Noch ein Foto, das während meiner
Leuchtstoffröhrenauspackaktion in der vergangenen Woche entstanden war. Die komplette obere Lage in unserer Papppresse bestand nur aus den schmalen Kartons, in denen die Leuchtstoffröhren einst steckten, insgesamt rund 100 Stück.
Diesen Anblick gibt es hier nie, nie, nie wieder:
Ob das da draußen noch mal ein ausgewachsener Sommer wird? Für den Fall, dass das passiert, haben wir ein paar Leerkisten gebunkert. Nimmt natürlich derzeit mehr Platz ein, als wir eigentlich haben, aber haben ist bekanntlich besser als brauchen und bevor wir die Bierflaschen wieder liegend in Gemüsekisten zwischenlagern müssen, wählen wir lieber diesen Weg.
Wenngleich man hier im Lager nun auf eine Wand aus Beck's-Kisten guckt …
Es gibt Dinge im Alltag, die sind eigentlich selbsterklärend. Zum Beispiel so ein Mülleimer / Papierkorb mit zwei speziell geformten Löchern am oberen Rand.
Man könnte vermuten, dass diese Löcher nicht aus dekorativen Gründen dort angebracht wurden, sondern einen gewissen praktischen Nutzen verfolgen. Etwa, dass man den Mülleimer nach dem Leeren wieder an die genau dafür vorgesehenen Schrauben oder Haken hängt.
Man könnte auch annehmen, dass es bei der Tätigkeit des Aufhängens eine gewisse Rolle spielt, in welcher Ausrichtung man es versucht.
Nun sind unsere beiden Exemplare in den Toiletten derzeit eher bodennah im Einsatz. Funktional ist das zweifellos – der Müll in Form von (überwiegend) benutzten Papierhandtüchern findet weiterhin zuverlässig seinen Weg hinein. Allerdings wurde das ursprüngliche Konzept des Herstellers in einer bemerkenswert kreativen Weise vollkommen neu interpretiert.
Ich möchte an dieser Stelle natürlich ausdrücklich und vollkommen emotionsfrei betonen, dass es sich hierbei nicht um einen Fehler handelt, sondern um einen alternativen Lösungsansatz.
Einen, der sich mit minimalem und kaum erwähnenswertem zusätzlichen Aufwand sogar noch leicht optimieren ließe. Aber jeder, wie er es für richtig hält …
Die
Umrüstung auf das neue Kassensystem wurde zwischendurch noch ein- oder sogar zweimal verschoben.
Gestern war es nun endlich so weit. Die neue Technik ist vor allem deutlich schlanker, als die alte mit einem ausgewachsenen PC als zentrale Einheit, die irgendwo im Kassentisch untergebracht und mit unterschiedlichen Arten von Datenkabeln mit den verschiedenen Peripheriegeräten verbunden waren. Nun haben wir einen All-In-One-PC, der sich kaum bemerkbar mit im Bildschirm versteckt. Alle Geräte sind über einen Hub sternförmig mit USB-Kabeln miteinander verbunden, so wie es aktuell der Stand der Technik ist.
Nur beim Umbau war etwas schiefgegangen. Wir brauchen selten mehr als drei Kassen und so hätte der Techniker bequem eine Kasse nach der anderen umrüsten können und alles wäre fein gewesen. Dummerweise war er zwischendurch hinsichtlich der Softwareinstallation an einer der Kassen zu optimistisch und hat bereits die nächste Kasse irreversibel (Kabel abgeschnitten …) demontiert, während die eine Kasse noch installierte. Dummerweise wollte die dritte Kasse auch nicht so und so standen wir rund eine Stunde mit nur einer Kasse da, an der sich die genervten und wütenden Kunden zu einer langen Schlange gestaut haben. Das wäre vermeidbar gewesen.
Die Software ist noch fast die selbe oder sieht zumindest noch fast genauso aus. Hätten wir keinem Mitarbeiter erzählt, dass wir neue Kassen haben, hätten es viele vermutlich gar nicht bemerkt.
Monitor, Scanner, Drucker, alles wieder da. Das spannendste Update sind wohl die neuen Scanner. Kein Laser mehr, der aufgefächert den Strichcode beleuchtet und dessen Reflexionen von einem Fotosensor erfasst werden, sondern ein modernes Gerät mit Bildsensor, der neben klassischen Strichcodes auch beispielsweise QR-Codes dekodieren und diese auch von reflektieren Oberflächen (Handydisplay) erkennen kann.
Vielen Dank an Blogleser Andreas, der mir dieses Foto eines "SPAR Gourmet"-Marktes geschickt hat, den er in der Hauptstraße in der Kleinstadt
Eisenstadt ganz im Osten von Österreich entdeckt hat.
(
Auch diesen Markt gibt es bei Google Street View zu sehen.)
Dass die Sonne mal direkt in unsere Kamera zum Hof scheint, ist wohl nicht zu vermeiden. Interessant aber, was da an Artefakten entsteht: Bunte Streifen in verschiedenen Farben, dazu noch ein typischer Linseneffekt, der sich irgendwie strahlenförmig ausbreitet.
Macht aber alles nichts, denn tagsüber hat die Kamera fast keine Relevanz. Nur bei Nacht wird es spannend, aber da blendet die Sonne ja meistens nicht.
Welcher Kollege oder welche Kollegin auch immer dieses Schild hier neben der Tür zum Aufenthaltsraum angebracht hat, kann ich leider nicht sagen. Ein Name steht nicht dabei.
Nach eingehender Prüfung musste ich feststellen, dass das Schild weder sachlich falsch noch irreführend ist. Es wurde daher vorläufig nicht von mir entfernt.
In meiner Rolle als Betriebsleitung weise ich jedoch darauf hin, dass das Schild keine konkrete Personengruppe meint. Jeder Mitarbeiter ist frei, sich persönlich davon angesprochen oder beleidigt zu fühlen.
(Besucher werden gebeten, diese Warnung ernst zu nehmen! Insbesondere zwischen 6 und 22 Uhr ist jederzeit mit spontanen Diskussionen über Leergut, Bestellmengen, Lagerordnung, Pfandbons, Sonderangebot, Neuplatzierung und im Allgemeinen die korrekte Verräumung der Ware zu rechnen.)
Unser Laden ist fast vollständig videoüberwacht. Die Ladenfläche sowieso, aber auch einige Bereiche der Lager- und Nebenräume. Das ist alles rechtlich in Ordnung und völlig DSGVO-konform und wird einmal jährlich von unserem Datenschutzbeauftragten gecheckt. Dieser Datenschutzbeauftragte ist auch nicht irgendjemand, der einfach dazu benannt wurde, weil wir jemanden brauchen, sondern eine ausgebildete Fachkraft der Edeka.
Videoüberwachung am Arbeitsplatz: In den Aufzeichnungen ist zwangsläufig jeder mal irgendwie zu sehen. Während der Arbeit läuft man hier herum, das ist nicht zu vermeiden. Allerdings gibt es hier auch Tätigkeiten, die an einem sogenannten Dauerarbeitsplatz stattfinden. Das sind räumliche Bereiche, in denen man relativ beständig tätig ist und nicht hin und her läuft. Dazu gehört zum Beispiel die Kasse und da soll man eben nicht permanent im Fokus der Kamera sitzen oder stehen.
Da unsere Arbeitsplätze an der Kasse aber auf mehreren Kameras direkt oder indirekt zu sehen sind, haben wir nach Vorgabe mit unserem Datenschutzmenschen dafür gesorgt, dass diese Arbeitsplätze eben nicht mehr, bzw. nur noch eingeschränkt zu sehen sind. Wer bei uns in der Kasse arbeitet, ist im Normalfall auf den Aufzeichnungen nicht dauerhaft zu erkennen, dafür sorgen schwarze Maskierungen in den Einstellungen der Kameras.
In der Praxis sieht das Ergebnis manchmal etwas kurioser aus: Der Kopf mit dem Gesicht verschwindet hinter einem dicken schwarzen Balken, aber diese Beschneidung lenkt die Aufmerksamkeit genau dorthin, wo sie eigentlich garantiert nicht landen sollte. Der Kopf ist verschwunden, aber der Bildausschnitt betont deutlich mehr, als es geplant war. Dort, wo man unverfängliche Anonymität herstellen wollte, hat man einen Körperteil hervorgehoben, der nun wortwörtlich ein "herausragendes" Merkmal darstellt.
Nachdem wir das Regal mit dem Einweggeschirr
neu gebaut hatten, war das Regal rechts davon die nächste offene Baustelle.
Dieses Regal beinhaltet "Haushaltsfolien" (Gefrierbeutel, Alufolie, Backpapier etc.), Müllbeutel aller Art, Putzutensilien wie Schwämme und Tücher, Handschuhe und noch ein paar andere nicht näher definierte Artikel wie Pflanzendünger, destilliertes Wasser, Fliegenklatschen, die wir einfach nirgendwo sonst hätten unterbringen können.
Das Regal war schon seit längerer Zeit eine Baustelle, zumal wir auch nach einem Streit (Preisverhandlungen) zwischen der Edeka und Melitta einige Artikel nicht mehr im Sortiment hatten. Dann kam der Umbau mit dem Kerzen- und Einweggeschirrregal dazu und schon rutschte dieses Regal vom Status "sollten wir mal machen" auf "muss unbedingt gemacht werden".
Wenn alles klappt, kommen mit der heutigen Warenlieferung etliche neue Artikel mit, die ich entweder heute noch oder aber auf jeden Fall im Laufe der Woche noch im Regal unterbringen und dabei eine vernünftige Platzierung bauen werde. Ich mache drei Kreuze, wenn das Thema erledigt ist!
Diesen Strichcode mit Milchspritzern hat Blogleserin Monika auf einem "Milbona"-Joghurt von Lidl entdeckt.
Vielen Dank für die Zusendung.
Neben den Fan-Shirts, die wir hier für Einkäufe jenseits der 50 Euro verteilen, gab es von der Edeka Ende April / Anfang Mai auch eine Verlosung von 30.000 Kinder-Fanshirts, die an Schulen und Vereine verlost worden sind. Über 1250 Sets von jeweils 24 Shirts wurden verlost.
Da hatte ich nämlich gepennt, als uns die
Fan-Shirts in Kindergrößen geliefert wurden. Die werden wir auch nicht in der
Fan-Shirt-Verlängerung verteilen, denn in Wirklichkeit sind das nämlich die Gewinner-Shirts, die von drei Einrichtungen hier bei uns abgeholt werden können.
Zwei Schulklassen und ein Sportverein haben uns als "ihren" Markt in den Teilnahmeunterlagen angegeben und so stehen hier nun 3x24 Shirts zur Abholung bereit.
Ein Kollege war vor längerer Zeit buchstäblich über Nacht verschwunden. Seine gemietete Wohnung hatte er wie eine Müllhalde hinterlassen, er kam nicht mehr zur Arbeit und war nicht mehr erreichbar. Aus Arbeitgebersicht musste ich natürlich irgendwie reagieren und so habe ich zunächst mehrere Abmahnungen und schließlich eine fristlose Kündigung in den Briefkasten geworfen. Diese Schreiben haben ihn natürlich nie erreicht, da er schon gar nicht mehr in der Stadt oder überhaupt hier in der Region war. Die Dreiwochenfrist für eine Kündigungsschutzklage verstrich ebenfalls ohne eine Reaktion und so meldeten ich ihn hier schließlich in der Lohnbuchhaltung ab und erledigte auch sonst alle anfallenden Formalitäten.
Ein knappes Dreivierteljahr später meldete sich plötzlich aus einer rund 200 km entfernten liegenden Stadt die Abteilung der Stadtverwaltung, die für finanzielle Beratung und Wohnhilfen zuständig ist. Mein ehemaliger Mitarbeiter säße nun dort und bräuchte Hilfe – und daher solle ich ihnen doch bitte so schnell es geht den Schriftverkehr (Abmahnungen / Kündigung) und auch Lohnnachweise / eine Arbeitsbescheinigung zukommen lassen.
Ich kann ja verstehen, dass es nun, wo sich der Herr dazu durchringen konnte, diese Hilfe anzunehmen, schnell gehen muss. Wer wohnungslos ist und sich dazu durchringen konnte, Hilfe anzunehmen, will sicherlich die Situation so schnell es geht wieder verlassen. Aber dennoch wirkt dieser Elan wie ein plötzlicher Aktivismus nach der monatelangen Lethargie …
Es ist nicht nur eine Floskel, sondern ich schreibe dies aus ganzem Herzen: Ich wünsche ihm, dass er sein Leben wieder in den Griff bekommt und alles wieder gut wird bei ihm. Das hat hier bei uns zwar ein etwas seltsames Ende gefunden, aber ich habe ihn immer sehr geschätzt, als Mitarbeiter wie auch persönlich. Das meine ich ernst! Ob das Arbeitgeber-Ich von mir ihm nach dem Theater erneut einen Job anbieten würde, weiß ich nicht, aber er ist ganz bestimmt kein schlechter Mensch.
Die Mama-Ramen, die
hier so rotationslos herumstehen, haben nun zu einem Teil bereits ihre Mindesthaltbarkeitsdaten erreicht. Dutzende Packungen, es könnte schon eine dreistellige Zahl sein, stehen nun zum halben Preis zu einem Teil noch auf dem Aufsteller, zum anderen Teil auf dem Restetisch an der Kasse.
Selbst jetzt ist der Andrang verhalten. WARUM will die Dinger keiner haben? Diese Nudelgerichte laufen und liefen eigentlich immer wie blöde bei uns – aber diese "Mama"-Produkte haben einen unglaublichen Rumstehfaktor. Wieso ist das so? Kann mir das jemand erklären? Kann mir jemand Kunden erklären?
Dieser Diebstahl von Milka-Schokolade war übrigens der letzte, den es bei uns bis auf Weiteres gegeben haben wird.
Wir haben von Milka zwar noch die Kekse, aber nachdem sie nun gänzlich abverkauft wurde keine einzige Schokoladentafel von dieser Marke mehr im Sortiment. Keine
100 90-Gramm-Tafeln und auch die großen nicht mehr. Nix. Null. Nüscht.
Bislang scheinen es die Kunden mit Fassung zu tragen, die Nachfrage geht gegen Null.