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Kaffeemaschinen

Seit einigen Tagen bin ich hier dabei, in sämtlichen Nebenräumen gewaltig aufzuräumen. Viel Nutzloses fliegt in den Müll, Brauchbares wird ordentlich verpackt und eingelagert.

Auf unseren Küchenschränken habe ich drei alte, verstaubte Kaffeemaschinen gefunden. Meine Güte, wer hat die kaputten Dinger denn überhaupt aufbewahrt. Und warum?!?


Die Nummer vom Chef

Bestatter Tom berichtet von einem Herrn Emmerich Fido von Plenken, der offensichtlich ein recht gesundes Selbstbewusstsein hat und unbedingt den Chef sprechen will.

Da wir hier eher selten derart intensiven, direkten Kontakt zu Kunden haben, kommen wir auch entsprechend selten in Konflikt mit ihnen. Hin und wieder meckert mal einer herum, weil es irgendein Problem mit der Ware gibt oder gab, aber derartig eskalierende Situationen, in denen jemand sich aufführt wie der letzte Adelige und unbedingt den Chef sprechen will, gibt es hier im Grunde nicht.

Natürlich provoziere ich solche Situationen auch nicht und wenn es mal brenzlig wird, versuche ich stets, den betroffenen Kunden oder die Kundin zu beruhigen oder ihm/ihr irgendwie entgegen zu kommen.

Insgeheim warte ich ja trotzdem noch seit über sieben Jahren auf genau so einen Menschen. Einen, der sich unbedingt ungerecht behandelt fühlen will und der die Telefonnummer meines Vorgesetzten haben möchte, um mich dort anzuschwärzen. Ich würde dann auf die Handynummer verweisen, die an der Eingangstür unter "Im Notfall anrufen:" steht und abwarten.

Dort steht natürlich meine Nummer. :-)

Fax von Olaf

Oh, ein Fax. Von Olaf.

Er hat mir zwei Zeitungsausschnitte aufgeklebt und daneben notiert, dass das die tollen Aktien mit absoluter Gewinnchance sind, die er sich nun auch gkauft hat.

Was hab' ich mit Aktien am Hut?

War wohl doch nur Spam. :-)

Noch keine Kalender...

Ich warte sehnsüchtig auf meine "eigenen" Kalender für das Jahr 2008. Ende dieser oder Anfang nächster Woche sollen sie endlich geliefert werden.

Wir hatten schon etliche Anfragen von unseren Stammkunden, die ich bis jetzt leider alle vertrösten musste. Ich find's immer so schön, wenn die Leute nach meinem Kalender fragen und sich meine Werbung freiwillig in die Küche hängen. :-)

Neuer Bürostuhl 2

Meinen neuen Bürostuhl habe ich gestern wieder zurückgebracht. Leider habe ich versäumt, ein Foto von dem Stuhl zu machen, aber ich versichere euch, dass er aussah, wie ein durchschnittlicher Bürostuhl eben meistens aussieht. :-)

Die Lehne hatte jedenfalls eine Kippfunktion, so dass man sich auch mal ganz entspannt weit zurücklehnen konnte. Tzja - und irgendwie hat man dabei die Gasdruckfeder ausgelöst und ist langsam immer tiefer gesunken. Seeeehr sinnig...
Abgesehen davon war der Hebel für die Höhenverstellung nicht seitlich angebracht, sondern verlief unter dem Stuhl ein gutes Stück parallel zur Vorderkante der Sitzfläche. Da ich aber meine Beine beim Sitzen meistens verschränke und die Füße unten auf das Fußkreuz stelle, habe ich mehrmals mit meinen Waden unbeachsichtigt den Hebel ausgelöst, was wiederum mehrere schmerzhafte Einknickungen meiner Beine zur Folge hatte. Blöder Designfehler.

Jederzeit

Dieses Schild habe ich vor einiger Zeit im Schaufenster eines Geschäfts im Hauptbahnhof entdeckt. Das verlangte Mindestalter kann ich verstehen, denn dadurch greift das Jugendschutzgesetz nicht mehr, so dass es keine Kollisionen mit den möglichen Öffnungs- und Arbeitszeiten im Bahnhof gibt.

Aber warum wohl jederzeit?


Die 95000er

Blogleser, Kunde und Nachbar Matthias [tm] war hier und hat mir seine neueste Errungenschaft vorgeführt. Eine Flasche "Venom Xtreme Hot Sauce":



Die Sauce hat ja "nur" 95000 Scoville und ist damit etwa 30 mal schärfer als Tabasco. Sie riecht wie Curry-Ketchup - und schmeckt auch so. Zumindest im ersten Moment und so lange, bis die Schmerzrezeptoren die Wirkung der Schärfe registrieren.

Gut, vielleicht hätte ich nicht einen Finger in die Sauce eintauschen und hinterher ablecken sollen. In pur haben 95000 Scoville nämlich schon eine recht durchschlagende Wirkung, vor allem dann, wenn man derartige Schärfe nicht gewohnt ist. Ich esse ja gerne scharf, aber alles ist eben immer irgendwie relativ. Naja...

Nachdem ich mir einem halben Liter Buttermilch über die Zunge rinnen ließ, verschwand der Schmerz langsam wieder. Der entspannte Gesichtsausdruck sagt wohl alles...


Die Pferdekrähe 2

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht: Sechs Wochen ist es schon wieder her, dass hier eine stadtteilbekannte Frau im Laden Terror gemacht hat, weil sie einfach nicht verstehen will oder kann, dass sie hier nach einem Diebstahl Hausverbot hat und auch weiterhin haben wird.
Nachdem sie nun am 27. Oktober von mir eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch bekommen hatte, kam nun die Antwort der Staatsanwaltschaft Bremen:
Sehr geehrte Damen und Herren,

nach Prüfung des Sachverhalts kann ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung der Beschuldigten nicht angenommen werden.

Das von Ihnen vorgetragene strafbare Verhalten gehört zu den Delikten, die nach der Strafprozessordnung grundsätzlich im Wege der Privatklage zu verfolgen sind. Die Staatsanwaltschaft soll in solchen Fällen nur dann einschreiten, wenn der Rechtsfrieden über den Lebenskreis des verletzten hinaus gestört und die Strafverfolgung ein eggenwärtiges Anliegen der Allgemeinheit ist, d.h. eine breite Bevölkerungsschicht an der Bestrafung des Täters ein Interesse hat.

Die Voraussetzungen liegen hier nicht vor, so dass ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung nicht angenommen werden kann.

Es bleibt Ihnen unbenommen, Privatklage gegen die Beschuldigte vor dem zuständigen Amtsgericht zu erheben, falls Sie sich Erfolg davon versprechen.
[...]
Hurrah. Damit bin ich so schlau wie vorher. Und welche Möglichkeit gibt es nun, eine dermaßen renitente Person zur Räson zu bringen?

Ach, SIE

Eine neue Kollegin sprach mich an: "Ich hatte da eine komische Kundin an der Kasse. Die muss irgendwie einen an der Klatsche haben. Hat die ganze Zeit irgendwas davon geredet, dass sie von einer anderen Kundin verfolgt werden würde und hat sich völlig merkwürdig verhalten."

Ich stellte einige Fragen über das Aussehen dieser Frau.
Sämtliche Fragen bejahte die Kollegin.

Volltreffer. :-)

Sorry...

...liebe Nachbarn.

Da wollte ich ganz früh morgens (vorhin gegen 6 Uhr) möglichst leise einen mit zusammengeklappten Gemüsekisten voll beladenen Rollcontainer von der Rampe ins Lager ziehen. Und was passiert? Mit gleitet das nasse Ding aus der Hand, der Rolli macht sich dabei selbständig, bleibt schräg über dem Abgrund in der Absperrkette hängen und sämtliche Kisten klatschen brav, immer schön eine nach der anderen, auf den Hof.

Naja, wo gehobelt wird... :-)

Rechnungsübersicht

Nachdem ich nun (mindestens?) zum zweiten Mal eine Rechnung doppelt bezahlte, habe ich mir eben eine Excel-Tabelle angelegt, in der von nun an fein säuberlich jede überwiesene Rechnung eingetragen wird.

Bin mal gespannt, wann mir diese Tabelle das erste mal nützlich sein wird. Es gibt sicherlich auch Lieferanten, die Zahlungseingänge übersehen und diese dann anmahnen und erneut überwiesen bekommen. Derartiges wird mir in Zukunft auf jeden Fall niemals passieren. :-)

Dunkel und mit Zwiebeln

Schon blöd, wenn man sich in seinem Lieblingspizzaladen eine Eigenkreation bestellt und zwar in "hell" und irgendein Dösel am Telefon nicht "hell" sondern "Zwiebel" versteht und auf der dunkel gebackene Champignon-Pizza noch eine großzügige Handvoll Zwiebeln verteilt.

Ich mag ja Zwiebeln, aber nicht auf der Pizza. :-O

Virtuelles Lichtausschalten

Hier im Laden werde ich verständlicherweise das Licht nicht in den nächsten fünf Minuten abschalten und meinen Webserver für fünf Minuten herunterzufahren, ist genauso sinnlos.

Und wie sinnvoll es für Privatpersonen ist, sich in den kommenden fünf Minuten von Kunstlicht, Glotze und PC zu trennen, sei mal dahingestellt. Es geht ja auch gar nicht um die Energieeinsparung.

Aber vielleicht sollte jeder mal die Gelegenheit nutzen und trotzdem einfach mal über die Zukunft dieses Planeten nachdenken. Und bei elektrischem Licht fängt die Thematik überhaupt erst an...


Noch mehr Leergut 3

Nun war die Kundin tatsächlich erneut hier und ich habe die Gelegenheit genutzt, sie danach zu fragen, woher das Leergut stammt, dass sie hier anschleppt.

Bei eher seltenem Leergut und gerade auch bei Flaschen und Kisten, die sowohl für Bio als auch für konventionelle Produkte verwendet werden, scheint seitens der Hersteller bzw. Großhändler eine gewisse Unstimmigkeit über die Pfandwerte zu bestehen.

In diesem Fall war es so, dass die gute Frau die Kisten in einem nicht wirklich nahe gelegenen, aber mir zumindest bekannten, Bioladen einkauft. Der kleine Laden berechnet für seine Kisten nämlich den "allgemeinen" Pfandwert von 1,50€ pro Rahmen. Ich dagegen bekomme das gleiche Leergut mit 2,50€ von meinem Großhändler belastet, weshalb ich auch diesen Preis von meinen Kunden verlange, bzw. bei Rückgabe der Kiste wieder erstatte. Für die Kundin war die Rechnung einfach: Sechs Kisten auf den Fahrradanhänger, drei Kilometer zu mir fahren und -voila- um sechs Euro reicher. Der kleine Bioladen freute sich vermutlich über die bequeme Entsorgung seiner Kisten und bei uns war großes Rätselraten angesagt.

Silvester bis 24 Uhr?

Spontane Diskussion unter Kollegen: "Wie lange willst du Silvester eigentlich aufmachen?"

Ich antwortete ehrlich und sagte, dass ich überlege, länger als 18 Uhr zu machen. Vielleicht auch bis 22 Uhr.

Kaum zu glauben, was mir freiwillig angeboten wurde: "Lass' doch bis 24 Uhr auf, dann können wir hier im Laden reinfeiern und vielleicht noch eine kleine Party machen. Ich arbeite freiwillig an dem Abend."

Na, das muss ich nun erstmal verdauen. :-)