Skip to content

Shoplifting-Epidemie überrollt England und Wales

Nicht nur bei uns ist es in den letzten Wochen und Monaten mit den Ladendiebstählen richtig schlimm geworden. Eine regelrechte Ladendiebstahl-Epidemie überrollt England und Wales derzeit, es wird gestohlen wie noch nie. Ganze Regale werden vor den Augen verzweifelter Ladenbesitzer ausgeräumt. Aber wer tut so etwas und warum?

Vielen Dank an Gerold für den Hinweis.


Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

DBenger am :

...said so. Wenn Einer anfängt und damit keinen Misserfolg hat (oder sogar Erfolg) finden sich Nachahmer.

Nur eine Frage der Zeit, bis das auch in HB ähnlich ist.

Raoul am :

„Auf die Idee, die Seiten zu wechseln und daraus ein Business zu machen, kam sie erst später als sie sah, wieviele Läden deswegen zumachen mussten.“ – Oder einfach, weil sie damit Kohle verdienen wollte. Klingt aber so halt besser. Abgesehen davon, was ist denn Farah McNutt für ein Name, das ist doch kein Comic hier.

„Farah zeigt mir zwei Frauen, als Musliminnen verkleidet“ – Da musste ich echt lachen. Wer kennt sie nicht, die diebischen Frauen, die sich zum Klauen permanent als Musliminnen verkleiden.

„Wer kein Geld hat, kann hier für ein paar Pfund eine Jacke kaufen.“ – hat den Bericht überhaupt mal jemand Korrektur gelesen (abgesehen davon, daß er anscheinend für das deutsche Publikum gemacht wurde und bei den Interviews einfach mal nichts in‘s Deutsche übersetzt wurde.)

„Seitdem ist sie alleinerziehend, ohne Stehlen ging es oft nicht.“ Och, wie schön, wieder auf die Tränendrüse gedrückt, aber gar nichts hinterfragt. Es ist schlichtweg Schwachsinn, daß sie Windeln stehlen MUSSTE. Aber es klingt halt, grade auch im Zusammenhang mit „Ich werd euch nicht anlügen.“, echt toll.

„Zoes Kinder wissen um die Not ihrer Mutter. Und sie wissen auch, daß Zoe oft nichts isst, damit sie nicht hungrig zur Schule müssen.“ – Euer fucking Ernst? Ihr setzt da eine 300-Pfund-Frau hin und lasst dann so einen Satz ab?!

„Die Leute werden gewalttätiger, weil sie glauben, damit durchkommen zu können.“ – Nicht nur, weil sie das glauben. Gerade in England haben die Leute da, ebenso wie in Bremen, nichts zu befürchten.

Ich glaube, Björn wollte uns hier einfach nur im Sinne von Fefe eine Medienkompetenzübung aufgeben. Ich frag mich auch, wo in diesem Bericht die viel-gepriesene englische Diversität bleibt. Wir sehen hier nur den alle Klischees erfüllenden hart arbeitenden armen Inder, der alles für das Wohlergehen seiner Kunden tun würde. Und maximal, aber wirklich maximal, als Musliminnen verkleidete Frauen.

unregistrierter User am :

Ach, waren dir zu wenig klauende Ausländer dabei?

Raoul am :

Ja. Kein einziger klauender Deutscher war dort vertreten. Eine derartige Un­ter­re­prä­sen­ta­ti­on finde ich unangemessen.

eigentlichegal am :

Hab das "Wie kaputt ist Grossbritannien?"-Video mit 3400 Abonnenten ne halbe Minute ausgehalten.
Das ist mir einfach zu seriöser Journalismus.

Raoul am :

Dieser Berg an Fakten ohne jegliche Sentimentalität ist tatsächlich schwer zu ertragen. Habe mir anschließend auch erstmal eine Folge „Columbo“ reinziehen müssen. Da weiß man immerhin bereits nach den ersten paar Minuten, was Sache ist.

bli am :

Das ist in den USA in einigen Regionen, insbesondere Kalifornien schon längst so. Und bekanntlich kommen Trends aus den USA mit einiger Verzögerung in Europa an.

Björn wird sich noch wehmütig an die Zeit einzelner, normaler Ladendiebe zurücksehnen. https://twitter.com/brewdoggy/status/1706880005941424293

Und die Bevölkerung wird sich wehmütig an die Zeit von normalen Supermärkten in der Nähe zurücksehnen: https://www.youtube.com/watch?v=d--5JNZlNVo

Raoul am :

„Got one! A-haa! A-haa! Free IPhone! Free IPhone!“ ist halt theoretisch auch nicht das, was man auf dem selbst angefertigten Video schreien sollte, wenn man anschließend vor Gericht freigesprochen werden möchte.

l0wside am :

Ich habe selten so viele Bettler und so viele gammelige Viertel wie in Großbritannien gesehen. Es gibt auch jede Menge Neues und Schickes, aber die Kontraste zwischen Arm und Reich sind viel, viel stärker als in Deutschland. Und GB ist teuer.
Der Brexit hat das alles nicht besser gemacht, aber die Ursachen gehen viel, viel weiter zurück - mindestens bis zu Thatcher.

johndoeseinkollege am :

Faszinierend.

Gleichzeitig ist hier bei uns in Japan ein Artikel heute groß in den Medien gewesen, dass eine 74jährige Rentnerin in einem Supermarkt Waren im Wert von 1,80 Euro geklaut haben soll und dafür von der Polizei vor Ort verhaftet wurde.

Nachdem sie bereits drei Tage in der Arrestzelle saß, wurden dann wohl auch mal die Videoaufzeichnungen ausgewertet und festgestellt, dass sie gar nichts geklaut hat, sondern die Waren von einer anderen Person bereits bezahlt wurden.

Raoul am :

Japan ist aber auch etwas spezieller. Da bekommt ein Lokführer wegen einer Minute Zugverspätung eine Gehaltskürzung von 40 Cent und nach seinem Tode dann 40 Cent plus ein paar Cent als Zinsen zugesprochen:

https://www.n-tv.de/panorama/Japan-Bahn-verliert-Streit-um-40-Cent-Zug-des-Lokfuehrer-kam-eine-Minute-zu-spaet-article23275052.html

Aber DEREN Bahnen kommen immerhin pünktlich.

A.B.S. am :

War das nicht genau die Absicht der Brexiteers? Zurück zu den Zuständen des Neunzehnten Jahrhunderts?

Dumm nur das man dabei vergessen hat dass das Luxusleben der adeligen Oberschicht von Millionen von Armen ermöglicht wurde.


Um das Chaos komplett zu machen könnte man ja auch noch den Karolingischen Münzfuß wieder einführen.....................

Hinweis, für alle die es ohne einen solchen nicht begreifen: Das ist schon kein Sarkasmus mehr, sondern Zynismus.

DBenger am :

Entgegen aller Arroganz der EU-Fanatiker:
Wie dumm oder weise der Brexit war wird sich erst mit der Zeit weisen. Geschichte wird nicht in 5-Jahresplänen geschrieben.

Die EWG war eine wertvolle Errungenschaft, die der Einheit und Stärke Europas diente.
Die EU ist hingegen ausweislich ihrer Zielsetzung und ihres Verhaltens gegenüber "Entwicklungsländern" neokolonialistisch und oppressiv.
EWG vs. EU ist die Differenz zwischen geeintem Europa der Nationen und EUropäischem Zentralstaat.

bli am :

Zustimmung. Eine seriöse, vorläufige Bewertung ist erst in 10 oder 20 Jahren möglich. Kann sein, daß die Briten dann schon wieder reumütig zurückgekehrt oder heilfroh sind, den Laden verlassen zu haben. Ich halte beides für möglich.

Man sollte sich jedenfalls nicht auf unsere deutsche Presse verlassen, für die in ihrer unendlichen Weisheit schon vorher feststand, daß der Brexit ganz, ganz dumm und böse ist.

> ... EUropäischem Zentralstaat

... sozialistischem europäischen Zentralstaat.

unregistrierter User am :

QUOTE:
Man sollte sich jedenfalls nicht auf unsere deutsche Presse verlassen, für die in ihrer unendlichen Weisheit schon vorher feststand, daß der Brexit ganz, ganz dumm und böse ist.


Bisher hat die deutsche Presse (wie übrigens ein Teil der britischen Presse oder der Presse aus anderen EU-Staaten und sogar die Presse aus außereuropäischen Staaten auch) damit recht behalten: Zwar erholt sich die Wirtschaft wieder (auch dadurch, dass UK und EU entsprechende Handelsabkommen geschlossen haben, die fast an den früheren Status ran reichen), bei den Bürgern ist von den vollmundigen Versprechungen der Brexit-Befürworter noch nichts angekommen. Ganz im Gegenteil: die Situation hat sich für viele noch einmal deutlich verschlechtert.

Nun könnte mir die UK-Politik zwar egal sein aber ähnliche Situationen gibt es ja auch bei uns. Und nennt mich altmodisch aber ein "das kann man erst in 10 oder 20 Jahren bewerten" reicht mir nicht aus, um so einschneidende Schritte mitzutragen. Ich habe kein Problem damit, wenn ein Politiker eine Reform erklärt und dabei ehrlich sagt, dass wir ein paar Jahre schlechter dastehen werden, wenn es ein reales Ziel für die Zukunft gibt. Dieses Ziel wurde im Rahmen des Brexits aber nie klar definiert, sondern in Hoffnungen und Versprechungen verpackt, ohne dass tatsächlich ein Weg zum Erreichen dieses Zieles vorlag.
Dass man jetzt zumindest wirtschaftlich wieder auf Kurs liegt und vielleicht irgendwann auch die Sozialreformen nachzieht, ist jedoch keine Errungenschaft der Brexiteers, sondern der Arbeit derjenigen, die den Brexit abgelehnt haben, nun aber dennoch umsetzen müssen. Farage & Co. traten seit dem Brexit in der Politik nicht mehr groß auf.

Übrigens Farage: der bezeichnet den Brexit inzwischen auch als gescheitert, gibt aber natürlich den Tories die Schuld.

eigentlichegal am :

"Entgegen aller Arroganz der EU-Fanatiker:"
Das ist ja mal ein Intro völlig frei von jeglicher Arroganz

Der Brexit wurde neben klaren Lügen wie "wir überweisen 350 Millionen Pfund pro Woche an die EU" ja nicht mit langfristigen Versprechen verkauft, sondern mit "Mit dem Brexit wird alles besser"
Die Welt warten quasi nur darauf, mit einem EU-befreiten UK Handelsabkommen auszuhandeln und auch bei der Immigration wird alles sofort besser.

Es ist faszinierenderweise genau so gekommen, wie es die "EU-Fanatiker" vorhergesagt haben und es ist wenig von dem passiert, was die Brexiteers prophezeit haben.

Um es für dich verständlicher aufzudröseln:
EU-Fanatiker hatten bisher Recht, Brexiteers hatten Unrecht

Der Brexit, der versprochen wurde, ist gescheitert.

Diese Betrachtungsweise kannst du ruhig arrogant nennen und dich weiter in Wunschdenken über einen langfristigen Erfolg flüchten.

DBenger am :

Netter Versuch, aber die Argumente bzw. die Propaganda (Göbbels: "Wer die Masse erreichen will muss sich an den Dümmsten richten") mit der eine Idee 'verkauft' wird sind mitnichten Ausdruck des (Un)Sinns einer Idee.

Zu, Rest: Wie erwähnt, die Zeit wird es weisen, nicht die ebenso dümmliche Propaganda* der EU-Protagonisten und ihrer Mitläufer.


* mehr ist es nicht, denn die EU-Populisten suchen sich willkürlich eine Koinzidenz und behaupten einfach die Kausalität während UKs Lage weit mehr Einflüssen unterliegt.
Das ist ungefähr so, wie wenn der Rechtspopulist sagt "Daran ist primär die Einwanderung/Überfremdung schuld!!!".

unregistrierter User am :

QUOTE:
Das ist ungefähr so, wie wenn der Rechtspopulist sagt "Daran ist primär die Einwanderung/Überfremdung schuld!!!".

War das nicht eines der großen Argumente für den Brexit? Die Migration, die offenen EU-Grenzen, auch die vielen Binnenmigranten aus anderen EU-Ländern?

Raoul am :

Was in gewisser Weise ironisch ist, wenn man sieht, was sie anschließend für bescheuerte „Hate-Crime“-Gesetze erlassen haben.

Aber die Vatikanstadt kann mit 100% Einwanderungsquote eh nichts schlagen; die wäre beim Einwanderungsquartett die most valuable card.

Raoul am :

Was ich eigentlich ganz lustig finde, ist, daß ich allen hier irgendwie zustimmen kann – sogar DämlackB. In jedem Kommentar ist einiges an Wahrheit enthalten und den Satz „Man sollte sich jedenfalls nicht auf unsere deutsche Presse verlassen, für die in ihrer unendlichen Weisheit schon vorher feststand, daß der Brexit ganz, ganz dumm und böse ist.“ halte ich für durchaus stimmig.

Auch Du hast mit „Der Brexit wurde neben klaren Lügen wie "wir überweisen 350 Millionen Pfund pro Woche an die EU" ja nicht mit langfristigen Versprechen verkauft, sondern mit "Mit dem Brexit wird alles besser"“ ja absolut recht.

Aber ob das nun Sinn ergab oder nicht – nun, man wird sehen. Die leeren Ladenregale der Anfangszeit, die so fein populistisch veröffentlicht wurden oder auch das Schinkenbrötchen, das den Brummifahrern (wegen Fleischimport) weggenommen wurden haben jedenfalls nicht zum Zusammenbruch Englands geführt. Denn wir Deutschen stehen aktuell in Sachen Inflation auch nicht ganz so toll da. Um es mit Colonel Hogan zu sagen: „Soll ich dir was Geiles sagen? Wir haben Krieg.“ Denn der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist da möglicherweise auch ein Preisturbo.

Aber Du kannst durchaus auch Recht haben und es wird sich für England als sinnvoll erweisen, dereinst wieder in den warmen Schoß der EU zurückzukehren. Sofern die EU irgendwann mal wieder sinnvolle Politik macht und nicht nur darauf besteht, Plastikdeckel an Milchtüten festzukleben. Oder Strohhalme zu verbieten.

bli am :

Strohhalme sind doch nicht verboten! Es ist nur so: früher hatten wir in Papier gehüllte Plastikstrohhalme. Heute bekommen wir in Plastik gehüllte Papierstrohhalme. Gut, die Strohhalme sind jetzt PFAS-getränkt, aber für die Schildkröten muß man halt Opfer bringen.

Und was die Plastikdeckel angeht: es ist doch wohl schon bei den meisten Routine, daß man die gleich nach dem ersten Öffnen mit zwei Umdrehungen befreit. Zwei Umdrehungen für die Schildkröten - darum muß man nun wirklich kein großes Geschrei machen. Bonus: die Deckel muß man oft nicht mehr zuschrauben, sondern kann sie auf das Gewinde drücken.

Raoul am :

Das beschreibt es perfekt.

Leider.

Nur registrierte Benutzer dürfen Einträge kommentieren. Erstellen Sie sich einen eigenen Account hier und loggen Sie sich danach ein. Ihr Browser muss Cookies unterstützen.

Die Kommentarfunktion wurde vom Besitzer dieses Blogs in diesem Eintrag deaktiviert.

Kommentar schreiben

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
:'(  :-)  :-|  :-O  :-(  8-)  :-D  :-P  ;-) 
BBCode-Formatierung erlaubt
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Formular-Optionen