Okay, Einkaufen ist Stress für Epileptiker. Hört man zumindest immer wieder. Aber langsam glaube ich, dass hier eine Wasserader unter dem Laden entlangläuft, die die Leute negativ beeinflusst.
Will sagen: Wir hatten gerade schon wieder einen krampfenden Epileptiker im Laden. Das passiert nun nicht jede Woche, aber im Durchschnitt einmal pro Jahr finde ich auch schon viel.
Schreiben des Unternehmens, das die Kreditkartenzahlungen hier im Laden abrechnet. Man bittet mich, ihnen zu einem bestimmten Vorgang den vom Kunden unterschriebenen Beleg zuzusenden.
Ich bin begeistert. Wir haben am Tag etwa 120 Kartenzahlungen. Sämtliche Kassierer arbeiten im Wechsel an einem Terminal und heften ihre ec- und Kreditkartenbelege an ihre eigene Kassenabrechnung ran.
Wenn ich mich nicht mehr melde, suche ich noch.
Nachtrag: WOW! 3 Minuten. Nichts geht über vernünftigte Ordnung.
Es ist wie ein Fluch. Hier kann man Lebensmittel kaufen, also müssen wir uns um jeden herrenlosen Einkaufswagen kümmern. Scheinen zumindest manche Leute zu glauben...
Eine Kundin erzählte mir freudestrahlend, dass sie uns eine ganze Menge Einkaufswagen wiedergebracht hätte, die bei ihr an der Straßenecke gestanden hatten. Wie ich im selben Moment schon befürchtete, waren das natürlich genau die Wagen, von denen ihr hier gestern schon ein Foto gesehen habt.
Wie sagt man nun, dass die Arbeit vollkommen vergebliche Mühe war? Ich hab's freunlich, aber direkt versucht und hatte natürlich prompt eine recht beleidigt wirkende Kundin vor mir stehen, die, zumindest schien es so, gar kein Verständnis für meine Ablehnung zeigte.
Nun stehen die Wagen hier auf dem Gehweg, inzwischen 20 Meter näher am Laden als noch heute Mittag – und ich würde mich nicht wundern, wenn die gesamte Sammlung im Laufe der Nacht noch den Weg in meinen Laden findet.
Ich glaube, Nebenberuflich steige ich in den Schrotthandel ein.
Ein relativ heruntergekommener Mann betrat den Laden, als ich gerade bei den Einkaufswagen zugange war. Ich nahm seine Erscheinung wahr, beachtete ihn aber nicht weiter, da er sich einen unserer hauseigenen Einkaufskörbe nahm.
In der folgenden Viertelstunde füllte er den roten Korb mit allerlei relativ hochpreisigen Schokoladen, vor allem von Lindt und Hachez, im Gesamtwert von über 60 Euro.
Anschließend versuche er offenbar, den Laden durch die Schranke am Eingang zu verlassen, denn als ich wieder zufällig dort vorbeikam, stand der Korb unmittelbar unter der Schranke. Hektisch griff der Mann den Korb und tat so, als ob er weiter einkaufen würde.
Doch nichts geschah. Eine Kollegin sah ihm über die Videoanlage dabei zu, wie er ganz offensichtlich mehrfach versuchte, einen unauffälligen Moment zum Entwischen zu erwischen – aber der Strom durch die hereinkommenden Kunden war zu stark.
In der Zwischenzeit war ich mit einem Handy bewaffnet durch den Hinterausgang raus und um das Gebäude herumgelaufen und wartete in einer Nische neben meiner Ladentür. Aber nichts tat sich. Knapp drei Minuten wartete ich, bis schließlich der erhoffte Anruf kam. Die Meldung lautete aber nicht "Dieb verlässt den Laden.", sondern lediglich "Er räumt alles wieder aus."
Das reicht nichtmal für einen versuchten Ladendiebstahl und so mussten wir uns damit begnügen, den Typen rauszuwerfen und eindringlich darauf hinzuweisen, dass er hier zukünftig nicht mehr erwünscht ist. Vielleicht hilft's ja...
Die detaillierte Abrechnung für eine umfangreichere Zahnbehandlung habe ich nun mit der Post bekommen. Jedes Detail ist darin mit dem jeweiligen Preis aufgeführt, unter anderem:
Entfernung eines mehrwurzeligen Zahnes – 14,23€"
Ich gebe zu, dass ich diesen Posten lieber nicht auf der Rechnung stehen gehabt hätte.
Lieber Björn,
ich bin haarschaarf am Herzinfarkt vorbeigeschlittert als ich die Bilder vom Spar-Markt Barcelona gesehen habe.
War mir jemand zuvorgekommen? Ist die Shopblogger-Armee inzwischen so groß?
Aber nein! Zum Glück hat Klaus anscheinend meinen Spar-Markt übersehen *ätschbätsch*
Dieser wunderschöne Exemplar findet man in der Nähe des Hafens, etwa 60 Meter vom Meer entfernt.
Liebe Grüße
Roman
Ps: Ich! will! ins! Blog! (und in die Zeitung und ins Fernsehn)
BILD und RTL sind informiert.
(Bevor jemand fragt: Nein, von dem oberen Bild gibt es keine größere Version und, ja, der Dame rechts neben der Ladentür weht gerade der Rock bis zum Po hoch... )
Da vorne an der Ecke steht übrigens ein Einkaufswagen von Ihnen.
Ich dachte, an diese beiden Wagen, von denen einer inzwischen unfreiwillig den Weg in meinen Laden gefunden hatte und antwortete Ihr, dass der zwar so ähnlich aussieht, wie meine Wagen, aber denoch von "extra" ist.
Nein, nein. Von "extra" stehen da auch welche, aber von Ihnen ist da auch einer dabei. Da steht mittlerweile ja alles voll mit Wagen.
Tatsächlich...
Was für ein asoziales Verhalten von den Leuten:
(Von mir ist übrigens kein Wagen dabei. Auf einem steht zwar "Eurospar", aber der hat nichts mit mir zu tun...)
Mit einem Rechtanwalt stand ich wegen einer geplanten Markenanmeldung in Kontakt. Nachdem alles geklärt war, kam eben noch ein letzter Satz von ihm per E-Mail:
Melden Sie sich gerne wieder, wenn Sie Beratungsbedarf haben, z.B. weil Sie wegen der Bezeichnung abgemahnt wurden...
Eigentlich witzig, aber heutzutage weiß man ja nie...
Heute Morgen war der Tisch des Leergutautomaten gut gefüllt und da ich gerade in der Nähe stand, machte ich mich daran, ihn abzuräumen.
Plötzlich fiel mir eine bis oben hin gefüllte Flasche "Coca Cola" auf. "Warum hat der Automat die volle Flasche angenommen?", wunderte ich mich noch, als mir auffiel, dass der Deckel bereits geöffnet war – und dass die Flasche deutlich leichter war als eine volle.
In Gedanken ging ich alle Ekeligkeiten durch, die sich in der Flasche befinden könnten: Farbe, Öl, Jauche. Da der Deckel aufgeschraubt war, kümmerte ich mich nicht weiter darum und griff nach ihr, um sie in eine Kiste stellen zu können.
Da entdeckte ich die Aufschrift auf dem Rückenetikett. Sojasauce hatte jemand in der Flasche aufbewahrt. Und weil die Sauce deutlich zähflüssiger als Cola ist, haftete sie an der Flasche ohne sich auf dem Boden abzusetzen. Tzz...
Gerade mal sechs Monate ist es her, dass ich das Weihnachtsgewinnspiel ausgerufen hatte. Ich hatte 33 Tafeln Zotter-Schokolade verlost und wollte einen Gewinner per Losentscheid ermitteln. Nachdem ich nur drei richtige Einsendungen bekommen hatte, kam mir die Idee, jedem ein Drittel des Gewinns, also 11 Tafeln, zu schicken. Dies wollte ich aber erst tun, nachdem ich dies jeweils mit jedem der drei Einsender abgesprochen hatte.
Manche Leute scheinen ihren Mailaccount recht selten abzufragen und ich gebe zu, dass ich irgendwann auch nur noch sporadisch an die Sache gedacht habe. Nun sind die drei Pakete aber unterwegs und jedem der drei Gewinner habe ich noch einen kleinen Trostpreis zusätzlich für die Warterei mit ins Paket gelegt.
Auf der Karlie-Hausmesse hatten wir auch ein paar quietschende Gummihühner mit Fußballtrikot gekauft. Passend zur EM wollte ich die Teile auch hier in den Laden hängen und ein paar davon haben wir auch tatsächlich schon verkauft.
Wenn Deutschland das Spiel heute vergeigt, lackiere ich die auf rot/grün um...
Die Anti-Cliffhanger-Fraktion wird aufheulen, aber der eine oder andere Leser möchte vielleich schon wissen, wie es weitergeht. Ich bin nach wie vor an einem ganz bestimmten Objekt dran, habe aber genauso nach wie vor keinen Mietvertrag.
Nachden ich gestern ein einstündiges Gespräch mit dem Makler hatte, bin ich ganz zuversichtlich, dass das nun doch noch etwas wird. Da leider mehrere Parteien in diesem Fall unter einen Hut gebracht werden müssen, ist die Gestaltung des Mietvertrages leider nicht ganz so einfach.
Ich bin inzwischen genauso genervt wie ihr – und bei mir geht es um mehr als nur ein paar unterhaltsame Blogeinträge...
Der Leergutautomat hat heute nach langer Zeit mal wieder einen Technikereinsatz nötig gehabt. Das ist zwar lästig, aber kann ja mal passieren. Und so haben wir hier den ganzen Vormittag Leergut von Hand angenommen.
Eine ältere Kundin, Typ "Lieblingsoma", Rücken tätscheld zu mir, als ich ihr den Leergutbon in die Hand drückte: "Danke, mein Schatz."