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Wundersame Lebensmittelindustrie

Wir haben Gebäck, kleine Kuchen im Keksformat, im Sortiment, deren Zutatenliste sich wie folgt zusammensetzt:
Füllung 61% (Zucker, Wasser, Sojabiohnen, weiße Bohnen, modifizierte Kartoffelstärke, Feuchthaltemittel (E420), pflanzliche Öle und Fette, Ei, Dextrose, Glukosesirup, Glukose-Fruktose-Sirup, Konservierungsmittel (E202, E281), Salz, Aprikosenkerne, Aroma, Verdickungsmittel (E440, E466), Ballaststoff, Vitamie (A, D3), Emulgator (E471), Säuerungsmittel (E330)), Weizenmehl, Zucker, pflanzliche Öle und Fette, Pflanzenfett (gehärtet), mageres Kakaopulver, Salz, Emulgatoren (Sojalecithin, E471, E492), Backtriebmittel (E450, E500), Glukosisiruo, Glukose-Fruktose-Sirup, Weizenstärke, Viamine (A, D3), Aroma, Säuerungsmittel (E330).
Ich ess' die nicht. :-O

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Kommentare

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The other one am :

Bei den Biohnen wäre ich auch eher zurückhaltend.

Naja, und so ein Kuchen ist ja generell ein Verdickungsmittel.

Jürgen am :

Vor allem, wenn es sich um Schwer-Biohnen handelt, würde ich schon mal bei WeightWatchers anfragen

Bas am :

So schlimm ist die Liste eigentlich nicht, sind halt Fabrikkekse - gibts aber alles auch in Backmischungen für Bäckereien, da kräht kein Hahn nach, was der Kunde nicht weiss...

Till am :

Die endgültige Stellungnahme hierzu kommt natürlich von den Animaniacs: http://www.youtube.com/watch?v=XthZ7rFPKh8

Randalf am :

Während ich vor ein paar Wochen mal "Tillman's Burger zum Toasten" probiert habe, ist mir die Zutatenliste ins Auge gefallen: Rindfleisch z. Teil fein zerkleinert, Trinkwasser, Erbeneiweiß, modifizierte Stärke, Zucker, Zwiebelpulver, Hühner-Eiweißpulver, Speisesalz, Dextrose, Gewürze, Pastinake, Tomate, Karotte, Methylcellulose, Mono- und Diglycerine von Speisefettsäuren, Maltodextrin, hydrolysiertes Pflanzenprotein, Karottenpulver, Sonnenblumenöl, Sellerie, Diphosphate, Rosmarinextrakt, Pflanzenfett, Weizenmehl, Invertzuckersirup, Hefe, pflanzliches Öl, Speisesalz, Sesam, Natriumstearoyl-2-lactylat, Sojamehl, Calciumpropionat, Guarkernmehl, Natriumdiacetat, Traubenzucker, Saccharose, Tomatenmark, Gurken, Senf, Branntweinessig, Paprikaextrakt, Äpfelsäure.

Ich habe den Rest in die Tüte zurückgepackt und sie direkt in der schwarzen Tonne entsorgt. Ich bin eigentlich recht unempfindlich, was Fastfood angeht, aber das war mir zuviel^^

Klodeckel am :

Ich hab letztens mal die TK-Currywurst mit Pommes in der Aluschale für den Backofen (gibts bei netto) ausprobiert. Auch ohne die Zutatenliste zu lesen haben sich meine Befürchtungen hinsichtlich des Genusses dieser Mahlzeit leider bestätigt. Und ich hab die Backzeit schon von 45 auf 60 Minuten verlängert um etwas Farbe auf die Fritten zu kriegen.:-)

An den "Burgern zum Toasten" war ich auch schon mal dran, hab mich dann aber doch nicht getraut.

zaddeln am :

Erbeneiweiß :-O

Anja am :

Vielleicht sind das erste Anzeichen von TOM-Entzug?

Luis am :

https://lh4.googleusercontent.com/-AxOqL0CEr0U/T1JOD9-K75I/AAAAAAAACfo/TGMrlABhb0E/s640/DSC02045.JPG


Das Ding war mir von vornherein suspekt, als ich das zum ersten mal gesehen hatte.

wilderigel am :

ich ess es nicht, aber verkaufen kann mans ja

ob das die richtige einstellung ist?

Jens79 am :

Das ist doch keine Frage der Einstellung. Ein Händler der kein Alkohol mag, darf doch auch Alkohol verkaufen. Ein Nichtraucher auch Tabakwaren und jemand der die Zeitung nicht mag darf auch Printwaren im Sortiment haben. Björn hat ja schließlich einen Laden, ist Geschäftsmann und ich wette, wenn der Artikel der Renner wäre, würde er ihn auch in den Online-Shop einbinden ;-)

Fabian S. am :

Natürlich DARF ein Händler Waren verkaufen, die er selber persönlich ablehnt.

Aber eben durch so ein Verhalten ist es so, dass wir ein Überangebot an Waren haben und die Industrie erfolgreich ihre Chemie-Nahrungsmittel vertreibt.

Würden die Händler nur jene Produkte anbieten, die sie nicht persönlich ablehnen, würden wir gar nicht soviele E's in den Zutatenlisten finden.

The other one am :

Den wenigen Händlern stehen aber umso mehr Konsumenten gegenüber. Wie wäre es mal damit, dass die Konsumenten einfach die Waren liegen lassen?

Fabian S. am :

Dank jahrzehnter langer Konditionierung, psychologischen Tricks in Verpackung und Werbung und falsch Information sowie die Suggestion von falschen Informationen, ist wohl der großteil der dt. Bevölkerung nicht mehr in der Lage zu entscheiden, ob ein Nahrungsmittel-Produkt irgendwelchen anderen Bewertungskriterien unterliegen sollte.
Menschen, die von der Industrie für unmündig erklärt werden und die auf Bildung gänzlich verzichten dürfen (der Dank geht an das reformier-bedürftige Schulsystem, das wir noch aus Vorkriegs-Zeiten geerbt haben) sollen nun entscheiden, welches von 2 konventionelle Produkte von konventionellen Marken nun das "gesündere" ist? Warum wohl die Idee eines einfachen "Ampel-Systems" auf den Verpackungen?

Und nun fühlt sich hier mal bitte keiner angesprochen, denn wie es mir scheint, ist die Leserschaft von Björn da etwas aufgeklärter. Auch mir hat der Blog in manchen Sachen die Augen geöffnet.

dr. pop am :

"...Menschen, die von der Industrie für unmündig erklärt werden... "

Ich habe eher den Eindruck, dass Menschen wie Du andere für unmündig erklären möchten. Du sprichst anderen die Entscheidung ab, sich für das eine oder andere Produkt zu entscheiden, nur weil Du das eine gut findest und das andere nicht.

The other one am :

Zumindest liegt er mit dem Schulsystem richtig. Bei ihm hat es ja auch versagt. 8-)

The other one am :

Diese Fürsorge des Staates für seine Bürger hat nur das Ziel das Staatseinkommen durch Steuern und Abgaben zu sichern.

Und ab und zu benötigt man noch ein paar halbswegs lebensfähige Kreaturen für demokratische Wahlen.

Aber das war es auch schon.

Das ist aber schon seit langer Zeit bekannt und wird vom Großteil der Bevölkerung auch kritiklos akzeptiert. Also, wo ist das Problem?

Knoetchen am :

die Kunden können doch selbst lesen?

Es ist schon fast zynisch, einerseits fühlt sich ein Großteil der Menschen von "außen" gegängelt, wenn es beispielsweise um die Speicherung von Daten oder mithin gar um das Filtern von Webinhalten geht - nach dem Motto Selbstregulation über alles.. aber gleichzeitig will man bitte-danke beim Einkaufen nur die Produkte vorgesetzt bekommen, die von "außen" als gut befunden werden.

Irre Welt.

The other one am :

Natürlich muss man für die persönliche Freiheit im Netz kämpfen.

Aber im RL gibt es dann für diese Freiheitskämpfer BIO-Läden und ähnliche Einrichtungen für betreutes Einkaufen.

Knoetchen am :

"betreutes Einkaufen"

Danke, der ist gut. :-D

*rofl*

FlyingT am :

Das Problem ist nur das dann die Personen aus der bremer Neustadt dann nur noch 1 mal die Woche essen können.

Und was soll überhaupt so schlimm an diesen E-Nummern sein?

ednong am :

Wieso? Ist doch alles Wichtige drin: Wasser und Zucker. Was will man mehr?

The other one am :

Fast. Die drei Grundnahrungsmittel sind Zucker, Salz und Fett. Aber das ist ja auch alles da, der Rest ist nur Verzierung.

The other one am :

Aprikosenkerne finde ich zum Beispiel sehr gut. Damit die Zähne was zu knacken haben. Das gehört zu einem rustikalen Kauerlebnis einfach dazu.

Jürgen am :

Vermute mal aus den Kernen wird Persipan, ursprünglich eine billige alternative zu Marzipan .... außer in der DDR

"In der DDR wurde Persipan wegen Rohstoffknappheit durch Resipan (Maisgrieß mit Zucker und Aroma), dann auch wegen Maismangels durch Nakapan (Kartoffelgrieß mit Zucker und Aroma) ersetzt."

The other one am :

Unglaublich. Und dann wurde da immer so gejammert, aber über Rohstoffknappheit konnten sich die Bürger doch nie beklagen.

Naja, die Zeiten sind ja jetzt rum. Gott ist tot und seine Frau lebt in Chile.

Archer am :

Nicht mehr lange. Hr. Hr. 8-) Ist in Arbeit.

Jan Reiners am :

und wie heiss das produkt nu ? muffins mit persipan gefüllt ? 8-)

Caron am :

Was soll da jetzt das Problem sein? Klar, da stehen ne Menge Es. Übersetzt kommen da aber meist Dinge wie Pektin oder Zitronensäure raus. Und?

Sakura am :

Naja, ich finde weder die Bohnen noch die ganzen Es besonders schlimm. Es hat ja so ziemlich alles eine E Nummer, auch völlig natürliche Zutaten.
Und ich mag auch Anko, das ist eine süße Paste aus roten Bohnen und Zucker. Wird in Japan sehr viel für Süßigkeiten benutzt. Hört sich einfach nur sehr ungewöhnlich an, wenn mans nicht kennt.

Aufrechtgehn am :

Ich hab mich diese Woche ja noch über einen Werbesticker auf einer Eiscreme von Rewe Feine Welt amüsiert: "Nur fünf Zutaten!". Nach der obigen Liste bekommt das aber langsam Sinn...
Nenn mich altmodisch, aber ein Bohnenkuchen reizt mich wenig. Und E kauf ich lieber beim Dealer meines Vertrauens.

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