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Nur 300 Euro im Monat

Eine Firma, die auf Elektrofahrzeugen mobile, digitale Werbung vermarktet, hat mich kontaktiert und wollte nach einigen Tagen Bedenkzeit wissen, ob ich mir dieses fantastische Angebot entgehen lassen möchte. Ich bejahte, denn so richtig überzeugt hat mich deren System nicht.

Der Anrufer versuchte, mich mit dem Preis zu ködern: "300 Euro im Monat, das ist doch nicht viel Geld." – aber das ist ja immer relativ zu sehen. Ich zahle hier monatlich knapp 30.000 Euro an Gehältern aus, aber dafür bekomme ich einen sichtbaren Gegenwert, nämlich die wertvolle Arbeit meiner Mitarbeiter. 300 Euro, gerade mal ein Prozent von diesen Kosten, mögen dagegen wirklich nicht viel Geld sein. Aber für diese 300 Euro bekomme ich etwa 300 mäßig sichtbare und vermutlich kaum beachtete Einblendungen auf einem an einer Fahrzeugwand montierten Display.

Wenn ich das Geld einfach für irgendwelchen privaten Firlefanz ausgebe, habe ich möglicherweise eine Handvoll weniger Kunden im Laden, aber ganz sicher das bessere Gefühl dabei. :-D

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Comments

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Nicht der Andere on :

Unter Firlefanz fällt die Werbeinblendung am - wo auch immer herumfahren oder herumstehenden - Fahrzeug ja ganz eindeutig ebenfalls. Und wenn du das nicht für den Laden buchst, sondern für's Blog, dann ist's ja auch privat. (-:=

Dirk on :

Alte Werberweißheit. Die Hälfte des Werbebudgets ist immer verschwendet, man weiß nur vorher nicht welche.

Denke aber auch, dass nen lokaler Supermarkt begrenzt durch Werbung mehr Kunden erreichen kann.

Fabian on :

Werbung für einen lokalen Supermarkt macht keinen Sinn - mal abgesehen von wöchentlichen Angeboten. Die Leute wissen, welche Supermärkte in der Nähe sind. Niemand würde das Display sehen und sich denken "Oh, Werbung für einen lokalen Edeka. Mensch, da muss ich doch nächstes mal hin" Naja, vll. ein paar Renter, wenn man Glück hat.

hoe on :

Ich finde Werbung im örtlichen Sport Verein (fussball,Tennis, Rugby) bringt schon was....

Prolotor on :

Naja, wenn's in Städten so ist wie bei mir am Dorf bringt Werbung bei lokalen vereinen nicht wirklich was, aber man muss sie schalten, weil wenn nicht ist man schnell als Geizhals verschrien der fürs Dorf nix übrig hat und wird boykottiert.
Dieser "Geiselsituation" sind sich die Vereine sehr wohl bewusst

Hendrik on :

Du hast also umgerechnet etwa 17 Vollzeitangestellte? ;-)

Anonymous on :

>Ich zahle hier monatlich knapp 30.000 Euro an Gehältern aus

Und jetzt stell dir vor, du würdest deinen Angestellten wenigstens den gesetzlichen Mindestlohn zahlen.

Mitleser on :

Hmm, laut https://www.shopblogger.de/blog/archives/22429-Verdienststrukturerhebung.html hat er 35 Angestellte. 30.000 € monatlich durch 35 sind rund 857 €. Ich schließe daraus, das Björn nur Angestellte in Teilzeit hat?

ina on :

Wenn du seriös rechnen willst, ziehst du u.a. die AG-Anteile an die SV usw. ab, um ein "Gesamtnetto" zu erhalten. Und Azubi u.ä.

Tt on :

Warum sollte man den AG Anteil an die SV von der Auszahlungssumme abziehen? Der AG Anteil wird doch garnicht ausgezahlt...

Mit dem Blubb on :

Wie, die SV-Beiträge werden gar nicht ausgezahlt? Nur an andere Stelle! Es ist schon korrekt, aus Björns genannten Personalkosten ein "Netto" zu ermitteln, wenn wer auf das den Mitarbeitern gutgeschriebene "Durchschnittsnetto" kommen will. Ist aber nicht ohne weiteres möglich, da er ja z.B. nicht ausschließlich Geringfügige beschäftigen dürfte (es aber offensichtlich auch nicht großartig darüber hinaus reicht).

TT on :

Nagut, einigen wir uns darauf, dass aus Björns Ausführungen nicht hervorgeht, wie die Auszahlung von 30000 gemeint ist.

John Doe on :

Kaum ein Markt der Größe von Björns Laden wird mehr als 3 Vollzeitangestellte haben.
Frag mal beim örtlichen Rewe: Marktleiter (oder der Selbständige), Stellvertreter, 1-2 Verantwortliche für die Service-Theke und mit etwas Glück noch nen Hauptkassierer. Der Rest auf Teilzeit oder Minijob. Das ist Standard bei Märkten unter 1.000 bis 1.500 qm.

Nicht der Andere on :

Warum macht man das denn so als Betrieb?

Statt sowas wie 3 Voll- und 32 Teilzeitlern könnte man doch auch einfach 19 Vollzeitler beschäftigen. Oder einfach größtenteils Vollzeitler und einige Teilzeitler, weil man die Einsatzzeiten der Letzteren besser auf Flaute und Sturm anpassen kann.

Oder scheitert's schon daran, daß man den Teilzeitlern weniger pro Stunde zahlt in Hinsicht auf deren geringeren Steuersatz oder weil die zum Teil als Aufstocker ja auch Geld vom Amt erhalten?

Oder wollen oder können einfach so viele Leute nur Teilzeit, wegen Betreuung der eigenen Kinder/Eltern pipapo?

Tt on :

Ein wenig aus allem, wobei aus Unternehmersicht hinzukommt dass man Samstag morgen 15 Leute braucht, Dienstag morgen aber 3 reichen.
Dass man Teilzeitlern weniger zajlt hab ich noch nicht gehört....

ina on :

"Hier" und "ich zahle aus" sprechen eindeutigst für eine Barauszahlung im Laden, ansonsten sollte es schließlich "Ich lasse monatlich knapp 30.000 Euro an Gehältern überweisen, ..." heißen.

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