Skip to content

Traurig, aber wahr.

Diese, ich mag den Begriff kaum verwenden, Bewerbung, wurde vor ein paar Tagen meiner Marktleitung in Findorff in die Hand gedrückt.

Wer es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, mag könnte sich am letzten Satz und anderen Kuriositäten in diesem Schreiben ergötzen hier eine leichte Belustigung empfinden. Man kann sicherlich darüber schmunzeln, aber eigentlich ist es nur sehr, sehr traurig. Ich kann jedenfalls immer wieder nur den Kopf schütteln, wenn vom Arbeitsamt von der Agentur für Arbeit immer mehr Bewerbungstrainings gekürzt und gestrichen werden.

Jemand, der vielleicht weniger intelligent ist als der Durchschnitt der Bevölkerung, kann durchaus mit offenen Augen durchs Leben gehen und seinen Job 100% richtig machen. Aber wie soll man, wenn man als Personaler einen derartigen Murks auf den Schreibtisch bekommt, sich überhaupt dazu durchringen, die Zeit für ein Bewerbungsgespräch zu investieren?
Leider kenne ich auch niemanden, der einen Job für diesen jungen Mann hätte. :-(

Nachtrag a: Wer einen Job für den jungen Mann hat, möge sich melden! Und das meine ich durchaus ernst.



Nachtrag b: Der linierte Zettel (und sonst nichts!) wurde von dem jungen Mann persönlich in der Filiale Findorff abgegeben. Die dortige Filialleiterin hat ein kurzes Gespräch geführt und mir den jungen Mann beschrieben. Den persönlichen Eindruck, den dieser Bewerber gemacht hat, hatte ich bewußt nicht geschildert, denn es ging nicht um seine Person, sondern um seine Bewerbung, die stellvertretend für viele steht, die hier in den letzten Jahren abgegeben wurden.
Ich hatte mich entschlossen, diese Bewerbung zu veröffentlichen, weil ich mich darüber aufgeregt habe, daß Menschen mit deutlich geringerer Bildung derart allein gelassen werden. Da aus den Daten kein Rückschluß auf die Person möglich ist, sah ich ursprünglich auch keine datenschutzrechtlichen Probleme. Den Scan der handschriftlichen Bewerbung habe ich nun durch eine andere Version ersetzt, die einen groben Eindruck der abgegebenen Bewerbung vermittelt.
Dass so eine Bewerbung kaum eine Chance hat und dass die Agentur für Arbeit bessere Arbeit leisten sollte, ist tatsächlich die einzige Intention dieses Blogeintrages gewesen. Hier sollte niemand an den Pranger gestellt werden.
Da mich offenbar einige Mitmenschen mißverstanden haben, war dieser Beitrag heute Nacht offline. Löschen werde ich ihn nicht, denn dann gibt es für die Leser nicht die Möglichkeit, die nachfolgenden Diskussionen auch in anderen Blogs zu verstehen. Wenn man nämlich Teilsätze aus dem Zusammenhang reißt, kann ein sehr böses Bild entstehen und das finde ich unfair.
Die Formulierungen, die offenbar für Menschen, die mich nicht kennen, mißverständlich waren, habe ich durchgestrichen und dort neue Formulierungen eingesetzt. Teilsätze, die in den Kritiken völlig unter den Tisch gefallen sind, habe ich fett dargestellt.
Mit ein wenig Humor lassen sich übrigens gewisse Ungerechtigkeiten des Lebens besser verdauen und nicht jedes Lächeln ist mit Herablassung und Zynismus verbunden. ;-)

Trackbacks

TXT Guckloch am : Chance verdient!

Vorschau anzeigen
Also lieber Herr Shopblogger, ich bin ja auch der Meinung, dass das Bildungsniveau in unserem Land oft erschreckend niedrig ist. Ich bin auch der Meinung, dass es sich viele Menschen

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Christian Stiebahl am :

Es ist schlimm, das so jemand durchs Netz fällt. Mit etwas Betreuung und Training könnte er sicher eine richtige Bewerbung schreiben und einen Job finden.

Querdenker am :

Bleibt nur zu hoffen, das es sich mit diesem Beispiel nicht wirklich um die "Nachwuchs-Generation" des 21. Jahrhunderts handelt.
Pisa-Studie und Medienberichte lassen da nichts Gutes ahnen...

Chris Lauer am :

Ganz ehrlich, Kommentare wie dieser sind nicht nur völlig überflüssig sondern überdies hinaus auch noch weitestgehend sinnfrei.
Bloß weil die Medien eine Studie überbewertet, die
a) nur einen Vergleich von Schulleistungen zwischen den verschiedenen EU-Ländern anstellt
b) in dieser Form in den Generationen vorher nicht durchgeführt wurde
c) nichts über die tatsächlichen Schulleistungen der deutschen Schüler aussagt,
sollte man nicht grundsätzlich jeden deutschen Schüler des 21. Jahrhunderts als Legastheniker, Dyslexisten oder Dyskalkulisten darstellen. Auch ein deutscher Schüler kann durchaus zusammenhängende und wohlformulierte Sätze bilden.
Solche Ausnahmen, wie die oben gezeigte auf eine ganze Generation zu beziehen, zeugt nicht nur von Unwissenheit und Verachtung für die nachkommenden Generationen (unsere Zukunft) sondern - MEINER Meinung nach schlicht und ergreifend - Dummheit.
Achja, auch ich habe die Schule in diesem Jahrhundert abgeschlossen (im Angehenden, aber dank deiner Verallgemeinerung ist das ja egal) - und ich denke, du wirst diesen Zeilen nicht viel hinzuzufügen haben.

Danke

MarkusS am :

Mit Traurig ist dazu wirklich alles gesagt. Das "Anschreiben" bewirbt den jugnen Mann sicherlich nicht. Aber er hats wohl auch nie gelernt und es ist fraglich ob ihm jemand beibringt wie er es besser machen könnte. Leider kann man auch nicht seine Motivation dahinter sehen. Gut möglich das sich hinter diesem Werk ein äußerst fähiger Typ befindet ... nur wird es so wohl niemand herrausfinden ... traurig...

Klaus Hintze am :

Versuch's doch mal...
Vielleicht ist der Bewerber, aufgrund der Anforderungen, wirklich der Knaller.
Habe während der Schulzeit in einem Einkaufszentrum mal Einkaufswagen "gesammelt". Ein Kollege war auch nicht unbeding t sehr helle aber der hat den Job prima gemacht!
Gib' ihm eine Chance....

[BJL] Björn jodelt leise ;-)

Sushi69 am :

Ich arbeite in einer Hausaufgabenbetreuung für Kinder, die eine "Förderschule für Lernschwache" besuchen, wie es neudeutsch heisst. Früher hieß sowas mal Sonderschule, soll heissen, der junge Mann wird wohl auch auf so einer Schule gewesen sein.
Ich wäre übrigens glücklich, wenn meine Kinder SO schreiben könnten, davon sind sie noch weit entfernt, obwohl sie im pubertären Alter sind. Rechnen können einige davon allerdings ganz prima und handwerklich sind die meisten auch begabt.

Lade ihn doch einfach mal zu einem Bewerbungsgespräch ein oder lasse ihn probearbeiten. Vielleicht ist er in echt ein prima Kerl und hat tatsächlich nur Probleme mit dem Schriftlichen.

Shopbloggerswife am :

Wenn wir einen angemessenen Arbeitsplatz zu vergeben hätten, würden wir uns auch die Zeit nehmen, uns den jungen Mann wenigstens näher anzusehen. Aber leider können wir sogar bei unseren derzeitigen Aushilfen nicht mehr Stunden finanzieren, als derzeit geleistet werden. Dies ist ein kleiner Laden, der mit momentan 30 Mitarbeitern deutlich mehr als üblich beschäftigt, eigentlich müssen wir eher kürzen.

Sushi69 am :

Schade drum. Aber schön zu hören, dass er bei Euch nicht von vornherein wegen seines Schulabschlusses verloren hätte. Sowas gibt es auch noch oft genug.

Ruad am :

Traurig finde ich vor allem, dass er trotz Sonderschulabschluss eine Lehre als Maler bekommen konnte und diese dann nach einem halben Jahr abgebrochen hat. Warum auch immer er das getan hat, aber verbessert hat er sich dadurch nicht. Das zusammen mit dem letzten Satz ergibt ein Bild von, naja, nicht großem Ehrgeiz und Interesse für das, was er da tut.

Shopbloggerswife am :

Vielleicht ist der arme Junge in der Schule gehänselt worden und hat das Handtuch geschmissen? Leider ist es ja notwendig, auch die Berufs-Schule zu bestehen. Und daran scheitern so manche, die sonst mit ihren Händen anstatt ihrem Kopf eine Chance gehabt hätten.

Ruad am :

Wir wissen ehrlich gesagt allesamt in diesem Blog nicht, was das für ein Junge ist. Die Meinungen schwanken ja zwischen strunzdumm/faul, nicht so "helle" aber anpackend mit Pech garniert oder "total ehrlich".

Ich selbst darf gerade die Schule der Bewerbungen durchmachen und habe eines gelernt: Man kann Lücken haben im Lebenslauf (macht es nicht einfacher, das stimmt), man darf auch ehrlich sein (in gewissen Grenzen), aber man muss auf jeden Fall in einer Bewerbung irgendwie raushängen lassen, dass der Jemand ein Nutzen für andere darstellen kann und nicht aus Mitleid eingestellt wird. Nichts ist erstens schlimmer für die Entwicklung gerade eines jungen Menschens und zweitens muss gezeigt werden, dass vergangene "Fehler" begriffen sind und nicht wiederholt werden wollen.

Insofern sehe ich in der Bewerbung immer noch eine sehr eingesperrte Haltung. Über Schuldzuweisungen bei dem "armen Jungen" könnte man erst nach einer Begutachtung seiner Person und seines Umfeldes reden.

Hans am :

Achso, eine Ausbildung darf man also nicht abbrechen? Egal, welche Gründe (die hier nicht bekannt sind) vorliegen? Wofür war die Probezeit noch gleich?

Ach ne, lass mich raten: In Deinen Augen dürfen nur Sonderschüler sowas nicht abbrechen, stimmts? Scheiss doch drauf warum - sollen sie doch froh sein, daß sie überhaupt einen Job bekommen haben. Oder wie?

Ruad am :

schlechten Tag gehabt?

Gaby am :

Der junge Mann ist sehr ehrlich.
Bevor er irgendwelche Daten irgendwie irgendwo einträgt, schreibt er, dass er sich nicht erinnern kann.

Wenn ich einen Job für einen Hilfsarbeiter anzubieten hätte - vielleicht würde ich ihn nehmen (Hab aber keinen, daher erübrigen sich meine Überlegungen)???
Von ihm hätte ich womöglich mehr zu erwarten als von jemandem, dessen Bewerbungsunterlagen "geschönt" sind - oder von jemandem abgefasst wurden, der es einfach gut kann ...

joe am :

Dem kann ich voll zustimmen.
Für mich sieht es wirklich so aus als würde sich die Person darum bemühen.
Es ist nicht üblich, daß jemand eine solch ordentliche Schrift an den Tag legt. Vor allem nicht bei diesem Bildungsgrad.

Warum die Lehre abgebrochen wurde ist zwar fraglich aber man muss so etwas auch nicht in die Bewerbung schreiben.
Dafür kann es ja die verschiedensten Gründe geben und solche fragen kann man ja beim Gespräch stellen.

Leider wissen wir ja das Alter nicht also kann man schlecht abschätzen in welchem Zeitraum die unten aufgeführten Arbeitsstellen besucht wurden. Das könnte ein sehr kurzer oder auch ein langer Zeitraum sein...

Kenntnisse im Lager sind vorhanden und viel Wissen muss man in einem Supermarkt nun wirklich nicht.
Aber ob ich den Mann an die Kasse lassen würde ist schon wieder eine andere Frage.

Shopbloggerswife am :

QUOTE :
viel Wissen muss man in einem Supermarkt nun wirklich nicht.

Irrtum. Auch unsere Packer müssen einiges wissen und können. bei uns arbeiten keine Honks. Analphabeten haben leider auch keine Chance, denn es müssen beim Packen Artikelbezeichnungen, EAN und Bestellnummern verglichen werden. Außerdem gehören Wareneingangskontrolle (Lieferscheine) und Kontrolle der MHD (Mindesthaltbarkeit) zum Job dazu. Oder würdet ihr lieber abgelaufenen Kuchen kaufen?

Mo am :

Meine Freundin ist Lehrerin an einer Berufsschule. Daher bekomme ich sehr gut mit, wie sich ein Teil unserer Jugend so aufführt.
Im Gegensatz zu diesem Bewerber machen sich viele Schüler nicht mal mehr die Mühe Bewerbungen zu schreiben oder bei diesen, sollten sie sich doch einmal dazu durchringen, auch nur auf eine halbwegs akzeptable Rechtschreibung oder Grammatik zu achten. Dazu kommt dann noch ein erheblicher Mangel an sozialer Kompetenz und eine enorme Portion Selbstüberschätzung.

Auch wenn diese Bewerbung nicht schön ist oder dem "üblichen" Format entspricht, würde ich, wenn ich die Möglichkeit hätte, diesen Bewerber zumindest zu einem Bewerbungsgespräch einladen, um ihn persönlich kennen zu lernen.

Sabrina am :

Leider wissen solche Leute meist nicht, dass sie sich z.B. an die Arbeitsagentur wenden können, die ihnen bei Bewerbungen u.ä. hilft.
Aber wenn man nicht einmal in der Lage ist, die Zeiträume, in denen man gearbeitet hat, zu datieren, dann deutet das nicht nur auf fehlende Kompetenz hin, sondern auch auf fehlende Motivation, das ist definitiv tödlich in der Arbeitswelt.

Shopbloggerswife am :

Fehlende Motivation ist nicht zwingend die Voraussetzung für solche unattraktiven Anschreiben. Obwohl wir auch schon so manches Mal bei Anblick von schmuddeligen Bewerbungen mit Eselsohren davon ausgehen konnten, daß dort nur auf ein Absageschreiben fürs Arbeitsamt spekuliert wurde.
Aber hier könnte es tatsächlich eher ein Problem fehlender Hilfe von Arbeitsamt/Nachbarn oder Familie sein.

m am :

dass du die persönlichkeitsrechte des bewerbers verletzt, ist dir nicht klar?
recht am eigenen wort hat auch ein sonderschüler.

I.S. am :

Ein Urheberrecht besteht zwar grundsätzlich schon - aber ich hätte bei diesem Werk doch so meine Zweifel, was die Schöpfungshöhe angeht.
Was die Persönlichkeitsrechte angeht, sollte der Brief eigentlich hinreichend anonymisiert sein. Derart markant, dass man den Schreiber anhand dessen identifizieren könnte, ist die Handschrift nun auch wieder nicht - und Daten, die eine Zuordnung erlauben könnten, sind auch nicht vorhanden.

Ich finde es gut, dass potentiellen Bewerbern auf diese Weise einmal gezeigt wird, dass Bewerbungen wie diese nicht geeignet sind, einen guten Eindruck zu vermitteln. Vielleicht motiviert dies andere, sich bei Bewerbungen mehr anzustrengen.

m am :

der absender wollte, dass nur der empfänger den brief bzw die bewerbung liest.
dass dieser den gleich veröffentlicht, zeigt me nicht von sozialer kompetenz. es gehört sich ungeachtet des informellen selbstbestimmungsrecht nicht, einfach briefe auch ungeachtet von anonymisierung nicht zu veröffentlichen, ohne den absender zu fragen.

Tim am :

Sehe ich genauso. Fehlt nur noch ein Kommentar: Der wollte nur ins blog. :-(

Fabian am :

Recht am eigenen Wort gibts nicht. Höchstens Urheberrechte. Aber ich zweifele daß das Werk die dafür nötige Schöpfungshöhe erreicht. Persönlichkeitsrechte werden ebenfalls nicht verletzt.

m am :

stimmt,.. bvg etc liegen falsch.- recht am eigenen wort gibts nicht,......

.....
.....
.....

leachiM2k am :

Für mich sieht die Bewerbung äußerst hingerotzt aus. Sorry, aber irgendwie stimmt hier gar nix. Ich vermute mal stark, dass es sogar ein DIN-A5-Blättchen ist.
Aber gerade deswegen würde ich, sofern ich einen solchen Job hätte, diesen Mann rein aus Interesse einladen, um zu sehen, ob meine Vermutungen richtig waren. Das Gespräch kann man ja jederzeit abbrechen.

joe am :

Klasse, dann den Leuten noch Hoffnung zu geben nur aus eigenem Interesse.
Dann lieber gleich absagen!

Marc am :

Ich finde so eine Bewerbung nicht traurig, eher dass man so etwas ins Netz stellen muss. Als "Arbeitgeber". :-(

Curios am :

Diese Form der Bewerbung kann durchaus Absicht sein.
Ich war auch mal (nach meiner Insolvenz) Hartz4-Empfänger. Obwohl meine Frau bereits die Zusage hatte, den Erziehungsurlaub früher beenden zu dürfen (Wartezeit aus personellen Gründen dennoch 10 Monate), zwang mich die ARGE, mindestens 8 Bewerbungen im Monat abzuschicken.
Wir alle wissen, daß eine! gute Bewerbung (Foto, Mappe, usw) zwischen 5 und 10 EUR kostet. Dennoch wurden die Kosten für die Bewerbungen nicht einmal anteilig bezuschusst. Stattdessen der dämliche Tipp des Sachbearbeiters damals: Schreiben Sie die Bewerbung einfach auf einen Zettel.

Wer so vera..... wird wie ich, schreibt möglicherweise auch extra schräge Bewerbungen......

Maria am :

Ich stimme Curios voll und ganz zu.
Habe darüber auch eine Reportage im Fernsehen gesehen.
Die Bewerbung scheint mit Absicht so geschrieben worden.
Aber genau das, finde ich so traurig

Laudi am :

du bist deutschland.....

Curios am :

Ups: 10 Wochen (nicht Monate)

Daniel am :

Ich habe auch einige Bewerbungen schreiben müssen, und das Arbeitsamt hat die Kosten völlig freiwillig übernommen.
Merkwürdig, dass das nicht überall so ist ...

Curios am :

Ja, solange das Arbeitsamt Leistungen zahlt, sponsoren die auch Bewerbungen. Die ARGE, bei Hartz4, nicht mehr.

koldir am :

Echt? Ich dachte bislang, dass auch ALG2-Empfänger Bewerbungskosten beim Amt geltend machen können (habe mal was von fünf Euro pro Bewerbung gehört. Allerdings weiß ich nicht, ob die Summe stimmt). Jedoch im Vorfeld zu beantragen und nicht erst dann, wenn die Bewerbungen schon auf dem Weg sind.

:-)

TBW am :

Ich bin ganz ehrlich:
Ich würde den Mann definitiv nicht einstellen, nicht einmal zu einem Bewerbungsgespräch einladen, wenn ich Stellen frei hätte.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn als Arbeiter gebrauchen könnte, ist schlicht zu gering:
Der Text falsch in Grammatik und Rechtschreibung,
eine abgebrochene Lehre, die Zahl der Jobs lässt darauf schließen, dass er nicht freiwillig gegangen ist.

Aber schön, dass so viele Leute ihm eine Chance geben würden - bzw. das zumindest schreiben.

ich am :

Dir stimme ich voll und ganz zu! So einen Fetzen würde ich wegwerfen. Warum sollte man so jemanden überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch einladen, wenn (angenommen)andere Bewerber in der Lage sind, eine ordentliche Bewerbung abzugeben. Ich find das fast schon respektlos.

Karsten am :

Im Hinblick Rechtschreibung und Grammatik kriegen das einige Leute auch mit Hilfe von Word und Rechtschreibkorrektur nicht viel besser hin und zur Zahl der Jobs kann man ohne das Alter des Bewerbers (ich würde auf Grund der Schrift schätzen

Karsten am :

Gnarf, das Kleinerzeichen ist hier wohl verboten. :-(

... jünger als 28) nicht sonderlich viel sagen. Zur Frage, ob ich ihn zu einem Bewerbungsgespräch einladen würde, fehlt mir aber der Vergleich zu anderen Bewerbungen für Hilfsarbeiterjobs.

Ani am :

So eine Bewerbung ist doch besser als wenn sie von einem Arbeitsamt-Mitarbeiter geschrieben worden wäre.
Der Junge weiß bestimmt, dass dort Fehler drin sind aber er kanns halt nicht besser.
Er gibt sich Mühe und er will arbeiten (es gibt viele die sich auf ihrem Po ausruhen und den Staat für sich bezahlen lassen)
Lad ihn doch einfach mal ein und evtl zum Probearbeiten.
Solche sind meist sehr fleissig.....

Gib ihm ne Chance

Christoph am :

Der Supermarkt von Björn ist doch keine Sozialhilfestation (Obwohl manchmal beim Lesen der Artikel habe ich das Gefühl doch). Wenn er zur Zeit keinen Bedarf für Arbeitskräfte hat und wie in einem Post weiter oben angegeben schon 30 Angestellte hat, dann ist es ganz egal ob jemand eine Hochglanzbewerbung abgibt oder eine eher schlichte.

Dave am :

Was ich auffallend finde ist, dass das ganze Teil ja doch eine gewisse Struktur hat, die zwar sehr eigen ist, aber doch entfernt an eine Bewerbung erinnert. Irgendwer hat ihm da bestimmt schon geholfen.
Zudem ist die Rechtschreibung gar nicht mal sooo schlimm. Vielleicht hat er sogar mit viel Mühe die einzelnen Worte nachgeschlagen.
Meine Frau ist Bereichsleiterin bei einem Discounter, die bringt manchmal Bewerbungen mit....

m am :

1000x lieber strohdumm, als jemand, der sich über strohmdumme lustig macht

Dave am :

Das war ernst gemeint.

Es stehen Sachen wie Geburtsdatum, Famileinstand und bisherige Arbeitgeber drin. Das sind ja grundsätzlich Daten, die in so eine Bewerbung reingehören. Und die Rechtschreibung ist wirklich nicht soooo schlimm. Grammatik ist halt schlecht. Aber das kannste halt nicht nachschlagen, sondern musste anwenden können.

Ich würde auf einen geistig Behinderten tippen. (also um es in IQ auszudrücken:

Holg am :

Traurig finde ich nicht die Art der Bewerbung, nicht jeder hat einen IQ von >130, traurig finde ich, daß niemand dem Mann hilft seine Bewerbungen erfolgsorientierter zu gestalten.
Das Konzept von Fordern und Fördern verkommt immer mehr zum Prinzip Fordern und noch mehr Fordern.
Während die "Bagis" "ARGES" und Job-Center Leute anschreiben und zum Umzug in billigere Wohnungen auffordern und Wohl wissend, daß solche Wohnungen auf dem Markt nicht vorrätig sind mit Leistungskürzungen drohen wurden alleine in Niedersachsen Millionenbeträge an zur Verfügung stehenden Fördergeldern nicht abgefragt weil keiner sich um die Vermittlung kümmern konnte oder wollte.
Wieviele Bewerbertrainigs oder Personalcoatches hätten dafür gezahlt werden können.

URS am :

Sooo schlimm ist diese Bewerbung doch gar nicht. Bei dem Hintergrund hätte ich schlimmeres erwartet.

In der IT-Branche bekomme ich manchmal E-Mails von Fertigstudierten, die nur so vor Rechschreibfehlern strotzen -- auch bei Geschäftsbriefen.

Also, wenn ihr mal noch jemanden braucht, würde ich den Herrn mal zu einem Gespräch einladen.

Tim am :

Bei uns landen solche "Bewerbungen" auch fast täglich, was je nach Arbeitsbereich auch Vorteile hat. Ohne überheblich zu wirken: Mitarbeiter in Hilfstätigkeiten sind mit geringerer Intellgenz deutlich leichter zu steuern. Außerdem fallen die ewigen Diskussionen bezüglich Arbeitszeiten usw. weg, die ich mit meinen studierten Angestellten ständig habe.
Auf vorderer Front zählt nur die Arbeit, die weniger intelligente Menschen deutlich besser und unkomplizierter erledigen.
Es kommt natürlich alles auf den Einsatzbereich an, ich würde auch keinen Maler als Pressereferent einsetzen, doch zum tragen und transportieren sind BILD-Leser geradezu perfekt. ;-)

*kotz* am :

QUOTE:
Ohne überheblich zu wirken:

Jau, keine Sorge, du wirkst nicht überheblich - du wirkst bloß wie ein Riesenarschloch.

Tim am :

Wenn du die Realität nicht vertragen kannst und mit solchen Sprüchen ohne Name antwortest, bist du sicher auch jemand, der sich durch meinen Beitrag angesprochen fühlt.
Oder ist es nur Mitgefühl? Keine Sorge, ich ziehe niemanden über den Tisch, meine Angestellten verdienen über Tarif und wir machen auch immer schöne Betriebsfeiern.
Schichten gibt es immer in einer Firma, damit muss man klar kommen. Nicht jeder kann promovieren und es muss auch Personal für niedere Tätigkeiten geben. Und bei niederen Tätigkeiten sind Menschen mit geringem Bildungsgrand deutlich zufriedener und arbeiten konzentriert.

The Renitenz am :

Schon seltsam: Ein relativ ähnlich gelagerten Fall hatte ich die Tage auch auf dem Tisch - vgl. auch http://renitenz.blogspot.com/2006/08/neue-rechtschreibung-mal-anders.html

Marty am :

Kann mich noch gut an meine Ausbildung als Maurer erinnern. Damals war ich der einzige von 12 Azubis der die Mittlere Reife hatte, die anderen 11 ( 1-3 Lehrjahr) hatten entweder Hauptschul- (9 klasse) oder nur ein Abgangszeugnis. Mein Job würde an Schlechtwettertagen mit den Jungs zu pauken. Das waren alle klasse Handwerker, aber von der Theorie und Basismathe/physik usw keinen blassen schimmer. Hab mit Hilfe des Chefs sie alle durch die Berufsschule und Gesellenprüfung gepaukt. ( Mich natürlich auch)

Kann mir gut vorstellen warum er die Lehre abgebrochen hat. Der wird einfach in der Theorie gescheitert sein, vielleicht noch nichtmal an den Fachfächer.

Die die hier schreien: Der würde nie von mir eine Stellen bekommen, sollen mir mal sagen was der Junge denn machen soll. Job als Hartz4 Empfänger für den Rest des Lebens. Solcher Redner können echt einen ankotzen. Vom SQ stehen die sehr weit unten.

TBW am :

Mit Verlaub, das ist Unsinn.
Der Junge würde bei mir wohl keine Stelle bekommen, aber ich würde mich auch nicht über ihn lustig machen.

Daraus auf den EQ (ich gehe davon aus, dass du den meinst) zu schließen, ist fragwürdig.

Eve am :

Naja. Immerhin keine pseudokreativen Floskeln - das ist doch schonmal was. Wenn ich mir dann noch den Link von #20 so anseh, ist diese Bewerbung doch fast schon Gold dagegen, nicht?

Claudiu am :

manueller Trackback: Schon der Antrieb zum Schreiben des letzten Beitrags war Ärger und Wut. Doch vollends die Zornesröte trieb mir der "Shopblogger" Björn Harste ins Gesicht. Dieser holt sich unter dem hamlos anmutenden Titel Traurig, aber wahr. einen auf die Verlierer dieser Gesellschaft runter.

TBW am :

O h
M ein
G ott.

Ist das ein dämlicher Beitrag, unabhängig davon, obman die Veröffentlichung des Scans gutheißt.

lem am :

Sonst gehts noch gut, oder? Sich einen "runterholen" auf die "Verlierer der Gesellschaft" klingt definitiv anders als der obige Beitrag. Man kann sich ja auch künstlich aufregen. Ich lese jedenfalls nichts in die Richtung: "Guckt euch den dummen Affen an, hö hö, schreiben kann er nicht, hö hö, der kriegt bestimmt nieeee nimmer nichtmehr einen Job, hö hö."

Eve am :

Hallo? Ist mit dir wirklich noch alles in Ordnung? Soll ich nicht besser 'nen Arzt rufen? Hallo?!

...


Weia, aber wirklich!

Tina am :

Sonst ist aber schon alles in Ordung oder? Eigentlich eine Frechheit was Sie da verzapfen...

Steffi am :

Traurig. Und kein bissl zum lustigmachen. :-(
Der Kerl kann einem nur leid tun.

Bin übrigens immer wieder fasziniert, wenn für einen kleinen Aushilfsjob eine Bewerbung gefordert wird.
Weiß nicht, ob es jetzt auch in Deinem Laden der Fall ist. Aber generell finde ich das schon bemerkenswert.
Als ich zu Abizeiten nebenbei jobben wollte, habe ich mündlich angefragt, bekam später einen Anruf und prompt war ich angestellt.

Sabrina am :

Ich wollte mich für ein Praktikum bewerben, es wurde jedoch neben sehr guten Noten vorausgesetzt, dass ich (neben fließendem Englisch) verhandlungssicher Mandarin spreche und schreibe.
Insofern kann ich mir gut vorstellen, dass Arbeitgeber heute auch bei der Wahl von Aushilfen oder Beschäftigten für Hilfsarbeitertätigkeiten wählerisch sein können.
Das macht es für Bewerber wie diesen sicher nicht einfach, irgendwo eine Stelle zu finden.

Steffi am :

Denke, das kommt wahrscheinlich ganz auf den Job an.
Ich gehe jetzt einfach mal von einer Tätigkeit in einem Supermarkt o.ä. aus. Da werden ja in der Regel keine besonders hohen Anforderungen an die Aushilfen gestellt.

Dein Praktikum klingt nicht gerade danach, dass es sich um eine Stelle als Kassiererin im Aldi handelt. ;-)

Plasma am :

Ich denke, dass er arbeitslos ist und das auch gerne bleiben möchte. Da ihm aber von der Agentur für Arbeit auferlegt wurde, sich bei Stellen zu bewerben, um nicht seine Bezüge gekürzt zu bekommen, tut er das natürlich auch. Aber um sicher zu stellen, dass er 100% nicht genommen wird, greift er zu solchen Mitteln. Traurig aber durchaus denkbar und das wird ja auch so praktiziert.

Ani am :

Das glaube ich nicht.

Dann hätte er denen auch sagen können , ich habe so und so viel ggeschrieben.... weil sehen tun die das beim "Amt" ja nicht.
Ich denke schon das der arbeiten will.
Und von der Schrift her zu urteilen, hat er sich Mühe gegeben bei Bewerbung (auch wenn Fehler drin sind)

Friesenjung am :

Ich hatte in der Berufsschule einen Mitschüler, der im theoretischen (mit Verlaub gesagt) eine absolute Niete war.
Im handwerklichen (Bäcker) war er dagegen super, solange er die Rezepte nicht ablesen musste.

ledzep am :

...hi erstmal. Habe mich mal durchgelesen... Und genau daran, an dieser Disku, krankt dieses Land... Ihr macht einen ganz normalen Fakt, wo früher aber wirklich nieeeemand sich den Kopf drüber zerbrach, zu einem Problem. Und wieso stellt der Autor eigentlich so einen normalen Ausnahmefall zur Diskussion? Die Welt krankt nicht am IQ, sondern an denen, die meinen, dass sie einen hätten...
Schönen Abend.

Hans am :

Bekommt derjenige denn wenigstens eine schriftliche Absage?

Dann kann man ja darauf hinweisen, daß die Absage vor allem erfolgt, weil man derzeit keinen unterbringen kann und gleichzeitig darauf hinweisen, daß derjenige sich besser Hilfe für Bewerbungen sucht. Man kann ja auf entsprechende Stellen hinweisen.

Vera am :

Ich stimme Hans zu!
Besonders der Hinweis auf Unterstützung von Arbeitsamt oder prof. Hilfe wäre sehr gut und bestimmt hilfreich ihn (solange nicht die Vermutung von Plasma (25) zutrifft)!

Martin am :

Er schreibt wie ein Abiturient des AbiJahrgangs 2005 - könnte ein Fake sein.

Mal ehrlich, was wir im Ing.Büro von Abiturienten auf den Tisch bekommen, sieht oft nicht eleganter aus.

Optisch schon - aber inhaltlich... ? Da graust es Dir... . Selbstüberschätzung, Überheblichkeit - und lädst Du die Jungs und Mädels ein (wir machen das ohne Assessment-Center) - dann wird Dir ganz anders....

Jahreszahlen 30 Jähriger Krieg (1618 - 1648) - 90% Error
Dauer des 100 jährigen Krieges (117 Jahre) - 95% Error
Arbeitstakte des Ottomotors - 85% Error
Einfachen englischen Text (kein Fachenglisch) übersetzen - 75% Error.

Wir haben hier altgediente Mitarbeiter, die in den 70ern die Mittlere Reife gemacht haben - die stecken die heutigen Abiturienten ohne zu Grinsen in die Tasche.

Eigentlich könnte man jedem Sonderschüler heutzutage auch das Abi-Zeugnis geben; das macht keinen Unterschied.

Gute Leute kommen heute oft aus Osteuropa, Asien - teils auch aus Afrika. Praxisbezogenes, analytisches Denken, handwerkliche Skills (die können auf der Baustelle mit anpacken ohne sich zu blamieren) und keine Überheblichkeit gegenüber den "Arbeitern".

Auf deutsche Zeugnisse geben wir nichts mehr, lieber 2 Praxiswochen und der persönliche Eindruck - da wissen wir alles !

Wie heißt es so schön "Es gibt Dinge, die muß ein Mann können, weil er ein Mann ist !" - und damit ist nicht gemeint, die Nummer des ADAC auswendig zu wissen .

Björn Harste am :

@Martin: Genau das wollte ich eigentlich mit meinem Beitrag aussagen. Man kann nicht (mehr?) jemanden zwingend anhand irgendwelcher Bewerbungsunterlagen oder Zeugnisse be- und verurteilen, aber man sieht die Dokumente und macht sich natürlich Gedanken.
Es gibt etwas, das ich gerne "Lebensintelligenz" nenne. Ich kenne Leute mit Abi oder die sogar schon im Studium stecken und die mir einfach dumm erscheinen. Nicht in der Lage sind, um zwei Ecken zu denken und mit dem Leben klarzukommen. Eine gute Bekannte von mir hingegen schlägt sich seit Jahren arbeitslos mit irgendwelchen Förder- und Fortbildungsmaßnahmen herum und hat nun eine internatsähnliche Schule besucht um überhaupt so etwas wie eine ordentliche Berufsausbildung zu bekommen. Diese Frau hat's sicherlich nicht leicht, beruflich großartig weiterzukommen. Aber hat seit ich sie kenne eine eigene Wohnung (da war sie noch unter 20) mit eigenem Haushalt, geht mit offenen Augen durch's Leben und ist ganz und gar nicht dumm. Nur sie sucht eben die Hilfe anderer und reicht daraufhin ordentliche Bewerbungsunterlagen ein. So sieht das nämlich aus.

Mattse am :

Hi,

hat sie denn ihre eigene Wohnung, die sie mit unter 20 schon hatte, selber bezahlt?

Ansonsten weiß ich nicht was jetzt daran so toll sein soll.

xxx am :

"Jahreszahlen 30 Jähriger Krieg (1618 - 1648) - 90% Error
Dauer des 100 jährigen Krieges (117 Jahre) - 95% Error
Arbeitstakte des Ottomotors - 85% Error
Einfachen englischen Text (kein Fachenglisch) übersetzen - 75% Error."

Ja, das hat viel mit Praxisbezug zu tun. Analytisches denken braucht man hier auch.... handwerkliche Skills werden bei der beantwortung dieser wichtigen Fragen natürlich nicht gezeigt.

"Auf deutsche Zeugnisse geben wir nichts mehr, lieber 2 Praxiswochen und der persönliche Eindruck - da wissen wir alles !"

Diese Einstellung find´ ich allerdings gut.

"Wie heißt es so schön "Es gibt Dinge, die muß ein Mann können, weil er ein Mann ist !" - und damit ist nicht gemeint, die Nummer des ADAC auswendig zu wissen ."

Ich sage:
Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen wo man nachzuschlagen hat.

Z.B. Die Antworten zu den Fragen von da oben interessieren mich NULL. Wenn ich es mal brauche - geh ich auf wikipedia und gut ist.

Tobias am :

Wer irgendwelche geschichtlichen Daten abfragt, hat meiner Meinung nach irgendwie nicht verstanden, worauf es im Leben ankommt. Wenn jemand die groben Jahreszahlen des 2. Weltkriegs oder die aktuelle Bundeskanzerlin nicht kennt, ok. Aber wen interessiert wann irgendwelche Kriege waren und wie lange die gingen? Das sagt sowas von überhaupt nichts aus!

Das mit dem Ottomotor mag ja für ein Ingenieur-Büro irgendwo Sinn ergeben. Aber glaubst du wirklich, daß sowas in der Schule durchgenommen wird? Nochmal: Wen interessiert das überhaupt? Wenn ich wissen will, wie ein Motor funktioniert, schlage ich kurz nach, und wenn's "nur" in Wikipedia ist.
Und nachschlagen werde ich dann, wenn ich es wissen will oder muß.
Es ist nicht relevant, viel zu wissen. Es ist nur relevant zu wissen, wo es steht. Das trifft besonders auf sinnlose Jahreszahlen zu.


Mit dem Rest, den du schreibst, magst du ja vielleicht recht haben. Aber gleich am Anfang eines Kommentars sich selbst so lächerlich zu machen... echt...

TBW am :

Lächerlich.

Die Daten des 30jährigen Krieges hätte ich problemlos aufsagen können, schon aus regionaler Verbundenheit - komme aus Münster.
Englischen Text übersetzen: Kein Problem, hatte ja Leistungskurs.

Aber wie lange der hundertjährige Krieg dauerte?
Irgendwas über den Ottomotor?
Woher sollte ich das bitte wissen...?

Das hat auch vor 30 Jahren mit Sicherheit kaum ein Abiturient beantworten können, und wichtig ist es nicht.

Erwin am :

Das sind halt so typische Testfragen die von Leuten gestellt werden, die sich selbst für ganz besonders toll halten. Die Leute die durch solche absurden Prüfungen fallen sollten froh sein, nicht in einem solchen realitätsfernen Unternehmen arbeiten zu müssen.

Benji am :

Wenn Analphabeten es anderswo bis zum Geschäftsführer schaffen, sollte es auch was für ihn geben.

Vielleicht sollte er sich mal bei VIVA bewerben :-)

Shopbloggerswife am :

Es gibt in diesem Blog am 2.2.05 eine wahre Geschichte über einen armen Kunden, der einen Zahn mit UHU ankleben wollte. Und dort schrieb Björn: "Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, daß dieses Erlebnis nicht lustig ist. Man kann darüber schmunzeln, aber im Grunde ist es nur traurig. Dieser Mensch hat definitiv kein Geld für Zahnersatz oder eine Krankenversicherung und wahrscheinlich nicht einmal für die 10 Euro Praxisgebühr."
Man kann darüber schmunzeln und viele Menschen tun dies.
Auch über den letzten Satz in der Bewerbung dürften einige schmunzeln und das hat Björn vorausschauend erwähnt. Schmunzeln ist nicht das Gleiche wie Häme oder Gehässigkeit.
Und es schließt das Bedauern über mangelhaftes Training im Verfassen guter Bewerbungen nicht aus.

Prospero am :

Sag mal Björn - hast du wirklich mal drüber nachgedacht bevor du die Bewerbung online stellst dass du da eventuell jemanden bloßstellst?
Ich erwarte, wenn ich eine Bewerbung schreibe dass diese von dem Personaler, der sie bekommt - auf welchem Wege auch immer - vertraulich behandelt wird. Vertraulich heißt IMHO NICHT dass man die Bewerbung scannt, den Namen schwärzt und dann die Dinge ins Netz stellt. Die Schrift ist durchaus noch erkennbar das heißt derjenige könnte das Schreiben von sich wohl auch leicht identifizieren bzw. seine Umgebung. Mag sein dass derjenige eine Rechschreibschwäche hat und von der Sonderschule kommt, mag sein dass die Agentur für Arbeit eventuell versagt hat - aber ist das wirklich eine Art und Weise jemanden zu behandeln? Ich denke nicht.
Tu dir einen Gefallen Björn - denk nochmal sehr eingehend darüber nach und vielleicht löschst du den Artikel dann ganz.
Ad Astra

Unbedeutent am :

Das was sie hier fabriziert haben ist ein "SAUEREI". Nicht nur das sie einen Menschen demütigen, sie dequalifizieren ihn. Machen sich nicht einmal die Mühe nachzuvollziehen was es für ein Mensch ist.
Damit disqualifizieren sie sich selbst. Ich finde es entsetzlich so etwas ohne das Wissen des Betroffenen ins Netz zu stellen. Das ist eine eklatante Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Zudem zeugt es von de verachtung die sie offensichtlich Menschen gegenüberbringen die nicht in Lage sind sich schriftlich auszudrücken.

Pfui!

Björn Harste am :

QUOTE:
Machen sich nicht einmal die Mühe nachzuvollziehen was es für ein Mensch ist.

Ich habe mit beiden Verantwortlichen in der Filiale gesprochen und die gemeinsame Aussage war sinngemäß, dass der Typ wohl "ganz nett, aber nicht für uns qualifiziert" war.
Diese Information hielt ich ursprünglich für nicht erwähnenswert, da ich mit meinem Originalbeitrag etwas vollkommen anderes aussagen wollte.

Björn Harste am :

Inzwischen ist der Beitrag vollständig anonymisiert und in keinster Weise mehr einer bestimmten Person zuzuordnen.

Björn am :

Hey ich hab den Beitrag bereits gestern gelesen und wusste schon worauf du hinaus willst. In meiner Mannschaft (TT) spielt auch ein (ehmahliger) Sonderschüler, der Mittlerweile eine Ausbildung zum Lagerarbeiter (wenn man das so nennt) macht. Er kann nicht gut schreiben usw. man merkt also, dass er etwas "langsam" ist (und das nun keine Beleidigung). Dennoch weiß ich, dass er mir in einigen Dingen echt was vor macht, dass hätte ich ihn nie zugetraut.

Jedoch denke ich, dass er halt einfach Glück gehabt hat.

Viel trauriger find ich aber die vielen total Idiotischen Kommentare dazu. Einfach nur das Maul aufreisen und rummeckern. Bin mal gespannt, ob sie denn anders reagieren würden, sprich ohne zu Zögern die Person einzustellen oder einfach Ihr bedauern kundtun..

Just my two cents..

unbedeutend am :

Es geht nicht um die Gnade von irgendeinem von euch eingestellt zu werden. Es geht auch nicht darum dass, der junge Mann nett ist. Es geht darum das dieses Verhalten – eine Bewerbung so zu veröffentlichen - nicht tolerierbar ist.

Ich hoffe doch das der Betroffene das irgentwie spitzkriegt und rechtliche Schritte einleitet. Dieses Schriftstück ob nun jetzt abgeschrieben oder im Original ist in gewisser Hinsicht ein Dokument. Selbst wenn es gestalterisch nicht auf der Höhe sein mag, so hat der Autor das Recht seine Erlaubnis zur Veröffentlichung zu geben, oder nicht.
Das hast du nicht getan. Somit kann es durchaus passieren das du deshalb eins aufs Dach bekommen könntest. Ich will nicht sagen das ich gerade das hoffe. Aber schaden würde es sicherlich nicht.
Das was du mit dem Veröffentlichen dieses Schreibens auch tust, ob nun unbeabsichtigt oder nicht, ist die Diskreditierung eines Menschen mit Defiziten. Das ist nicht okay, und wie schon erwähnt eine Sauerei. Die wird auch durch geringfügige Änderungen und dumme Kommentare nicht besser.

Erwin am :

Das einzige was nicht tolerierbar ist, ist Dein jämmerliches Geweine und dieses unsägliche Gutmenschen-Tum. Hast Du nix zu besseres zu tun? Ein paar Robben retten oder so?

Danny am :

Gibt es bei Euch in der Nähe sowas ähnliches wie das hier? http://www.cap-markt.de/

Daniel am :

Tja, ich bin in einer Internet-Firma tätig und bin dort unter anderem für die Personalarbeit zuständig. Obwohl wir Bewerbungen nur per E-Mail annehmen (was ja schon ein gewisses Know-How vorraussetzt) habe ich trotzdem auch öfters mit solchen Bewerbungen zu kämpfen. Auf der einen Seite fühlt man sich natürlich zum Lachen animmiert, auf der anderen beschleciht einem doch ein ungutes Gefühl, dass viele Fragen eröffnet...

al-safar.de am :

Manueller Trackback (http://al-safar.de/nachgedreht-des-shopbloggers-seine-suende):

Das einzige, was zumindest etwas das Verruchte aus den Kleidern des Ehepaars Harste treiben könnte, wäre eine Entschuldigung. Eine Entschuldigung sowohl auf shopblogger.de
als auch bei dem verhohnten Bewerber.

fee am :

ich finde er hat niemanden "verhohnt"

Kurt am :

Naaaaa.... Werbung für's Blog?
Muss ja nötig sein...

derHeiko am :

Sowas haben wir von einem Bewerber eines Bildungswerkes erhalten:

http://derheiko.de/wp-content/Bewerbung.jpg

Milliarden werden in Förderrung gesteckt und Bildungshofe erschaffen und trotzdem kümmert sich keiner darum!

Claudia am :

Leute, Leute ... weder finde ich, dass der Bewerber mit dem handschriftlichen Zettel eindeutig zu identifizieren war (und wenn, dann von einem ganz geringen Personenkreis), noch entdecke ich Häme in dem Eintrag. Man kann sich auch etwas sehr aufregen, meint ihr nicht? Ich hätte auf so eine Bewerbung wahrscheinlich genauso reagiert. Und die meisten, die hier jetzt schreien "Ich hätte dem eine Chance gegeben" wahrscheinlich auch, wenn sie so viele Bewerbungen bekommen, wie sie bei Björn auflaufen. Ohne jemandem etwas unterstellen zu wollen: Zwischen dem, was jemand öffentlich sagt und dem, was er tut, ist oftmals ein ziemlicher Unterschied zu bemerken.

So, und jetzt immer feste druff, weil ich zufällig eine andere Meinung habe als manch anderer Kommentator. Das dürfte das Problem sein ...

Eve am :

Warum "feste druff"? Du hast doch recht! Von mir jedenfalls FULL ACK!

Zuschauer am :

Ich finde die Veröffentlichung auch nicht besonders gelungen. Es werden also keine Persönlichkeitsrechte verletzt, weil die Person nicht zu identifizieren ist? Habt ihr mal ueberlegt, wie diese Person sich fuehlt, wenn sie diesen Eintrag findet? Und zusätzlich könnte dieser Eintrag mit der Grafik die Runde im Internet machen. So was "lustiges" wird ja gerne weiterverbreitet und kopiert.

Als Bewerber wäre ich zumindest schockiert, wenn ich sehen würde, dass meine Bewerbung einen Tag später schon im Internet kursiert (noch bevor ich überhaupt eine Absage erhalten habe). Ob das rechtlich OK ist, wage ich auch anzuzweifeln.

lea am :

also mal ganz ehrlich:
bei den meisten kommentaren hier fällt mir ein toller spruch meiner mutter ein:
"Was ich selber mach und tu, trau ich jedem andern zu"

anstatt diesen blogeintrag zu nehmen wie er ist ... (zumindest hab ich ihn genommen als: es hängt eben nicht nur an der schriftlichen bewerbung, sondern der MENSCH dahinter zählt, und björn versucht auch, leute aufmerksam zu machen, schliesslich war als nachtrag a. ziemlich schnell [und eigtl unübersehbar] der satz: Wer einen Job für den jungen Mann hat, möge sich melden! Und das meine ich durchaus ernst.
vorhanden.
Aber die Aasgeier, die sich einbilden bessere menschen als alle anderen zu sein, müssen ja gleich ein erdbeben durch auf-und-abspringen verursachen.
fasst euch an die eigene nase.
was ich hier bei solchen kommentaren rauslese, ist nicht der vorwurf der diskriminierung... sondern DIE ANGST und faulheit, sich mit solchen themen auseinanderzusetzten... und ehe sich gutmensch so etwas eingesteht (OMG OMG selbstreflektieren? ist das was zu essen?), sind gleich alle anderen böse und höhnisch und gemein und überhaupt bäbä.

diese verlogenheit *reiert* mich so dermassen an ô_O

Non plus Ultra am :

Sich über eine missglückte Bewerbung derart lustig zu machen, zeugt einwandfrei davon, wieviel, bzw. wie wenig Fingerspitzengefühl der Betreiber dieses Lebensmittelladens hat.

Dieser Kommentar wird hier möglicherweise gelöscht werden, weil, der Ladenbetreiber mag Kritik nicht sonderlich gerne, aber es gibt ja noch die Blogossphäre.

Shopbloggerswife am :

Irrtum. Nur rassistische und in anderer Form beleidigende Kommentare mit F***-Worten werden gelöscht. Kritik an Björn bleibt stehen, es wird nichts zensiert, was nicht verletzend ist. Allerdings kann es dauern, bis ein (wen auch immer) beleidigender Kommentar gelöscht wird, wenn Björn stundenlang keine Verschnaufpause machen kann und somit das Büro nicht betritt. Manchmal ist es dann zu spät (Sorry, Andre), es wurden z.B. Kommentatoren gebasht und dann kann es sein, daß der ganze Thread stehen bleibt, weil das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Auch dann, wenn es verletzende Kritik an Björn war. Und ja, als Abschaum bezeichnet zu werden, das ist tatsächlich verletzend.

Cheffe am :

Björn, lass Dich hier bloß nicht von irgendwelchen Gutmenschen an den Pranger stellen.

Bloß weil manche mit "Political correctness"-Scheuklappen durch die Gegend laufen, heisst das noch lange nicht, daß man sich beugen müsse und schon gar nicht, daß diese im Recht sind. Da sind jetzt auch Trittbrettfahrer dabei, die ihre armseligen Blogs durch solche Aktionen bekannter machen möchten (Tipp am Rande: Content ist das Zauberwort für erfolgreiche Internetauftritte)

p.s.: Wie wenig man auf diese Leute geben kann, sieht man ja auch leicht an deren beleidigenden Beiträgen...

Prospero am :

Gutmensch - danke fürs Lob - ich versuche mir gerade vorzustellen wie jemand Anderer reagieren würde wenn seine Unterlagen auf einmal im Netz auftauchen ohne dass man davon weiß - die Empörungswellen sehe ich deutlich vor meinem geistigen Auge. Die Kritik, die Björn äußert hätte er auch dezenter ausdrücken können dazu wäre der Scan nicht notwendig gewesen.
Aber natürlich ist man ein Gutmensch wenn man ein wenig skeptisch dem gegenübersteht was mit Daten so passieren kann....
Ad Astra

Dieter am :

"Gutmensch - danke fürs Lob"

Naja, wer sich *dadurch* gelobt fühlt...?
http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch

mattse am :

Also erstmal konnte man den Blogeintrag von Björn nun wirklich ohne Probleme verstehen. Ich habe hier aber das Gefühl, dass einige dies nicht wollen und jede Gelegenheit suchen, um etwas negatives hineinzuinterpretieren. Dies ist hier schon oft genug geschehen.

Zweitens war die Bewerbung ja wohl hinreichend anonymisiert,
ihr glaubt doch nicht wirklich das jetzt irgendwer zufällig die handschrift erkennt.
Also sorry, so viele Leser wie von der Bild gibts hier nicht, ebensowenig wird das Foto in derTagesschau gezeigt.

TBW am :

Blogosphäre... das ist einfach lächerlich.

Es geht hier nicht darum, dass Herr Harste den Brief ins Netz gestellt hat, das spielt höchstens am Rande mit.
shopblogger.de ist zumindest gelegentlich interessant; es geht hier um eine Menge Leute, die das Bloggen zu ernst nehmen und sich einem Bloggerklischee anschließen, selbst zu jedem Unsinn ein Blog aufmachen und einfach nur etwas
zu sagen haben wollen.

Das liest normalerweise kaum jemand, aber wenn man ein großes Blog hat (wie dieses), dann kommt es auf den exakten Anlass nicht an.
Es kommt nur darauf an, einen Ansatzpunkt für scharfe Kritik zu finden, um selbst etwas am großen Kuchen teilzuhaben.

Typisches Anhängen an Trends oder Subkulturen, ein Klischee erfüllen und doch individueall sein wollen.
Wie viele 'Punks', 'Metaller', 'Hopper', 'Skater', 'Goths'...

Clara am :

warum wurde diese bewerbung veröffentlicht?


ich finde keine antwort darauf.

wenn herr harste die betreuung von arbeitssuchenden als mangelhaft darstellen will, braucht er aber nicht ein originalschreiben einer person abdrucken. wenn ein arzt in seinem blog (mal abgesehen von der schweigepflicht) oder wer auch immer informationen von anderen menschen besitzt ein bild von einem patienten veröffentlichen würde, das abgefaulte zähne z.b. zeigt, dieser arzt sich aber über das gesundheitswesen beklagen will:

nein, das geht so nicht.
leider ist es nicht in irgendeinen sinne, mit "beweisen" andere leute schlichtweg zu degradieren, und sei der zweck noch so gut und edel.
das geht nur, wenn sich derjenige/diejenige dazu bereit erklären.

darum: wenn man etwas zeigen will, das in dieser gesellschaft nicht funktioniert oder beklagendswert, verbesserungswürdig oder ein misstand ist: dann bitte nicht auf dem rücken einer oder mehrerer personen, indem man "original beweise" collagiert, die personen nicht um ihre zustimmung fragt und sie damit als argumentatio ausschlachtet.
man kann sagen: ich habe so und so viele schlimme bewerbungen erhalten, und möchte zeigen, dass es einen missstand gibt, und möchte da und dazu etwas anmerken oder menschen motivieren, sich damit auseinanderzusetzen.

aber so nicht.
liebe shopbloggerwife: die schilderung des kunden mit dem uhu z.b. ist sicherlich viel sinnvoller und einleuchtender, als diese collage mit der bewerbung. und bitte: mitleidsduselein für einen schön gefüllten blog sind widerlich. noch schlimmer: seine eigene mitleidsfähigkeit auszustellen.

also: warum nun dieser eintrag?
wenn, dann bitte zielgerichtet, mit aussage, profil, kritik oder einfach nur aufzeigen. dazu reicht aber die schilderung (beispiel uhu). menschen persönlich auszustellen für einen höheren zweck geht nicht, auch wenn man noch so mitleidsvoll ist und die gnade morgens zum frühstück auf brot schmiert.

Danny am :

Damit, Clara, bist Du leider zu spät und zeigst auch, dass Du den Artikel überhaupt nicht bis ans Ende gelesen hast, bevor Du Deine Kritik hier veröffentlicht hast. Dort steht nämlich schon lange zu lesen, dass es sich hier nicht (mehr) um die Originalbewerbung handelt. Die Antwort auf Deine Frage, warum _diese_ Bewerbung veröffentlicht wurde, muss also vermutlich lauten, dass dieses Blog Björn Harste gehört und er dort sehr wohl ohne Begründung eine selbstgeschriebene Bewerbung einer fiktiven Person einstellen kann (auch wenn diese auf einer real existierenden Bewerbung basiert). Die Antwort auf die Frage bezüglich der _anderen_ Bewerbung lautet vermutlich, dass jeder mal bei einer Sofortveröffentlichung per Mausclick nicht lange genug nachdenkt. Das hast Du ja mit Deinem Kommentar nochmal schön sichtbar gemacht. Mir stellt sich noch die Frage, wieso Du einen ellenlangen Kommentar postest und nichtmal die anderen Kommentare liest. Dort hättest Du nämlich auch mehrere entsprechende Hinweise gefunden (z.B. #34 von vor 10 Stunden).

Clara am :

1. ich habe die anderen kommentare gelesen, aber einen anderen schwerpunkt gesetzt; das hast du schon verstanden, sonst hättest du nicht "nicht mehr" geschrieben bezüglich der originalbewerbung. ob diese jetzt ersetzt wurde, spielt mittlerweile, da das subsitut sich ja eindeutig auf ein original bezieht, in diesem fall ohnehin die kleinste rolle. darum ist in diesem fall die frage nach fiktiven figur wirklich peripher, da es sich im kern um die veröffentlichung der realen vorlage handelte.
2. hab ich nicht geschrieben, dass herr harste das nicht kann - kann er ja anscheinend schon, ich sprach eher von einer sittlichen oder moralischen instanz, die anscheinend über alle maße gegeben (glaubt man den mitleidigen bekundungen) und wiederrm auch nicht ist (siehe meine kritik bezüglich des vorfalls)
3. sehe ich hiermit eigentlich nur, dass ein kommentar von meiner seite dir nicht gereicht hat, um meinen inhalt zu verstehen.

3.

Geißenpeter am :

"darum: wenn man etwas zeigen will, das in dieser gesellschaft nicht funktioniert oder beklagendswert, verbesserungswürdig oder ein misstand ist: dann bitte nicht auf dem rücken einer oder mehrerer personen"

Du verwechselst hier ein privat betriebenes Blog mit einer Diplomarbeit eines Soziologen.
Niemand erhebt hier den Anspruch der Gesellschaftskritik, hier wird dokumentiert, was in einem Laden so alles passiert. Aber vielleicht kann ja ein (optional: langhaariger, Sandalentragender*) Soziologe diese Aufgabe erledigen (wenn jemand ihn solange in seinem Taxi vertritt...*)



* ich konnte es mir nicht verkneifen ;o)

Der Späher am :

Wer sagt eigentlich, daß die Bewerbungsunterlagen echt sind? Mir scheint, daß sich alle Welt aufregt, nur der Bewerber selber hat sich noch nicht zu Wort gemeldet. Seltsam, seltsam. Was wäre, wenn das Björn's echte, eigene Handschrift wäre? Ich würde sagen, wo kein Kläger, da kein Richter. Aber richten tun hier ziemlich viele.

Missi am :

QUOTE:
Mir scheint, daß sich alle Welt aufregt, nur der Bewerber selber hat sich noch nicht zu Wort gemeldet.


Dir ist schon bewußt, das nicht jeder Internet hat, geschweige denn weiß, das es sowas wie Blogs gibt?

Noch ein Späher am :

Nun, Messi, wenn Mr.X kein Internet hat, dann hat sich die Diskussion darüber, dass er seinen Text in diesem Blog finden könnte, erledigt.

Shopbloggerswife am :

Wenn einer der Freunde (oder Familie) dieses jungen Mannes Internet haben sollte, was ich nicht glaube, sollte er sich schämen wegen unterlassener Hilfeleistung. Björn hat schon so manchen Menschen in seinem Bekanntenkreis geholfen (gerade auch Behinderten und Sonderschülern), gute Bewerbungen zu formulieren und hat sie hier auf dem Firmenrechner ausgedruckt.

unbedeutend am :

Hmm,

Irgendwie bin ich Froh ein "Gutmensch" zu sein. Heißt das eigentlich das andere die nicht so orientiert sind "Schlechtmenschen" sind :-) Das würde ja einige Kommentare hier erklären.

Eigentlich würde ich mir sehr viel mehr Gutmenschen wünschen. Denn dann würde so einiges anderes laufen.
Wenn der nette Mann der die Bewerbung geschrieben hat. -Schließlich bedeutet auch eine schlechte Bewerbung Mühe (erst recht wenn man sie selbst abgibt), wie ich vermute gehört er wohl eher der ungebildeten Schicht an.

Gut für Shopblogger, das diese meist kein Intellektuelles interesse am Internet geschweige den am Bloggen haben. Da ich viele dieser Leute kennengelernt habe weiß ich auch das die mitunter eigenwillig reagieren wenn ihnen so etwas wiederfährt.

Nicht immer zu recht, oft aber heftig. Das kann dann schon mal in einem Punk oder Bomberjackenpulk Besuch enden.

Aber malen wir denTeufel mal nicht an die Lebensmittelladenwand. Wahrscheinlich hast du Glück das der Junge (ist ja nicht so alt), das nicht mitbekommt.

Aber wer weiß das schon. Wenn ich das mitbekommen würde, das jemand so mit einer Bewerbung, Foto, Text oder anderem von mir umgehen würde, wäre ein freundschaftlicher Besuch und der Wunsch nach aufklärung fällig.

Und das geschieht dann sicherlich Gutmenschlich :-)

Peter am :

Und *das* fändest Du dann angemessen und gut?
Nochmal rekapituliert: Ein anonymisierter Scan ist verwerflich, aber Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Körperverletzung (auch der Versuch ist strafbar) käme Dir nicht unrecht?

Krieche besser zurück unter deinen Stein...

Olaf am :

Ich finde es traurig wenn heutzutage für ausgeschriebene oder zu vermittelnde Hilfsarbeiterstellen eine Bewerbung in schriftlicher Form verlangt wird. Die Vergabe solcher Stellen kann meines erachtens immer durch ein kurzes Gespräch entschieden werden.

Björn Harste am :

Das ist in der Tat nicht notwendig. Herkommen, "hallo" sagen und bei Gefallen einstellen. Fertig. So bin ich hier sogar schon zu Kassiererinnen gekommen. :-)

Björn Harste am :

JETZT wird mir einiges klar. Nur mal eben zur Aufklärung:

Wir haben kein Personal gesucht. Der junge Mann hat die Bewerbung rein initiativ, auf gut Glück, abgegeben. Für mich, der sie abends auf dem Schreibtisch liegen sah, war es letztendlich nur ein Stück Papier ohne jeglichen Kontext.
Hätte ich sie irgendwo auf der Strasse gefunden und (anonym) veröffentlicht, hätte sich sicherlich niemand beschwert.

Gezielt angeforderte Bewerbungen nach einer Stellenausschreibung hätte ich natürlich *NICHT* in der Form hier eingebracht.

unbedeutend am :

Und *das* fändest Du dann angemessen und gut?
Nochmal rekapituliert: Ein anonymisierter Scan ist verwerflich, aber Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Körperverletzung (auch der Versuch ist strafbar) käme Dir nicht unrecht?


Aber aber, wer redet den davon. Tstts, als Gutmensch stelle ich mir so twas auch nicht nur anähernd vor. Ein Scan ist nicht verwerflich, kann es gar nicht sein. Die Haltung dahinter schon. Aber das wurde hier hier ja schon zur genüge beschrieben.

auch durch tausendmaliges Beschönigen wird es nicht besser. Dieses Bloßstellen ist eine eklatante Sauerei, und dabei bleibe ich!

Tobias am :

[ ] Du hast verstanden.
[x] Du solltest besser verschwinden und nicht wieder kommen.

unbedeutend am :

[x] Du solltest besser verschwinden und nicht wieder kommen


Wenn diese "Sauerei" verschwindet - und es bleibt eine, auch wenn sich immer mehr Höflinge hier versammeln, dann gehe ich auch.

Vorher sicherlich nicht! Den Gefallen tue ich euch nicht :-)

unbekannt am :

Ach Zensieren tut ihr auc noch, tsts. Wird ja immer besser hier unbequeme Poster nicht mehr zu lassen!

Andre Heinrichs am :

Ich habe mich bisher ganz bewusst nicht hier geäußert, aber an Björns Stelle würde für mich so langsam der Punkt kommen, wo ich entweder die Kommentare für diesen Beitrag auf Moderation schalten würde, oder die gleich ganz abstellen würde. Allem Anschein nach wollen hier einige Personen den Beitrag (und auch diverse Kommentare) missverstehen, und dann auf Björn rumhacken. Ich kann weder nachvollziehen, wie man den ursprünglichen Beitrag so missverstehen kann, noch, wie man den Beitrag in seiner jetzigen Form als Affront oder Beleidigung des Bewerbers interpretieren kann.

Für mich ist der Beitrag eher ein Beispiel eines Lebens, was nicht in den berühmten 'geordneten Bahnen' verlaufen ist bisher. Das Mitleid, was hier diverse Leute zum Besten gegeben haben, hilft dem Bewerber auch nicht, der will schlichtweg einen Job. Wer dem Mann also helfen will, kann ihm ja einen Job anbieten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Björn entsprechende seriöse Angebote an den Mann weiterleiten wird. So, jetzt ziehe ich mich wieder in die Leser-Ecke zurück.

schweizerin am :

ohne jetzt alle bisherigen 118 kommentare gelesen zu haben (nach 2/3 war's dann doch mal genug ...), allerdings sehr wohl den ursprünglichen blogbeitrag und den mittlerweilen modifizierten, möchte auch ich jetzt hier meinen kommentar loswerden. bis jetzt war ich eine stille mitleserin, die zufälligerweise über x andere blogrolls auf diese seite hier gestossen ist.

vielleicht ist ja auch schon genug gesagt worden zu diesem thema, aber sei's drum ... ;-)

als erstes die kritik an herrn harstes eintrag:
auch wenn ich die wirklich lobenswerte intension dahinter erkenne & estimiere, so wäre es trotzdem von anfang an klüger gewesen, die bewerbung nicht als (leicht anonymisierten) scan einzustellen, sondern das ganze entweder handschriftlich oder vielleicht noch besser computergetippt wieder zu geben.

es verletzt, zumindest meinem persönlichem empfinden nach, die persönlichkeitsrechte des bewerbers und hätte im grunde genommen, auch anonymisiert, einer erlaubnis seinerseits benötigt. (wie es gemäss dem dt. recht aussieht, vermag ich als schweizerin nicht zu beurteilen, da mit schlicht die kenntnisse fehlen.)

bei einem nächsten mal, wenn sie, herr harste, solch ein beispiel "bebloggen" möchten, so wäre es sicherlich ratsam, ein bewerbungsschreiben (oder ähnliches) in noch anonymeren form einzustellen und besser noch nur auszugsweise wieder zu geben.

als wirklich positiv empfinde ich allerdings ihre haltung gebenüber diesem menschen, der sich meiner meinung nach (auch aufgrund eigener erfahrung als HR-verantwortliche einer KMU) sicherlich bemüht, aus dem, was er zu bieten hat, das beste heraus zu holen. ich glaube ihnen, dass sie ihm eine chance geboten hätten, sofern sie derzeit gerade aushilfspersonal gesucht hätten.

natürlich sehe ich nicht hinter die kulissen ihres shops, lese hier jedoch schon seit geraumer zeit mit und mir ist bis anhin nie etwas ins auge gesprungen, das mich darauf hätte schliessen lassen, dass sie sich hier anders geben als in ihrer funktion als geschäftsführer.

was ich ihnen empfehle (so sie dies nicht sowieso schon getan haben) ist, dem bewerber ein freundliches absageschreiben zu schicken und ihm einerseits erklären, warum sie ihm keine stelle anbieten können/wollen und andererseits aber auch aufzeigen, was seine bewerbung bei potentiellen arbeitgebern für einen eindruck hinterlassen könnte. ich bin sicher, er wird froh sein darüber - vor allem auch, wenn der brief freundlich & wohlwollend abgefasst ist.


an all diejenigen, die sich so darüber mokieren, sei gesagt, dass ich es erschreckend finde, wie ausfällig manche menschen in der virtuellen welt werden können, obwohl sie anscheinend (rein vom schreibstil her geurteilt) anscheinend ziemlich gebildet sind. das würde mich beinahe darauf schliessen lassen, dass diese menschen auch ausserhalb der virtualität so agieren.

das motto "erst nachdenken, dann nochmals nachdenken und dann erst schrei(b)en" möchte ich einigen, die hier in den kommentaren arg über die stränge geschlagen haben, tunlichst ans herz legen! nicht umsonst gibt es hier eine vorschau-möglichkeit...

grüsse,
die schweizerin

Chefarztfrau am :

Was man/frau hier so alles findet: Ehrliche Entrüstung, Anmahnung der Etikette, Beleidigungen, Kritik am an der AA (Arbeitsagentur), Erörterung des Urheberrechtes, sogar Rechtfertigung und Entschuldigungen, am Ende gar konstruktive Kritik. Da meint der erstaunte Leser doch, der Sachverhalt und besonders seine Darstellung ist nun in allen seinen Aspekten vollständig ausgeleuchtet, sogar eine ausländische (Schweizer) Perspektive ergänzt diesen Thread, aber weit gefehlt, das ganze Geschnacksel trifft nicht den Kern der Sache. Denn weder Herrn Harstes Zurschaustellung einer „suboptimalen“ Bewerbung, noch die Kritik am Fehlen eines AA-bezahlten Bewerbungstrainings, ist besonders bemerkenswert. Mir scheint die seltsame Bewerbung vielmehr ein Indiz für eine viel tiefgreifendere Entwicklung in D-Land: Ich fürchte die Verdummung und Entalphabetisierung der Leute wird regelrecht gewünscht. Selbstzitat: http://chefarztfrau.blogspot.com/2006/07/wohin-soll-es-gehen-deutschland.html#links
„Deutschlands wertvollster Rohstoff sind seine Menschen. Da stellt sich jetzt die Frage: Wollen wir den Rohstoff veredeln oder verschwenden? Diese Frage ist bereits beantwortet: Studiengebühren, verwahrloste öffentliche Schulen und eine Kinderselektion am Ende des vierten Schuljahres sorgen dafür, dass Bildung endlich nur noch für die zugänglich wird, deren Eltern sie verdient haben. Die Bildungsunwürdigen schauen dann durch den Zaun auf den abgetrennten Schulhof der zukünftigen Leistungsträger. Der Zaun ist notwendig, damit die heranwachsende Elite in ihren feschen Designerschuluniformen nicht beim Verzehr der biodynamischen Schulbrote gestört wird. Ganz nebenbei lernen die Zehnjährigen dabei schon früh, wo Leistungsverweigerung hinführt. Solche Zäune haben wir in NRW schon, Dank Herrn Rüttgers!“ Tja, und diese bewusst der intellektuellen Verwahrlosung Überlassenen sind bald die Mehrheit der Wählerschaft. Mit Emotionen und bunten Bildern läßt sich diese Verfügungsmasse in jede beliebige Richtung treiben. Bildung befördert Kritikfähigkeit und die ist unerwünscht!
Ciao Alex

Holg am :

Wenn man das selbstherrliche Geschwafel einiger Nichtbetroffener hier liest fragt man sich, ob man zukünftig einen Bericht über eine Hungerkatastrophe in Afrika nicht mehr mit den Bildern verhungernder Kinder versehen darf, weil das politisch unkorrekt ist und das Persönlichkeitsrecht der Hungernden verletzt. Schlieslich könnte sich ja jemand über die grotesk aufgeblähten Bäuche amüsieren.

Noch einmal: Das Verbrechen ist nicht die (m.E. hinreichend) annonymisierte Veröffentlichung einer Bewerbung sondern, daß unsere Gesellschaft und damit wir Menschen in der betreffenden Situation alleine läßt.

Goofy am :

ey eisch bin a sußper ForderschulER ich liebe den lwehr lehrer der is coool unt betösacken"!! VWpower!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Shopbloggerswife am :

Goofy, Du bist ein Vollidiot.
Allerdings, jemand, der über die Google-Suche "wie wird man sonderschüler" hierher kommt, kann ja auch keine sinnvollen Kommentare abliefern, oder? ;-)

Kommentar schreiben

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
:'( :-) :-| :-O :-( 8-) :-D :-P ;-) :diamonds: 
BBCode-Formatierung erlaubt
Welche Farbe hat der Himmel?
Formular-Optionen