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Jetzt aber: "Eine schwerwiegende Entscheidung"

Heute gibt es den Blogeintrag, den ich am 1. März schon einmal veröffentlich hatte. Damals hatte ich den Eintrag wieder ohne weiteren Kommentar entfernt, da in der Angelegenheit zu viele Dinge unklar waren. Vor allem wollte ich nicht einen möglichen Nachfolger schon vorbar damit erschrecken, dass ich aufgrund mangelnden Umsatzes kündige.
Diese Dinge sind inzwischen geklärt und somit gibt es jetzt mit ein paar Wochen Verzögerung den Blogeintrag "Eine schwerwiegende Entscheidung":


An dieser Stelle lüfte ich ein bislang großes Geheimnis über ein Problem, das ich hier noch nie erwähnte: Der Markt in Achim wird geschlossen. Denn trotz der anfänglichen Euphorie, mit der wir an das neue Konzept herangegangen sind, blieben die Umsätze sogar noch deutlich unter den mindestens erhofften Zahlen. Nicht zuletzt durch die enorm vielen Ladendiebstähle hat der Markt bislang monatlich mehrere tausend Euro vernichtet.
Hinzu kam, dass wir von Anfang an unter dem "SPAR ist teuer"-Image gelitten haben. Die Preisstruktur war zwar zu deutlich über 80% auf Harddiscount gesenkt, aber wir sind ja SPAR und darum angeblich teuer. Punkt. Und so habe ich tatsächlich von einer Nachbarin gehört, dass viele Leute den Laden deshalb gar nicht erst betreten haben.

In den letzten Wochen habe ich sehr viel darüber nachgedacht und auch einige Rettungsversuche unternommen. Darunter einige kleinere Energiesparmaßnahmen durch die Abschaltung der Kühlhäuser und weitere Kostenersparnis durch die Reduzierung der Öffnungszeiten. Aber auch das scheinen nur die sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein zu sein.
Letztenendes sehe ich nur eine Lösung für sinnvoll an. Auch wenn es sehr demotivierend ist. Dieses schreiben ist heute ab meinen Vermieter gegangen:
Kündigung des Mietvertrages für das Objekt Friedrichstraße 35/37, 28832 Achim

Sehr geehrter Herr R.,

ich kündige fristgerecht zum 31. Juli 2006 den Mietvertrag zwischen mir und der REWE für den Markt in der Friedrichstraße 35/37 in 28832 Achim.

Umsatz und Rentabilitätsgründe zwingen mich dazu, diese Kündigung auszusprechen.

Mit wöchentlichen Umsätzen von unter xx.xxx Euro und einem Rohgewinn von knapp xx% läßt sich kein Standort, trotz geringer Miete, rentabel betreiben. Der ursprüngliche Versuch, einen Markt mit der preislichen Gestaltung eines Discounters zu betreiben, erbrachte keine rechenbaren Umsätze.
In der Anlage erhalten sie eine Kopie der betriebswirtschaftlichen Auswertung des Monats Dezember 2005 und der bis dahin aufgelaufenen Werte. Ich denke, die Zahlen sprechen für sich.

Die Bevölkerungsstruktur in dem entsprechenden Stadtteil Achims läßt mir keine Aussicht auf Besserung.

Ich würde sehr gerne vorzeitig das Mietverhältnis beenden und hätte auch schon einen Nachmieter. In dieser Angelegenheit ist auch schon Kontakt mir dem Vermieter, Herr Z., entstanden. Ich denke, dem steht nichts im Wege.

Ich bitte um umgehende Rückantwort.

Mit freundlichem Gruß,

Björn Harste
Diese Kündigung ist natürlich inzwischen längst bestätigt. Wir arbeiten daran, den Warenbestand in dem Markt zu verringern. Dazu wird es in den nächsten Wochen sicherlich noch viele Details geben...

Onlineshop-Versandkosten

Was lange währt, wird endlich gut.

In der Vergangenheit habe ich den Hermes Privatkundentarif genutzt, habe mich aber nun für den wesentlich günstigeren "Profi Paketservice" registrieren lassen. Diese Ersparnis möchte ich natürlich auf jeden Fall an die Shopkunden weiterreichen.

Die Versandkosten im Onlineshop liegen damit ab sofort wieder bei pauschalen 4,50€! Diesen Preis hatte ich ja anfangs auch schon gewählt, aber selber wesentlich mehr für den Versand bezahlt.

Ab 30 Euro Bestellwert bleibt es natürlich versandkostenfrei!

Glaser-Abzocke

Im Markt in Achim haben Kinder in eines der Oberlichter vom Lager einen Fußball gekickt. Der Verursacher läßt sich nicht mehr herausfinden, der Schaden muß aber behoben werden. Die Glasbruchversicherung wird vor allem deshalb nicht zahlen, weil ich dort keine habe.
Irgendein Mißverständnis zwischen Marktleiter und Glaser führte dazu, dass nicht nur ein Preis genannt wurde, sondern auch gleich der Geselle mit dem Einbau der neuen Scheibe begann. Der mitgebrachten Rechnung nach sollte der Austausch der Scheibe rund 170 Euro kosten. Das lag sogar noch über meiner als absolut schmerzhaft definierten Obergrenze und erforderte dringenden Handlungsbedarf.

Bei der Scheibe handelt es sich um ziemlich genau einen halben Quadratmeter Einfachverglasung mit einer Dicke von 6mm. Ein Glaser hier in der Gegend nannte mir einen Preis von rund 25 Euro (brutto) für die Scheibe - ein Preis, dem ich voll und ganz zustimmte. Mit Einbau dürfte dabei etwas über 100 Euro herauskommen, schätze er.

Mit diesen Zahlen bewaffnet rief ich bei der Glaserei in Achim an. Nachdem geklärt war, warum der Geselle einfach mit den Arbeiten anfing, obwohl ich ja eigentlich nur vorab einen Preis wissen wollte, kläre ich mit ihm den genannten Preis:

Wie kommen Sie eigentlich auf 170 Euro?

Ich sagte Ihrem Marktleiter bereits, dass er mir nur die 147 Euro geben soll.
(Das war der auf der Ursprungsrechnung ausgewiesene Nettobetrag.)

So eine Scheibe kostet 25 Euro, vielleicht 26 oder 27 bei Ihnen. Aber mehr nicht.

Er rechnete etwas nach.

Die Scheibe kostet 33 Euro.

Das ist zwar etwas mehr, aber um die acht Euro geht es mir gerade gar nicht. Wieviel kostet bei Ihnen denn eine Arbeitsstunde?

Die Antwort kam recht zügig:

38 Euro.

Gut. Netto kostet die Scheibe ungefähr 28 Euro, plus 38 für die Arbeitszeit sind 66. Darauf die Mehrwertsteuer sind wir bei rund 76 Euro für die Durchführung der Arbeiten.

Kann auch sein, dass es länger als eine Stunde dauert. Da sind ja Gitterstäbe vor dem Fenster. Vielleicht 1,5 Stunden. Dazu kommen noch 22 Euro pauschal für die Anfahrt.

Ich rechnet ihm vor:

Also 28 Euro plus 57 Euro plus 22 Euro sind 107 Euro netto. Darauf die Mehrwertsteuer und schon liegen wir bei 124,12€.

Dann trage ich da 124 Euro netto ein, das sind dann brutto gut 143 Euro.

Wie kommen sie bitte auf diese Zahlen?

Das sagt mein Computer hier.

Vielleicht verrechnet sich ihr Computer ja auch. Nehmen Sie mal bitte einen Taschenrechner.

Ja.

Da tippen Sie jetzt ein: 28 Euro für die Scheibe, eineinhalb Arbeitsstunden, also 57 Euro und die Anfahrtspauschale in Höhe von 22 Euro. Ich komme da nur auf 107 Euro netto. Jetzt rechnen Sie mal die Mehrwertsteuer da drauf.

[Tipp, tipp..]

Pluuuuus... sechzehn... Prozent. Einhundertvierundzwanzigzwölf.

Genau. Und darüber dürfen Sie mir eine Rechnung schicken.

Ja, alles klar. Und wenn sie nochmal eine kaputte Scheibe haben, oder privat einen Spiegel brauchen, können wir das gerne übernehmen.

Ach, klar. Nachdem wir jetzt so gut miteinander reden können...

Das Gespräch endete wirklich symphatisch. Meinen augenzwinkernden Abschlußsatz konnte ich mir nicht verkneifen, aber er war wohl auch sehr überrascht darüber, dass ihm einer seine Kunden seine eigene Kalkulation vorrechnet. :-)

Versandwandel

Kleine Entschuldigung per E-Mail an einen meiner Shopkunden:
Es ist so, dass ich mich nun - man entwickelt sich ja weiter - als Profikunde bei Hermes habe registrieren lassen. Dies macht die gesamte Logistik wesentlich einfacher, hat(te) aber einen kleinen Haken: Beauftragte Pakete werden nicht automatisch stückweise abgeholt. Stattdessen werden die Aufträge so lange gesammelt, bis ich einen sogenannten Abholauftrag starte. Dies habe ich aber leider gerade eben erst gesehen.
Man ist ja schließlich lernfähig, wenngleich es manchmal eben etwas länger dauert... :-)

Getränkekühlregal

Was tun, wenn man einen Teil eines Kühlregales zur freien Verwendung hat und dort keine kühlpflichtige Ware unterbringen kann oder möchte? Richtig: Entweder leerstehen lassen oder den Kunden im Sommer gekühlte Getränke gleich kistenweise anbieten.

Es lohnt sich sicherlich nicht, ein eigenes Kühlregal dieses Ausmaßes nur für Getränke zu betreiben, aber in diesem Fall ist es tatsächlich eine sinnvolle und originelle Verwendung der leerstehenden Fläche:


Beschriftet

Ich gebe zu: Pakete mit hohem Anteil an zerbrechlichen Dingen und/oder einer Mischung aus z.B. Konservendosen und Chipstüten stellen mich momentan noch jedes Mal vor eine kleine Hürde. Bislang hat's ja meistens geklappt, wenngleich auch schon Dosen verbeult und Chips in pulverisierter Form bei den Kunden ankamen.

Dieses Paket ist so ein Fall und ich hoffe eigentlich nur, dass meine Beschriftung die Mischung aus Gläsern, Dosen und Chipstüten wirkungsvoll vor den Urkräften des Götterboten schützt...


Johnnys Aktionsplazierungen, Teil 2

Eine weitere kreative Plazierung, die mir ausgesprochen positiv aufgefallen ist. Hier wird wahrscheinlich ebenfalls nicht der große Umsatz stattfinden, aber alleine die Idee, alle Zutaten für eine "Ballermann-Party" bereitzustellen, finde ich richtig klasse.

(Was nun allerdings ganz und gar nicht meine persönliche Meinung über Sangria aus Eimern darfstellen soll! :-) )


Johnnys Aktionsplazierungen, Teil 1

Johnny hat seiner Kreativität mal freien Lauf gelassen. Dabei herausgekommen ist zum einen diese Plazierung, bestehend aus Waffeln, Früchten, Dessertsauce und Sprühsahne.

Nicht, dass dadurch nun phänomenale Mengen der angebotenen Produkte abgesetzt werden - aber alleine schon die Idee und Umsetzung finde ich bemerkenswert.


Telefonisch bestellen

Eine Frau rief an und erkundigte sich, ob sie Zotter-Schokolade auch telefonisch bestellen könne.
Ich bejahte grundsätzlich, merkte aber an, dass es wesentlich einfacher über die Oberfläche vom Webshop wäre.

Nun, sie hat zu Hause keinen Internetzugang, darf oder möchte vom Arbeitsplatz aus nicht surfen und hat so eigentlich keine andere Möglichkeit, bei mir zu bestellen.

Ich werde es wohl so machen, dass ich ihr einen Account im Onlineshop anlege, ihre Bestellung telefonisch aufnehme und dann die Daten in den Shop übertrage. Aber möglich ist das natürlich grundsätzlich schon - wenngleich auch eine etwas ungewöhnliche Methode...