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Schein-Bares Chaos

Als unsere Banknoten noch Gesichter hatten, habe ich mal gelernt, dass die grundsätzlich so in die Kasse gehören, dass sie einen "angucken".

Kurz: Alle in der selben Ausrichtung. Bild nach vorne und nicht überkopf.

Die Geldscheine gehen nicht kaputt, wenn man sie kreuz und quer in die Kasse einsortiert, sie verlieren auch nicht an Wert und kein Kunde interessiert sich dafür, ob er die Banknote irgendwie gedreht und gewendet in die Hand gedrückt bekommt. Und dennoch … Sowas macht man einfach nicht. Ich glaube jeder, der mit Geld zu tun hat, bekommt beigebracht, die Scheine ordentlich ausgerichtet einzusortieren.

Vielleicht ist es auch nur mein innerer Adrian Monk, der bei sowas rebelliert, aber wir bringen das beim Kassentraining allen unseren neuen Mitarbeitern bei. Wenn ich dann so eine Kasse herausgeben muss, schüttelt es mich. Immerhin sind die Scheine noch nach Nominalwerten sortiert in den richtigen Fächern. :-P


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Comments

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Karin P. on :

Da stimme ich dir voll zu. Das würde ich auch so machen, ohne dass es mir extra beigebracht wird. 8-)

MAtten on :

Das nervt mich als Kunde auch total wenn ich die "verdreht" zurückbekomme. Ich sortiere mir die auch immer ordentlich mit der selben Seite nach vorne

TOMRA on :

Hauptsache die Münzen sind ordentlich sortiert. :-P

buntklicker.de on :

Ich sortiere die Scheine sogar immer so ins Portemonnaie. Aufrecht und mit der Vorderseite nach vorne, kleine Scheine vorne, große hinten.

Alexander M. on :

Volle Zustimmung!

Mir wurde das während meiner Banklehre in den 80ern auch beigebracht: Scheine müssen immer ordentlich einsortiert werden.

Südlurker on :

Ohne mich selbst für übermäßig unordentlich zu halten, erscheint mir das dann vielleicht doch ein bisschen viel des Guten. Klar, wenn man in der Lehre darauf gedrillt wurde, legt man das nicht mehr ab.
Der praktische Nutzen ist aber überschaubar, oder sehe ich das falsch? Erinnert ein bisschen ans Unterhosen bügeln - kann man machen, kann man auch bleiben lassen.

Alexander M. on :

Sieht halt auch für die Kunden ordentlicher aus, wenn man es ihnen sortiert auszahlt.

buntklicker.de on :

Scheine in die richtigen Fächer zu sortieren oder der Größe nach ins Portemonnaie: meiner Meinung nach unverzichtbar (es sei denn, man hat immer nur ein oder zwei Scheine in der Tasche). Die gleiche Ausrichtung bringt weniger, aber macht das Abzählen wirklich einfacher.

Bummelwelt on :

Ich mach das bei mir auch so, einfach, damit ich die Geldscheine schneller zählen kann.

Adrian on :

Wobei sie bei Monk noch gebügelt (und vorher wahrscheinlich gewaschen) würden.

jakob on :

Aber schützt das Verdrehen nicht eher vorm falsch rausgeben weil jeder anders aussieht?

TOMRA on :

Hoffentlich auch nach Seriennummern aufsteigend! :-P

Helge on :

Wir haben das schon vor 21 Jahren (puh, schon sooo lange her) bei Sky (bzw. vormals "Wandmaker") gelernt (und gelehrt), die Scheine in richtiger und vor allem immer gleicher Sortierung einzusortieren. Das ist dann irgendwann ein absoluter Automatismus den man im Schlaf beherrscht.

Das hat uns abends dann auch bei der Kassenabrechnung und dem "verpacken" des Geldes (musste damals zu Securitas-Zeiten sortiert (!) abgegeben werden) enorm Zeit erspart.

DerBanker on :

Die Wertlogistiker übernehmen aber heutzutage auch immer mehr Aufgaben. Wie die Kunden das Zeug abliefern dürfen, ist wahrscheinlich eine Sache des Vertrages.

Ich habe irgendwann mal in einem Filmbeitrag gesehen, wie in einem großen Einkaufsmarkt die Tageseinnahmen abgeliefert wurden: das Zeug wurde einfach prall wie ein Kopfkissen völlig unsortiert in die Tüte gestopft. Das muss erst mal aufgearbeitet und wieder verkehrsfähig gemacht werden, und das lässt sich der Werlogistiker natürlich bezahlen.

Von uns muss das ordentlich und glatt in Bunden kommen, nicht mehr umlauffähiges Geld extra. Münzgeld gerollt und extra. Allerdings müssen wir das Geld in der Kasse eh schon selbst so aufbewahren der Übersicht halber.
Allerdings bin ich derzeit in einer Filiale, wo ich selbst damit überhaupt nicht mehr in Berührung komme. Wir haben Cash Recycler. Der Wertlogistiker pflegt die Automaten.

MüllerMeier on :

Was mich eher nervt ist neben Bargeld an sich, sind Kassierer - oh oh neudeutsch heißt das nun Kassierende - die einem erst die Scheine in die flache Hand legen und die Münzen oben drauf, welche man dann versucht in das Münzfach seiner Geldbörse zu balancieren ohne sich zum Volldeppen zu machen.... .

DerBanker on :

Oh, Mann, ja! Ich hasse es!

DerBanker on :

Mir ist in der Ausbildung ebenfalls eingebleut worden, die Scheine gleichgerichtet abzulegen. Das hatte folgenden Grund: wurden die Scheine mit einer Banderole zusammengefasst, hatten einige Leute die Angewohntheit, die zum nachzählen nicht herauszunehmen, sondern die herausragenden Scheinhälften abzuzählen.
Faltet man einen Geldschein aber zusammen und steckt ihn in das Bund, kann man ihn für zwei zählen, wenn sie Kraut und Rüben liegen. So ist Betrug möglich.
Bei gleichgerichteten Scheinen fällt das auf.

Mit zunehmender Maschinenbearbeitung war das hinfällig, da wurde das Zeug eh maschinell gezählt.
Irgendwann bekamen wir die Scheine für die Geldautomatenfüllung auch so bunt geliefert (außer, sie kamen vom Hersteller und gingen bei uns zum ersten Mal in den Umlauf).
Es hat auch den Vorteil, dass die Scheine gleichmäßiger in der Maschine liegen, weil der Sicherheitsfaden immer woanders ist.

Aber solange ich noch eine Handkasse hatte, lagen die da auch immer gleichgerichtet drin.

Jan Reiners on :

schon nebensächlich, wie das Wechselgeld kommt. schlimmer sind die, die solange im Portemonnaie kramen bis sie die Summe centgenau zahlen können, oder am letzten Cent scheitern...

Johannes on :

Doch das ist Monk Like.
Oder kommen bei dir aufm Zählbrett auch alle Münzen gleichrum rein?

Wen interessierts ob man den Schein so oder vom Kassierer in die Hand gedrückt bekommt?
Ich kenne die Farben und Grössen der Scheine gut genug.

Yellow Bug on :

Das kann nur jemand sagen der nie relgemäßig größere Mengen Geldscheine gezählt hat.
Wenn alle Scheine gleich einsortiert sind ist ein schnelles (wirklich schnelles) Zählen der Scheine ohne sich zu vertun deutlich einfacher, als wenn die Scheine "durcheinander" sind.

buntklicker.de on :

Die Münzen auf dem Zählbrett sortieren grenzt wirklich an Monkismus, getoppt noch dadurch, daß man sie alle aufrecht hinstellt und nach Länderrückseiten sortiert :-D . Schließlich heißt das Zählbrett "Zählbrett", weil es zählt -- Münzen zählt man ja nicht mit der Hand ab, das macht ja das Brett. Bei Scheinen ist das nicht so. Und wenn man Geldbündel in Banderolen zählt, ist es wichtig, daß die Scheine alle in derselben Richtung liegen (wie DerBanker oben ausgeführt hat), damit einem nicht jemand einen Schein als zwei unterschiebt.

Nicht der Andere on :

Mitunter bekommt man Rückscheine sogar planmäßig mit den Ziffern zuerst überreicht, natürlich auch mit der Vorderseite nach oben. Bringe quasi Geldglück oder/und vermeide Geldunglück. Schön/schlimm esoterisch...

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