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Schwampf!

Mit der Post habe ich eine Bewerbung von einer Frau bekommen, die sich in den vergangenen sieben Jahren um ihre Familie gekümmert hat und nun offenbar wieder ins Arbeitsleben einsteigen möchte. Bevor jetzt wieder die üblichen Kommentare wie "Lade sie wenigstens zum Vorstellungsgespräch ein!" oder "Gib ihr eine Chance!" kommen: Ich brauche momentan keine neuen Mitarbeiter!

Dass ich diesen Standard-Arbeitsagentur-Bewerbungsfloskeln ausgesprochen skeptisch gegenüber stehe, erwähnte ich hier ja nun schon mehrfach. Der Anfang dieser Bewerbung, die hier gerade vor mir auf dem Schreibtisch liegt, ist allerdings der Hit:
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Ihrer Filiale in der Neustadt decken Sie den gesamten Haushaltsbedarf ab. Für die Kasse sind engagierte und verkaufserfahrene Kräfte unverzichtbar.
Ja. Und?

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Kommentare

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Martin am :

kam danach nichts mehr?

Gruß Martin

Andreas am :

Ja. Und? Es ist eine Einleitung und nicht mehr. Ich bezweifel, dass sie sich als Chef-Sekretärin beworben hat. Wäre sie Experte im Verfassen von kreativen und besonders guten Schriftstücken, dann würde Sie sich wohl kaum in einem Supermarkt bewerben (müssen). ;-)

Smick am :

Wie praktisch, du nimmst mir schon die Worte aus dem Mund, dann muss ich es nicht schreiben. ;-)

1337man am :

Stimmts denn nich?!

Katja am :

das war doch nur die einleitung. ist doch klar, dass sich sowas blöd liest, wenn der rest des textes fehlt.

Christian Nobis am :

Über eine dahergelaberte Einleitung würde ich mich wohl auch nicht unbedingt wundern.

Vielleicht würde ich das sogar besser finden als wenn eine Bewerbung direkt ohne Einleitung mit der Tür ins Haus gefallen kommt.

So zeigt man, dass man sich mit dem Unternehmen interessiert und nicht eine 0815-Standartbewerbung hunderte male ausdruckt und nur die Adresse ändert.

(Nunja ich würde das wohl auch so machen, als Serienbrief und dann in der Datenbank die Einleitung mit aufnehmen :-) )

XXX am :

Wie viele Berwerbungen kommen pro Woche bei dir an?

Dennis am :

Naja, auch wenn es nur die Einleitung ist...

Ich denke, dass es nicht gerade passend ist, am Anfang einer bewerbung gleich den "Oberlehrer" spielen zu wollen. Jeder Verantwortliche weiß, dass gutes Personal seh wichtig ist. Dann noch so provokativ darauf hinzuweisen halte ich für verfehlt.

Also wenn ich Bewerbungen vorsortieren müsste, dann hätte diese Einleitung die Bewerberin zwar nicht disqualifiziert, aber doch zumindest in der Rangfolge nach hinten gestellt!

Meine Meinung!

Raucherblog am :

@Björn Harste

Poste doch einfach mal eine Bewerbung die bei Dir durchgehen würde! Oder nimm eine alte einer Mitarbeiterin die für Dich arbeit.

Steffi am :

Sorry aber es ist zum kotzen. Dieses Schriftstück hat nicht die Bewerberin verbockt, solche Floskeln bekommt man bis zum abwinken im AA eingetrimmt. Da heißt das dann man muss den Angesprochenen überraschen und von den üblichen Floskeln abweichen. Dummerweise coachen die Leute die dort solche Vorträge halten im normalen Leben meist die priviligierte Oberschicht und nicht Lieschen Müller das an einer Supermarktkasse anfangen möchte.
Aber was für Prof. Dr. Doppel-ING gut klingt kann ja nicht verkehrt sein...

Ich bekomme täglich mehrere solcher Bewerbungen, die Seuche hat sich verbreitet. Aussortiert werden sie deswegen allerdings nicht. Einfach weil ich mittlerweile weiß wie die zustande kommen.

anisa am :

es ist aber auch schwer ein vernünftiges anschreiben zu verfassen. ich schreib die mittlerweile nach gefühl, ohne standartfloskeln, die ich so gelernt habe.

Fincut am :

Der Blinde erklärt dem Tauben die Welt. Björn, Du hast auch einen platten Schreibstil und gehörst sicher nicht in die Klasse der Intellektuellen.

Fincut am :

Richtig, ich gehöre zu den Intellektuellen, aber um mich soll es hier nicht gehen.

Manni am :

Menschen, die sich selbst als "intellektuell" bezeichnen, haben zum einen in der Regel sehr wenig auf dem Kasten, zum anderen sind es soziale Kotzbrocken.

Fincut am :

"Stock und Stein brechen mein Bein, aber Worte können mich niemals verletzen". Es tut mir leid, aber es gibt tatsächlich überdurchschnittlich Begabte und Gebildete, die über genügend Selbsterkenntniss verfügen, dies auch zu erkennen. Deine sticheligen Vorurteile laufen hier vollends in's leere...

FH am :

Dann können wir als außenstehende uns immernoch über den Fakt des Kotzbrockens erfreuen.

Nina am :

Zur Bildung gehört aber auch die Rechtschreibung.

Manni am :

Daß es aber deutlich mehr Leute gibt, die glauben, erkannt zu haben, daß sie sich "intellektuell" schimpfen dürfen und dabei nichts als drei leere Bierflaschen auf den Kasten haben, sollte dir auch klar sein - und wenn dir "Stock und Stein" was anhaben können, Worte aber nicht, dann heißt das, daß du die Arroganz besitzt, deine Ansichten für die ultimativ wahren zu halten. So gesehen könntest du für die "BILD" schreiben. Franz Josef Wagner hält sich auch für "intellektuell".

anonym am :

#11 ... wenn das jetzt nicht platt und überflüssig war.

Sarah am :

Recht hat #11 aber doch irgendwie.
Und urlaubsreif scheint der liebe Herr Harste auch zu sein.

Goerg am :

Könnt ihr mal bitte aufhören standard mit t zu schreiben?

Mumpakl am :

Sdandard sieht aber auch blöd aus ^^

uli am :

der beste kommentar von allen! :-)

Lars am :

Jaja, die lieben angetrimmten Floskeln die das Arbeitsamt in ihren "Bewerbungstrainigs" so einhämmert.

Ich find nichts peinlicher als diese vorgegebenen Bewerbungen wie sie dort beigebrácht werden. Ich sehe lieber eine Bewerbung die zwar ganz ohne Stil geschrieben ist, aber damit wenigstens ehrlich gemeint ist.

Abraxa am :

... womit sich der her harste ja auch nicht zufrieden gibt, wie man hier im blog schon an diversen stellen gelesen hat.

Marc am :

Mich würde aber wirklich mal interessieren, wie eine Bewerbung von Herrn Harste aussehen würde. Bzw. wie eine aussehen würde, die er von anderen akzeptiert.

An der Einleitung ist nichts verwerfliches, außer der Brief hat dort bereits aufgehört.

Mann am :

Wie du Bewerber hier immer anprangerst, geht mir schon aufn Sack.
Wenn ich die Wahl hätte, Geburtswehen zu haben oder mich bewerben zu müssen, wüsst ich nicht, was ich wähle würde. Bewerbungen sind immer peinlich und sollten danach aufgefressen werden.

Nina am :

Ich würde mich an deiner Stelle an solchen Einleitungssätzen nicht aufhalten. Wie schon mehrfach gesagt wurde, sind das die üblichen Floskeln die den Leuten bei Bewerbungstrainings beibegracht werden. Solange sich jemand also nicht als hauptberuflicher Texter bewirbt, sehe ich das ganz gelassen.

Die Bewerbungen die bei mir eingehen beginnen ebenfalls zu 90% in diesem Stil. Viel mehr interessieren mich banale Dinge, die darauf schließen lassen ob sich jemand mit der Bewerbung Mühe gegeben hat: korrekte Rechtschreibung (selbst ein Legastheniker kann Freunde um Korrekturlesungen bitten), sauberes Papier (haben des öfteren Flecken, Eselsohren, etc.), ob die Bewerbung wirklich den Anforderungen aus der Stellenausschreibung entspricht und idealerweise sogar dahingehend formuliert ist (Hervorhebung der geforderten Fähigkeiten) usw.

Das sind grundlegende Dinge die mir sehr viel mehr über eine Person sagen, als der Einleitungstext des Anschreibens.

Harald am :

Meine Schwester (Hauptschullehrerin) hat ihren Schülern mal gesagt, wenn man ein Hobby hat, das zum gewünschten Berufsbild passt, kommt es gut, dieses Hobby in der Bewerbung mit aufzuführen.
Einer ihrer Schüler schreibt doch tatsächlich in der "Trainings-Bewerbung" zu seinem Berufswunsch Metzger:

"Mein leibstes Hobby ist schon seit meiner Kindheit das Schlachten."

Mahlzeit.

Fokal am :

Vorausgesetzt die unglückliche Formulierung war ernstgemeint, dann halte ich den Kern der Aussage für gar nicht mal so schlecht. Wenn der Bewerber aus der Landwirtschaft stammt und gern bei Hausschlachtungen mithilft, dann könnte die Erwähnung dieses Umstandes in einer echten Bewerbung durchaus vorteilhaft sein.

momo am :

Ich finde es auch super-peinlich, wie B.H. hier in vielen Einträgen den Chef raushängen lässt. Wahrscheinlich ist er stolz auf seinen soliden Realschulabschluss und weiß sowieso alles viel besser.
Seine Mitarbeiter können einem echt leid tun. Vor allem diese Klugscheißerei auf die kumpelhaft Tour... grrrrrrrr

Philipp Krebs am :

War ja zu erwarten, dass wieder alle auf dem Shopblogger rumhacken. Dabei schreibt er ja schon selbst, dass die Einleitung mehr oder weniger von der Arbeitsagentur "verbrochen" wurde. Die Bewerberin hat dann den Vorschlag der AA noch 1:1 umgesetzt und eine wirklich sehr platte Einleitung geschrieben. Und das der Bewerbungsempfänger Björn Harste heißt, wäre auch nicht so wahnsinnig schwer herauszufinden gewesen. Also durchaus einiges, was man hätte besser machen können.
Warum die Arbeitsagentur ihren Leuten beibringt, genau solche Bewerbungen zu schreiben, ist mir allerdings schleierhaft...

Kai D. am :

Herr Harste sollte sich als Kolumnist bei der BILD-Zeitung bewerben.


Grüße, Kai D.

Louffi am :

Liebe Motzer,
wunderbarerweise ist die Blogwelt sooooooooo groß *zeig*

Der Vorteil dabei: ihr müsst keine Blogs lesen, die euch nicht gefallen. Super, oder?

Fincut am :

Lieber Ignorant,

wo käme ich hin, wenn ich nur lesen würde was mir auch gefällt? Auf der anderen Seite könnte man Deinen Hinweis ja auch auf Dich selbst adaptieren: Wenn Dir unsere Kommentare nicht gefallen, dann lies sie doch einfach nicht.

DerKork am :

Liebe Diskutanten und Diskutantinnen,

wie Björn schon in seinem Post schrieb, braucht er zur Zeit keine Mitarbeiter - unabhängig von Schreibstil o.ä. der sich Bewerbenden. Meines Erachtens sollte dieser Post auch nicht die Person anprangern, sondern auf die (doch sehr "ungewöhnliche") pseudo-akademische Einleitung hinweisen, die bei einer Bewerbung als Kassenkraft irgendwie fehl am Platze wirkt.

So, fallt über mich her!

DerKork

Kai D. am :

Mir fällt da gerade noch was ein:

Sollte Herr Harste irgendwann - aus welchen Gründen auch immer - eine neue Mitarbeiterin benötigen, so soll er sich doch bitte an Lilo Friedrich wenden.

Eine ehemalige Bundestagsabgeordnete sollte ihm wohl qualifiziert genug sein. Zwinker, zwinker...

Jan_Eisklar am :

Mal abgesehen von der Diskussion, ob eine solche Einleitungsfloskel wichtig ist oder doch gefälligst überlesen werden sollte, mir sprang als erstes ein anderer Aspekt ins Auge.
Die Dame spricht von "verkaufserfahrene Kräfte". Wenn Björn wirklich nur solche nehmen soll (wie sie ihm ja rät) warum soll er dann jemanden einstellen, der 7 Jahre lang nicht mehr gearbeitet hat? Also "verkaufserfahren" nenne ich so etwas nicht...

Kollege am :

...endlich jemand, der es verstanden hat...

Fincut am :

Die Bewerbering kann doch sehr wohl Erfahrungen gesammelt haben, vor Ihrer "Auszeit" als Mutter...

bbr am :

Das sehe ich auch so. Sie kann schon X Jahre als Kassiererin gearbeitet haben.

DerChris am :

Argh, die meisten meiner Bewerbungen und die, bei denen ich mithalf, begannen mit "mit großem Interesse habe ich...".
Das sind nun mal Standardfloskeln. Und wenn's jemand so beigebracht bekommen hat, so what?
Aber okay, ich gebe zu, diese Einleitung klingt ein bisschen arg geschwollen... ;-)

Mimi am :

Ich glaube, ich bin die Einzige, die bei diesem Beitrag eher lachend auf den Titel schaut.
Schwampf, Herr Harste, kann es sein, dass sie vor vielen Jahren auch Radio Bremen 4-Hörer waren?

gUEROgIGANTE am :

Also ich find die Einleitung jetzt nicht wirklich schlecht...

leachiM2k am :

Endlich mal kein Geschwafel in der Bewerbung. Endlich mal nicht "mit großem Interesse". Endlich mal was Neues.
Oder würde es Herrn Harste reichen, wenn man, wie in Amerika üblich, nur den Lebenslauf beilegen würde? Das glaube ich nicht.

Versteh nicht, was so blöd an dieser Bewerbung sein soll. Ist doch keine Akademiker-Stelle, sondern lediglich Kasse. Da kann man doch seine Ansprüche etwas runterschrauben...

Wie sah denn der Rest aus? Vor allem, wie sieht bei Ihnen eine gute Bewerbung aus, Herr Harste?

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