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Ich staune immer noch

Es war irgendwann bwl (before weblog): Ich hatte einen Mitarbeiter, der immer sehr viel getan hat, alles getan hat und immer hilfsbereit war und stets eingesprungen ist. Das klingt zwar alles für einen Arbeitnehmer selbstverständlich, war jedoch so ausgesprochen viel Einsatz, dass ich aus heutiger Sicht sofort misstrauisch werden würde. Damals war ich noch naiver, habe mich über den Arbeitseifer und das Firmeninteresse gedreut. Wir haben keine persönliche Freundschaft aufgebaut, aber doch hin und wieder bei uns zu Hause zusammen gegrillt und uns gut verstanden.
Später bin ich darauf gekommen, dass dieser Mitarbeiter mich auf übelste Art und Weise bestohlen hat. Das notarielle Schuldanerkenntnis beläuft sich über eine kleine fünfstellige Summe, aber ich hoffe schon lange nicht mehr darauf, auch nur einen Teil des Schadens zurückzubekommen.

Vor längerer Zeit hatte er einen gemeinsamen Bekannten kontaktiert und verlauten lassen, dass er sich mal bei mir melden will, um über "die Sache von damals" zu reden und vielleicht wieder einen Job bei mir zu bekommen. Mehr weiß ich momentan nicht. Nur eins:

Ich will nicht mit ihm reden.


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Comments

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Bert on :

Wie wärs mal mit mehr Details. Wie konnte er die 5stellige Summe vo Dir unbemerkt aus dem Laden schaffen?

Philipp Stern on :

Naja, vielleicht will er ja doch den Schaden zurückzahlen? Ohne eine Rückzahlung würdest Du ihn ja kaum wieder einstellen...

Alfeld... pulsiert! on :

und wie ist er aufgeflogen...

Jürgen on :

wurde mit dem Diebesgut auf dem Klo von der Überwachungs-Kamera gefilmt ;-)

Ines on :

Das will ich auch alles wissen!

:-D

Jo on :

Am besten mit so viel Details, dass ich das nahcmachen kann!

Ben on :

Rede mit Ihm. Vielleicht möchte er dir das Geld ja zurück zahlen?!

Arbeitnehmer on :

Hi,

> as klingt zwar alles für einen Arbeitnehmer selbstverständlich,

Muhahaha. Warum das denn??? Bei Euren Löhnen im Einzelhandel wundert`s, dass nicht noch viel mehr Mitarbeiter klauen.

SCNR.

noch ein Markus on :

bei Eurer Arbeitseinstellung als Einzelhandelmitarbeiter wundert`s, dass nicht noch viel mehr Mitarbeiter entlassen werden :-|

Gerhard Zirkel on :

Ein Angestelter kann immer nur so viel verdienen, wie er für den Arbeitgeber erwirtschaftet (eher etwas weniger, denn es muss ja ein Gewinn übrigbleiben).

Das bedingt halt in manchen Branchen geringere Gehälter als in anderen. Auf der einen Seite über hohe Lebensmittelpreise jammern und auf der anderen Seite mehr Geld für Einzelhandelsmitarbeiter fordern, haut in der Praxis leider nicht hin.

Gerhard Zirkel

Mick on :

Wieviel ein Arbeitnehmer erwirtschaftet kann eigentlich nur im produzierenden Gewerbe, aber nicht unbedingt im Einzelhandel gemessen werden.

Kundenzufriedenheit ist ebenfalls nicht wirklich monitär erfassbar. Der Kunde kauft nach dem Preis der Waren in erster Linie oder willst Du mir erzählen, daß Du für die Produkte des täglichen Leben bereit wärst das doppelte zu zahlen nur weil der Verkäufer besonders freundlich ist? Selbst oder sogar speziell bei den Luxusgütern ist eher das Gegenteil zu sehen. Die Einzelhändler sind da eigentlich die richtig Verarschten, bieten umfangreiche Beratung und der Kunde rennt dann doch zum Discounter.

LeSmou on :

zicke....

Andrea.S on :

troll....

Fincut on :

You get what you pay for!

MarshallMar on :

Hm, glaube ich würd mit ihm reden und
a) er zahlt mir das Geld zurück dann ist alles wieder gut.
b) wenn er denn nicht zahlt, verpass ich ihm ne zweite Poritze.

Hauptsache, ich hab die Sache aus der Welt geschafft und ärgere mich nicht mehr über sowas. Gibt genügend Weichbirnen auf dieser Welt, wie du, lieber Shopblogger, auch sicherlich mitbekommen hast und das Leben ist zu kostbar, sich über Schwachsinn aufzuregen.

Andrea on :

Warum sollte man mit ihm reden?
So eine Sache lässt sich nicht aus der Welt schaffen. Klar, kann er seine Schulden begleichen. Aber es war ein Vertrauensbruch und ganz sicher würde ich eine solche Person nicht wieder in meinem Laden beschäftigen.

Gerade weil die Betrugs- und Diebstahlmöglichkeiten zahlreich sind in einem Handelsunternehmen, braucht es in erster Linie Vertrauen.

Ich finde es geradezu lächerlich, daß nun gleich wieder vom shopblogger das schlimmste angenommen wird.
Letzlich hat er nicht gestohlen, sondern wurde bestohlen.

Mumpakl on :

Mangels Details eine frei erdachte Aussage:

"Jaja Chef, ich räume die Bierkisten noch weg. (Du glaubst gar nicht wohin!)"

nite on :

Es ist als nicht-informierter Leser (und als Einzelhandelsmitarbeiter) nicht allzu schön folgendes zu lesen: "war jedoch so ausgesprochen viel Einsatz, dass ich aus heutiger Sicht sofort misstrauisch werden würde."

Da wird ein Zusammenhang hergestellt: "viel Einsatz" = stark verdächtig, der mindestens (anderen fleißigen Mitarbeitern gegenüber) unfair ist.
Schließlich kann man in verschiedener Art und Weise motiviert sein oder werden, und das beste Mittel gegen Mitarbeiterkriminalität ist immer noch die Kombination aus sinnvollen (allgemeinen, verdachtsunabhängigen) Kontrollen und ein wenig (nicht zuviel) Vertrauen.

Mir gefällt es nicht wenn mir mißtraut wird, ich lasse mich aber gerne kontrollieren, wenn dies allgemeines Mißtrauen und pauschales Verdächtigen verhindert.

Did on :

Das ist Wortklauberei!

Es geht noch schlimmer on :

Es geht noch viel schlimmer: Der Besitzer eines großen Möbelhauses baut seinen Prokuristen als Nachfolger auf. Der bescheisst ihn aber über die Jahre um 630.000 Euro.

Das Möbelhaus macht nun zum Ende des Jahres zu, da es jetzt keine Nachfolge mehr gibt. 40 Leute stehen dann auf der Straße...

Bericht auf http://www.wz-newsline.de/?redid=233985

Venti on :

Vertraue nur dir selbst, sag ich da nur... obwohl ich immer noch an das Gute im Menschen glaube *hoffnung stirbt ja immer zu letzt

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