusammensuchte, nutzen.

Keine zehn Sekunden später schob die Kundin ihr eines Teil mit der Handkante einige Zentimeter nach hinten und legte zur Bekräftigung noch einen Warentrenner dazwischen. Ich legte ihn wieder weg und bemühte mich, ihr freundlich mitzuteilen, dass ich die Trennung durchaus wahrgenommen hatte und mir merken könne, welche Artikel zu welchem Kunden gehören.

Inzwischen hatte ich den ersten Kunden abkassiert und zog das eine Teil der besorgten Kundin über den Scanner. Sie ergriff die Chance, mich deutlich darauf hinzuweisen, dass sie "Nur das eine Teil!" habe.

Im ersten Moment überlegte ich ja, sie zu fragen, ob die andere Ware direkt hinter diesem einen Teil auch zu ihr gehörten. Für noch blöder hätte sie mich gar nicht halten können, glaube ich.

BTS-T-Shirts

Nach Trainingsanzügen tragen die Mädels der Damenfußballmannschaft des BTS nun auch T-Shirts. Hier präsentiert Trainer Rainer Rolfes eins der Shirts. Ein Gruppenfoto gibt's diesmal leider nicht, aber ich hatte kaum die Zeit, mich darum zu kümmern.

Nachtrag vom 23. März 2018:
In dieser Woche hat uns Rainer für immer Verlassen. Ruhe in Frieden, alter Freund. :-(


Wand

Die Wand steht seit letzter Woche übrigens wie eine Eins. Es fehlt nur noch etwas Farbe und die Tür, auf die ich leider einige Wochen warten muss. Abgesehen davon bin ich mit der Arbeit sehr zufrieden.
Man merkt aber noch sehr deutlich, wie die Kunden geprägt sind. Viele trauen sich noch nicht, einfach unser "Lager" zu betreten und bleiben bei alten Tür stehen.

Der Automat kommt bislang offenbar gut an. Erkennungsfehler gibt es im Grunde gar nicht mehr. Einzig die Kistenerkennung zickt noch etwas herum. Naja, und dass die Flaschen hinten auf dem Tisch noch so oft umfallen, aber das wird noch abgestellt. Es ist jedenfalls sehr entspannend, nicht mehr alle zwei Minuten zum Leergut laufen zu müssen. :-)


Er nimmt auch Glasflaschen

Man merkt deutlich, dass viele meiner Kunden bislang nur die Automaten für PET-Flaschen bei den Discountern hier in der Gegend kennen.

Immer wieder erlebe ich, dass die Leute ihre PET-Flaschen in meinen Unicycle stecken und einen hinterher mit einer Glasflasche in der Hand mit großen Augen angucken und fragen, ob der Automat diese auch nehmen würde. Ich freue mich dann immer, wenn ich dies bejahen kann. :-)

Grasbüschel

Viele Manche Hersteller versuchen, den notwendigen wie unansehnlichen Strichcode auf ihren Verpackungen gestalterisch ins Packungsdesign mit einzubinden. Ich bin dabei, solche Strichcodes zu fotografieren und werde bei Gelegenheit die Sammlung präsentieren.

Für mich persönlich steht unangefochten auf Platz eins das Grasbüschel auf der Grasovka-Voda-Flasche:


Samstag bei der METRO

Eigentlich wollte ich schon am Samstag Abend davon erzählen, aber ich bin einfach nicht dazu gekommen. Ganz unten in der Seitenleiste gibt es eine Rubrik "Es war einmal...", in der die Überschriften der Blogeinträge stehen, die exakt heute vor einem Jahr entstanden sind. Am Samstag sah das so aus:



Der Beitrag "Rote Markierung" beschreibt mehrere positive Erlebnisse bei der METRO, unter anderem auch eine Situation am Kundeneingang:
Am Kundeneingang ergab sich ein kleiner Smalltalk mit der Mitarbeiterin. "Hey, Sie sind doch der Shopblogger..." "Genau.", grinste ich sie an und es ergab sich ein netter Dialog.
Zurück zu Samstag:

Ich bin am frühend Abend zum Großmarkt gefahren und musste vor der Tür feststellen, dass ich meine Geldbörse mit allen meinen Unterlagen, u.a. der Metro-Karte und meinem Personalausweis, in der Firma liegengelassen hatte. Normalerweise ist es kein Problem, eine Ersatz-Kundenkarte zu bekommen, doch ohne Ausweis war ich nicht zu identifizieren. Die junge Dame zuckte mit den Schultern, da drehte sich ihre Kollegin um, die mich gleich wiedererkannte. Witzigerweise exakt ein Jahr, nachdem ich darüber geschrieben hatte, wie sich mich schon einmal erkannte. Wir haben Tränen gelacht. :-)